{"id":12483,"date":"2025-03-18T15:42:44","date_gmt":"2025-03-18T14:42:44","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/festhalten-an-der-regelbasierten-internationalen-ordnung-wie-europa-als-allianz-kleiner-staaten-gegenueber-den-supermaechten-bestehen-kann\/"},"modified":"2025-06-03T12:27:03","modified_gmt":"2025-06-03T10:27:03","slug":"festhalten-an-der-regelbasierten-internationalen-ordnung-wie-europa-als-allianz-kleiner-staaten-gegenueber-den-supermaechten-bestehen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2025\/03\/18\/festhalten-an-der-regelbasierten-internationalen-ordnung-wie-europa-als-allianz-kleiner-staaten-gegenueber-den-supermaechten-bestehen-kann\/","title":{"rendered":"Festhalten an der regelbasierten internationalen Ordnung: Wie Europa als Allianz kleiner Staaten gegen\u00fcber den Superm\u00e4chten bestehen kann"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wenn westliche Stimmen den russischen \u00dcberfall auf die Ukraine im Februar 2022 als Angriff auf die \u201eregelbasierte\u201c oder \u201eliberale\u201c internationale Ordnung beschrieben haben, schwang dabei stets mit, dass es westliche Staaten und insbesondere die USA waren, die nach dem Zweiten Weltkrieg das V\u00f6lkerrecht sicherten. <\/strong><a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.5040\/9781350423985.ch-4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Es waren jedoch vor allem afro-asiatische Staaten, die w\u00e4hrend des Kalten Kriegs die regelbasierte Ordnung verteidigten, wenn Aggressionen die Unverletzlichkeit internationaler Grenzen infrage stellten.<\/strong><\/a><strong> Eine n\u00e4here Betrachtung dieser Geschichte kann helfen, zukunftsf\u00e4hige Konzepte f\u00fcr die Geltungskraft internationaler Normen zu entwickeln \u2013 gerade f\u00fcr ein Europa, das Gefahr l\u00e4uft, zuk\u00fcnftig zur Verhandlungsmasse der Gro\u00dfm\u00e4chte zu werden.<\/strong><\/p>\n<p>Die Normen der v\u00f6lkerrechtlichen Gleichheit, Souver\u00e4nit\u00e4t und territorialen Integrit\u00e4t sowie das Verbot von Aggressionen gelten als Kern der regelbasierten internationalen Ordnung. Infolgedessen erscheint die Existenz dieser Ordnung durch den russischen Angriffskrieg sowie die erneute <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/book\/10.1007\/978-3-658-23783-7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4sidentschaft Donald Trumps<\/a>, seine Ann\u00e4herung an Russland und die hinausposaunten territorialen Anspr\u00fcche auf Kanada und Gr\u00f6nland <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/united-states\/renegade-order-trump-hal-brands\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gef\u00e4hrdeter denn je<\/a>, wenn nicht <a href=\"https:\/\/www.ips-journal.eu\/topics\/foreign-and-security-policy\/how-to-survive-in-a-world-of-fierce-competition-between-great-powers-8147\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unweigerlich zerst\u00f6rt<\/a>.<\/p>\n<p>Wie die <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/pastj\/gtae008\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">j\u00fcngere historische Forschung<\/a> gezeigt hat, war die \u201eregelbasierte\u201c internationale Ordnung allerdings keinesfalls eine \u201ewestliche\u201c Errungenschaft. Vielmehr waren es vor allem die Staaten der \u201e<a href=\"https:\/\/docupedia.de\/zg\/Dritte_Welt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dritten Welt<\/a>\u201c, die in den Vereinten Nationen Entwicklung und Kodifizierung dieser Normen vorantrieben, sich f\u00fcr multilaterale L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr globale Probleme einsetzten und allgemein f\u00fcr internationale Zusammenarbeit \u00fcber ideologische Grenzen hinweg eintraten. Zugleich waren sie die entschlossensten Verteidiger jener Normen, die die v\u00f6lkerrechtliche Gleichheit, Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t aller Staaten sowie das Verbot von Aggressionen festschrieben.