{"id":12623,"date":"2024-07-18T12:15:08","date_gmt":"2024-07-18T10:15:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/"},"modified":"2024-07-18T12:15:08","modified_gmt":"2024-07-18T10:15:08","slug":"von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/","title":{"rendered":"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ecuador hat in den vergangenen Jahren eine beispiellose Eskalation krimineller Gewalt erlebt. Im Jahr 2023 wies der s\u00fcdamerikanische Andenstaat die h\u00f6chste Homizidrate Lateinamerikas auf. Als die Gewalt im Januar 2024 erneut eskalierte, rief der neugew\u00e4hlte Pr\u00e4sident Daniel Noboa den Kriegszustand aus und erkl\u00e4rte 22 kriminelle Banden zu terroristischen Gruppen. In diesem Blogartikel, der auf einem <a href=\"https:\/\/www.trace-center.de\/publikationen\/trace-policy-briefs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gleichnamigen TraCe Policy Brief<\/a> basiert, identifizieren wir zentrale Ursachen der Gewalteskalation. Abschlie\u00dfend diskutieren wir, was politisch aus dieser Ursachenanalyse folgt.<\/strong><\/p>\n<p>Im Vergleich zu den Nachbarl\u00e4ndern Kolumbien und Peru galt Ecuador lange Zeit als Insel des Friedens. Von B\u00fcrgerkrieg, bewaffneten Gruppen und milit\u00e4rischer Aufstandsbek\u00e4mpfung weitestgehend verschont, lag auch das allgemeine Gewaltniveau auf einem f\u00fcr Lateinamerika ungew\u00f6hnlich niedrigem Niveau. Nach einem mehrj\u00e4hrigen R\u00fcckgang lag die Homizidrate, d. h. die Anzahl au\u00dferlegaler intentionaler T\u00f6tungsdelikte pro 100.000 Einwohner*innen, in Ecuador in den Jahren 2015 bis 2018 bei rund sechs \u2013 und damit ungef\u00e4hr auf dem Niveau der traditionell gewalt\u00e4rmsten L\u00e4nder Lateinamerikas. Seit 2020 ist die Zahl der T\u00f6tungsdelikte allerdings in historisch beispielloser Weise eskaliert. Mit einer Homizidrate von 46,5, was 7.787 T\u00f6tungsdelikten entspricht, schloss Ecuador das Jahr 2023 als gewaltt\u00e4tigstes Land Lateinamerikas ab (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der t\u00f6dlichen Gewalt wird auf kriminelle Banden wie die <em>Choneros<\/em> oder die <em>Lobos<\/em> zur\u00fcckgef\u00fchrt, die in den transnationalen Drogenhandel verwickelt sind, aber \u00fcber Schutzgelderpressung, Entf\u00fchrungen und Raub\u00fcberf\u00e4lle auch lokal Gesch\u00e4fte machen. Vor allem die Bev\u00f6lkerung in den besonders exponierten K\u00fcstenregionen Ecuadors ist massiv von krimineller Gewalt betroffen. Homizide sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Im Kampf der Banden untereinander sowie mit dem Staat sind zudem Massaker und Bombenanschl\u00e4ge an der Tagesordnung. Auch Vertreter*innen des Staates sind Zielschreiben der Gewalt: 2023 wurde der Pr\u00e4sidentschaftskandidat Fernando Villavicencio erschossen, in den vergangenen Monaten zudem eine Reihe von B\u00fcrgermeister*innen, weiteren Lokalpolitiker*innen und Vertreter*innen des Justizapparats.<\/p>\n<div class=\"su-box su-box-style-default\" id=\"\" style=\"border-color:#304137;border-radius:3px;\"><div class=\"su-box-title\" style=\"background-color:#63746a;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px\">Politische Dimensionen krimineller Gewalt<\/div><div class=\"su-box-content su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px\">\n<p>Auch kriminell motivierte Gewalt kann politische Debatten pr\u00e4gen und politische Reaktionen zur Folge haben \u2013 darunter der Einsatz repressiver, staatlicher Gewalt, bis hin zum Milit\u00e4reinsatz. Die Gewalt krimineller Gruppen in Ecuador ist zudem politisch, insofern sie auf die Kontrolle von Territorien und Bev\u00f6lkerungen zielt und Politik und Justiz zu beeinflussen sucht. <\/div><\/div>\n<figure id=\"attachment_9647\" aria-describedby=\"caption-attachment-9647\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/revistacienciapolitica.uc.cl\/index.php\/rcp\/article\/view\/82160\/62638\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9647 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Folie1-1.jpg\" alt=\"Abbildung 1: Ecuaors Homizidrate 1990-2023. Quelle: Dressler und WolffDie Abbildung zeigt einen Graf, der auf der x-Achse (horizontal) Jahreszahlen zeigt und auf der y-Achse (vertikal) die Homizidrate per 100.000 Einwohner. Zwischen 1990 mit 8,54 Homiziden pro 100.000 Einwohner bis etwa 2011 mit 17,51 Homiziden steigt die Kurve best\u00e4ndig aber leicht an. Zwischen 2011 und 2020 sinkt die Kurve auf 6,84 Homizide pro 100.000 Einwohner stark ab. Zwischen 2021 und 2023 steigt die Kurve steil an auf 46,50 Homizide pro 100.000 Einwohner im Jahr 2023.