{"id":12861,"date":"2023-10-02T11:45:11","date_gmt":"2023-10-02T09:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/reintegration-durch-lokale-interaktion-der-kolumbianische-friedensprozess-aus-sicht-laendlicher-gemeinschaften\/"},"modified":"2023-10-02T11:45:11","modified_gmt":"2023-10-02T09:45:11","slug":"reintegration-durch-lokale-interaktion-der-kolumbianische-friedensprozess-aus-sicht-laendlicher-gemeinschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2023\/10\/02\/reintegration-durch-lokale-interaktion-der-kolumbianische-friedensprozess-aus-sicht-laendlicher-gemeinschaften\/","title":{"rendered":"Reintegration durch lokale Interaktion: Der kolumbianische Friedensprozess aus Sicht l\u00e4ndlicher Gemeinschaften"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein zentrales Element des kolumbianischen Friedensprozesses mit der FARC-Guerilla bildet die kollektive Wiedereingliederung der ehemaligen Kombattant:innen in eigens daf\u00fcr eingerichteten \u201eterritorialen Reinkorporationsr\u00e4umen\u201c. Eine Umfrage in sieben l\u00e4ndlichen Gemeinden deutet darauf hin, dass dieser Reinkorporationsprozess zu einem erkennbaren Abbau von sozialer Distanz und Misstrauen in der lokalen Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt hat und so zur Wiederherstellung des sozialen Zusammenhalts beitr\u00e4gt. Diese Erfolge sind allerdings begrenzt und \u2013 angesichts der andauernden Gewalt in den marginalisierten Regionen Kolumbiens \u2013 teils akut gef\u00e4hrdet.<\/strong><\/p>\n<p>Die Wiederherstellung des sozialen Zusammenhalts ist eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen des Friedensaufbaus nach B\u00fcrgerkriegen. Ein zentrales Element ist die Normalisierung der Beziehungen und der Abbau von Misstrauen zwischen den ehemaligen K\u00e4mpfer:innen und der Bev\u00f6lkerung, die sie wiederaufnehmen soll. Angesichts tiefsitzender Gewalterfahrungen und durch den Krieg vertiefter gesellschaftlicher Konfliktlinien ist dies alles andere als einfach. Die allgemeine Forschung verweist jedoch darauf, dass Kontakte zwischen Gruppenmitgliedern einen wichtigen Beitrag dazu leisten k\u00f6nnen, bestehende Vorurteile zu \u00fcberwinden sowie soziale Distanz und Misstrauen abzubauen.<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>1<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Ende 2016 besiegelte ein Friedensabkommen zwischen dem kolumbianischen Staat und den <em>Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia \u2013 Ej\u00e9rcito del Pueblo<\/em> (FARC-EP) die Aufl\u00f6sung der 1964 gegr\u00fcndeten Guerilla und beendete damit offiziell den l\u00e4ngsten B\u00fcrgerkrieg Lateinamerikas. Mit Blick auf die Reintegration der bisherigen FARC-K\u00e4mpferinnen und -K\u00e4mpfer schlug das Abkommen einen ungew\u00f6hnlichen Weg ein. Ihren Kern sollte ein kollektiver, Reinkorporation genannter Prozess bilden, in dem sich Gruppen von demobilisierten FARC-Mitgliedern in \u201e\u00dcbergangszonen\u201c (<em>Zonas Veredales Transitorias de Normalizaci\u00f3n<\/em> \u2013 ZVTN) einfanden, um dort als Kollektive den \u00dcbergang in ein ziviles Leben zu gestalten. Nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens wurden mehr als 20 solcher ZVTN f\u00fcr fast 10.000 ehemalige FARC-Kombattant:innen eingerichtet. 2017 wurden die ZVTN in 24 \u201eTerritoriale R\u00e4ume f\u00fcr Ausbildung und Wiedereingliederung\u201c (<em>Espacios Territoriales de Capacitaci\u00f3n y Reincorporaci\u00f3n<\/em> \u2013 ETCR) umgewandelt, die seit August 2019 unter der Bezeichnung \u201eehemalige ETCR\u201c (<em>Antiguos<\/em> ETCR \u2013 AETCR) fortbestehen.