{"id":12599,"date":"2024-11-08T11:56:25","date_gmt":"2024-11-08T10:56:25","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/mehr-als-nur-abschreckung-mittelstreckenwaffen-und-multi-domain-operationen-in-europa\/"},"modified":"2024-11-08T11:56:25","modified_gmt":"2024-11-08T10:56:25","slug":"mehr-als-nur-abschreckung-mittelstreckenwaffen-und-multi-domain-operationen-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/11\/08\/mehr-als-nur-abschreckung-mittelstreckenwaffen-und-multi-domain-operationen-in-europa\/","title":{"rendered":"Mehr als nur Abschreckung: Mittelstreckenwaffen und Multi-Domain-Operationen in Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"Vorspann\"><strong>Seit die USA und Deutschland am Rande des NATO-Gipfels 2024 bekanntgegeben haben, dass ab 2026 konventionelle Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationiert werden sollen, stehen die neuen Waffensysteme im Fokus der sicherheitspolitischen Diskussion. Dabei werden Rolle und Bedeutung der Systeme haupts\u00e4chlich unter dem Gesichtspunkt der Abschreckung diskutiert. Allerdings spielen sie auch eine zentrale Rolle im neuen Multi-Domain-Operationskonzept der US-Armee. Um alle Dimensionen der geplanten Stationierung erfassen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die weitreichenden Waffen deshalb auch unter dem Aspekt der Kriegsf\u00fchrung betrachtet werden.<\/strong><\/p>\n<p class=\"Flietext\">Es ist eine Entscheidung mit Sprengkraft: In einer gemeinsamen Absichtserkl\u00e4rung vom 19. Juli 2024 gaben die USA und Deutschland bekannt, dass ab 2026 konventionelle Mittelstreckenwaffen einer sogenannten Multi-Domain Task Force der US-Armee in Deutschland stationiert werden sollen \u2013 zun\u00e4chst nur episodisch, in Zukunft aber auch dauerhaft. Die geplante Stationierung, so hei\u00dft es in der knappen Absichtserkl\u00e4rung, soll das Engagement der USA f\u00fcr die NATO und die Abschreckungskapazit\u00e4ten Europas demonstrieren.<\/p>\n<p class=\"Flietext\">Auch die Bundesregierung rechtfertigt in einer separaten Stellungnahme die geplante Stationierung besonders mit einer St\u00e4rkung der Abschreckung. Dabei verweist sie auf die gestiegene Bedrohungslage durch landgest\u00fctzte russische Mittelstreckensysteme \u2013 also Flugk\u00f6rper mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometern. Die Entwicklung und Stationierung dieser Waffensysteme durch die Russische F\u00f6deration hatte bereits im Jahr 2019 zum Ende des Vertrags \u00fcber nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) gef\u00fchrt. Damit wurde auch die Einf\u00fchrung von bodengest\u00fctzten Mittelstreckenwaffen durch das US-Milit\u00e4r m\u00f6glich. Im Gegensatz zu russischen Mittelstreckenwaffen handelt es sich jedoch ausschlie\u00dflich um konventionelle, also nicht-nukleare Systeme. Eine nukleare Bewaffnung ist zumindest aktuell nicht vorgesehen und w\u00e4re technisch auch nicht unmittelbar realisierbar.<\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Die Diskussion in Deutschland hat sich bislang besonders auf die Fragen fokussiert, ob die Mittelstreckenwaffen zur Abschreckung gegen\u00fcber Russland beitragen k\u00f6nnen, welche Risiken mit der Stationierung einhergehen und was das alles f\u00fcr die Zukunft der R\u00fcstungskontrolle bedeutet. Doch ein wichtiger Aspekt ist bislang kaum Teil der \u00f6ffentlichen Debatte: Was passiert, wenn die Abschreckung scheitert und die Waffensysteme gegen Russland eingesetzt werden? Vor diesem Hintergrund beleuchtet dieses PRIF Spotlight das Multi-Domain-Operationskonzept und die Multi-Domain Task Forces der US-Armee, ordnet die Stationierung in einen breiteren Kontext ein und zeigt auf, warum Multi-Domain-Operationen sowohl vor als auch w\u00e4hrend eines milit\u00e4rischen Konflikts mit Eskalationsrisiken behaftet sind.