<\/p>\n<p>Ausgehend von dieser Beobachtung, fragt dieser Blogbeitrag nach den Chancen, den Kern der regelbasierten Ordnung zu verteidigen und so eine Basis f\u00fcr multilaterale Kooperationen aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<h2>Territoriale Konflikte und die regelbasierte internationale Ordnung im Kalten Krieg<\/h2>\n<p>Sicher, in Europa f\u00fchrte die Pr\u00e4senz der USA zu einer Eind\u00e4mmung der sowjetischen Expansion und erm\u00f6glichte es den Demokratien im Westen des Kontinents, in Frieden und Freiheit zusammenzuarbeiten. Das nukleare Gleichgewicht des Schreckens f\u00fchrte dazu, dass in Europa der Kalte Krieg nicht zu einem hei\u00dfen wurde, und die Integration des geteilten Europas in zwei sich gegen\u00fcberstehende Milit\u00e4rb\u00fcndnisse trug lange zur Konflikteind\u00e4mmung innerhalb der jeweiligen Lager bei.<\/p>\n<p>Um die Unverletzlichkeit ihrer Grenzen bangen mussten vor allem die afro-asiatischen Staaten, die zumeist erst k\u00fcrzlich ihre Unabh\u00e4ngigkeit von der europ\u00e4ischen Kolonialherrschaft erlangt hatten. Gerade infolge der Dekolonisierungswellen der 1960er und 1970er Jahre kam es immer wieder zu territorialen Konflikten. Es war eine offene Frage, ob die Norm der territorialen Integrit\u00e4t in einer sich nach dem Ende der Kolonialzeit rapide wandelnden Welt respektiert werden w\u00fcrde, nicht zuletzt, weil Verletzer der Norm sich in der Regel auf den R\u00fcckhalt einer der beiden Superm\u00e4chte oder europ\u00e4ischer Staaten verlassen konnten. Die USA etwa sympathisierten Mitte der 1970er Jahre mit der marokkanischen Annexion der Westsahara und der indonesischen Annexion Osttimors. Die Sowjetunion unterst\u00fctzte 1971 die indische milit\u00e4rische Intervention, die zur Sezession Ostpakistans\/Bangladeschs f\u00fchrte. Mit Blick auf beide Seiten l\u00e4sst sich sagen, dass die Politik der Superm\u00e4chte in Bezug auf territoriale Konflikte in Afrika und Asien von geostrategischen Interessen geleitet war und nicht von dem Willen, eine regelbasierte internationale Ordnung aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/muse.jhu.edu\/article\/713943\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jene Staaten jedoch, die in der Geschichte unter imperialer Unterdr\u00fcckung leiden mussten, haben sich immer wieder auf die grundlegenden Normen des V\u00f6lkerrechts berufen, wenn es darum ging, globale Ungleichheiten zu bek\u00e4mpfen und die eigene Souver\u00e4nit\u00e4t zu verteidigen.<\/a> Im Zeitalter der Dekolonisation begannen die ehemals unter europ\u00e4ischer Herrschaft stehenden Staaten, Beziehungen untereinander zu kn\u00fcpfen, und es mehrten sich die Stimmen, die ein geschlossenes afro-asiatisches Auftreten auf der internationalen B\u00fchne einforderten. Prominenter Ausdruck dieses Selbstverst\u00e4ndnisses war die <a href=\"https:\/\/www.geschichte-menschenrechte.de\/bandung-konferenz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Asiatisch-Afrikanische Konferenz in Bandung 1955, deren Abschluss-Communiqu\u00e9<\/a> wiederholt die Prinzipien der UN-Charta hochh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Dementsprechend pochte die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der afro-asiatischen Staaten darauf, dass die in der UN-Charta festgeschriebene Norm der territorialen Integrit\u00e4t die Grundlage aller L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr territoriale Konflikte sein m\u00fcsse. Ein Schl\u00fcsselereignis war die Kongokrise: Im Juli 1960 erkl\u00e4rte die rohstoffreiche Provinz Katanga ihre Unabh\u00e4ngigkeit, ein Sezessionsversuch, der nur durch milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der ehemaligen Kolonialmacht Belgien m\u00f6glich war. W\u00e4hrend die politische F\u00fchrung Katangas in vielen westlichen Hauptst\u00e4dten Sympathien genoss, verurteilten die afro-asiatischen L\u00e4nder die Sezession als Produkt neokolonialer