<\/p>\n<div class=\"su-box su-box-style-default\" id=\"\" style=\"border-color:#003c27;border-radius:3px;\"><div class=\"su-box-title\" style=\"background-color:#006f5a;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px\">Die Studie<\/div><div class=\"su-box-content su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px\">Dieses Spotlight st\u00fctzt sich auf ein gemeinsames Forschungsvorhaben der Autor:innen, das vom <em>Instituto Colombo-Alem\u00e1n para la Paz<\/em> (CAPAZ, Bogot\u00e1) und der Rice University (Houston, TX) unterst\u00fctzt wurde. Eine ausf\u00fchrlichere Version ist in spanischer Sprache unter dem Titel \u201eLa reconstrucci\u00f3n del tejido social mediante la interacci\u00f3n entre comunidades y excombatientes de las FARC-EP\u201c als CAPAZ Policy Brief erschienen.<\/p>\n<p>Kostenloser Download: <a href=\"https:\/\/www.instituto-capaz.org\/nuevo-policy-brief-capaz-la-reconstruccion-del-tejido-social-mediante-la-interaccion-entre-comunidades-y-excombatientes-de-las-farc-ep\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.instituto-capaz.org\/nuevo-policy-brief-capaz-la-reconstruccion-del-tejido-social-mediante-la-interaccion-entre-comunidades-y-excombatientes-de-las-farc-ep\/<\/a><\/div><\/div>\n<p>Die ZVTN und damit auch die heutigen AETCR befinden sich in l\u00e4ndlichen Regionen des Landes, die von den Konfliktparteien im Rahmen der Friedensverhandlungen und ohne vorherige Konsultation der lokalen Bev\u00f6lkerung ausgew\u00e4hlt wurden. Die Ankunft der ehemaligen FARC-Mitglieder und ihrer Familien hatte unmittelbare Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinschaften und weckte sowohl Erwartungen als auch Bedenken.<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>2<\/sup><\/a>\u00a0Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit es im Rahmen dieses territorialen Reinkorporationsprozesses gelungen ist, das Misstrauen zwischen den lokalen Gemeinschaften und den Ex-Kombattant:innen zu verringern und so zum Wiederaufbau des sozialen Zusammenhalts in denjenigen Gebieten beizutragen, die in besonderer Weise vom bewaffneten Konflikt mit den FARC-EP betroffen waren.<\/p>\n<p>In diesem PRIF Spotlight fassen wir die wichtigsten Ergebnisse eines Forschungsprojekts zusammen, das wir im Rahmen des <em>Instituto Colombo-Alem\u00e1n para la Paz<\/em> (CAPAZ) durchgef\u00fchrt haben. Unsere Umfrage, die in sieben l\u00e4ndlichen Gemeinden mit AETCR durchgef\u00fchrt wurde, legt nahe, dass Kontakte \u2013 also das physische Zusammentreffen \u2013 zwischen den Mitgliedern der umliegenden lokalen Gemeinschaften und den ehemaligen Kombatt:innen soziale Distanz und Misstrauen verringern und dar\u00fcber hinaus zu einer gr\u00f6\u00dferen Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr den Friedensprozess f\u00fchren. Im folgenden Abschnitt stellen wir unsere Studie vor und pr\u00e4sentieren zentrale, quantitative Ergebnisse der Untersuchung. Danach illustrieren wir an einigen Beispielen aus den untersuchten Gemeinden knapp die Interaktions- und Kooperationsformen, die gem\u00e4\u00df unserer Analyse zur Reduktion von Misstrauen und sozialer Distanz beigetragen haben. Wir schlie\u00dfen mit einer Reihe von Empfehlungen.<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>3<\/sup><\/a><\/p>\n<h2><strong>Mehr Kontakte, mehr Vertrauen: Das allgemeine Muster<\/strong><\/h2>\n<p>Um herauszufinden, ob Kontakte zwischen Mitgliedern benachbarter Gemeinschaften und ehemaligen FARC-EP-Mitgliedern dazu beigetragen haben, soziale Distanz und Misstrauen in der lokalen Bev\u00f6lkerung zu verringern, haben wir zwischen Januar und Dezember 2022 Feldbesuche in sieben Munizipien mit AETCR durchgef\u00fchrt und dabei von 1.228 Personen Frageb\u00f6gen erhoben (siehe Karte).