{"id":13013,"date":"2022-03-30T09:37:39","date_gmt":"2022-03-30T07:37:39","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/szenarien-eines-kriegseintritts-des-westens\/"},"modified":"2022-03-30T09:37:39","modified_gmt":"2022-03-30T07:37:39","slug":"szenarien-eines-kriegseintritts-des-westens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2022\/03\/30\/szenarien-eines-kriegseintritts-des-westens\/","title":{"rendered":"Szenarien eines Kriegseintritts des Westens"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gibt es eine Situation, in der es f\u00fcr den Westen gerechtfertigt oder sogar geboten sein k\u00f6nnte, in den Krieg zwischen Russland und der Ukraine milit\u00e4risch einzugreifen? Man muss wissen, dass dieses Eingreifen h\u00f6chstwahrscheinlich eine Ausweitung des Krieges auf ganz Europa und die Eskalation zu einem weltweiten Nuklearkrieg bedeuten w\u00fcrde. Pr\u00e4sident Putin hat deutlich gemacht, dass er vor dem Einsatz von Nuklearwaffen nicht zur\u00fcckschrecken w\u00fcrde. Seine Warnungen sind deutlich und glaubhaft.<\/strong><\/p>\n<p>Die russische Nukleardoktrin, von Putin selbst mitentwickelt, sieht einen fr\u00fchen Ersteinsatz taktischer, also kleiner Nuklearwaffen in regionalen Konflikten vor, mit dem Ziel, die Gegenseite zur Deeskalation, also zum Nachgeben zu zwingen (<em>escalate to de-escalate<\/em>). Eine weitere Eskalation ist gleichwohl nicht ausgeschlossen, vielmehr wahrscheinlich, weil das US-amerikanische Gegenst\u00fcck zur russischen Doktrin, die Nuclear Posture Review, ein Nachgeben in dieser Situation ablehnt und vorsieht, einen taktischen Nuklearwaffeneinsatz Russlands mit einem begrenzten Nuklearschlag zu vergelten. Damit ist einer weiteren nuklearen Eskalation T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet, die zuerst die wechselseitige Zerst\u00f6rung von Milit\u00e4ranlagen, dann von Bev\u00f6lkerungszentren und schlie\u00dflich der menschlichen Lebensgrundlagen bedeuten w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>Die Sorge vor Eskalation ist berechtigt<\/h2>\n<p>Die Vermutung von Experten, Putin w\u00fcrde vor einem tats\u00e4chlichen Einsatz von Nuklearwaffen zur\u00fcckschrecken, ist angesichts seines r\u00fccksichtslosen Kriegshandelns wenig glaubhaft. Vor allem wenn er den Verlust seines Herrschaftsanspruchs f\u00fcrchten muss, wird seine Bereitschaft, zur ultimativen Waffe zu greifen, steigen. Auch die Hoffnung, dass russische Gener\u00e4le die Befehle zum Einsatz von Nuklearwaffen wahrscheinlich nicht ausf\u00fchren w\u00fcrden, ist wenig begr\u00fcndet. Ihre Bereitschaft einen v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu f\u00fchren und die ukrainische Bev\u00f6lkerung mit Terror zu \u00fcberziehen, spricht ebenso dagegen wie die Tatsache, dass russische Man\u00f6ver und Kriegssimulationen regelm\u00e4\u00dfig mit einem begrenzten oder globalen Nuklearwaffeneinsatz enden.<\/p>\n<p>Aus Sorge vor dieser Eskalation hat der Westen von Anfang an klargestellt, dass er nicht in diesen Krieg eingreifen werde und die Unterst\u00fctzung der Ukraine auf Sanktionen gegen Russland, Waffenlieferungen zu Verteidigungszwecken und humanit\u00e4re Hilfe beschr\u00e4nkt. Die kurzzeitig erwogene Lieferung von Kampfflugzeugen wurde abgebrochen, nachdem Putin signalisiert hatte, er werde sie als feindseligen Akt ansehen. Auch Forderungen, der Westen solle eine humanit\u00e4re Flugverbotszone einrichten, wurden von der NATO mit dem Verweis zur\u00fcckgewiesen, dass dies als aktive Kriegsbeteiligung angesehen w\u00fcrde. Dem Westen ist deswegen wahlweise Feigheit, Zynismus und Heuchelei vorgeworfen worden. Er habe die moralische Pflicht, der Ukraine auch direkt milit\u00e4risch zu helfen. Auf eine Beistandsverpflichtung kann sich die Ukraine indes nicht berufen, weil sie kein NATO-Mitglied ist. Auch das Argument, der Westen sei ja l\u00e4ngst Kriegspartei oder werde es unweigerlich fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden, verf\u00e4ngt nicht. Denn noch halten sich beide Seiten an die wechselseitig gezogenen roten Linien: dass Russland kein NATO-Territorium angreift und die NATO nicht selbst in den Krieg eintritt. Insofern \u201efunktioniert\u201c die nukleare Abschreckung, nur dass gef\u00fchlt gegenw\u00e4rtig vor allem der Westen abgeschreckt wird, der geschundenen Ukraine zur Hilfe zu kommen.