belgischer Aggression. Das Hochhalten der Norm der territorialen Integrit\u00e4t ging einher mit einer Selbstbeschreibung der afro-asiatischen Staaten als Gruppe kleiner L\u00e4nder, deren Aufgabe es sei, im Angesicht der Gro\u00dfm\u00e4chte die Werte der UN-Charta zu verteidigen. In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Kongokrise bezeichnete etwa der Repr\u00e4sentant von Obervolta (dem heutigen Burkina Faso) die <a href=\"https:\/\/digitallibrary.un.org\/record\/631186?v=pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201ekleinen M\u00e4chte\u201c als das \u201eGewissen der Vereinten Nationen\u201c<\/a> und forderte die westlichen Staaten auf, die Unterst\u00fctzung f\u00fcr das sezessionistische Regime in Katanga einzustellen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11852\" aria-describedby=\"caption-attachment-11852\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11852\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Delegations_held_a_Plenary_Meeting_of_the_Economic_Section_during_the_A-A_Conference_in_Merdeka_Building_Bandung_on_April_20th_1955.jpg\" alt=\"Altes Foto in Sepiafarben, das zwei Reihen von Tischen zeigt, an denen formell gekleidete Delegierte sitzen. Vor ihnen auf den Tischen stehen jeweils Schilder mit Namen der L\u00e4nder.\" width=\"1024\" height=\"662\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Delegations_held_a_Plenary_Meeting_of_the_Economic_Section_during_the_A-A_Conference_in_Merdeka_Building_Bandung_on_April_20th_1955.jpg 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Delegations_held_a_Plenary_Meeting_of_the_Economic_Section_during_the_A-A_Conference_in_Merdeka_Building_Bandung_on_April_20th_1955-300x194.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Delegations_held_a_Plenary_Meeting_of_the_Economic_Section_during_the_A-A_Conference_in_Merdeka_Building_Bandung_on_April_20th_1955-768x497.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11852\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Delegations_held_a_Plenary_Meeting_of_the_Economic_Section_during_the_A-A_Conference_in_Merdeka_Building,_Bandung,_on_April_20th_1955.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Delegierte bei einer Plenarsitzung des Wirtschaftsausschusses auf der Bandung-Konferenz 1955.<\/a> | <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Delegations_held_a_Plenary_Meeting_of_the_Economic_Section_during_the_A-A_Conference_in_Merdeka_Building,_Bandung,_on_April_20th_1955.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Foto: Government of Indonesia via wikimedia commons | Public Domain<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese Rhetorik konnte die Politik der Superm\u00e4chte durchaus beeinflussen. Die geopolitischen Auseinandersetzungen im Kalten Krieg waren nicht zuletzt ein Wettbewerb um Einfluss und Prestige in der \u201eDritten Welt\u201c. Infolgedessen bot das Bem\u00fchen um das eigene Ansehen sowohl f\u00fcr Washington als auch f\u00fcr Moskau Anreize, sich in der internationalen Politik als Besch\u00fctzer v\u00f6lkerrechtlicher Normen darzustellen. So verfolgten die USA letztlich einen Kurs der Aufrechterhaltung der territorialen Integrit\u00e4t des Kongos, obwohl die sezessionistischen Machthaber in Katanga sich ostentativ antikommunistisch gerierten.<\/p>\n<p>In der Arena der Vereinten Nationen war der ideologische Konflikt zwischen den Superm\u00e4chten h\u00e4ufig weniger einer zwischen Kapitalismus (beziehungsweise Demokratie) und Kommunismus, sondern ein rhetorischer Schlagabtausch zwischen zwei Seiten, die beide von sich behaupteten, die UN-Charta zu sch\u00fctzen, und der jeweils anderen Seite eine aggressive Au\u00dfenpolitik vorwarfen. Das schloss v\u00f6lkerrechtswidrige Aktionen und moralisch fragw\u00fcrdige Handlungen der Superm\u00e4chte nicht aus \u2013 wie schon erw\u00e4hnt, konnten Verletzer der Norm h\u00e4ufig auf die Unterst\u00fctzung Washingtons oder Moskaus bauen, wenn es deren geostrategischen Interessen entsprach. Aber zugleich hatten beide Superm\u00e4chte ein gewisses Interesse, in der Welt\u00f6ffentlichkeit nicht als Ver\u00e4chter elementarer v\u00f6lkerrechtlicher Normen dazustehen. Dagegen konnte die Unterst\u00fctzung von Staaten, deren Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t bedroht war, das Prestige heben. So kam es w\u00e4hrend des Kalten Kriegs zu keiner Annexion durch ein st\u00e4ndiges Mitglied des Sicherheitsrats und insgesamt nur \u00e4u\u00dferst selten zu politischen Grenzverschiebungen infolge von Gewalt.