<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>4<\/sup><\/a> Diese 1.228 Frageb\u00f6gen haben wir statistisch ausgewertet, um per Regressionsanalyse zu untersuchen, ob zwischen den Variablen \u201eKontakt\u201c und \u201esoziale Distanz\u201c unter Beachtung weiterer Kontrollvariablen ein systematischer Zusammenhang besteht. Da wir uns daf\u00fcr interessieren, ob Kontakte zum Abbau sozialer Distanz f\u00fchren, wurden die beiden Variablen im Anschluss an vorliegende Studien<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>5<\/sup><\/a> so bestimmt, dass die Wahrscheinlichkeit einer umgekehrten Kausalit\u00e4t \u2013 geringe soziale Distanz f\u00fchrt zu Kontakten \u2013 m\u00f6glichst gering ist. Konkret messen wir soziale Distanz daran, was die Befragten davon halten w\u00fcrden, ehemalige FARC-Kombattant:innen als Chef oder als Ehepartner naher Verwandter zu haben.<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>6<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_8911\" aria-describedby=\"caption-attachment-8911\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8911 size-large\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Karte_v2_Druck-1024x835.jpg\" alt=\"Karte von Kolumbien, die untersuchte Gemeinden und AETCRs sowie die Anzahl der durchgef\u00fchrten Befragungen zeigt.Orte: Fonseca, AETCR Pondores (170); Manaure, AETCR Tierra Grata-San Jos\u00e9 de Oriente (206); Icononzo, AETCR La Fila (100); Planadas, AETCR El Oso (156); Mesetas, AETCR La Guajira (204); San Jos\u00e9 del Guaviare, AETCR Las Colinas (306); La Monta\u008f\u008d\u00f1ita, AECTR Agua Bonita (86)\" width=\"648\" height=\"528\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Karte_v2_Druck-1024x835.jpg 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Karte_v2_Druck-300x245.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Karte_v2_Druck-768x626.jpg 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Karte_v2_Druck-1536x1252.jpg 1536w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Karte_v2_Druck-2048x1670.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8911\" class=\"wp-caption-text\">Die untersuchten Gemeinden und AETCR. Die Angaben enthalten neben den Namen der Gemeinden und des jeweiligen AETCR in Klammern die Anzahl der durchgef\u00fchrten Befragungen\/der ausgef\u00fcllten Frageb\u00f6gen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Knapp zusammengefasst ergibt unsere Analyse einen durchg\u00e4ngigen, statistisch signifikanten und negativen Zusammenhang zwischen Kontakt und sozialer Distanz. D.h.: Diejenigen Mitglieder lokaler Gemeinschaften, die Kontakt zu Ex-Kombattant:innen hatten, stehen diesen im Durchschnitt weniger distanziert gegen\u00fcber als diejenigen Befragten, die keinerlei Kontakt hatten. Je h\u00e4ufiger die Kontakte, desto deutlicher wird der R\u00fcckgang sozialer Distanz. Zudem zeigen sich keine systematischen Unterschiede zwischen den sieben untersuchten Gemeinden. In der Summe sind dies deutliche Hinweise auf eine allgemeine und positive Wirkung der Interaktion zwischen lokaler Bev\u00f6lkerung und ehemaligen Kombattant:innen im Rahmen des kolumbianischen Friedensprozesses.