\" width=\"1000\" height=\"563\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Folie1-1.jpg 1000w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Folie1-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Folie1-1-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-9647\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Ecuadors Homizidrate 1990-2023. Quelle: Dressler und Wolff<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nachdem die Sicherheitslage Anfang 2024 erneut eskalierte, rief der erst im Oktober 2023 gew\u00e4hlte Pr\u00e4sident, Daniel Noboa, am 9. Januar zun\u00e4chst einen Ausnahmezustand, einen Tag sp\u00e4ter den Zustand eines \u201e<a href=\"https:\/\/www.comunicacion.gob.ec\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Decreto_Ejecutivo_No._111_20240009145200_20240009145207.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">internen bewaffneten Konflikts<\/a>\u201c aus. Im gleichen Zuge erkl\u00e4rte Noboa 22 kriminelle Banden zu terroristischen Gruppen und schickte das Milit\u00e4r zur Terrorismusbek\u00e4mpfung auf die Stra\u00dfen sowie in die Gef\u00e4ngnisse des Landes (siehe Zeitleiste). Im April endete zwar der Ausnahmezustand, der \u201einterne bewaffnete Konflikt\u201c besteht jedoch fort \u2013 wobei juristisch umstritten ist, was dies genau bedeutet. <a href=\"https:\/\/www.primicias.ec\/noticias\/seguridad\/estado-excepcion-militares-conflicto-armado-interno\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">W\u00e4hrend des Ausnahmezustandes<\/a> nahmen die Sicherheitskr\u00e4fte \u00fcber 18.000 Personen fest und f\u00fchrten \u00fcber 260 Operationen gegen \u201eterroristische Gruppen\u201c durch. Nachdem die T\u00f6tungsdelikte in den ersten beiden Wochen des Ausnahmezustandes deutlich zur\u00fcckgingen, stieg die Zahl danach wieder auf \u00fcber 100 T\u00f6tungsdelikte pro Woche. Zuletzt kam es auch wieder vermehrt zu Massakern und Morden an politischen Funktionstr\u00e4ger*innen. Gleichzeitig berichten Menschenrechtsorganisationen von weitreichenden Menschenrechtsverletzungen im Rahmen des Milit\u00e4reinsatzes. Vor allem in Gef\u00e4ngnissen seien die Zust\u00e4nde menschenunw\u00fcrdig. Die <a href=\"https:\/\/www.primicias.ec\/noticias\/seguridad\/muertes-sospechosas-torturas-carceles-ecuador-militares\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Generalstaatsanwaltschaft ermittelt au\u00dferdem<\/a> in dutzenden F\u00e4llen von <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/es\/news\/2024\/05\/22\/carta-al-presidente-noboa-sobre-conflicto-armado-interno-y-violaciones-de-derechos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">angeblicher Folter, Misshandlungen und au\u00dferrechtlichen T\u00f6tungen<\/a>.<\/p>\n<p>Eine zentrale Frage, die sich angesichts der dramatischen Entwicklungen in Ecuador stellt, ist die nach den Ursachen und Hintergr\u00fcnden der gegenw\u00e4rtigen Gewalt- und Sicherheitskrise. In diesem Blogartikel fassen wir die Ergebnisse einer Analyse zusammen, <a href=\"https:\/\/revistacienciapolitica.uc.cl\/index.php\/rcp\/article\/view\/82160\/62638\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die in der <em>Revista de Ciencia Pol\u00edtica <\/em>(RCP) erschienen ist<\/a>. Demnach lassen sich auf Basis der existierenden Forschung drei Faktorenb\u00fcndel identifizieren, die im Zusammenspiel die Gewalteskalation erkl\u00e4ren helfen (siehe z. B. <a