<\/span><\/p>\n<h2 class=\"Zwischenberschrift\" style=\"text-align: left;\" align=\"left\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Neue Strategie f\u00fcr den Konflikt mit Russland und China<\/span><\/h2>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Das Konzept der Multi-Domain-Operationen ist seit Herbst 2022 die offizielle Doktrin der US-Armee und wurde entwickelt, um die Landstreitkr\u00e4fte der USA auf eine milit\u00e4rische Auseinandersetzung mit Russland und China vorzubereiten. Die Kernidee dahinter ist die umfassende Integration verschiedener milit\u00e4rischer F\u00e4higkeiten, um gleichzeitig in allen Dom\u00e4nen (Land, See, Luft, Weltraum, Cyberspace) sowie dem elektromagnetischen Spektrum (St\u00f6rung gegnerischer Kommunikation, Aufkl\u00e4rung oder Navigation) und dem Informationsraum gegen gegnerische Kr\u00e4fte wirken zu k\u00f6nnen. Mittlerweile haben das gesamte US-Milit\u00e4r und auch die NATO das Konzept adaptiert. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Multi-Domain-Operationen sollen dabei in erster Linie ein zentrales milit\u00e4risches Problem adressieren: Das US-Milit\u00e4r geht davon aus, dass Russland und China im Kriegsfall versuchen w\u00fcrden, US-amerikanische Streitkr\u00e4fte aus dem Kampfgebiet fernzuhalten (<i>Anti-Access<\/i>) und deren Bewegungsfreiheit innerhalb dieses Gebiets einzuschr\u00e4nken (<i>Area-Denial<\/i>). Im Falle einer russischen Aggression gegen das Baltikum k\u00f6nnte Russland etwa versuchen, eine Reaktion der USA und der NATO durch Pr\u00e4zisionsschl\u00e4ge auf Milit\u00e4rbasen im B\u00fcndnisgebiet, den Einsatz von modernen Luftverteidigungssystemen gegen anfliegende NATO-Kampfflugzeuge sowie gezielte Desinformationskampagnen gegen einzelne NATO-Mitgliedstaaten zu verz\u00f6gern oder gar zu verhindern.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">All das w\u00fcrde einen von den USA angef\u00fchrten Gegenangriff erschweren. Denn US-amerikanische Ans\u00e4tze zur Landkriegsf\u00fchrung sehen vor, dass feindliche Kr\u00e4fte zun\u00e4chst durch intensive Luftangriffe abgenutzt werden, bevor sie durch Landstreitkr\u00e4fte im Gefecht der verbundenen Waffen \u2013 also das koordinierte Zusammenwirken verschiedener Truppengattungen wie zum Beispiel Kampfpanzer, mechanisierte Infanterie, Artillerie und Kampfhubschrauber \u2013 endg\u00fcltig bek\u00e4mpft werden. Sofern den US-Streitkr\u00e4ften der Zugang in umk\u00e4mpftes Gebiet verwehrt oder zumindest verz\u00f6gert wird, so die Annahme, k\u00f6nnten Russland und China also innerhalb weniger Tage fremdes Territorium in einem \u00dcberraschungsangriff erobern und die eigenen Gel\u00e4ndegewinne so schnell konsolidieren, dass ein erfolgreicher Gegenangriff durch US-amerikanische und alliierte Kr\u00e4fte am Ende zu kostspielig w\u00e4re \u2013 ein sogenanntes <i>fait accompli<\/i>.<\/span><\/p>\n<h2 class=\"Zwischenberschrift\" style=\"text-align: left;\" align=\"left\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Umfangreiche Aktivit\u00e4ten in Friedens- und Krisenzeiten<\/span><\/h2>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Um ein f<i>ait accompli<\/i>-Szenario zu verhindern, setzen Multi-Domain-Operationen auf Geschwindigkeit. Die US-Armee plant, unverz\u00fcglich nach Ausbruch eines milit\u00e4rischen Konflikts in gegnerische Anti-Access-\/Area-Denial-Systeme (integrierte Luftverteidigungssysteme sowie Abschussrampen f\u00fcr ballistische Raketen und Marschflugk\u00f6rper) einzudringen (<i>penetrate<\/i>), diese zu zerschlagen (<i>disintegrate<\/i>) und die gewonnene Bewegungsfreiheit auszunutzen (<i>exploit<\/i>). Im Falle einer russischen Aggression gegen das Baltikum w\u00fcrde die US-Armee damit h\u00f6chstwahrscheinlich schon beginnen, noch bevor der NATO-B\u00fcndnisfall \u00fcberhaupt festgestellt werden k\u00f6nnte. Speziell daf\u00fcr wurden die Multi-Domain Task Forces konzipiert.