{"id":13018,"date":"2022-03-17T14:35:46","date_gmt":"2022-03-17T13:35:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/schiessen-und-verhandeln-in-vielen-konflikten-kein-gegensatz\/"},"modified":"2022-03-17T14:35:46","modified_gmt":"2022-03-17T13:35:46","slug":"schiessen-und-verhandeln-in-vielen-konflikten-kein-gegensatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2022\/03\/17\/schiessen-und-verhandeln-in-vielen-konflikten-kein-gegensatz\/","title":{"rendered":"Schie\u00dfen und verhandeln \u2013 in vielen Konflikten kein Gegensatz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schon kurz nach dem \u00dcberfall auf die Ukraine nahmen die Kriegsparteien Verhandlungen auf. Viele Kommentare kritisierten, es passe nicht zusammen, zu verhandeln und gleichzeitig zu schie\u00dfen. Ein einflussreicher <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/perspectives-on-politics\/article\/abs\/exploring-the-bargaining-model-of-war\/0CD52D9B2684E7485A97F32D648F4926\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forschungsstrang in der Politikwissenschaft widerspricht<\/a> dem. Ihm zufolge fassen viele Konfliktparteien <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/american-political-science-review\/article\/abs\/peace-war-and-the-balance-of-power\/27920E27DC26CCCEB722A4D44EB2B1F3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krieg als Teil des Verhandelns<\/a> auf. Begreift man das vor allem als erschreckende Beobachtung und weniger als zynische Politikempfehlung, dann wird verst\u00e4ndlicher, warum viele Verhandlungen erst sp\u00e4t oder nie zu einem Ende des Krieges f\u00fchren.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWer spricht, schie\u00dft nicht\u201c, lautet eine verbreitete Erwartung. In den Tagen vor dem Angriff auf die Ukraine lie\u00df Putin viele Staatsg\u00e4ste an seinem langen Tisch Platz nehmen, die ihn von einer Invasion abbringen wollten. Putin sprach und hatte offenbar doch schon vor zu schie\u00dfen. Nicht lange nach Beginn des \u00dcberfalls trafen sich Unterh\u00e4ndler beider Seiten zu ersten Verhandlungen. Sie sprachen, und zugleich wurde weitergeschossen. Es ist w\u00fcnschenswert, dass w\u00e4hrend der Gespr\u00e4che \u00fcber eine etwaige Beendigung des Krieges oder \u00fcber eine Linderung seiner Folgen die Waffen schweigen. Doch in vielen Konflikten zeigt sich kein Gegensatz von Schie\u00dfen und Verhandeln. Vielmehr erscheint den Streitparteien der <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/2669259?origin=crossref\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krieg als Fortsetzung des Aushandlungsprozesses<\/a>. Im Folgenden m\u00f6chte ich diese Sichtweise einnehmen und auf drei Fragen eingehen: Wieso verhandeln Konfliktparteien w\u00e4hrend eines Krieges? Weshalb schie\u00dfen sie oft trotz laufender Verhandlungen weiter? Woran scheitern Verhandlungen \u00fcber eine Beendigung des Krieges?<\/p>\n<p>Vorab mag es helfen, einige allgemeine Aspekte im Zusammenhang von Verhandlungen und Kriegsbeendigung zu kl\u00e4ren. Verhandlungen sind keine notwendige Bedingung f\u00fcr das Ende eines Krieges. W\u00fcrde Putin anordnen, die russischen Truppen auf die Positionen vom 23. Februar zur\u00fcckzuziehen, w\u00e4re der Krieg zumindest au\u00dferhalb des Donbass wahrscheinlich vorbei. Erkl\u00e4rt eine Seite einen Waffenstillstand und schlie\u00dft sich die andere Konfliktpartei dem an, kann ein Krieg ebenfalls ohne eigentliche Verhandlungen enden. Friedensabkommen hingegen setzen Aushandlungen voraus, und Verhandlungen am Ende mancher Kriege dienen dazu, den milit\u00e4rischen Sieg einer Seite in politische Konsequenzen zu \u00fcbersetzen.