href=\"https:\/\/www.nuso.org\/articulo\/como-ecuador-descendio-al-infierno-homicida\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-auth=\"NotApplicable\" data-linkindex=\"4\">hier<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/caapecuador.org\/2023\/08\/05\/ecuador-debate-n-119\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-auth=\"NotApplicable\" data-linkindex=\"5\">hier<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.cfr.org\/blog\/can-ecuador-avoid-becoming-narco-state\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-auth=\"NotApplicable\" data-linkindex=\"6\">hier<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/insightcrime.org\/news\/4-reasons-why-ecuador-is-in-a-security-crisis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-auth=\"NotApplicable\" data-linkindex=\"7\">hier<\/a>): (1) die zunehmende Rolle Ecuadors im transnationalen Drogengesch\u00e4ft, (2) die Rekonfiguration krimineller Gruppen im Land sowie (3) der soziale und politische Kontext Ecuadors. Abschlie\u00dfend diskutieren wir vor dem Hintergrund der aktuellen Lage \u2013 nach etwa einem halben Jahr des \u201eKriegszustands\u201c \u2013 die politischen Implikationen unserer Analyse.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9648\" aria-describedby=\"caption-attachment-9648\" style=\"width: 1101px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Zeitleiste-Ecuador-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9648\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Zeitleiste-Ecuador-1.jpg\" alt=\"Abbildung 2: Zeitleiste der zentralen Ereignisse 2024 mit 7 Zeitpunkten auf dem Zeitstrahl: 1. der 07. Januar 2024, Flucht von Drogenboss Jos\u00e9 Adolfo Macias Villamar vor seiner Verlegung in eine andere Haftanstalt; 08.01.2024 die Gef\u00e4ngnisaufst\u00e4nde als Reaktion auf die Flucht; 09.01.2024 Verh\u00e4ngung des nationalen Ausnahmezustands f\u00fcr 60 Tage mit Einschr\u00e4nkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit; 09.-10.01.2024 Reaktionen krimineller Gruppen auf den Ausnahmezustand mit Pl\u00fcnderungen, Bombenanschl\u00e4gen, Entf\u00fchrungen, Geiselnahmen; 10.01.2024 Pr\u00e4sident Noboa prkolamiert einen internen bewaffneten Konflikt und 22 kriminelle Gruppen werden als terroristisch und milit\u00e4risches Ziel erkl\u00e4rt; 06.04.2024 der nationale Ausnahmezustand endet nachdem er im M\u00e4rz noch einmal verl\u00e4ngert wurde, der Konfliktzustand dauert an und das Milit\u00e4r operiert weiterhin mit weitreichenden Befugnissen; 22.05.2024 als Reaktion auf die erneut steigende Zahl von Massakern und politischen Morden ruft Noboa in sieben der 24 Provinzen ernut einen Ausnahmezustand aus. Das entsprechende Dekret wird vom Verfassungsgericht zwei Mal zur\u00fcckgewiesen und vom Pr\u00e4sidenten zuletzt Anfang Juli \u00fcberarbeitet erneut erlassen.\" width=\"1101\" height=\"643\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-9648\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Zeitleiste der zentralen Ereignisse 2024<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Drei zentrale Einflussfaktoren f\u00fcr die Gewaltdynamiken in Ecuador<\/h2>\n<p><em>(1) Die zunehmende Rolle Ecuadors in der transnationalen Drogen\u00f6konomie:<\/em> Zwischen den beiden gr\u00f6\u00dften Koka- und Kokainproduzenten Kolumbien und Peru gelegen, ist Ecuador historisch ein wichtiges Transitland des Drogenhandels. Seit Einf\u00fchrung des US-Dollar als Landesw\u00e4hrung im Jahr 2000 ist die Attraktivit\u00e4t Ecuadors f\u00fcr (illegale) internationale Transaktionen und Geldw\u00e4sche gestiegen. In den vergangenen Jahren haben Ecuadors gro\u00dfe Pazifikh\u00e4fen durch Verschiebungen der weltweiten Drogenhandelsrouten massiv an Bedeutung gewonnen. So wird das Gros des Handels in die USA nicht mehr \u00fcber die Karibik, sondern \u00fcber den Pazifik nach Mexiko und dann \u00fcber den Landweg abgewickelt. Zudem ist der Kokainkonsum insbesondere in Europa angestiegen. Dieser Absatzmarkt wird \u00fcber gro\u00dfe Containerschiffe versorgt, die etwa ecuadorianische Bananen exportieren.