<\/p>\n<p>Dies lag vor allem an jenen L\u00e4ndern, die sich selbst als \u201ekleine Staaten\u201c definierten und die Vereinten Nationen als Institution verteidigten, die f\u00fcr die Rechte kleiner Staaten einstand. Sich nicht uneingeschr\u00e4nkt auf eine Seite im Ost-West-Konflikt zu stellen, diente nicht nur dem Zweck, zum eigenen Vorteil eine Supermacht gegen die andere auszuspielen, sondern auch dem Ziel, sich geschlossen f\u00fcr die Rechte kleiner L\u00e4nder in der internationalen Politik einzusetzen. Die von afro-asiatischen Staaten propagierte internationale Ordnung hatte mit Sicherheit ihre Schattenseiten. Die uneingeschr\u00e4nkte Bef\u00fcrwortung der Norm der territorialen Integrit\u00e4t erlaubte es postkolonialen Staaten, sezessionistische Bewegungen mit brutaler milit\u00e4rischer Gewalt zu bek\u00e4mpfen, wie es etwa die nigerianische Regierung im Biafrakrieg (1967-70) tat. Aber sie trug auch zur Etablierung einer Welt souver\u00e4ner Nationalstaaten mit unverletzlichen Grenzen bei. So pr\u00e4gte nicht nur der amerikanisch-sowjetische Antagonismus, sondern auch das Wirken der afro-asiatischen Staaten die internationale Ordnung des Kalten Kriegs.<\/p>\n<h2>Europa als Allianz kleiner Staaten in einer Welt der Gro\u00dfm\u00e4chte<\/h2>\n<p>Damit unterscheiden sich die machtpolitischen Dynamiken des Kalten Krieges substanziell von der Weltordnung, die sich in den Augen vieler infolge der russischen Aggression gegen die Ukraine und des zweiten Amtsantritts von Donald Trump abzeichnet: eine Welt, in der die Gro\u00dfm\u00e4chte ohne v\u00f6lkerrechtliche Skrupel ausschlie\u00dflich ihre Interessen verfolgen. Herfried M\u00fcnkler etwa spricht von einer <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/interview-herfried-muenkler-trump-will-die-europaeische-union-zerstoeren\/100107696.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eneuen Weltordnung, in der es nur noch eine W\u00e4hrung gibt: Macht\u201c<\/a>. In einer solchen Welt gelingt es den kleinen Staaten im besten Fall, die Gro\u00dfm\u00e4chte gegeneinander auszuspielen, im schlimmsten Fall einigen sich die Gro\u00dfm\u00e4chte \u00fcber Interessensph\u00e4ren, die von den betroffenen Staaten akzeptiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nun mehren sich die Stimmen, die eine st\u00e4rkere au\u00dfen- und sicherheitspolitische Zusammenarbeit Europas und mehr Investitionen in die Verteidigung fordern. Ohne Frage spricht viel daf\u00fcr, dass sich Europa zuk\u00fcnftig zur Wahrung der eigenen Sicherheit nicht mehr auf die Vereinigten Staaten verlassen kann. Aber es bleibt offen, mit welchen politischen Zielen die Aufr\u00fcstung verbunden werden sollte. Geht es darum, dass Europa neben den USA, Russland und China als weiteres Mitglied in den Club der Gro\u00dfm\u00e4chte aufsteigen soll? Oder geht es um die Verteidigung der immer wieder beschworenen regelbasierten internationalen Ordnung?