{"id":12849,"date":"2023-11-10T10:24:03","date_gmt":"2023-11-10T09:24:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/massaker-unter-applaus-antisemitische-reaktionen-auf-den-terror-gegen-israel-in-deutschland\/"},"modified":"2023-11-10T10:24:03","modified_gmt":"2023-11-10T09:24:03","slug":"massaker-unter-applaus-antisemitische-reaktionen-auf-den-terror-gegen-israel-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2023\/11\/10\/massaker-unter-applaus-antisemitische-reaktionen-auf-den-terror-gegen-israel-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Massaker unter Applaus: Antisemitische Reaktionen auf den Terror gegen Israel in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Zuge des von der Terrororganisation Hamas als \u201eOperation al Aqsa-Flut\u201c bezeichneten und von mehreren pal\u00e4stinensischen Terrorgruppen wie auch der Hisbollah im Libanon durchgef\u00fchrten Angriffs auf Israel wurden an einem Tag mehr J\u00fcdinnen*Juden aus antisemitischen Motiven ermordet, <\/strong><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-israel-gaza-montag-100.html#Holocaust\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>als an jedem anderen Tag seit der Shoah<\/strong><\/a><strong>. In Reaktion auf die Angriffe und in der Folge auch auf die Reaktionen Israels, kam es vielerorts zu einer Vielzahl antisemitischer Vorf\u00e4lle \u2013 so auch in Deutschland. Der Beitrag liefert einen \u00dcberblick \u00fcber diese antisemitischen Ph\u00e4nomene in Deutschland und ihre Akteur*innen sowie \u00fcber antisemitische Kontinuit\u00e4ten. Die sprunghafte Zunahme antisemitischer Vorf\u00e4lle erfordert konsequente gesellschaftliche Reaktionen.<\/strong><\/p>\n<p>Bereits in den ersten Stunden nach dem Anschlag pal\u00e4stinensischer Terrorgruppen gegen Israel wurden antisemitische Reaktionen an vielen Orten global sichtbar: Die Vernichtungsreden der Hamas wurden durch die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-israel-gaza-100.html#Teheran-Akt-der-Selbstverteidigung-der-Palaestinenser\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eTod f\u00fcr Israel\u201c-Rufe im iranischen Parlament<\/a> oder die ausgerollten <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Tasnimnews_Fa\/status\/1710884509527282023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Festtagsbanner an den H\u00e4userw\u00e4nden Teherans<\/a> erg\u00e4nzt. In Sydney waren Sprechch\u00f6re mit dem <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article247911630\/Pro-palaestinensische-Demos-Gas-the-Jews-Rufe-in-Sydney-Hakenkreuz-in-New-York.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aufruf<\/a> zur Vergasung von J\u00fcdinnen*Juden zu h\u00f6ren. In New York City wurden ermordete J\u00fcdinnen*Juden verh\u00f6hnt und Hakenkreuze sowie Hamas-Propagandamaterial gezeigt. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/krieg-israel-hamas-sport-1.6286797\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schottische Fu\u00dfballfans<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-us-canada-67067565\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">US-Studierendenverb\u00e4nde<\/a> jubelten den entsetzlichen Gr\u00e4ueltaten zum Trotz.<\/p>\n<p>Auch hierzulande kam es umgehend zu einer Vielzahl antisemitischer Reaktionen. Ob in Berlin, Frankfurt, M\u00fcnchen oder Duisburg, in vielen St\u00e4dten Deutschlands kam es noch am Tag des Angriffs zu antisemitischen Solidarit\u00e4tsbekundungen. Seitdem hat sich die Lage weiter zugespitzt. Im Folgenden werden beispielhaft antisemitische Reaktionen aus dem Umfeld pal\u00e4stinanaher Organisationen, der extremen Rechten, des Kulturbetriebs und linker Bewegungen in Deutschland benannt, um anschlie\u00dfend antisemitische Kontinuit\u00e4ten in Deutschland und die Verantwortung der Gesellschaft aufzuzeigen. Es stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, welche Substanz die \u201e<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/antisemitismus-nahostkonflikt-bundespraesident-bundeskanzler-dessau-brandenburger-tor-1.6291845\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nie wieder<\/a>\u201c Bekundungen haben, die derzeit ebenfalls vermehrt zu h\u00f6ren sind. Diese Bekundungen k\u00f6nnen nicht gegen antisemitische Reaktionen in Deutschland immunisieren.