<\/p>\n<h2>Was versprechen sich Konfliktparteien von Verhandlungen bei laufenden K\u00e4mpfen?<\/h2>\n<p>Es gibt eine Reihe von Beweggr\u00fcnden, wieso Kriegsparteien Delegationen zu Verhandlungen schicken. Nicht alle gehen mit dem Ziel einher, mit gutem Willen einen Weg zu suchen, der den Krieg beendet oder eind\u00e4mmt. Oft wollen die Beteiligten nicht als diejenigen dastehen, deren Verweigerung Friedensgespr\u00e4che unm\u00f6glich macht. Wer als Blockierer erscheint, muss Konsequenzen wie Sanktionen dritter Parteien f\u00fcrchten. Da bieten sich Verhandlungen an, auch wenn man gar nicht f\u00fcr deren Erfolg arbeiten m\u00f6chte. Verhandeln l\u00e4sst sich leicht in das nach innen gerichtete Narrativ einf\u00fcgen, der Feind sei der aggressive, w\u00e4hrend die eigene Seite sich selbst, Dritte oder bestimmte Werte verteidige. Die Teilnahme an Verhandlungen hilft, ein positives Selbstbild zu zeichnen, so abstrus das nach au\u00dfen auch wirken mag. Man denke etwa an Putins Vorgabe, die in der Ukraine einfallenden Truppen als Befreier und Entnazifizierer zu bezeichnen, die in keinem Krieg k\u00e4mpfen, sondern eine milit\u00e4rische Spezialoperation durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Konfliktparteien nehmen des Weiteren an Verhandlungen teil, weil sie sich davon <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/american-political-science-review\/article\/abs\/power-to-hurt-costly-conflict-with-completely-informed-states\/A5E6ACDE2BC8BA884871B68833A07D1B\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wertvolle Informationen<\/a> zur Ausrichtung des eigenen Kurses erhoffen. Zwar geben Umfang, Art und Dauer von K\u00e4mpfen und Angriffen auf die Zivilbev\u00f6lkerung Auskunft \u00fcber die politischen Ziele und vor allem \u00fcber die Entschlossenheit und die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten des Gegners. Doch auch aus den inhaltlichen Positionierungen in Verhandlungen meinen die Konfliktparteien, auf Gr\u00f6\u00dfen wie die innere Geschlossenheit des Feindes oder dessen Inkaufnahme weiterer Kosten und Risiken schlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Dabei wissen beide Seiten, dass der Feind <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/international-organization\/article\/abs\/rationalist-explanations-for-war\/E3B716A4034C11ECF8CE8732BC2F80DD\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anreize hat zu l\u00fcgen oder bestimmte Dinge zu verschweigen oder verzerrt darzustellen<\/a>. Nicht zuletzt deshalb bleiben in vielen fr\u00fchen Verhandlungsrunden substantielle Fortschritte aus. Dennoch glauben die Konfliktparteien Wichtiges \u00fcber den Gegner lernen zu k\u00f6nnen, gerade wenn sich \u00fcber die Verhandlungsrunden hinweg inhaltliche Positionen verschieben.<\/p>\n<p>In vielen B\u00fcrgerkriegen lehnt es die Regierung lange ab, mit Rebellinnen und Rebellen zu sprechen. \u201eMit Terroristen verhandeln wir nicht\u201c, hei\u00dft es oft. Finden dann doch Verhandlungen statt, gehen sie mit einer gewissen Anerkennung einher. Die Rebellierenden gelten fortan offiziell als Konfliktpartei und die entsandten Verhandler und Verhandlerinnen als deren legitimen Vertreter und Vertreterinnen. Diese implizite Anerkennung l\u00e4sst viele Aufst\u00e4ndische ein Verhandlungsangebot annehmen, was nicht bedeutet, dass sie dann gleich Frieden schlie\u00dfen wollen. Im Ukraine-Krieg d\u00fcrfte Pr\u00e4sident Selenskyj auch daher direkte Verhandlungen zwischen ihm und Putin fordern, weil ein solches Gespr\u00e4ch eine Anerkennung seitens des Pr\u00e4sidenten Russlands signalisieren w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>Warum k\u00e4mpfen Konfliktparteien weiter, w\u00e4hrend sie \u00fcber Frieden verhandeln?