<\/p>\n<p>Im zweiten Fall reicht es nicht, sich auf den Aufbau einer eigenst\u00e4ndigen europ\u00e4ischen Milit\u00e4rmacht zu beschr\u00e4nken. Zur Aufrechterhaltung internationaler Normen muss Europa \u00fcber seine Grenzen hinaus Unterst\u00fctzung mobilisieren. Hier kann es aus den Strategien der afro-asiatischen Staaten w\u00e4hrend des Kalten Kriegs lernen: Das mit der Selbstbeschreibung als kleine Staaten einhergehende Bekenntnis zur souver\u00e4nen Gleichheit erm\u00f6glichte diesen ein gemeinsames Eintreten f\u00fcr die in der UN-Charta festgeschriebene Norm der territorialen Integrit\u00e4t, das die Superm\u00e4chte des Kalten Kriegs nicht ignorieren konnten. Analog k\u00f6nnte sich Europa jetzt als Allianz mittelgro\u00dfer und kleiner Staaten definieren, die sich f\u00fcr den Erhalt der regelbasierten internationalen Ordnung einsetzt, um die Rechte aller mittelgro\u00dfen und kleinen Staaten \u00fcberall auf der Welt zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Sicherlich unterscheidet sich die gegenw\u00e4rtige Weltlage von der Zeit des Kalten Kriegs und es gibt durchaus Entwicklungen, die eine solche Strategie heutzutage weniger aussichtsreich erscheinen lassen als zu Zeiten des Ost-West-Konflikts: Zum einen formuliert der \u201eGlobale S\u00fcden\u201c in den letzten Jahren in ganz anderer Gestalt seinen Geltungsanspruch, als es einst die \u201eDritte Welt\u201c tat. Staatengruppen wie BRICS sind vor allem Zusammenschl\u00fcsse aufstrebender Gro\u00df- und Regionalm\u00e4chte, die mit Verweis auf sich wandelnde geopolitische Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse die Hegemonie des Westens hinterfragen. Das Eintreten f\u00fcr internationale Normen ist ihnen weniger wichtig als die Unterstreichung des eigenen Machtanspruchs. Zum anderen waren es gerade die Rivalit\u00e4ten des Kalten Kriegs, die es den afro-asiatischen Staaten erlaubten, an den Aushandlungsprozessen \u00fcber die Regeln der internationalen Politik mitzuwirken. Eine enge Kooperation der Gro\u00dfm\u00e4chte, wie sie sich zwischen den USA und Russland abzeichnet, schr\u00e4nkt naturgem\u00e4\u00df die Einflussm\u00f6glichkeiten kleinerer Staaten ein.<\/p>\n<p>Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass die ersten Tuchf\u00fchlungen zwischen den USA und Russland in eine dauerhafte Zusammenarbeit Washingtons, Moskaus und Pekings m\u00fcnden werden. Gerade zwischen den beiden in den kommenden Dekaden entscheidenden Superm\u00e4chten USA und China gibt es substanzielle Interessengegens\u00e4tze, die f\u00fcr einen Fortbestand weltpolitischer Rivalit\u00e4ten sprechen, bei denen Fragen von Prestige in internationalen Foren weiterhin von Bedeutung sein werden. So bem\u00fchte die USA sich am 24. Februar 2025 vergeblich, das Verabschieden einer <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2025\/02\/1160456\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">von der Ukraine in die UN-Generalversammlung eingebrachte Resolution<\/a> zu verhindern, in der die russische Aggression verurteilt und die Einhaltung internationaler Normen eingefordert wurde. Auch wenn zurzeit vor allem die aufstrebenden, h\u00e4ufig russlandfreundlichen Regionalm\u00e4chte des globalen S\u00fcdens im Rampenlicht stehen: Dass die Resolution trotz Widerstands von Washington und Moskau mit 93 Ja-Stimmen verabschiedet wurde zeigt, dass es noch eine signifikante Anzahl von Staaten gibt, die ein Interesse an der Aufrechterhaltung der regelbasierten internationalen Ordnung haben.<\/p>\n<p>Ein Europa, das sich als Allianz mittelgro\u00dfer und kleiner Staaten versteht, w\u00e4re also nicht alleine auf der Welt. M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit mit nichteurop\u00e4ischen Staaten b\u00f6ten dabei die Kooperation mit regionalen internationalen Organisationen wie der <a href=\"https:\/\/lkyspp.nus.edu.sg\/cag\/publications\/center-publications\/publication-article\/detail\/the-eu-asean-and-the-need-to-work-towards-a-multilateral-rules-based-polarity\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ASEAN<\/a> sowie Foren wie die <a href=\"https:\/\/blog.prif.org\/2025\/03\/05\/going-back-or-going-global-the-end-of-the-west-and-the-future-role-of-the-msc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz<\/a> und nicht zuletzt die Vereinten Nationen als die immer noch wichtigste Plattform, in der die Regeln der