<\/p>\n<p>Die meisten antisemitischen \u00c4u\u00dferungen und Handlungen finden in diesem Kontext unter Bezugnahme auf sogenannte \u201eIsraelkritik\u201c statt. Wann Kritik an Israel die Grenze zum Antisemitismus \u00fcberschreitet, l\u00e4sst sich mit dem sogenannten <a href=\"https:\/\/www.jcpa.org\/phas\/phas-sharansky-f04.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">3D-Test<\/a> bestimmen \u2013 das hei\u00dft dadurch, ob Israel d\u00e4monisiert, delegitimiert oder unter der Verwendung von Doppelstandards adressiert wird.<\/p>\n<h2>Unterst\u00fctzung pal\u00e4stinensischer Terrornetzwerke<\/h2>\n<p>Bereits nach dem Aufkommen erster Berichte aus Israel <a href=\"https:\/\/www.ruhrbarone.de\/angriff-auf-israel-palaestinensischer-terrorunterstuetzer-tritt-am-montag-in-duisburg-auf\/224409\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verteilten<\/a> Mitglieder der Organisation Samidoun Baklava auf der Berliner Sonnenallee und <a href=\"https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/samidoun-tarnung-fuer-terror-106121\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bewarben<\/a> diese Aktion \u00fcber ihre Social Media Kan\u00e4le. Derartige Bilder sind aus Gaza und der Westbank bekannt und treten immer dann zutage, wenn Terroranschl\u00e4ge in Israel ver\u00fcbt wurden. Auf den Stra\u00dfen Berlins folgten mehrere kleinere Feiern \u00a0\u2013 gefeiert wurde ein vermeintlicher Widerstandssieg. Bei Samidoun handelt es sich der eigenen Beschreibung nach um ein pal\u00e4stinensisches Gefangenensolidarit\u00e4tsnetzwerk. De facto agiert Samidoun, dem mit<a href=\"https:\/\/www.jfda.de\/samidoun\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Khaled Barakat<\/a> ein vermutetes Mitglied des Zentralkomitees der Volksfront zur Befreiung Pal\u00e4stinas (PFLP) vorsteht, als zentrales Auslands- und Propagandaorgan der PFLP zur Rekrutierung von Aktivist*innen und Beschaffung finanzieller Mittel. Inzwischen wurde, infolge weiterer Jubelfeiern und Ausschreitungen, ein <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/verbot-hamas-samidoun-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Organisationsverbot<\/a> gegen Samidoun in Deutschland verh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Auch die, der Bewegung Boycott, Divestment and Sanctions (<a href=\"https:\/\/iibsa.org\/fileadmin\/downloads\/Handreichung_Die-antisemitische-Boykottkampagne-BDS_iibsa.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BDS<\/a>) nahestehende, Gruppe Pal\u00e4stina Spricht startete umgehend Solidarit\u00e4ts- und Demonstrationsaufrufe. In M\u00fcnchen <a href=\"https:\/\/taz.de\/Terrorunterstuetzer-in-Deutschland\/!5965782\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bejubelte<\/a> Pal\u00e4stina Spricht die Angriffe als \u00fcberw\u00e4ltigenden und sie mit Stolz erf\u00fcllenden revolution\u00e4ren Akt gegen die vermeintliche Apartheid Israels. Pal\u00e4stina Spricht bezeichnet sich selbst als eine antirassistische und demokratische Bewegung f\u00fcr die Rechte der Pal\u00e4stinenser*innen. Ihre Handlungen bestehen jedoch vor allem in einer <a href=\"https:\/\/www.jfda.de\/palaestina-spricht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">D\u00e4monisierung und Delegitimierung Israels<\/a>, indem die Gruppe Israel Apartheid, Siedlerkolonialismus und eine andauernde Nakba \u2013 also Vertreibung der Pal\u00e4stinenser*innen \u2013 vorwirft. Diese Vorw\u00fcrfe erweisen sich nicht als <a href=\"http:\/\/www.salzborn.de\/txt\/2013_Kirche-und-Israel.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">haltbar<\/a> und stellen eine <a href=\"https:\/\/www.idz-jena.de\/fileadmin\/user_upload\/PDFS_WSD8\/WsD8_Beitrag_MSF_.