<\/p>\n<p>Die vertrauensbildenden Auswirkungen des Kontakts zwischen der lokalen Bev\u00f6lkerung und den Ex-Kombattant:innen zeigen sich auch bei den Antworten auf weitere Fragen. Wie die Abbildung zeigt, ist die Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Friedens- und den Reinkorporationsprozess bei Personen mit Kontakt durchschnittlich um 14% bzw. 13% h\u00f6her als bei Personen ohne Kontakt zu ehemaligen K\u00e4mpfer:innen. Um durchschnittlich 18% h\u00f6her ist in der Gruppe mit Kontakt die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die politische Beteiligung von Ex-Kombattant:innen, um 21% h\u00f6her die Wahrscheinlichkeit, bei zuk\u00fcnftigen Wahlen f\u00fcr ein ehemaliges FARC-Mitglied zu stimmen.<\/p>\n<h2><strong>Formen der Interaktion und Kooperation<\/strong><\/h2>\n<p>Was aber verbirgt sich hinter der abstrakten Kategorie sozialer Kontakte? Unsere Forschung in den sieben Gemeinden verweist auf drei Kooperationsformen, die die lokale Bev\u00f6lkerung und die ehemaligen FARC-Kombattant:innen in Kontakt zueinander bringen: Initiativen und Institutionen zur lokalen Versorgung mit grundlegenden G\u00fctern und Dienstleistungen, Projekte, die lokale Produktions- und Weiterverarbeitungskapazit\u00e4ten st\u00e4rken, sowie Initiativen in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport.<\/p>\n<p>Erstens war die Einrichtung der heutigen AETCR mit Initiativen zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur und der Versorgung mit \u00f6ffentlichen Dienstleistungen verbunden. Im Fall von Tierra Grata (Manaure) beispielsweise werden diese Dienstleistungen von der lokalen Bev\u00f6lkerung und dem Kollektiv ehemaliger K\u00e4mpfer:innen gemeinsam verwaltet. In den AETCR wurden zudem Einrichtungen wie Superm\u00e4rkte oder Restaurants errichtet, die den umliegenden Gemeinschaften offenstehen. Im Fall von Colinas (San Jos\u00e9 del Guaviare) wurden etwa eine Ambulanz und ein Mikro-Gesundheitsposten eingerichtet, die auch den Bewohner:innen der umliegenden D\u00f6rfer zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Zweitens wurden im Rahmen des Reinkorporationsprozesses auf Produktion und Weiterverarbeitung von G\u00fctern abzielende Projekte ins Leben gerufen und finanziell unterst\u00fctzt, von denen h\u00e4ufig auch die umliegenden l\u00e4ndlichen Gemeinschaften profitieren. Im AETCR Agua Bonita (La Monta\u00f1ita) wurde dank der internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) eine Anlage gebaut, die Rohstoffe zu Zellstoff verarbeitet. In Colinas ist u.a. ein Projekt entstanden, das Rohstoffe aus der Ernte der umliegenden D\u00f6rfer weiterverarbeitet.<\/p>\n<p>Drittens arbeiten Ex-Kombattant:innen und Gemeinschaftsmitglieder regelm\u00e4\u00dfig in gemeinsamen Bildungsvorhaben zusammen. Quer durch die untersuchten AETCR erm\u00f6glichte zum Beispiel ein Projekt der Nationalen Fernuniversit\u00e4t (<em>Universidad Nacional Abierta y a Distancia<\/em>), das vom Norwegischen Fl\u00fcchtlingsrat finanziert wird, Hunderten von ehemaligen K\u00e4mpfer:innen und Mitgliedern der benachbarten Gemeinschaften den gemeinsamen Weg zu einem ersten akademischen Abschluss. Mit Blick auf kulturelle Initiativen ist das Kunst- und Kulturfestival <em>Sembrando paz<\/em> (\u201eFrieden s\u00e4en\u201c) zu nennen, das j\u00e4hrlich in La Fila (Icononzo), stattfindet \u2013 und zwar einen Tag innerhalb des AETCR und einen weiteren im Gemeindezentrum Icononzo, um so den k\u00fcnstlerischen Austausch und die Vers\u00f6hnung zwischen den Gruppen zu f\u00f6rdern. Zudem kommen Mitglieder der umliegenden D\u00f6rfer in das Gebiet des AETCR, um die dortigen Sportpl\u00e4tze zu nutzen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8912\" aria-describedby=\"caption-attachment-8912\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8912 size-large\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Abbildung-v2_Druck-1024x836.jpg\" alt=\"Abbildung zeigt Fragen und Antworten, jeweils unterschieden danach, ob