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_10086\" aria-describedby=\"caption-attachment-10086\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.dvidshub.net\/image\/7644375\/first-ever-multi-domain-effects-crews-increase-readiness-fort-huachuca\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10086 size-large\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Foto-im-Text-Blog-e1731069481912-835x1024.png\" alt=\"Zwei US-Soldaten in Uniform basteln an einer Art Ballon-Drohne. Sie befinden sich im freien Gel\u00e4nde in der Halbw\u00fcste\" width=\"648\" height=\"795\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10086\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/www.dvidshub.net\/image\/7644375\/first-ever-multi-domain-effects-crews-increase-readiness-fort-huachuca\">Amerikanische Soldaten des ersten Multi-Domain Effects Battalions trainieren im Februar 2023 in Fort Huachuca, Arizona, ihre Einsatzf\u00e4higkeit. <\/a> | Foto: Staff Sgt. Henrique De Holleben, U.S. Army Intelligence Center of Excellence.*<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Die Multi-Domain Task Forces sind milit\u00e4rische Gro\u00dfverb\u00e4nde auf Brigadeebene (3.000 bis 5.000 Soldat*innen) und verf\u00fcgen zus\u00e4tzlich zu ihrem Hauptquartier \u00fcber insgesamt vier Bataillone (jeweils bis zu 1.000 Soldat*innen). Neben einem Bataillon zur Bek\u00e4mpfung von Zielen tief hinter feindlichen Linien mit Mittelstreckenwaffen (<i>Long-Range Fires Battalion<\/i>) sind das ein Bataillon zur Aufkl\u00e4rung, elektronischen und Cyberkriegsf\u00fchrung (<i>Multi-Domain Effects Battalion<\/i>), eines zur Luftverteidigung (<i>Indirect Fire Protection Capability Battalion<\/i>) sowie ein weiteres f\u00fcr Unterst\u00fctzungsaufgaben (<i>Brigade Support Battalion<\/i>). Die f\u00fcr Europa vorgesehene 2. Multi-Domain Task Force ist seit 2021 in Wiesbaden und Fort Drum (New York, USA) stationiert.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.05pt;\">Auch wenn die Mittelstreckenwaffen im Mittelpunkt der deutschen Diskussion stehen, sind das eigentliche Herzst\u00fcck der Multi-Domain Task Forces die Multi-Domain Effects Battalions. Diese vereinen milit\u00e4rische F\u00e4higkeiten in den Bereichen Cyber, Weltraum, Aufkl\u00e4rung, Kommunikation und elektronische Kampff\u00fchrung unter einem Dach. Ihre Aufgabe: Gegnerische Radarsysteme, Funksender, Befehlsst\u00e4nde sowie Raketenstellungen mit Hilfe von Satellitenf\u00e4higkeiten, H\u00f6henballons und Drohnen aufzukl\u00e4ren, stillzulegen und somit Luft\u00fcberlegenheit und Bewegungsfreiheit f\u00fcr das gesamte US-Milit\u00e4r zu schaffen \u2013 entweder mit leistungsf\u00e4higen St\u00f6rsendern, Cyberangriffen und Angriffsdrohnen, oder mit Hilfe der Mittelstreckenwaffen der Long-Range Fires Battalions.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Damit all das sofort nach Ausbruch eines milit\u00e4rischen Konflikts geschehen kann, sollen die Multi-Domain Effect Battalions bereits in Friedens- und Krisenzeiten \u2013 also unterhalb der Schwelle zum bewaffneten Konflikt \u2013 Ziele auskundschaften, in feindliche Computernetzwerke eindringen sowie im elektromagnetischen Spektrum operieren, also zum Beispiel feindliche Kommunikation oder Navigation st\u00f6ren. Diese Aktivit\u00e4ten haben nicht nur das Ziel, bereits vor Eintritt des Verteidigungsfalls g\u00fcnstige Bedingungen f\u00fcr einen schnellen \u00dcbergang in die bewaffnete Auseinandersetzung zu schaffen (<i>Operational Preparation of the Environment<\/i>), sondern sollen den Gegner auch von aggressiven Handlungen abschrecken.