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">De-Realisation<\/a>, also von der Realit\u00e4t abweichende Weltsicht, dar, die sich sprachlich \u00e4u\u00dfert und obsessiv vorgebracht wird. Der friedfertige Anstrich beginnt sp\u00e4testens dann zu br\u00f6ckeln, wenn ein freies Pal\u00e4stina \u201efrom the river to the sea\u201c, also die Ausl\u00f6schung Israels und eine Intifada (in der Praxis das wahllose Ermorden israelischer J\u00fcdinnen*Juden) gefordert werden.<\/p>\n<p>Samidoun und Pal\u00e4stina Spricht stehen exemplarisch f\u00fcr eine Vielzahl von Gruppen, die unter dem Deckmantel der Pal\u00e4stinasolidarit\u00e4t seit Jahren immer wieder die Vernichtung Israels fordern. Andere Gruppen, die sich aus taktischen Gr\u00fcnden st\u00e4rker im Hintergrund halten aber in die Organisation von Demonstrationen und Veranstaltungen einbezogen werden, stehen beispielswiese der Hamas nahe. Obwohl die beiden hier erw\u00e4hnten Gruppen explizit nicht religi\u00f6s auftreten, kam es auch auf ihren Veranstaltungen zu einer Vielzahl antisemitischer \u00c4u\u00dferungen von Personen, die klar dem islamistischen Spektrum zuzuordnen sind.<\/p>\n<p>Demonstrationen, auf denen zur Errichtung eines Kalifats <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regional\/nordrheinwestfalen\/demo-essen-ermittlungen-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aufgerufen<\/a> und Kritik an Terrororganisationen wie der Hamas <a href=\"https:\/\/taz.de\/Pro-Palaestinensische-Demo-in-Berlin\/!5970809\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unterbunden<\/a> wird, k\u00f6nnen nur schwerlich als tats\u00e4chliches Solidarit\u00e4tsbekenntnis mit einer pal\u00e4stinensischen Zivilbev\u00f6lkerung betrachtet werden, die das Leid unter der Herrschaft antisemitischer Terrororganisationen zu tragen hat.<\/p>\n<p>Die BDS-Kampagne mag \u00fcber eine breite Beteiligung (zum Teil prominenter Akteur*innen) verf\u00fcgen, von denen einige Antisemitismusvorw\u00fcrfe von sich weisen. Faktisch delegitimiert BDS jedoch das Existenzrecht Israels, indem es seine Aufl\u00f6sung anstrebt. Erreicht werden soll dies vor allem durch eine von Doppelstandards geleitete D\u00e4monisierung Israels. Dabei kommt es immer wieder zur Verwendung antisemitischer Stereotypisierungen, Leugnung der Shoah und physischen Angriffen gegen J\u00fcdinnen*Juden. BDS ist zudem keine ausschlie\u00dflich von der Zivilgesellschaft getragene Kampagne, sondern wird seit 2007 vom BDS National Comittee (BNC) <a href=\"https:\/\/bdsmovement.net\/bnc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">koordiniert<\/a>. Erstgenanntes Mitglied des Komitees ist der Council of National and Islamic Forces in Palestine. Zu diesem <a href=\"https:\/\/iibsa.org\/fileadmin\/downloads\/Handreichung_Die-antisemitische-Boykottkampagne-BDS_iibsa.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geh\u00f6ren<\/a> die Hamas, der Islamische Dschihad in Pal\u00e4stina (PIJ) und die PFLP. Der britische Soziologe und Antisemitismusforscher David Hirsh hat bereits vor Jahren Studien vorgelegt, die deutlich zeigen, dass sich BDS in erster Linie gegen J\u00fcdinnen*Juden und alle, die diesen nicht ablehnend gegen\u00fcberstehen, <a href=\"https:\/\/engageonline.wordpress.com\/2016\/06\/01\/why-bds-is-antisemitic-david-hirsh\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">richtet<\/a>.<\/p>\n<h2>Antisemitische Querfront<\/h2>\n<p>Die antisemitischen Solidarit\u00e4tsbekundungen bleiben nicht auf pal\u00e4stinanahe Organisationen und Individuen beschr\u00e4nkt. Im Heimatland der Shoah <a href=\"https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Lagebild_Antisemitismus_2020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bildet<\/a> Antisemitismus noch immer die zentrale Kernideologie der extremen Rechten ab. So wurde, kurz nach dem Terroranschlag gegen Israels Bev\u00f6lkerung, im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld eine Pal\u00e4stinaflagge gemeinsam mit einem Transparent mit der Aufschrift \u201e<a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/ruhrgebiet\/nazi-flagge-israel-dorstfeld-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DER STAAT ISRAEL IST UNSER UNGL\u00dcCK<\/a>\u201c aus dem Fenster eines bekannten Neo-Nazi-Treffpunktes gehangen. Der besonders gro\u00df geschriebene Teil \u201eISRAEL IST UNSER UNGL\u00dcCK\u201c bezieht sich dabei auf den von Heinrich von Treitschke gepr\u00e4gten und sp\u00e4ter vom nationalsozialistischen Der St\u00fcrmer aufgegriffenen Satz \u201eDie Juden sind unser Ungl\u00fcck\u201c. Banner dieser Art sind in den letzten Jahren immer wieder <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/wie-deutsche-neonazis-den-angriff-auf-israel-fuer-sich-nutzen-wollen-33928246.