die Antwort von einer Person kam, die Kontakt zu ehemaligen FARC-Kombattant:innen hatte oder nicht.W\u00fcrden Sie f\u00fcr einen Ex-Kombattanten der FARC stimmen, der sich zu den n\u00e4chsten Wahlen als Kandidat aufstellt? Mit Kontakt: 43% Ohne Kontakt: 22% Halten Sie es f\u00fcr angemessen, dass FARC-Ex-Kombattanten heute Politiker sind? Mit Kontakt: 50% Ohne Kontakt 32% Glauben Sie, dass es wichtig ist, die FARC-Ex-Kombattanten in die Gesellschaft zu reinkorporieren? Mit Kontakt: 94% Ohne Kontakt: 81% Meinen Sie, dass der Friedensprozess positive Ver\u00e4nderungen in Ihrer Gemeinde gebracht hat? Mit Kontakt: 75% Ohne Kontakt: 61%\" width=\"648\" height=\"529\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Abbildung-v2_Druck-1024x836.jpg 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Abbildung-v2_Druck-300x245.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Abbildung-v2_Druck-768x627.jpg 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Abbildung-v2_Druck-1536x1253.jpg 1536w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Abbildung-v2_Druck.jpg 1608w\" sizes=\"(max-width: 648px) 100vw, 648px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8912\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung: Wahrnehmung der Ex-K\u00e4mpfer:innen und des Friedensprozesses.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Quer durch die untersuchten AETCR gilt allerdings auch: Die Kontakte zwischen lokaler Bev\u00f6lkerung und Ex-Kombattant:innen nehmen mit zunehmender geographischer Entfernung von den AETCR ab. Insbesondere in den kleinst\u00e4dtischen Gemeindezentren haben die Einwohner:innen h\u00e4ufig wenig bis keinen Kontakt zu den ehemaligen FARC-EP-Mitgliedern \u2013 nicht zuletzt aufgrund der Abgelegenheit der AETCR und des schlechten Zustands der Stra\u00dfen. Eine Folge ist, dass insbesondere in den St\u00e4dten das Misstrauen gegen\u00fcber den Ex-Kombattant:innen andauert.<\/p>\n<h2><strong>Schlussfolgerungen<\/strong><\/h2>\n<p>Die Umsetzung des Friedensabkommens von 2016 und der Friedensprozess in Kolumbien im Allgemeinen stehen vor zahlreichen Schwierigkeiten, die wir an dieser Stelle nicht ausf\u00fchren k\u00f6nnen.<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>7<\/sup><\/a>\u00a0Unsere Studie l\u00e4sst aber den Schluss zu, dass ein Kernanliegen der Wiedereingliederung der Ex-Kombatant:innen erfolgreich zu verlaufen scheint: Ihre kollektive, territoriale Reinkorporation tr\u00e4gt zum Abbau von sozialer Distanz und Misstrauen in der lokalen Bev\u00f6lkerung bei. Dabei sind direkte Kontakte der Schl\u00fcssel zu diesem Effekt. Die Rahmenbedingungen, die Interaktion zwischen lokaler Bev\u00f6lkerung und ehemaligen FARC-K\u00e4mpfer:innen bef\u00f6rdern oder auch begrenzen, sind daher entscheidend. Dies unterstreicht die Bedeutung von Programmen, die die Menschen, die inner- und au\u00dferhalb der AETCR leben, in Kontakt bringen und ihre Zusammenarbeit f\u00f6rdern. Auf dieser Basis lassen sich drei Empfehlungen formulieren:<\/p>\n<p>Erstens sollten die Initiativen, Erfahrungen und sozialen Beziehungen, die sich im Rahmen des territorialen Reinkorporationsprozesses seit 2017 entwickelt haben, gesch\u00fctzt werden. Hier ist in erster Linie der kolumbianische Staat gefragt, der verhindern muss, dass andauernde Gewaltdynamiken und die Pr\u00e4senz bewaffneter Gruppen in den marginalisierten Regionen des Landes die Fortschritte gesellschaftlicher Reinkorporation wieder zunichtemachen. Die j\u00fcngsten Erfahrungen in Mesetas unterstreichen dies: Im M\u00e4rz 2023 mussten die Familien ehemaliger FARC-Mitglieder vor den Gewaltdrohungen einer der verbleibenden FARC-EP-Dissidentengruppen ihren AETCR verlassen. Im Mai kaufte die nationale Regierung 1.460 Hektar Land in einer anderen Gemeinde (Acac\u00edas), damit die ehemaligen K\u00e4mpfer:innen dort ihren Wiedereingliederungsprozess fortsetzen k\u00f6nnen.