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Allerdings k\u00f6nnen derartige milit\u00e4rische Aktivit\u00e4ten, die bislang \u00fcbergeordneten F\u00fchrungsebenen vorbehalten oder ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Konfliktfall vorgesehen waren, auch selbst einen Konflikt ausl\u00f6sen oder zumindest diplomatische Bem\u00fchungen zur Konfliktverhinderung unterminieren. Diesen Aspekt hebt sogar die US-Armee in ihrer eigenen Doktrin hervor. S\u00e4mtliche Ma\u00dfnahmen, die unterhalb der Schwelle zum bewaffneten Konflikt stattfinden, m\u00fcssen deshalb vorsichtig abgestimmt werden \u2013 sie m\u00fcssen einerseits die notwendigen Voraussetzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Gegenoffensive schaffen und den Gegner abschrecken, d\u00fcrfen andererseits aber nicht selbst einen milit\u00e4rischen Konflikt provozieren. <\/span><\/p>\n<h2 class=\"Zwischenberschrift\" style=\"text-align: left;\" align=\"left\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Gemeinsame Operationen im milit\u00e4rischen Konflikt<\/span><\/h2>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Sollten Bem\u00fchungen zur Deeskalation einer Krise scheitern und es schlussendlich zum Ausbruch eines milit\u00e4rischen Konflikts kommen, k\u00f6nnen die Multi-Domain Task Forces durch Verwendung bereits gesammelter Aufkl\u00e4rungsdaten umgehend mit der Bek\u00e4mpfung gegnerischer Luftverteidigungssysteme und Raketenstellungen beginnen. Allerdings w\u00e4re die US-Armee daf\u00fcr nicht allein verantwortlich: Das Multi-Domain-Operationskonzept betont explizit gemeinsame Operationen und die Integration von F\u00e4higkeiten anderer Nationen und Teilstreitkr\u00e4fte \u2013 zum Beispiel mit den Luftstreitkr\u00e4ften und der Marine. Innerhalb der NATO arbeitet etwa auch das Allied Air Command in Ramstein an Konzepten, um gegnerische Anti-Access-\/Area-Denial-Netzwerke zu neutralisieren \u2013 erst im Herbst 2024 fand daf\u00fcr die \u00dcbung <i>Ramstein Flag 24<\/i> mit \u00fcber 130 NATO-Kampfflugzeugen in Griechenland statt. Aus diesem Grund m\u00fcssen die US-amerikanischen Mittelstreckenwaffen, die ab 2026 in Deutschland stationiert werden sollen, im milit\u00e4rischen Gesamtkontext betrachtet werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Wie das US-Milit\u00e4r zusammen mit anderen Staaten in der Er\u00f6ffnungsphase eines milit\u00e4rischen Konflikts vorgehen w\u00fcrden, illustriert die Operation Desert Storm gegen den Irak im Jahr 1991. Auch hier sahen sich die USA zun\u00e4chst mit der Herausforderung konfrontiert, Luft\u00fcberlegenheit und Bewegungsfreiheit f\u00fcr eigene Kr\u00e4fte herzustellen und somit eine Gegenoffensive zur Befreiung Kuwaits zu erm\u00f6glichen. Die Milit\u00e4roperation startete am 17. Januar 1991 um 02:39 Uhr in der Nacht, als mehrere Kampfhubschrauber der US-Armee in irakischen Luftraum eindrangen, zwei Fr\u00fchwarnradarstellungen zerst\u00f6rten und so einen zehn Kilometer breiten Korridor f\u00fcr Kampfflugzeuge der US-Luftstreitkr\u00e4fte er\u00f6ffneten. Diese griffen daraufhin befestigte und mobile Scud-Raketenstellungen im Irak an. Nur zw\u00f6lf Minuten nach Zerst\u00f6rung der irakischen Fr\u00fchwarnradare bombardierten Tarnkappenflugzeuge einen zentralen Netzwerk-Knotenpunkt des irakischen Luftverteidigungssystems, das Hauptquartier der irakischen Luftwaffe, das Luftverteidigungszentrum, den Pr\u00e4sidentschaftspalast, sowie weitere Kommando- und Telekommunikationseinrichtungen. Beinahe zeitgleich schlugen zudem insgesamt 52 Tomahawk-Marsch\u00adflugk\u00f6rper der US-Marine im Gro\u00dfraum Bagdad ein, die zuvor auf Elektrizit\u00e4tswerke, chemische Anlagen sowie den Pr\u00e4sidentschaftspalast und den Hauptsitz der Baath-Partei abgefeuert worden waren. Nach dieser initialen Blendkampagne (<i>blinding campaign<\/i>) flogen die Koalitionsstreitkr\u00e4fte mehrere Angriffswellen gegen irakische Flugabwehrstellungen und Flugpl\u00e4tze, sodass die irakische Luftverteidigung bereits nach der ersten Nacht substanziell geschw\u00e4cht war und nicht l\u00e4nger als integriertes System funktionierte. Damit wurden die Voraussetzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Luftkampagne und anschlie\u00dfende Bodenoffensive geschaffen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Eine Milit\u00e4roperation gegen Russland w\u00e4re allerdings ungleich komplexer und mit Eskalationsrisiken behaftet. Denn das