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Kombination mit Pal\u00e4stina- und Reichsflaggen<\/a>, vor allem im Umfeld der Partei Die Rechte, aufgetaucht.<\/p>\n<p>Auch in anderen St\u00e4dten kam es zu rechten Solidarisierungen mit den Terrorangriffen. Der Eisenacher Landesvorsitzende der Partei Die Heimat (vormals NPD) in Th\u00fcringen, Patrick Wieschke, verbreitete Social Media Beitr\u00e4ge mit pal\u00e4stinensischen Flaggen und dem Spruch \u201eI STAND with PALESTINE\u201c. Dar\u00fcber hinaus rief er \u201eanst\u00e4ndige Araber\u201c dazu auf, umgehend nach Pal\u00e4stina zu reisen und bezeichnete alle anderen als Feiglinge. Der Th\u00fcringer Ableger der Partei unter Wieschke gilt sp\u00e4testens seit den G8-Protesten 2007 als besonders stark auf Querfronttaktiken \u2013 also die Vermengung antiemanzipatorischer mit linken Positionen \u2013 setzend.<\/p>\n<h2>Ohrenbet\u00e4ubendes Schweigen<\/h2>\n<p>Wichtig ist in diesem Zusammenhang nicht nur wer sich \u00e4u\u00dfert, sondern auch wer sich zun\u00e4chst auff\u00e4llig ruhig verhalten hat. Denn f\u00fcr gew\u00f6hnlich l\u00e4sst ein Teil des deutschen Kulturbetriebs nur wenige Gelegenheiten aus, sich zu Israel zu \u00e4u\u00dfern. Sei es in Form von Apartheids- und <a href=\"https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/israel_pinkwashing_2012.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pinkwashing-Vorw\u00fcrfen<\/a> gegen Israel oder durch Unterst\u00fctzung der BDS-Kampagne. Sei es durch Verteidigung der antisemitischen Kunstwerke und der hinter ihnen stehenden K\u00fcnstler*innen-Kollektive auf der Documenta 15, der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/jerusalemdeclaration.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jerusalemer Erkl\u00e4rung zum Antisemitismus (JDA)<\/a>, die sich gegen die <a href=\"https:\/\/www.holocaustremembrance.com\/de\/resources\/working-definitions-charters\/arbeitsdefinition-von-antisemitismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitsdefinition von Antisemitismus<\/a> der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) richtet oder der Beteiligung an der <a href=\"https:\/\/www.gg53weltoffenheit.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Initiative GG 5.3 Weltoffenheit<\/a>, die sich aus vermeintlicher Sorge um Kunst- und Wissenschaftsfreiheit gegen die Verurteilung von BDS als antisemitisch motivierte Kampagne stellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/lautes-schweigen-zum-terror-ueber-antisemitismus-im-kulturbetrieb-podcast-dlf-kultur-89a630e2-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weite Teile<\/a> des deutschen Kulturbetriebs \u2013 seien es die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regional\/brandenburg\/rbb-berliner-klassikszene-plant-keine-solidaritaetskonzerte-mit-israel-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klassik-<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/kultur\/beitrag\/2023\/10\/theater-schweigen-nahost-konflikt-israel-gorki-ensemble-berlin.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Theaterszene<\/a> Berlins, gro\u00dfe Teile des deutschen <a href=\"http:\/\/www.offener-brief-israel-literaturbetrieb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Literaturbetriebs<\/a> oder der Szene <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus247900902\/Rechtfertigung-des-Terrors-Der-Israelhass-ist-ein-strukturelles-Problem.