{"id":12600,"date":"2024-11-15T14:53:04","date_gmt":"2024-11-15T13:53:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/konfliktmythen-verbreitete-fehlannahmen-zu-frieden-und-konflikt\/"},"modified":"2024-11-15T14:53:04","modified_gmt":"2024-11-15T13:53:04","slug":"konfliktmythen-verbreitete-fehlannahmen-zu-frieden-und-konflikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/11\/15\/konfliktmythen-verbreitete-fehlannahmen-zu-frieden-und-konflikt\/","title":{"rendered":"Konfliktmythen. Verbreitete Fehlannahmen zu Frieden und Konflikt"},"content":{"rendered":"<p class=\"Vorspann\"><strong>In Politik, Medien und \u00f6ffentlicher Debatte begegnen uns immer wieder Konfliktmythen. Bei ihnen handelt es sich nicht um \u00fcberlieferte Erz\u00e4hlungen aus vergangenen Zeiten, sondern verbreitete falsche Vorstellungen von Frieden und Konflikt. An vielen Konfliktmythen ist nicht alles falsch. Sie dehnen aber Aussagen so sehr \u00fcber deren Geltungsbereich hinaus, dass sie nicht mehr zutreffen. Sie legen einen bestimmten Umgang mit Konflikten nahe und beeinflussen so Debatten und Entscheidungen. Dieser Beitrag versucht, einige falsche Vorstellungen geradezur\u00fccken.<\/strong><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Zu jedem bewaffneten Konflikt gibt es Fehlannahmen \u00fcber Ursachen, Verlauf und Folgen. Konfliktmythen wagen jedoch fall\u00fcbergreifende, verallgemeinernde Aussagen und beziehen sich oft sowohl auf innerstaatliche als auch auf zwischenstaatliche Konflikte. Konfliktmythen sind so bekannt und h\u00e4ufig anzutreffen, dass viele politisch Interessierte von den falschen Vorstellungen bereits geh\u00f6rt haben oder sie teilen. Da sich Konfliktmythen nicht auf einzelne F\u00e4lle beschr\u00e4nken und viele M\u00fctter und V\u00e4ter haben, w\u00e4ren Quellenangaben nicht zielf\u00fchrend. Eine Ausnahme davon macht dieses Spotlight f\u00fcr einen Befund aus der Forschung, der sich in \u00fcberzogener Form zu einem Konfliktmythos verwandelt. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Konfliktmythen verbreiten sich vor allem \u00fcber Akteure aus Politik, Medien und Bildung. Einige tragen eine Vorstellung vor, um damit f\u00fcr ihre politische Anliegen und bestimmte Reaktionen auf einen konkreten Konflikt zu werben. Das schlie\u00dft keineswegs aus, dass sie diese Vorstellungen f\u00fcr zutreffend halten. Es w\u00e4re daher unangebracht, Konfliktmythen f\u00fcr L\u00fcgen zu halten.<\/span><\/p>\n<h2 class=\"Zwischenberschrift\" style=\"text-align: left;\" align=\"left\">\u201eEs gibt keine milit\u00e4rische L\u00f6sung des Konflikts\u201c<\/h2>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Dieser Konfliktmythos tritt gerne in Begleitung eines anderen auf: \u201eJeder Krieg endet mit Verhandlungen.\u201c <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">In einem Konflikt verfolgen die Beteiligten aktiv gegens\u00e4tzliche Anliegen. Ein Konflikt kann als gel\u00f6st gelten, wenn der Konfliktgegenstand verschwindet, eine Konfliktpartei zu existieren aufh\u00f6rt oder sich aus dem Konflikt zur\u00fcckzieht. So verstanden endet ein Konflikt mit dem Wegfall der Positionsdifferenz. Einen Konflikt zu regeln, geht dem g\u00e4ngigen Verst\u00e4ndnis nach nicht so weit. Konfliktgegenstand und -parteien bleiben bestehen, doch einigen sich die Beteiligten auf einen Umgang mit dem Konfliktobjekt und schlie\u00dfen bestimmte Formen der Konfliktaustragung aus.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Viele bewaffnete Konflikte enden insofern mit einer L\u00f6sung, als eine Partei die andere vernichtend schl\u00e4gt oder ihr so hohe Kosten auferlegt, dass sie sich aus dem Konflikt zur\u00fcckzieht. Der Konflikt um die irakische Besetzung Kuwaits wurde 1991 milit\u00e4risch gel\u00f6st, als eine internationale Koalition die Truppen von Saddam Hussein vertrieb. Im gleichen Jahr st\u00fcrzten Rebellengruppen die Milit\u00e4rregierung in \u00c4thiopien. 