<\/p>\n<p>Gleichzeitig hat Ecuador unter Pr\u00e4sident Rafael Correa (2007\u20132017) die Zusammenarbeit mit den USA in Sachen <a href=\"https:\/\/www.cfr.org\/blog\/surge-crime-and-violence-has-ecuador-reeling\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Drogenbek\u00e4mpfung massiv reduziert<\/a> und konkret die US-Milit\u00e4rbasis in Manta geschlossen, ohne alternative lokale Kapazit\u00e4ten aufzubauen. Negative Konsequenzen f\u00fcr Ecuador hatte schlie\u00dflich auch das Friedensabkommen zwischen dem kolumbianischen Staat und der FARC-Guerilla im Jahr 2016. Zuvor hatten die FARC das Drogengesch\u00e4ft an der kolumbianischen S\u00fcdgrenze zu Ecuador weitgehend kontrolliert und das ecuadorianische Grenzgebiet prim\u00e4r als R\u00fcckzugsgebiet genutzt. Mit der Demobilisierung der FARC kam es zu einer <a href=\"https:\/\/insightcrime.org\/news\/4-reasons-why-ecuador-is-in-a-security-crisis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fragmentierung der in Drogenproduktion<\/a> und -handel involvierten Gruppen, die auch auf ecuadorianischem Territorium zunehmend aktiv sind. Als Ergebnis dieser Verschiebungen sind neben lokalen ecuadorianischen Gruppen nun auch mexikanische Kartelle, unterschiedliche kolumbianische nicht-staatliche Gewaltakteure, venezolanische Banden sowie <a href=\"https:\/\/www.americasquarterly.org\/article\/ecuadors-crime-wave-and-its-albanian-connection\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">europ\u00e4ische Mafiaorganisationen in Ecuador<\/a> pr\u00e4sent.<\/p>\n<p><em>(2) Die Rekonfiguration der kriminellen Gruppen Ecuadors:<\/em> Drogenhandel und Pr\u00e4senz krimineller Gruppen gehen <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/services\/aop-cambridge-core\/content\/view\/B6E8E52E87FCC47B3F053BA7AF65971E\/S1537592717002110a.pdf\/div-class-title-criminal-politics-an-integrated-approach-to-the-study-of-organized-crime-politics-and-violence-div.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nicht per se mit hohen Gewaltniveaus<\/a> einher. Wie <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/content\/pdf\/10.1007\/s10940-014-9218-5.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beispiele<\/a> aus Brasilien oder Mexiko zeigen, ist Gewalteskalation h\u00e4ufig die Gegenreaktion auf staatliche Repression einerseits sowie andererseits Folge einer Fragmentierung der Landschaft krimineller Gruppen, die oft nach der Ermordung oder Festnahme ranghoher Bandenmitglieder eintritt. In Ecuador verband sich die oben benannte, von au\u00dfen induzierte Ausdifferenzierung der Drogen\u00f6konomie mit einer internen Fragmentierung der kriminellen Gruppen. In Folge der Ermordung des Anf\u00fchrers der bis dahin dominanten kriminellen Gruppe, <em>Los Choneros<\/em>, im Dezember 2020 entstanden eine ganze Reihe von Splittergruppen, darunter <em>Los Lobos<\/em>, <em>Los Tiguerones <\/em>und <em>Los Chone Killers<\/em>. Diese Gruppen konkurrieren seitdem gewaltsam um die Kontrolle der Drogenstr\u00f6me sowie um je territoriale Vorherrschaft. Die Rivalit\u00e4ten werden durch Allianzen mit ihrerseits konkurrierenden transnational operierenden Gruppen weiter versch\u00e4rft. W\u00e4hrend die <em>Choneros <\/em>Berichten zufolge mit dem mexikanischen Sinaloa-Kartell zusammenarbeiten, kooperiert die zurzeit wichtigste Konkurrenz, <em>Los Lobos<\/em>, mit dem mexikanischen <em>C\u00e1rtel Jalisco Nueva Generaci\u00f3n<\/em>. Das Kokain beziehen beide Gruppen von konkurrierenden FARC-Dissidentengruppen aus Kolumbien. Mit Blick auf den Handel in Richtung Europa spielt vor allem die <a href=\"https:\/\/www.ecuadortimes.net\/european-investigation-confirms-the-actions-of-the-albanian-mafia-in-ecuador\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">albanische Mafia in Ecuador<\/a> eine wichtige Rolle. Und damit sind nur die wichtigsten Gruppen benannt.<\/p>\n<p>Historisch waren die meisten <a href=\"https:\/\/insightcrime.org\/news\/rise-fall-choneros-ecuador-drug-trafficking-pioneers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kriminellen Organisationen in Ecuador<\/a> lokale Stra\u00dfenbanden, die haupts\u00e4chlich Kleinsthandel, Erpressungen und Schmuggel f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Drogenorganisationen durchf\u00fchrten. Mit der Expansion des Drogenhandels in und durch Ecuador wurden diese <em>Pandillas<\/em> zu Juniormitgliedern m\u00e4chtiger, krimineller \u201eHolding-Unternehmen\u201c. Die Verhaftung ihrer Anf\u00fchrer und Mitglieder auf der einen Seite, und die <a href=\"https:\/\/www.crisisgroup.org\/latin-america-caribbean\/andes\/ecuador\/ecuadors-high-tide-drug-violence\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00dcberbelegung der Gef\u00e4ngnisse und Korruption im Sicherheitssektor<\/a> auf der anderen Seite f\u00fchrten zudem dazu, dass die Gef\u00e4ngnisse Ecuadors zur Operationsbasis der Gruppen wurden. Entsprechend begann die Eskalation der Gewalt zwischen den konkurrierenden Gruppen sowie gegen den Staat mit Aufst\u00e4nden und Massakern in Gef\u00e4ngnissen.