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bildender K\u00fcnstler*innen<\/a>, die deutsche <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schweigen-der-Club-Szene-zu-Hamas-Terror\/!5962392\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Club-Szene<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/kultur\/israel--wie-die-deutsche-kulturszene-immer-wieder-ueber-den-palaestina-konflikt-stolpert-33903062.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pop-Musiker*innen<\/a> \u2013 schweigen zu den Angriffen auf Israels Bev\u00f6lkerung jedoch ebenso wie zu den antisemitischen Solidarit\u00e4tsbekundungen mit pal\u00e4stinensischen Terrororganisationen oder der Hisbollah.<\/p>\n<h2>Legitimierung und Doppelstandards<\/h2>\n<p>Und doch haben sich auch <a href=\"https:\/\/taz.de\/Antisemitismus-im-Kulturbetrieb\/!5962724\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcnstler*innen verschiedener Couleur<\/a> zu Wort gemeldet. Darunter vor allem Bekenntnisse zu einem pal\u00e4stinensischen Kampf gegen Israel. Einige dieser Bekenntnisse offenbaren auf geradezu groteske Weise Unwissenheit. So wurde beispielsweise die jordanische Flagge <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schweigen-der-Club-Szene-zu-Hamas-Terror\/!5962392\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gezeigt<\/a>, wo offensichtlich eine pal\u00e4stinensische gemeint war. Unter den K\u00fcnstler*innen die ihre Zustimmung f\u00fcr das Bejubeln der Angriffe zeigten waren auch <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/politik\/documenta-15-kuratoren-gefaellt-jubel-ueber-hamas-terror\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reza Afisina und Iswanto Hartono<\/a>, die beiden Ruangrupa-Mitglieder, die Gastprofessuren an der HfbK in Hamburg erhielten, nachdem sie die Documenta 15 kuratierten. <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus248348152\/Antisemitismus-an-Unis-Besonders-das-postkoloniale-woke-Milieu-macht-Stimmung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Insbesondere<\/a> <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/hamas-judith-butler-fridays-for-future-gaza-israel-1.6294675?reduced=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in postkolonialen Milieus<\/a> kam es <a href=\"https:\/\/taz.de\/Linker-Antisemitismus\/!5966630\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auch in Deutschland<\/a> zu einer ganzen Welle von Relativierungen und Bejubeln antisemitischen Terrors. So beispielsweise unter <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wenn-queerfeministinnen-terror-gutheissen-die-unglaublichen-israel-verwirrungen-von-links-10618648.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktivist*innen<\/a>, die bereits seit einigen Jahren einen relevanten Teil der <a href=\"https:\/\/www.jfda.de\/post\/die-normalisierung-von-antisemitismus-auf-iqp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">internationalistischen<\/a> linken und queeren Bewegung in Deutschland stellen und die h\u00e4ufig mit anderen antizionistischen Gruppen <a href=\"https:\/\/www.jfda.de\/post\/queer-as-in-free-palestine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zusammenarbeiten<\/a> und dabei queerfeministische Themen zum <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2023\/30\/antizionismus-rosa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anlass<\/a> einer Solidarisierung mit den Feinden Israels nehmen.<\/p>\n<p>Diese Gruppen finden auch <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2023\/42\/der-sache-vereint\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anschluss im antiimperialistischen gepr\u00e4gten Lager<\/a> der (radikalen) Linken. Auch in diesem wurden unmittelbar nach den ersten Berichten des Angriffs die Parole eines Pal\u00e4stinas \u201efrom the river to the sea\u201c laut. Antiimperialistische Bewegungen haben in der Vergangenheit auch in Deutschland nicht davor zur\u00fcckgeschreckt, selbst Anschl\u00e4ge auf J\u00fcdinnen*Juden <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/allgemein\/gefaehrlich-rot\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zu ver\u00fcben<\/a>. Auch bekannte Vertreter*innen der Klimabewegung aus dem Umfeld der Letzten Generation oder von <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/panorama\/israel-krieg-pogromstimmung-instagram-hamas-deutschland-elisa-bas-fridays-for-future-demos-palaestina-92582686.