1994 triumphierte Nordjemen \u00fcber S\u00fcdjemen, und 1997 beendete eine Rebellenallianz in der heutigen Demokratischen Republik Kongo die lange Herrschaft von Mobutu Sese Seko. 2009 zerschlugen die Regierungstruppen Sri Lankas die Liberation Tigers of Tamil Eelam und t\u00f6teten deren Anf\u00fchrer Velupillai Prabhakaran. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.15pt;\">Bei diesen Beispielen handelt es sich keineswegs um Ausnahmef\u00e4lle, wie das Conflict Termination Dataset des Uppsala Conflict Data Program (UCDP) zeigt.<sup>1<\/sup> Von den bewaffneten Konflikten nach 1945 endete fast jeder dritte mit dem milit\u00e4rischen Sieg einer Seite. Mit einem Friedensabkommen, also einer ausgehandelten politischen Regelung, oder einem Waffenstillstand endete etwas mehr als ein Viertel der bewaffneten Konflikte. Am h\u00e4ufigsten \u201eendeten\u201c bewaffnete Konflikte damit, dass die K\u00e4mpfe nicht ganz aufh\u00f6rten, aber weniger als 25 Kampftote in einem Kalenderjahr verursachten. UCDP spricht hier von \u201egeringer Aktivit\u00e4t.\u201c Konfliktenden mit dem Verschwinden einer Partei ergeben sich unter anderem aus dem Statuswechsel eines Gebiets, Aufgehen einer Rebellengruppe in einem B\u00fcndnis oder Kollaps einer Regierung, ohne dass sie durch eine neue ersetzt wird.<\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Um einem Missverst\u00e4ndnis vorzubeugen: Aus der Beobachtung, dass viele bewaffnete Konflikte mit einem milit\u00e4rischen Sieg enden, folgt nicht, in den betroffenen und anderen F\u00e4llen einen Verhandlungsfrieden f\u00fcr unm\u00f6glich oder die schlechtere Option zu halten.<sup>2<\/sup> <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">\u00dcbrigens schlie\u00dfen ein milit\u00e4rischer Sieg und Verhandlungen einander nicht aus. So setzte 1995 das Erdut-Abkommen den Schlusspunkt des Krieges in Kroatien. Es regelte die \u00dcbergabe der letzten von serbischen Rebellen gehaltenen Gebiete, nachdem Regierungstruppen die von den Aufst\u00e4ndischen ausgerufene Republik Srpska Krajina gr\u00f6\u00dftenteils erobert hatten. Bekannter ist ein anderes Beispiel: Ende Februar 2020 schloss die US-Regierung unter Donald Trump mit den afghanischen Taliban das Doha-Abkommen. Anderthalb Jahre sp\u00e4ter hatten die Taliban mit ihrem milit\u00e4rischen Sieg wieder die Macht in Afghanistan \u00fcbernommen. Dieser Fall leitet zu einem anderen Konfliktmythos \u00fcber.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_10115\" aria-describedby=\"caption-attachment-10115\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10115 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Grafik_Spotlight_10_24.jpg\" alt=\"Balkendiagramm mit f\u00fcnf S\u00e4ulen. Sie sind auf der X-Achse beschriftet mit (von links nach rechts): Geringe Aktivit\u00e4t, Milit\u00e4rischer Sieg, Waffenstillstand, Friedensabkommen, Konfliktpartei verschwindet. Die Y-Achse zeigt metrische Werte von Null bis 200 (beschriftet: Null, 50, 100, 150, 200). Die S\u00e4ulen setzen sich farblich zusammena us einem dunkelblauen (unten) und einem orangen (dar\u00fcber) Teil, wobei die Legende oben rechts dunkelblau als &quot;Internationale Konflikte&quot; und orange als &quot;Innerstaatliche oder Entkolonialisierungskonflikte&quot; definiert. Insgesamt enden etwas \u00fcber 200 bewaffnete Konflikte durch Geringe Aktivit\u00e4t, etwas mehr als 150 enden durch milit\u00e4rische Siege, ca. 70 enden durch einen Waffenstillstand oder durch ein Friedensabkommen und ca. 25 durch das Verschwinden einer Konfliktpartei. Aus dem Diagramm l\u00e4sst sich ablesen, dass Internationale Konflikte in ca 20 F\u00e4llen durch geringe Aktivit\u00e4t, Waffenstillstand oder Friedensabkommen enden; in ca. 25 F\u00e4llen durch Milit\u00e4rische Siege. Es ist unklar, ob ein Internationaler Konflikt oder weniger durch das Verschwinden einer Konfliktpartei endet. Innerstaatliche \/ Entkolonialisierungskonflikte enden in etws mehr als 180 F\u00e4llen durch geringe Aktivit\u00e4t, in etwas mehr als 125 F\u00e4llen durch milit\u00e4rische Siege, ca. 50 durch einen Waffenstillstand oder ein Friedensabkommen und 24-25 durch das Verschwinden einer Konfliktpartei.