<\/p>\n<p><em>(3) Der soziale und politische Kontext in Ecuador:<\/em> Die Jahre, in denen die Homizidrate in Ecuador zur\u00fcckging, waren Jahre des Wirtschaftswachstums, des Ausbaus sozialpolitischer Ma\u00dfnahmen, sowie der Investition in Pr\u00e4ventionsprogramme und in den Justiz- und Sicherheitsapparat. Hinzu kamen die Ausweitung kommunaler Polizeiarbeit und ein Programm zur sozialen Integration von Jugendbanden. Mit dem Einbruch der Erd\u00f6lpreise im Jahr 2014 endete diese expansive Phase, und mit dem Wechsel von Correa zu seinem Nachfolger Len\u00edn Moreno (2017\u20132021) setzte sich eine Strategie der Sparpolitik und der austerit\u00e4tsgetriebenen Staatsreform durch, die auch unter Guillermo Lasso (2021\u20132023) fortgesetzt wurde. Im Ergebnis wurden die Budgets f\u00fcr Strafvollzug und innere Sicherheit gek\u00fcrzt, zust\u00e4ndige Ministerien und Sicherheitsinstitutionen aufgel\u00f6st oder restrukturiert. Zugleich weisen <a href=\"https:\/\/insightcrime.org\/news\/metastasis-case-exposes-ecuadors-corruption-cancer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Korruptionsskandale und -verfahren<\/a> darauf hin, dass es kriminellen Akteuren \u2013 bereits unter Correa \u2013 gelungen ist, ihren Einfluss auf Justiz, Sicherheitsapparat und Politik bis in h\u00f6chste Kreise auszubauen. Gleichzeitig verschlechterte sich die sozio\u00f6konomische Lage der Bev\u00f6lkerung \u2013 und dies noch einmal dramatisch in Folge der COVID-19-Pandemie, die Ecuador besonders hart traf. Unter den unmittelbaren Folgen waren auch der vollst\u00e4ndige Kontrollverlust in den massiv \u00fcberbelegten Gef\u00e4ngnissen sowie ideale Bedingungen f\u00fcr die Rekrutierungsstrategien krimineller Gruppen. Sch\u00e4tzungsweise rund <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/en\/news\/id\/51545\/drugs-and-austerity-are-behind-the-gang-violence-in-ecuador\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">50.000 junge Menschen<\/a> in Ecuador, die keine anderen Perspektiven haben, beziehen ihre \u201eGeh\u00e4lter\u201c von entsprechenden Banden.<\/p>\n<h2>Implikationen und Ausblick<\/h2>\n<p>Aus den Gewaltursachen, die wir in diesem Artikel knapp zusammengefasst haben, ergeben sich keine konkreten Rezepte zur Verbesserung der Situation. Es lassen sich aber einige wichtige Implikationen ableiten, die bei der Entwicklung von Strategien der Gewaltreduktion und der Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung ber\u00fccksichtigt werden sollten.<\/p>\n<p><em>Erstens<\/em> verweist die zentrale Rolle der grenz\u00fcberschreitenden Drogen\u00f6konomie darauf, dass nationale Ma\u00dfnahmen nur begrenzt erfolgversprechend sein k\u00f6nnen. Dies gilt allzumal f\u00fcr ein relativ ressourcenarmes Land wie Ecuador, das <a href=\"https:\/\/www.wola.org\/analysis\/why-ecuador-should-not-replicate-the-bukele-model\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">au\u00dferordentlich finanzstarken und m\u00e4chtigen Drogennetzwerken<\/a> gegen\u00fcbersteht. Internationale Kooperation ist insofern zentral, sowohl zwischen Produktions- und Transitl\u00e4ndern als auch zwischen Drogen exportierenden und importierenden L\u00e4ndern. Aktuelle Bem\u00fchungen, die <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/10.18449\/2024A07\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kooperation zwischen Hafenst\u00e4dten in Europa und Lateinamerika<\/a> in diesem Bereich zu verst\u00e4rken, weisen insofern in die richtige Richtung. Solange an der materiellen Basis des transnationalen Drogengesch\u00e4fts nicht ger\u00fcttelt wird, werden allerdings selbst erfolgreiche Ma\u00dfnahmen bestenfalls zu einer Verschiebung des Problems in andere L\u00e4nder f\u00fchren. So schaut Lateinamerika auf Jahrzehnte des erfolglosen Versuchs, Drogenproduktion und -handel durch einen milit\u00e4risch-repressiven \u201eKrieg gegen die Drogen\u201c unter Kontrolle zu bringen, zur\u00fcck. Dies legt nahe, dass letztlich nur eine <a href=\"https:\/\/www.wola.org\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Lethal-Grip_WOLA_July-2022.