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fridays for Future<\/a> sahen in den Angriffen eine Widerstandsaktion auf dem Weg zur Freiheit der Pal\u00e4stinenser*innen.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist, dass das terroristische Vorgehen in den beschriebenen F\u00e4llen mit dem Anlegen von Doppelstandards legitimiert wird. Die Angriffe werden zu einem Akt der <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2023\/42\/protest-und-pogrom\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dekolonisierung<\/a> umgedeutet. Diese k\u00f6nne schlie\u00dflich nicht friedlich ablaufen und m\u00fcsse es aufgrund israelisch-pal\u00e4stinensischer Historie auch nicht, so ein h\u00e4ufig vorgebrachter Standpunkt. <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wenn-queerfeministinnen-terror-gutheissen-die-unglaublichen-israel-verwirrungen-von-links-10618648.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktivist*innen<\/a> die vor kurzem noch unter \u201e<em>Jin, Jiyan<\/em><em>, Azad\u00ee\u201c-Rufen<\/em> gegen das iranische Regime auf die Stra\u00dfe gingen, nehmen nun den Einsatz sexualisierter Gewalt durch vom Iran finanzierte Terrorgruppen als Waffe des Terrors in Kauf. Auf Social Media Plattformen werden Enthauptungen israelischer Kleinkinder in Kibbuzim vielfach damit <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2023\/42\/krieg-den-sozialen-medien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">relativiert<\/a>, dass nicht alle der ermordeten Kinder enthauptet worden seien. Das Massaker an den Festivalbesucher*innen nahe Re\u2019im wird u.a. damit <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus247900902\/Rechtfertigung-des-Terrors-Der-Israelhass-ist-ein-strukturelles-Problem.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gerechtfertigt<\/a>, dass die Besucher*innen in der N\u00e4he des vermeintlich gr\u00f6\u00dften Gef\u00e4ngnisses der Welt \u2013 Gaza \u2013 gefeiert h\u00e4tten. In Social Mediabeitr\u00e4gen <a href=\"https:\/\/www.adl.org\/resources\/blog\/hamas-attack-draws-cheers-extremists-spurs-antisemitism-and-conspiracies-online\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">finden<\/a> sich zudem auch verschw\u00f6rungsmythische Desinformationen, wie die Behauptung, es handle sich bei dem Terrorangriff um eine False Flag Aktion Israels zur Rechtfertigung einer Eroberung des Gazastreifens.<\/p>\n<h2>Nichts daran ist neu<\/h2>\n<p>Die aktuellen Angriffe und die Solidarisierungen mit ihnen bilden einen Fokuspunkt, an dem sich besonders gut beobachten l\u00e4sst, in welchen Auspr\u00e4gungen israelbezogener Antisemitismus zutage tritt \u2013 wenig daran ist neu. Die terroristischen Angriffe, der Jubel, der ihnen entgegengebracht wird und zugleich der Hohn und das dr\u00f6hnende Schweigen f\u00fcr die Betroffenen zeigen eindr\u00fccklich, was die seit Jahren verbreiteten Rufe nach einer (globalisierten) Intifada und einem Pal\u00e4stina vom Jordan bis zum Meer bedeuten. Ebenso eindr\u00fccklich zeigen sich die Konsequenzen des akademischen wie kulturellen und aktivistischen post-kolonialen Diskurses. Antisemitischer Massenmord ist kein Akt der Befreiung und die vermeintliche Dekolonisierung meint durch die angestrebte Vernichtung des j\u00fcdischen Schutzraumes de facto Genozid.