\" width=\"1024\" height=\"723\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Grafik_Spotlight_10_24.jpg 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Grafik_Spotlight_10_24-300x212.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Grafik_Spotlight_10_24-768x542.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10115\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung: Wie bewaffnete Konflikte enden (1946-2020), Quelle: UCDP Conflict Termination Dataset 3-2021.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>\u201eEine Atommacht ist milit\u00e4risch nicht zu besiegen\u201c<\/h2>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Die Taliban haben die Truppen der Atomm\u00e4chte USA, Gro\u00dfbritannien und Frankreich in Afghanistan keineswegs vernichtet. Allerdings brachen sie den Willen dieser Staaten, die Milit\u00e4rpr\u00e4senz in Afghanistan immer weiter aufrechtzuerhalten. Es handelte sich um den milit\u00e4rischen Sieg einer Seite durch R\u00fcckzug der anderen aus dem Konflikt. Dass zuvor die Aufst\u00e4ndischen ein Vielfaches der Verluste der internationalen Koalition erlitten hatten, \u00e4ndert daran nichts. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">In Afghanistan scheiterte einst auch die Atommacht Sowjetunion. Ihre letzten Truppen zogen 1989 nach neun Jahren Krieg gegen die Mudschaheddin ab, und 1992 st\u00fcrzten Letztere die Regierung, die lange von Moskau unterst\u00fctzt worden war. Ein weiteres prominentes Beispiel war der f\u00fcr die USA verlorene Krieg in Vietnam. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Wer den Konfliktmythos verbreitet, eine Atommacht sei milit\u00e4risch nicht zu besiegen, hat nur bestimmte Formen milit\u00e4rischer Niederlagen vor Augen, so die vollst\u00e4ndige Vernichtung ihrer Truppen im Konfliktgebiet oder die Besetzung des Territoriums der Atommacht bis hin zu Einnahme ihrer Hauptstadt. Diese Art der Niederlage verhindere die Atommacht mit drohendem Verweis auf ihre Nuklearwaffen. Dem ist entgegenzuhalten, dass Atomm\u00e4chte einen Krieg verlieren, wenn sie nach Abw\u00e4gung von Kosten und Nutzen entscheiden, die K\u00e4mpfe trotz weiter vorhandener Mittel nicht fortzusetzen, und ihre Truppen aus dem Konfliktgebiet abziehen. Ein solcher Schritt ist bei Kriegen auf dem Gebiet anderer Staaten wahrscheinlicher als bei einem Verteidigungskrieg auf eigenem Boden.<\/span><\/p>\n<h2 class=\"Zwischenberschrift\">\u201eDas ist ein reiner Stellvertreterkrieg\u201c<\/h2>\n<p>In Konflikten l\u00e4sst sich zwischen den Parteien vor Ort und Dritten au\u00dferhalb des Konfliktgebiets unterscheiden. Wenn eine externe Macht eine lokale Konfliktpartei unterst\u00fctzt und eine andere externe Macht die andere Konfliktpartei, ist gerne von einem Stellvertreterkrieg die Rede. Ohne eine direkte Konfrontation gegeneinander zu wagen, verfolgen die rivalisierenden externen M\u00e4chte ihre Interessen, indem sie jeweils einer lokalen Konfliktpartei zum Sieg verhelfen wollen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich bleiben in vielen Kriegen die Konfliktparteien nicht auf sich allein gestellt, sondern erhalten aus dem Ausland diplomatische Unterst\u00fctzung, Geld oder Waffen. Laut UCDP External Support Dataset gab es in rund 80% der bewaffneten Konflikte zwischen 1975 und 2017 Hilfe von au\u00dfen. Der gleichen Quelle zufolge stationierten externe M\u00e4chte eigene Truppen in fast jedem dritten Konflikt.