internationalen Politik verhandelt werden. Um dabei nicht als Gro\u00dfmacht aufzutreten, die nur auf die eigene strategische Souver\u00e4nit\u00e4t bedacht ist, muss Europa als Gruppe mittelgro\u00dfer und kleiner Staaten m\u00f6glichen Partnern auf Augenh\u00f6he begegnen und sich \u00fcber die eigenen Grenzen hinaus f\u00fcr die Rechte von Staaten einsetzen, deren Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t bedroht ist. Gerade wenn eine Gro\u00dfmacht offen die elementaren Rechte kleiner Staaten infrage stellt, wie es etwa j\u00fcngst Trump mit Blick auf Panama getan hat, sollte sich Europa nicht aus egoistischen Interessen der st\u00e4rkeren Seite anbiedern, sondern in internationalen Foren klar Stellung f\u00fcr die Aufrechterhaltung der regelbasierten internationalen Ordnung beziehen. Und in Europa selbst darf sich die angestrebte Aufr\u00fcstung nicht auf den Schutz der Grenzen der Europ\u00e4ischen Union oder der europ\u00e4ischen NATO-Staaten beschr\u00e4nken. Die wirtschaftliche und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der Ukraine muss nicht nur fortgesetzt, sondern intensiviert werden \u2013 unabh\u00e4ngig vom weiteren Verlauf des Kriegs und eventuell anstehender Verhandlungen. Jetzt die Ukraine fallen zu lassen, w\u00fcrde alle europ\u00e4ischen Beschw\u00f6rungen der regelbasierten internationalen Ordnung als pure Heuchelei entlarven.<\/p>\n<p>In Anbetracht aller H\u00fcrden und gegenl\u00e4ufigen Entwicklungen ist der Schutz der regelbasierten internationalen Ordnung keine leichte Aufgabe. Aber sie ist immer noch erfolgversprechender als die beiden Alternativen: Ein Weitermachen wie bisher w\u00fcrde den Bedeutungsschwund Europas verst\u00e4rken \u2013 eine Entwicklung, die nicht nur Europas globale Position, sondern Frieden, Sicherheit und Wohlstand des Kontinents bedroht. Und sich zu einer ebenb\u00fcrtigen Gro\u00dfmacht zu mausern, erscheint illusion\u00e4r. Denn Europa wird auf absehbare Zeit nur schwer gegen die USA und China (und milit\u00e4risch auch gegen Russland) bestehen k\u00f6nnen. Selbst bei gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Anstrengungen w\u00fcrde Europa in den n\u00e4chsten Jahren kaum eine konkurrenzf\u00e4hige Milit\u00e4rmacht schaffen und \u00e4hnlich geschlossen auftreten, wie es die drei Gro\u00dfm\u00e4chte, die zugleich Nationalstaaten sind, jeweils tun k\u00f6nnen. Und auf globaler Ebene w\u00fcrde ein als Gro\u00dfmacht auftretendes Europa wohl noch weniger Sympathien genie\u00dfen als seine Konkurrenten angesichts der langen Liste von Kolonialverbrechen, die begangen wurden, als europ\u00e4ische Staaten noch das Weltgeschehen dominierten.<\/p>\n<p>Als B\u00fcndnis mittelgro\u00dfer und kleiner Staaten k\u00f6nnte Europa jedoch selbstbewusst und glaubw\u00fcrdig wirken, nicht zuletzt, weil es de facto in absehbarer Zeit auch nicht mehr sein wird als eine Gruppe mittelgro\u00dfer und kleiner Staaten, die versucht, in schweren Zeiten so geschlossen wie m\u00f6glich aufzutreten. Die von einem solchem B\u00fcndnis propagierte internationale Ordnung hat gute Chancen, von allen unterst\u00fctzt zu werden, die f\u00fcrchten, in einer Welt der Gro\u00dfmachtrivalit\u00e4ten unter die R\u00e4der zu kommen. Das transatlantische Zerw\u00fcrfnis infolge des zweiten Amtsantritts von Donald Trump bietet hier sogar Chancen, ist es nun doch weitaus schwerer, den Europ\u00e4ern vorzuwerfen, dass sich hinter dem Konzept der regelbasierten internationalen Ordnung westliche Hegemonieanspr\u00fcche verbergen. Auch in den Bev\u00f6lkerungen Europas lie\u00dfe sich f\u00fcr eine solche Vision wohl mehr Unterst\u00fctzung mobilisieren als f\u00fcr das Ziel der Schaffung einer europ\u00e4ischen Gro\u00dfmacht. Sie kann sowohl bei Anh\u00e4ngern einer Vertiefung der europ\u00e4ischen Zusammenarbeit als auch bei jenen Anklang finden, die dem Projekt eines europ\u00e4ischen Superstaates skeptisch gegen\u00fcberstehen. Dabei ist auch eine Kooperation