<\/p>\n<p>Wer es wissen wollte, konnte all das bereits wissen. Auch daher ist es zwar begr\u00fc\u00dfenswert, wenn Gruppen, die Organisationen wie der PFLP anh\u00e4ngen, hierzulande ihre Bet\u00e4tigung verunm\u00f6glicht wird \u2013 ausreichen kann es jedoch nicht. Wenn das in Deutschland h\u00e4ufig bem\u00fchte \u201eNie wieder\u201c mehr sein soll als die Selbstvergewisserung einer wiedergutgewordenen Nation, w\u00e4re es zu keinem Zeitpunkt angebrachter dies zu beweisen als jetzt. Die notwendige Verst\u00e4rkung der vorhandenen Polizeipr\u00e4senz vor j\u00fcdischen Einrichtungen vermag j\u00fcdisches Alltagsleben nicht nachhaltig zu sch\u00fctzen. Erforderlich ist zudem, Antisemit*innen daran zu hindern, die aktuelle Lage propagandistisch zu nutzen. Es ist notwendig, auch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/palaestinenser-demonstrationen-strafrecht-meinungsfreiheit-1.6293495\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">juristisch<\/a> st\u00e4rker gegen jene vorzugehen, die antisemitischen Terror in Form von Vergewaltigungen, Entf\u00fchrungen, Folter und Mord bejubeln und in diesem Kontext die Vernichtung des j\u00fcdischen Schutzraumes fordern. Diese Mechanismen von Strafe und Abschreckung erweisen sich zum aktuellen Zeitpunkt als unvermeidbar, sind jedoch h\u00f6chstens als Schadensbegrenzung einzuordnen. Mit Blick auf die Zukunft, kann dies unm\u00f6glich ausreichen. Die nun lautwerdenden Rufe nach Pr\u00e4ventionsarbeit sollten daher vor allem eins meinen: umfassende Bildung und Aufkl\u00e4rungsarbeit. Dabei handelt es sich nicht um einen zu externalisierenden Prozess, sondern um einen, der gesamtgesellschaftliche Mitwirkung erfordert \u2013 insbesondere auch die des Kultur- und Pressebetriebs.<\/p>\n<p>Doch an Unkenntnis und Desinformation wirken nicht nur Social Media Kan\u00e4le mit. Auch problematische Presseberichterstattung ist seit <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kommentar-israel-krieg-medien-deutschland-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">jeher<\/a> Teil einer Normalisierung antisemitischer Narrative. Diese Verk\u00fcrzungen haben in den letzten Jahren<a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2023\/44\/berichterstattung-gaza-krieg-die-verantwortung-der-presse-ist-enorm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> abgenommen<\/a>. Dennoch wurde derartige Berichterstattung auch ab dem 7. Oktober wieder verst\u00e4rkt <a href=\"https:\/\/taz.de\/Interview-mit-Antisemitismus-Expertin\/!5963701\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sichtbar<\/a>. So ist von einem <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/461022.gaza-schl%C3%A4gt-zur%C3%BCck.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">R\u00fcckschlag aus Gaza<\/a> die Rede, von <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2023-10\/angriff-auf-israel-steffi-hentschke-was-jetzt-livesendung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gewaltspiralen<\/a> und einem vermeintlich differenzierten Blick auf <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/israel-palaestina-angriffe-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201ebeide Seiten\u201c<\/a>. Vertreter*innen der Presse, zeigen sich hier ebenso unsicher wie Teile des Kulturbetriebs, ob hundertfacher antisemitischer Mord an Zivilist*innen und propagandistische Zurschaustellungen nun zu verurteilen seien oder nicht und \u00fcbernehmen ungepr\u00fcft die <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article248081430\/Gaza-Krankenhaus-News-Wie-Medien-Terrorpropaganda-zu-Fakten-machten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Propaganda islamistischer Terrororganisationen<\/a> in ihre Berichterstattung \u2013 mit weitreichenden Folgen auf den Stra\u00dfen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Hamas zur Invasion Israels, globalem Jihad und weltweiten Pogromen gegen J\u00fcdinnen*Juden <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-19-uhr\/hamas-proteste-polizeischutz-video-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aufruft<\/a> und hierzulande unter <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-todesdrohung-pro-israelische-kundgebung-organisatorin-1.6284934\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hitlergr\u00fc\u00dfen und M\u00e4rtyrerverehrung<\/a> demonstriert wird, m\u00fcssen Gedenkveranstaltungen und Sportveranstaltungen j\u00fcdischer Vereine in Deutschland abgesagt werden, da ihre Sicherheit nicht gew\u00e4hrleistet werden kann. Bereits kurz nach dem Angriff wurden H\u00e4user in denen