<sup>3<\/sup><\/p>\n<p>Der Begriff \u201eStellvertreterkrieg\u201c \u00fcberschreitet die Grenze zum Mythos, sobald er die Rolle der lokalen Konfliktparteien untersch\u00e4tzt und den Verlauf des Konflikts allein auf Interessen und Hilfen der externen M\u00e4chte zur\u00fcckf\u00fchrt. Im Extremfall erscheinen die lokalen Konfliktparteien als Marionetten, die nur auf Wunsch der externen M\u00e4chte einen Krieg beginnen oder fortsetzen. Der Mythos \u201eStellvertreterkrieg\u201c \u00fcbersieht, wie die Konfliktparteien vor Ort externe Unterst\u00fctzer f\u00fcr ihre Zwecke einspannen. Zwar gibt es oft ein Machtgef\u00e4lle zwischen dem Dritten und der Konfliktpartei, Letztere aber nutzt die Probleme von Patron-Klient-Beziehungen aus, um sich ihre Handlungsfreiheit zu erhalten. Der Klient, also die Konfliktpartei vor Ort, wei\u00df, dass der Patron, die externe Macht, sie nicht fallen lassen kann, ohne den eigenen Interessen zu schaden.<sup>4<\/sup><\/p>\n<p>Angola gilt als Paradebeispiel eines Stellvertreterkrieges im Kontext der Rivalit\u00e4t zwischen NATO und Warschauer Pakt. W\u00e4hrend vor allem die Sowjetunion und Kuba die angolanische Regierung massiv unterst\u00fctzten, halfen die USA und S\u00fcdafrika den UNITA-Rebellen unter Jonas Savimbi. Nach 1989 war der Ost-West-Konflikt Geschichte, und ein Gro\u00dfteil der externen Unterst\u00fctzung f\u00fcr die angolanischen Konfliktparteien fiel weg, dennoch endete der B\u00fcrgerkrieg erst im Dezember 1995. F\u00fcr das gro\u00dfe Eigengewicht der angolanischen Konfliktparteien spricht zudem, dass der B\u00fcrgerkrieg im M\u00e4rz 1998 erneut ausbrauch und erst im April 2002, nach dem Tod Savimbis, ein Ende fand. Mit der Kategorie \u201eStellvertreterkrieg\u201c l\u00e4sst sich dieses Konfliktgeschehen schwer vereinbaren.<\/p>\n<p>Im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine erhalten beide Seiten Hilfe von Dritten. Hier von einem Stellvertreterkrieg zu reden, verbietet sich schon deshalb, weil Russland nicht stellvertretend f\u00fcr Nordkorea und Iran seinen Nachbarn \u00fcberf\u00e4llt und sich die Ukraine aus eigenem Interesse verteidigt und nicht auf Gehei\u00df Dritter.<\/p>\n<div class=\"su-box su-box-style-default\" id=\"\" style=\"border-color:#001330;border-radius:3px;\"><div class=\"su-box-title\" style=\"background-color:#224663;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px\">Bewaffnete Konflikte<\/div><div class=\"su-box-content su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px\">In einem bewaffneten Konflikt streiten bewaffnete Parteien um Territorium oder Regierungsmacht. Mindestens eine der Konfliktparteien ist die Regierung eines Staates. Ein bewaffneter Konflikt gilt als aktiv, wenn in einem Kalenderjahr mindestens 25 Menschen durch K\u00e4mpfe ums Leben kommen. Nach dieser Definition gibt es innerstaatliche und zwischenstaatliche bewaffnete Konflikte. Von Krieg ist die Rede, wenn die K\u00e4mpfe in einem Kalenderjahr 1.000 Menschen oder mehr das Leben kosten.<sup>5<\/sup><\/p>\n<\/div><\/div>\n<h2 class=\"Zwischenberschrift\" style=\"text-align: left;\" align=\"left\">\u201eEin Verhandlungsfrieden setzt Konfliktreife voraus\u201c<\/h2>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.15pt;\">Auch die Forschung kann Konfliktmythen in die Welt setzen, etwa wenn sie n\u00fctzliche Konzepte \u00fcberdehnt. Auf die Frage nach Bedingungen f\u00fcr einen Verhandlungsfrieden antwortet die Zunft<sup>6<\/sup>, den Verfasser eingeschlossen<sup>7<\/sup>, gerne mit dem \u201ereifen Moment\u201c nach I. William Zartman.