<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup>8<\/sup><\/a>\u00a0Allerdings beginnt damit der Prozess des Aufbaus von Beziehungen und Vertrauen zu den neuen Aufnahmegemeinschaften wieder von Null.<\/p>\n<p>Zweitens verweisen die Ergebnisse darauf, wie wichtig die vielf\u00e4ltigen Initiativen und Projekte sind, die die Kontakte und die Zusammenarbeit zwischen den lokalen Gemeinschaften und den ehemaligen K\u00e4mpfer:innen erleichtern. F\u00fcr diese Projekte ist das Engagement der lokalen Akteure selbst von grundlegender Bedeutung. Sie bed\u00fcrfen jedoch h\u00e4ufig auch der Unterst\u00fctzung von au\u00dfen, sei es durch staatliche Einrichtungen und Beh\u00f6rden, Nichtregierungsorganisationen oder die EZ. F\u00fcr zahlreiche produktive Projekte, Bildungsinitiativen und kulturelle Aktivit\u00e4ten ist es zentral, diese Unterst\u00fctzung aufrechtzuerhalten bzw. aufzubauen.<\/p>\n<p>Drittens zeigt unsere Studie, dass die Verringerung der sozialen Distanz und der Aufbau von Vertrauen bisher vor allem in den l\u00e4ndlichen Gemeinschaften in unmittelbarer N\u00e4he der AETCR stattfindet. Projekte und Initiativen \u2013 sei es der staatlichen Institutionen, sei es nicht-staatlicher Akteure und der EZ \u2013 sollten deshalb auch gezielt die st\u00e4dtischen Gemeindezentren miteinbeziehen. Hier ginge es etwa um \u00f6ffentliche Kampagnen, die der Stigmatisierung ehemaliger Guerilla-K\u00e4mpfer:innen entgegenwirken.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich bleibt das Engagement f\u00fcr die Umsetzung des Friedensabkommens von 2016 und seine Vertiefung durch Einbeziehung der nach wie vor aktiven Gewaltakteure von zentraler Bedeutung. Ohne greifbare Fortschritte auf dem Weg zu einem Frieden, der auch die marginalisierten l\u00e4ndlichen Regionen Kolumbiens umfasst, bleiben die Fortschritte bei der Wiederherstellung des sozialen Zusammenhalts, die wir in unserer Studie feststellen konnten, eng begrenzt und best\u00e4ndig gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8915 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Spotlight-10_2023_kleines_Cover.jpg\" alt=\"Cover PRIF Spotlight 10\/2023\" width=\"200\" height=\"269\" \/> Download: <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/reintegration-durch-lokale-interaktion\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Barrios Sabogal, Laura Camila \/ Lopez Alvarez, Santiago \/ Wolff, Jonas (2023): Reintegration durch lokale Interaktion. Der kolumbianische Friedensprozess aus Sicht l\u00e4ndlicher Gemeinschaften, PRIF Spotlight 10\/2023, Frankfurt\/M.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1023-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zu den Fu\u00dfnoten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein zentrales Element des kolumbianischen Friedensprozesses mit der FARC-Guerilla bildet die kollektive Wiedereingliederung der ehemaligen Kombattant:innen in eigens daf\u00fcr eingerichteten \u201eterritorialen Reinkorporationsr\u00e4umen\u201c. Eine Umfrage in sieben l\u00e4ndlichen Gemeinden deutet darauf hin, dass dieser Reinkorporationsprozess zu einem erkennbaren Abbau von sozialer Distanz und Misstrauen in der lokalen Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt hat und so zur Wiederherstellung des sozialen Zusammenhalts beitr\u00e4gt. 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