J\u00fcdinnen*Juden leben mit Davidssternen <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/antisemitismus-davidstern-an-berliner-haustueren-diese-markierungen-erinnern-an-1933-li.2150796\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">markiert<\/a>. Diese m\u00fcssen ihr J\u00fcdischsein dieser Tage noch mehr verbergen als ohnehin. Die Besuche j\u00fcdischer Kindertagesst\u00e4tten und Schulen sowie von Synagogen sind zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>Die in diesem Beitrag aufgef\u00fchrten Beispiele, zeigen vor allem erste, geradezu reflexhafte antisemitische Reaktionen. Inzwischen hat sich die Lage weiter zugespitzt. Die Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) verzeichnen <a href=\"https:\/\/report-antisemitism.de\/documents\/2023-10-20_Sprunghafter_Anstieg_antisemitischer_Vorfaelle_in_Berlin.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sprunghafte Anstiege<\/a> antisemitischer Vorf\u00e4lle. Diese reichen von im Internet ge\u00e4u\u00dferten Vernichtungsfantasien, \u00fcber die \u00f6ffentliche Verherrlichung von Terror, Ausschreitungen auf den Stra\u00dfen sowie das Werfen von Steinen und Molotow-Cocktails auf j\u00fcdische Einrichtungen, bis hin zu physischer Gewalt gegen J\u00fcdinnen*Juden. Erste Untersuchungen des Projekts Decoding Antisemitism der TU Berlin <a href=\"https:\/\/decoding-antisemitism.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Decoding-Antisemitism_Celebrating-Terror_Antisemitism-online-after-the-Hamas-attacks-on-Israel.pdf?x89829\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zeigen<\/a> signifikante Anstiege in der Artikulation von Antisemitismus auf Social Media Portalen. Es ist absehbar, dass sich die antisemitischen Vorf\u00e4lle nach einem weiteren Vorgehen Israels gegen Terrorist*innen weiter versch\u00e4rfen werden. Inzwischen <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/forschende-uber-israel-und-palastina-kritik-an-politischer-repression-in-berlin-10709866.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">melden<\/a> sich auch <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/kultur\/unueberhoerbares-schweigen-im-kulturbetrieb\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">jene<\/a> wieder vermehrt mit Doppelstandards, Delegitimierung und D\u00e4monisierung Israels zu Wort, denen zum antisemitischen Terror bis heute nur wenig einfiel.<\/p>\n<p>Eine Gesellschaft in der mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach der Shoah immer noch, von rechten, islamistischen, b\u00fcrgerlichen und linken Milieus \u2013 mal gemeinsam, mal unabh\u00e4ngig voneinander \u2013 antisemitische Pogrome bejubelt und relativiert werden k\u00f6nnen, hat starken Nachholbedarf in der Aufkl\u00e4rung \u00fcber Antisemitismus. Genau dieser Aufkl\u00e4rung \u00fcber das irrationale Ressentiment mit den manich\u00e4ischen Weltbildern, die es produziert, muss die Anstrengung gewidmet werden, die so h\u00e4ufig vermieden wird. Dass der kategorische Imperativ, s\u00e4mtliches \u201eDenken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts \u00c4hnliches geschehe\u201c (Adorno) nichts an Aktualit\u00e4t und Notwendigkeit eingeb\u00fc\u00dft hat, dar\u00fcber kann sp\u00e4testens seit dem 7. Oktober kein Zweifel mehr bestehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zuge des von der Terrororganisation Hamas als \u201eOperation al Aqsa-Flut\u201c bezeichneten und von mehreren pal\u00e4stinensischen Terrorgruppen wie auch der Hisbollah im Libanon durchgef\u00fchrten Angriffs auf Israel wurden an einem Tag mehr J\u00fcdinnen*Juden aus antisemitischen Motiven ermordet, als an jedem anderen Tag seit der Shoah. In Reaktion auf die Angriffe und in der Folge auch auf die Reaktionen Israels, kam es vielerorts zu einer Vielzahl antisemitischer Vorf\u00e4lle \u2013 so auch in Deutschland. Der Beitrag liefert einen \u00dcberblick \u00fcber diese antisemitischen Ph\u00e4nomene in Deutschland und ihre Akteur*innen sowie \u00fcber antisemitische Kontinuit\u00e4ten. 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