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">umfassende Entkriminalisierung des Drogengesch\u00e4fts<\/a>, die illegalen Akteuren das Gesch\u00e4ft schlicht entzieht, strukturelle Verbesserungen erm\u00f6glichen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Die Bedeutung der Fragmentierung krimineller Gruppen verweist <em>zweitens<\/em> auf ein zentrales Risiko repressiver Strategien. Selbst wenn es der ecuadorianischen Regierung im Zuge ihrer aktuellen milit\u00e4rischen Offensive gelingt, die wichtigsten Gruppen wie <em>Los Choneros<\/em> und <em>Los Lobos<\/em> in Ecuador sp\u00fcrbar zu schw\u00e4chen, hei\u00dft das keineswegs, dass die Gewalt dauerhaft zur\u00fcckgeht. Im Gegenteil: Die sich aktuell weiter <a href=\"https:\/\/insightcrime.org\/news\/ecuadors-war-on-gangs-stumbles-in-key-coastal-city\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zuspitzende Gewalt in K\u00fcstenst\u00e4dten<\/a> wie Manta und Dur\u00e1n scheint zumindest zum Teil just Folge von Machtk\u00e4mpfen im Zuge der Zersplitterung lokal operierender Gruppen zu sein.<\/p>\n<p><em>Drittens<\/em> zeigt die Diskussion der sozialen und politischen Kontextbedingungen, dass ein repressives Vorgehen allein mindestens zu kurz greift. Ohne eine integrale St\u00e4rkung von Staat und Gesellschaft ist eine nachhaltige Bearbeitung der Gewaltkrise kaum denkbar. Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung und Staatsreformen m\u00fcssten insofern mit Investitionen in Justiz und Sicherheitskr\u00e4fte, Pr\u00e4ventiv- und Rehabilitationsma\u00dfnahmen, Sozialprogramme, Bildung und Arbeitsmarktpolitik verbunden werden. Dauerhaft erfolgreiche Gewaltreduktion und Kriminalit\u00e4tsbek\u00e4mpfung ist insofern unvereinbar mit einer Sparpolitik, wie sie von Pr\u00e4sident Noboa verfolgt wird und in Gestalt eines Programms des Internationalen W\u00e4hrungsfonds auch global Unterst\u00fctzung findet.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag erschien zuerst als TraCe Policy Brief. <\/em><a href=\"https:\/\/www.prif.org\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Mehr lesen<\/em><\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ecuador hat in den vergangenen Jahren eine beispiellose Eskalation krimineller Gewalt erlebt. Im Jahr 2023 wies der s\u00fcdamerikanische Andenstaat die h\u00f6chste Homizidrate Lateinamerikas auf. Als die Gewalt im Januar 2024 erneut eskalierte, rief der neuge-w\u00e4hlte Pr\u00e4sident Daniel Noboa den Kriegszustand aus und erkl\u00e4rte 22 kriminelle Ban-den zu terroristischen Gruppen. In diesem Blogartikel, der auf einem gleichnamigen TraCe Policy Brief basiert, identifizieren wir zentrale Ursachen der Gewalteskalation. Abschlie\u00dfend diskutieren wir, was politisch aus dieser Ursachenanalyse folgt.<\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":12414,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1141],"tags":[1193,1219,1239,1197],"coauthors":[71,1017],"class_list":["post-12623","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutsch-en","tag-drugs","tag-ecuador-en","tag-latin-america","tag-political-violence"],"acf":[],"views":487,"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador - PRIF BLOG<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador - PRIF BLOG\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Ecuador hat in den vergangenen Jahren eine beispiellose Eskalation krimineller Gewalt erlebt. Im Jahr 2023 wies der s\u00fcdamerikanische Andenstaat die h\u00f6chste Homizidrate Lateinamerikas auf. Als die Gewalt im Januar 2024 erneut eskalierte, rief der neuge-w\u00e4hlte Pr\u00e4sident Daniel Noboa den Kriegszustand aus und erkl\u00e4rte 22 kriminelle Ban-den zu terroristischen Gruppen. In diesem Blogartikel, der auf einem gleichnamigen TraCe Policy Brief basiert, identifizieren wir zentrale Ursachen der Gewalteskalation. Abschlie\u00dfend diskutieren wir, was politisch aus dieser Ursachenanalyse folgt.