mit den Superm\u00e4chten China und USA nicht ausgeschlossen, wenn immer diese eine Politik verfolgen, die im Einklang mit der regelbasierten internationalen Ordnung ist und Europa nicht in eine dauerhafte Abh\u00e4ngigkeit f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr ein Europa, das selbstbewusst an der Gestaltung der zuk\u00fcnftigen internationalen Ordnung mitwirkt, mag in Zeiten der gegenw\u00e4rtigen europ\u00e4ischen Schw\u00e4che \u00fcberambitioniert erscheinen. Aber wenn Politiker von den europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerungen Kraftanstrengungen zur Schaffung einer europ\u00e4ischen Milit\u00e4rmacht einfordern, sollte dies mit einer positiven, konsensf\u00e4higen Zukunftsvision verbunden sein. Diese Vision sollte zugleich f\u00fcr alle Staaten \u00fcber Europa hinaus attraktiv sein, die sich ebenso \u00fcber die Gef\u00e4hrdung grundlegender internationaler Normen sorgen. Im besten Fall schafft sie auch f\u00fcr die beiden Superm\u00e4chte USA und China Anreize, sich im Einklang mit der regelbasierten internationalen Ordnung zu verhalten. Nicht, weil die Regierungen in Washington und Peking von den Normen dieser Ordnung \u00fcberzeugt sein m\u00fcssen, sondern weil es in Zeiten des Wettbewerbs um Macht und Prestige auch f\u00fcr Superm\u00e4chte zweckgem\u00e4\u00df sein kann, auf internationaler B\u00fchne als H\u00fcter der regelbasierten Ordnung dazustehen, um weltweit Einfluss auszubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn westliche Stimmen den russischen \u00dcberfall auf die Ukraine im Februar 2022 als Angriff auf die \u201eregelbasierte\u201c oder \u201eliberale\u201c internationale Ordnung beschrieben haben, schwang dabei stets mit, dass es westliche Staaten und insbesondere die USA waren, die nach dem Zweiten Weltkrieg das V\u00f6lkerrecht sicherten. Es waren jedoch vor allem afro-asiatische Staaten, die w\u00e4hrend des Kalten Kriegs die regelbasierte Ordnung verteidigten, wenn Aggressionen die Unverletzlichkeit internationaler Grenzen infrage stellten. Eine n\u00e4here Betrachtung dieser Geschichte kann helfen, zukunftsf\u00e4hige Konzepte f\u00fcr die Geltungskraft internationaler Normen zu entwickeln \u2013 gerade f\u00fcr ein Europa, das Gefahr l\u00e4uft, zuk\u00fcnftig zur Verhandlungsmasse der Gro\u00dfm\u00e4chte zu werden.  <\/p>\n","protected":false},"author":394,"featured_media":12219,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1141,1095],"tags":[1077,1140,1146,1142,1147,1144,1076,1145,1143],"coauthors":[1082],"class_list":["post-12483","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutsch-en","category-regime-competition-in-a-fragmented-world","tag-china-en","tag-europe","tag-international-law","tag-international-order","tag-liberal-world-order","tag-multilateralism","tag-russia","tag-united-nations","tag-usa-en"],"acf":[],"views":574,"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Festhalten an der regelbasierten internationalen Ordnung: Wie Europa als Allianz kleiner Staaten gegen\u00fcber den Superm\u00e4chten bestehen kann - PRIF BLOG<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2025\/03\/18\/festhalten-an-der-regelbasierten-internationalen-ordnung-wie-europa-als-allianz-kleiner-staaten-gegenueber-den-supermaechten-bestehen-kann\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Festhalten an der regelbasierten internationalen Ordnung: Wie Europa als Allianz kleiner Staaten gegen\u00fcber den Superm\u00e4chten bestehen kann - PRIF BLOG\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wenn westliche Stimmen den russischen \u00dcberfall auf die Ukraine im Februar 2022 als Angriff auf die \u201eregelbasierte\u201c oder \u201eliberale\u201c internationale Ordnung beschrieben haben, schwang dabei stets mit, dass es westliche Staaten und insbesondere die USA waren, die nach dem Zweiten Weltkrieg das V\u00f6lkerrecht sicherten. 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