<\/p>\n<h2>Erstes Szenario: Einsatz von Chemiewaffen<\/h2>\n<p>K\u00f6nnte aber trotzdem eine Situation entstehen, in der der Westen gezwungen sein k\u00f6nnte, aktiv milit\u00e4risch einzugreifen? Wie w\u00fcrde sich die Lage etwa durch russischen Einsatz von Chemiewaffen ver\u00e4ndern? Die Frage ist nicht rein hypothetisch. Russland hat wiederholt chemische Kampfmittel gegen innenpolitische Gegner eingesetzt und ihren Einsatz durch das Assad-Regime im syrischen B\u00fcrgerkrieg unterst\u00fctzt. Die aktuelle Sorge ist, dass Russland \u201eunter falscher Flagge\u201c einen Chemiewaffenangriff durchf\u00fchren und ihn der ukrainischen Armee in die Schuhe schieben k\u00f6nnte. F\u00fcr die Feststellung von Verletzungen des Chemiewaffenverbots ist die OPCW, eine internationale Organisation in Den Haag, zust\u00e4ndig. Sie hat die technischen F\u00e4higkeiten und politischen M\u00f6glichkeiten, Normverst\u00f6\u00dfe zu untersuchen und die T\u00e4ter zu identifizieren, nicht jedoch, diese zu sanktionieren. Deshalb sind westliche Staaten, zuletzt Amerika, Gro\u00dfbritannien und Frankreich 2018 in Syrien, eigenm\u00e4chtig milit\u00e4risch gegen Staaten vorgegangen, die Chemiewaffen eingesetzt haben. Allerdings sind solche Bestrafungsma\u00dfnahmen v\u00f6lkerrechtlich umstritten und politisch problematisch, weil sie die zugegebenerma\u00dfen langwierigen Prozeduren der OPCW unterminieren. Im Falle eines russischen Chemiewaffeneinsatzes in der Ukraine w\u00fcrde zwar der Druck auf den Westen gro\u00df sein, dies zum Anlass eines Kriegseintritts oder zumindest f\u00fcr begrenzte milit\u00e4rische Vergeltungsschl\u00e4ge zu nehmen. Da beides aber eine Eskalation des Krieges \u00fcber die nukleare Schwelle hinweg nach sich ziehen k\u00f6nnte, wird die NATO wahrscheinlich mit dem Verweis auf geltende Verfahren diesem Druck widerstehen.<\/p>\n<h2>Zweites Szenario: Russischer Nuklearwaffeneinsatz<\/h2>\n<p>In einem anderen Szenario k\u00f6nnte Russland versucht sein, insbesondere wenn weiterhin milit\u00e4rische Erfolge ausbleiben und sich eine Niederlage oder ein Patt abzeichnet, Nuklearwaffen einzusetzen. Russland besitzt circa 2000 taktische Nuklearwaffen, und der Einsatz einer oder einiger weniger, w\u00fcrde das Signal senden, dass weiterer Widerstand der Ukraine zwecklos sei und die NATO ihre Unterst\u00fctzung aufgeben m\u00fcsse. Im Westen ist in den letzten Jahren viel dar\u00fcber diskutiert worden, wie die NATO auf die russische Doktrin zu eskalieren, um zu de-eskalieren, reagieren sollte. Sofern ein Nachgeben nicht infrage kommt, ist ein konventioneller Gegenschlag oder eine begrenzte nukleare Vergeltung denkbar. F\u00fcr Letzteres stehen im Rahmen der sogenannten \u201enuklearen Teilhabe\u201c etwa 150 Atombomben in f\u00fcnf NATO-Staaten \u2013 Belgien, Niederlande, Italien, T\u00fcrkei und Deutschland \u2013 zur Verf\u00fcgung, die bei ihrem Einsatz durch Kampfflugzeuge in ihr Ziel getragen werden m\u00fcssten. Allerdings beziehen sich diese Planungen nur auf Bedrohungen des NATO-Gebiets. Aber die Ukraine ist kein NATO-Mitglied und nicht Teil der erweiterten Abschreckung durch den amerikanischen Nuklearschirm. Weder zwingen Vertr\u00e4ge, noch die Glaubw\u00fcrdigkeit westlicher Abschreckungspolitik dazu, eine russische Provokation mit gleicher M\u00fcnze heimzuzahlen und dar\u00fcber einen globalen Nuklearkrieg zu riskieren. Solange kein NATO-Mitglied direkt betroffen ist, werden deshalb die USA und ihre Alliierten mit \u00e4u\u00dferster Zur\u00fcckhaltung reagieren und sich nicht zu einem Vergeltungsschlag hinrei\u00dfen lassen. Das hei\u00dft, auch ein russischer Nuklearwaffeneinsatz ist h\u00f6chstwahrscheinlich kein Anlass, dass sich der Westen direkt in den Krieg einschaltet.