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"PRIF BLOG\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/HSFK.PRIF\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2024-07-18T10:15:08+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1-1024x560.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"560\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Jonas Wolff, Elena Dressler\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@HSFK_PRIF\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@HSFK_PRIF\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Jonas Wolff, Elena Dressler\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"11 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/\"},\"author\":{\"name\":\"Jonas Wolff\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/person\/5902fa33bae9ebfd74019ff43c0ecd2f\"},\"headline\":\"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador\",\"datePublished\":\"2024-07-18T10:15:08+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/\"},\"wordCount\":1925,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1.png\",\"keywords\":[\"Drugs\",\"Ecuador\",\"Latin America\",\"Political Violence\"],\"articleSection\":[\"Deutsch\"],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/\",\"name\":\"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador - PRIF BLOG\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1.png\",\"datePublished\":\"2024-07-18T10:15:08+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1.png\",\"width\":1875,\"height\":1025,\"caption\":\"Ecuador erlebt seit kurzem eine beispiellose Eskalation krimineller Gewalt. | Foto: \u00a9 picture alliance ASSOCIATED PRESS | Ariel Ochoa\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/\",\"name\":\"PRIF BLOG\",\"description\":\"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization\",\"name\":\"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/cropped-blog_rgb.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/cropped-blog_rgb.png\",\"width\":750,\"height\":226,\"caption\":\"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/HSFK.PRIF\",\"https:\/\/x.com\/HSFK_PRIF\",\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/8912786\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/person\/5902fa33bae9ebfd74019ff43c0ecd2f\",\"name\":\"Jonas Wolff\",\"description\":\"Prof. Dr. Jonas Wolff ist Vorstandsmitglied und Leiter des Programmbereichs \u201eInnerstaatliche Konflikte\u201c am PRIF und Professor f\u00fcr Politikwissenschaft an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Demokratie und politischer Wandel, soziale Proteste und Konfliktdynamiken sowie au\u00dfen- und entwicklungspolitische Fragen. Sein regionaler Schwerpunkt ist Lateinamerika. \/\/ Prof. Dr Jonas Wolff is Member of the Executive Board and Head of the Research Department \u201cIntrastate Conflict\u201d at PRIF and professor of political science at the Goethe-University Frankfurt. His research focuses on democracy and political change, social protests and conflict dynamics, and foreign and development policy issues. His regional focus is Latin America.\",\"sameAs\":[\"https:\/\/www.prif.org\/ueber-uns\/person\/jonas-wolff\"],\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/author\/jwolff\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador - PRIF BLOG","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador - PRIF BLOG","og_description":"Ecuador hat in den vergangenen Jahren eine beispiellose Eskalation krimineller Gewalt erlebt. Im Jahr 2023 wies der s\u00fcdamerikanische Andenstaat die h\u00f6chste Homizidrate Lateinamerikas auf. Als die Gewalt im Januar 2024 erneut eskalierte, rief der neuge-w\u00e4hlte Pr\u00e4sident Daniel Noboa den Kriegszustand aus und erkl\u00e4rte 22 kriminelle Ban-den zu terroristischen Gruppen. In diesem Blogartikel, der auf einem gleichnamigen TraCe Policy Brief basiert, identifizieren wir zentrale Ursachen der Gewalteskalation. Abschlie\u00dfend diskutieren wir, was politisch aus dieser