<sup>8<\/sup> Demnach zeigen sich Konfliktparteien ernsthaft bereit, einen Frieden auszuhandeln, wenn sie sich in einem kaum aufl\u00f6sbaren milit\u00e4rischen Patt sehen, das allen Seiten hohe Kosten auferlegt und selbst bei gesteigerten Anstrengungen geringe Aussicht auf Erfolg bietet. Das Tor zum Verhandlungsfrieden k\u00f6nnen die Kriegsparteien durchschreiten, wenn es anerkannte Unterh\u00e4ndlerinnen oder Unterh\u00e4ndler gibt, die einen politischen Kompromiss finden und diesen in ihren eigenen Reihen durchsetzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">Das Bild der Reife legt die Fehlannahme nahe, Konflikte erreichten unausweichlich den Punkt eines allseitigen Willens zum Verhandlungsfrieden. Das Konzept st\u00f6\u00dft auch insofern an Grenzen, als sich von au\u00dfen vorab kaum erkennen l\u00e4sst, ob alle Konfliktparteien zur gleichen Zeit ein schmerzhaftes milit\u00e4risches Patt wahrnehmen. Ein solches Patt impliziert, dass es kurz vor dem Verhandlungsfrieden kein deutliches milit\u00e4risches Ungleichgewicht gibt. Ein PRIF-Projekt zu 48 Nachb\u00fcrgerkriegsgesellschaften hat das milit\u00e4rische Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zu diesem Zeitpunkt erhoben. In mehr als einem Drittel derjenigen Kriege, die mit einem Friedensabkommen oder Waffenstillstand endeten, zeigte sich ein milit\u00e4risches \u00dcbergewicht einer Seite. Das Konzept des reifen Moments beschreibt demnach nur einen von mehreren Wegen zum Verhandlungsfrieden. Stellt man jedoch das f\u00fcr alle Seiten schmerzhafte milit\u00e4rische Patt als einzigen Pfad dar, wird es zu einem Konfliktmythos.<\/span><\/p>\n<h2 class=\"Zwischenberschrift\" style=\"text-align: left;\" align=\"left\">Konfliktmythen beeinflussen den Umgang mit Konflikten<\/h2>\n<p class=\"Flietext\"><span style=\"letter-spacing: -.1pt;\">In Debatten st\u00f6\u00dft man auf weitere Konfliktmythen, so auf \u201ewer verhandelt, der schie\u00dft nicht\u201c<sup>9<\/sup>, \u201eder Konflikt l\u00e4sst sich mit rationalem Verhalten der Beteiligten nicht erkl\u00e4ren\u201c oder \u201eda k\u00e4mpft jeder gegen jeden.\u201c Diese und andere Konfliktmythen zu benennen, ist mehr als akademische Spielerei, denn oft soll der Verweis auf diese Vorstellungen einer bestimmten Reaktion auf einen Konflikt das Word reden. Lie\u00dfe sich ein Krieg nur am Verhandlungstisch beenden, w\u00e4ren weitgehende Zugest\u00e4ndnisse auch an den brutalsten Aggressor erforderlich. Aus dem Mythos, Atomm\u00e4chte seien milit\u00e4risch nicht zu besiegen, kann folgen, die Hilfe f\u00fcr die Ukraine in ihrer Verteidigung gegen Russland als vergeblich einzustufen und deshalb einzustellen. Unter dem Titel \u201eStellvertreterkrieg\u201c scheint es f\u00fcr einen Friedensschluss zu reichen, die Beziehung zwischen den beteiligten externen M\u00e4chten zu entspannen, w\u00e4hrend sich der Konflikt vor Ort und die Anliegen der lokalen Konfliktparteien als zu vernachl\u00e4ssigende Gr\u00f6\u00dfe darstellten. Das Bild der Konfliktreife kann dazu verleiten, einfach nur abzuwarten, bis alle Parteien ihren Willen zu einem ausgehandelten Friedensschluss signalisieren. Da Konfliktmythen den Verlauf von Konflikten beeinflussen, bleibt es Aufgabe der Forschung, mit Hilfe vergleichender, fall\u00fcbergreifender Analysen falsche Vorstellungen als solche zu markieren.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10110 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/prif-spotlight-1024.jpg\" alt=\"KONFLIKTMYTHEN Verbreitete Fehlannahmen zu Frieden und Konflikt. PRIF Spotlight 10\/2024\" width=\"200\" height=\"286\" \/>Download: <a href=\"https:\/\/www.prif.org\/fileadmin\/Daten\/Publikationen\/PRIF_Spotlights\/2024\/Spotlight_2410barrierefrei.pdf\">Gromes, Thorsten (2024): Konfliktmythen Verbreitete Fehlannahmen zu Frieden und Konflikt, PRIF Spotlight, 10, Frankfurt\/M..<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.prif.org\/publikationen\/spotlight1024-fn\">Zu den Fu\u00dfnoten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Politik, Medien und \u00f6ffentlicher Debatte begegnen uns immer wieder Konfliktmythen. Bei ihnen handelt es sich nicht um \u00fcberlieferte Erz\u00e4hlungen aus vergangenen Zeiten, sondern verbreitete falsche Vorstellungen von Frieden und Konflikt. An vielen Konfliktmythen ist nicht alles falsch. 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