russische Milit\u00e4r verf\u00fcgt nicht nur \u00fcber deutlich leistungsf\u00e4higere Luftverteidigungssysteme, ballistische Raketen und Marschflugk\u00f6rper als der Irak im Jahr 1991, sondern auch \u00fcber Nuklearwaffen. Au\u00dferdem m\u00fcsste die NATO aller Voraussicht nach hunderte, wenn nicht sogar tausende Ziele auf russischem Territorium \u2013 darunter auch in Kaliningrad \u2013 zerst\u00f6ren, um die Bewegungsfreiheit eigener Kr\u00e4fte sicherzustellen. Russland betrachtet Kommandoeinrichtungen, Radarstellungen sowie andere kritische Infrastrukturen jedoch als unerl\u00e4sslich f\u00fcr die Funktion des Staates. Sollten diese zerst\u00f6rt und die russische Luftverteidigung wie die irakische Luftverteidigung im Jahr 1991 nicht l\u00e4nger als integriertes System funktionieren, k\u00f6nnte der russische Generalstab dem Pr\u00e4sidenten den Einsatz von Nuklearwaffen empfehlen, um die NATO vor weiteren Angriffen abzuhalten.<\/span><\/p>\n<h2 class=\"Zwischenberschrift\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Zusammenfassung<\/span><\/h2>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Die Multi-Domain Task Forces mit ihren Mittelstreckenwaffen sind eine Schl\u00fcsselkomponente der US-Armee, um Bewegungsfreiheit f\u00fcr eigene Kr\u00e4fte zu schaffen und damit unter anderem eine effektive Verteidigung des Baltikums zu erm\u00f6glichen. Das liegt auch im Interesse der Bundesrepublik Deutschland, denn bis Ende 2027 sollen dort insgesamt 5.000 Bundeswehrangeh\u00f6rige der Brigade Litauen stationiert sein. Gleichzeitig ist dieses milit\u00e4rische Vorgehen mit Eskalationsrisiken verbunden. Diese ergeben sich allerdings weniger aus den Mittelstreckenwaffen selbst, sondern vielmehr aus umfassenden milit\u00e4rischen Aktivit\u00e4ten in Krisenzeiten und der Bek\u00e4mpfung strategisch wichtiger Ziele einer Nuklearmacht im Falle eines milit\u00e4rischen Konflikts. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Deutschland sollte die geplante Stationierung der Mittelstreckenwaffen zum Anlass nehmen, die Eskalationspotenziale von Multi-Domain-Operationen im NATO-Kontext zu thematisieren und m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen zur Risikoreduzierung zu er\u00f6rtern, denn die unbeabsichtigte Eskalation einer Krise oder ein russischer Nuklearwaffeneinsatz liegen weder im Inter\u00adesse Deutschlands noch der NATO. Daf\u00fcr wird es allerdings erforderlich sein, dass neue Waffensysteme zuk\u00fcnftig nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Abschreckung, sondern im Kontext milit\u00e4rischer Operationskonzepte, Doktrinen und Strategien betrachtet werden.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10088 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/PRIF-Spotlight-0924-Download-Teaser.jpg\" alt=\"MEHR ALS NUR ABSCHRECKUNG Mittelstreckenwaffen und Multi-Domain-Operationen in Europa\" width=\"200\" height=\"284\" \/>Download (pdf): <a href=\"https:\/\/www.prif.org\/fileadmin\/Daten\/Publikationen\/PRIF_Spotlights\/2024\/PRIF_Spotlight_09_2024.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kuhn, Frank (2024): Mehr als nur Abschreckung: Mittelstreckenwaffen und Multi-Domain-Operationen in Europa, PRIF Spotlight 9\/2024, Frankfurt\/M..<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.prif.org\/publikationen\/spotlight0924-lit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zum Anhang<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>*The appearance of U.S. Department of Defense (DoD) visual information does not imply or constitute DoD endorsement.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit die USA und Deutschland am Rande des NATO-Gipfels 2024 bekanntgegeben haben, dass ab 2026 konventionelle Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationiert werden sollen, stehen die neuen Waffensysteme im Fokus der sicherheitspolitischen Diskussion. 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