Ursachenanalyse folgt.","og_url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/","og_site_name":"PRIF BLOG","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/HSFK.PRIF","article_published_time":"2024-07-18T10:15:08+00:00","og_image":[{"width":1024,"height":560,"url":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1-1024x560.png","type":"image\/png"}],"author":"Jonas Wolff, Elena Dressler","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@HSFK_PRIF","twitter_site":"@HSFK_PRIF","twitter_misc":{"Written by":"Jonas Wolff, Elena Dressler","Est. reading time":"11 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/"},"author":{"name":"Jonas Wolff","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/person\/5902fa33bae9ebfd74019ff43c0ecd2f"},"headline":"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador","datePublished":"2024-07-18T10:15:08+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/"},"wordCount":1925,"publisher":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1.png","keywords":["Drugs","Ecuador","Latin America","Political Violence"],"articleSection":["Deutsch"],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/","url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/","name":"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador - PRIF BLOG","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1.png","datePublished":"2024-07-18T10:15:08+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#primaryimage","url":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1.png","contentUrl":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/441537565_optimiert_angepasst_Zuschnitt-1.png","width":1875,"height":1025,"caption":"Ecuador erlebt seit kurzem eine beispiellose Eskalation krimineller Gewalt. | Foto: \u00a9 picture alliance ASSOCIATED PRESS | Ariel Ochoa"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2024\/07\/18\/von-der-insel-des-friedens-zum-kriegszustand-hintergruende-der-gewalteskalation-in-ecuador\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergr\u00fcnde der Gewalteskalation in Ecuador"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#website","url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/","name":"PRIF BLOG","description":"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung","publisher":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization","name":"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung","url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/cropped-blog_rgb.png","contentUrl":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/cropped-blog_rgb.png","width":750,"height":226,"caption":"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung"},"image":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/HSFK.PRIF","https:\/\/x.com\/HSFK_PRIF","https:\/\/www.linkedin.com\/company\/8912786\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/person\/5902fa33bae9ebfd74019ff43c0ecd2f","name":"Jonas Wolff","description":"Prof. Dr. Jonas Wolff ist Vorstandsmitglied und Leiter des Programmbereichs \u201eInnerstaatliche Konflikte\u201c am PRIF und Professor f\u00fcr Politikwissenschaft an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Demokratie und politischer Wandel, soziale Proteste und Konfliktdynamiken sowie au\u00dfen- und entwicklungspolitische Fragen. Sein regionaler Schwerpunkt ist Lateinamerika. \/\/ Prof. Dr Jonas Wolff is Member of the Executive Board and Head of the Research Department \u201cIntrastate Conflict\u201d at PRIF and professor of political science at the Goethe-University Frankfurt. His research focuses on democracy and political change, social protests and conflict dynamics, and foreign and development policy issues. His regional focus is Latin America.","sameAs":["https:\/\/www.prif.org\/ueber-uns\/person\/jonas-wolff"],"url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/author\/jwolff\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12623"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12623\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12623"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=12623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}