<\/p>\n<h2>Drittes Szenario: Zunehmende Brutalisierung des Krieges<\/h2>\n<p>Das dritte und wohl wahrscheinlichste Szenario ist die weiter zunehmende Brutalisierung des Krieges, die gezielte T\u00f6tung von Zivilisten und die systematische Ver\u00fcbung von Kriegsverbrechen durch Russland. Die Bilder und Berichte unsagbaren menschlichen Leids w\u00fcrden den Druck auf den Westen weiter erh\u00f6hen, eine humanit\u00e4re Intervention zur Abwendung gravierender Menschenrechtsverletzungen durchzuf\u00fchren. Auch in diesem Fall w\u00e4ren begrenzte, strikt humanit\u00e4re Ma\u00dfnahmen wie der Schutz humanit\u00e4rer Korridore denkbar, um eine Eskalation zu vermeiden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland solchen Hilfsaktionen tatenlos zusieht, ist allerdings gering und das Risiko gro\u00df, dass sich eine humanit\u00e4re Intervention zu einer Kriegsbeteiligung mit unabsehbaren Folgen ausweitet. Auch eine weitere Versch\u00e4rfung der humanit\u00e4ren Situation wird deshalb die NATO vermutlich nicht zu einem direkten Eingreifen bewegen.<\/p>\n<h2>Die Weigerung des Westens ist legitim<\/h2>\n<p>Ganz anders w\u00e4re die Situation hingegen dann, wenn die Ukraine kapitulieren und die russische Armee den Krieg fortsetzen w\u00fcrde, Zwangsumsiedelungen im Sinne \u201eethnischer S\u00e4uberungen\u201c vornehmen oder gar einen V\u00f6lkermord ver\u00fcben w\u00fcrde. Dann w\u00e4ren Schutzma\u00dfnahmen der internationalen Gemeinschaft gefordert, die die NATO auch gegen ein russisches Veto im UN-Sicherheitsrat und im Angesicht eines nuklearen Risikos durchsetzen m\u00fcsste, weil dann tats\u00e4chlich kein anderer Akteur die Beendigung der Gr\u00e4ueltaten erzwingen k\u00f6nnte. Solange aber die Ukraine ein eigenst\u00e4ndiger Staat ist, ist sie auch ein Akteur, der Einfluss auf und somit Verantwortung f\u00fcr das Kriegsgeschehen hat. Wladimir Putin hat gesagt, der Krieg w\u00e4re in dem Moment zu Ende, an dem die Ukraine die umstrittenen Territorien an Russland abtreten und einer Neutralit\u00e4t zustimmen w\u00fcrde. Es ist \u2013 wohlgemerkt! \u2013 nicht an uns, der Ukraine einen solchen Schritt nahezulegen. Aber wir k\u00f6nnen auch nicht die Behauptung gelten lassen, der Westen allein h\u00e4tte die M\u00f6glichkeit und die Pflicht, diesen Krieg zu beenden, wenn er nur seine Scheinheiligkeit \u00fcberwinden w\u00fcrde. So verst\u00e4ndlich und legitim der Versuch der Ukraine ist, den Westen zu einer Kriegsbeteiligung an ihrer Seite zu bewegen, so verst\u00e4ndlich und legitim ist die Weigerung westlicher Staaten, die Sicherheit ihrer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und vielleicht das \u00dcberleben der Menschheit daf\u00fcr zu opfern.<\/p>\n<p>Dieser Text ist zuerst am 23.03.2022 als Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibt es eine Situation, in der es f\u00fcr den Westen gerechtfertigt oder sogar geboten sein k\u00f6nnte, in den Krieg zwischen Russland und der Ukraine milit\u00e4risch einzugreifen? Man muss wissen, dass dieses Eingreifen h\u00f6chstwahrscheinlich eine Ausweitung des Krieges auf ganz Europa und die Eskalation zu einem weltweiten Nuklearkrieg bedeuten w\u00fcrde. Pr\u00e4sident Putin hat deutlich gemacht, dass er vor dem Einsatz von Nuklearwaffen nicht zur\u00fcckschrecken w\u00fcrde. 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