<\/h2>\n<p>Allein aus der Teilnahme an Verhandlungen l\u00e4sst sich kein aufrichtiger Wille zum Frieden ableiten, erst recht nicht bei einer Seite, die erst wenige Tage zuvor die andere angegriffen hat. Das schlie\u00dft aber nicht aus, dass gerade zu sp\u00e4teren Zeitpunkten Konfliktparteien ernsthaft einen Ausweg aus dem Krieg am Verhandlungstisch suchen. <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/international-organization\/article\/abs\/rationalist-explanations-for-war\/E3B716A4034C11ECF8CE8732BC2F80DD\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Krieg birgt hohe Kosten<\/a> und Risiken, und daher sind viele Konfliktparteien offen f\u00fcr eine Pr\u00fcfung, ob sie ihre politischen Ziele nicht einfacher erreichen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Selbst ernsthaft an einem Friedensschluss interessierte Konfliktparteien setzen oftmals die K\u00e4mpfe bei laufenden Verhandlungen fort, <a href=\"https:\/\/www.cornellpress.cornell.edu\/book\/9781501732201\/the-costs-of-conversation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">um keine Schw\u00e4che zu zeigen<\/a>. Sie f\u00fcrchten, der Feind w\u00fcrde bei einem Anzeichen von Schw\u00e4che seine politischen Forderungen erh\u00f6hen oder die Gewalt intensivieren. Die Streitparteien hoffen, mit Gel\u00e4ndegewinnen die eigene Verhandlungsposition zu verbessern.<\/p>\n<p>Die Gewalt kann auch deshalb bei laufenden Verhandlungen andauern, weil die F\u00fchrungen der Konfliktparteien ihre K\u00e4mpferinnen und K\u00e4mpfer nicht vollst\u00e4ndig unter Kontrolle haben, etwa aufgrund mangelnder Loyalit\u00e4t oder fehlender Kommunikationswege. Dieses Problem stellt sich gerade in B\u00fcrgerkriegen. Vor diesem Hintergrund erkl\u00e4rt sich, warum die Forderung nach einem vollst\u00e4ndigen und stabilen Waffenstillstand kontraproduktiv wirken kann. Sie macht es Gegnern eines Friedensprozesses leicht, ihn zu sabotieren.<\/p>\n<h2>Woran scheitern Friedensverhandlungen?<\/h2>\n<p>Friedensverhandlungen k\u00f6nnen an vielen Dingen scheitern. Am Beispiel der Kriege im Zuge des Zerfalls Jugoslawiens habe ich an anderer Stelle <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/fileadmin\/HSFK\/hsfk_publikationen\/prif0320.pdf\">Hindernisse auf dem Weg zu Friedensschl\u00fcssen<\/a> diskutiert, von denen ich hier einige zusammenfasse.<\/p>\n<p>Ein Friedensabkommen kann nur wirksam werden, <a href=\"https:\/\/nyupress.org\/9780814750704\/stopping-the-killing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wenn es die Verhandlerinnen und Verhandler innerhalb der eigenen Reihen durchsetzen k\u00f6nnen<\/a> (s. den Beitrag von Zartman in diesem Band). Traut man das den Gesandten der gegnerischen Seite nicht zu, erschwert das die Suche nach einem Ausweg aus dem Krieg.<\/p>\n<p>In Verhandlungen geht es oft um Friedenspl\u00e4ne, vorgelegt von einer Konfliktpartei oder einem vermittelnden Akteur. Weicht ein Friedensplan zu sehr vom gegebenen milit\u00e4rischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis ab oder von dem, das die Konfliktparteien f\u00fcr die Zukunft erwarten, dann gibt es kaum Chancen auf Annahme des Plans. Gerade in fr\u00fchen Phasen eines Krieges sind viele Konfliktparteien \u00fcberoptimistisch, was den Ausgang des Konflikts angeht. In der Fachliteratur findet man die Ansicht, der <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/2669259?origin=crossref\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verlauf des Krieges lege Information offen<\/a>, die es den Konfliktparteien erleichtere, die eigenen, oft \u00fcberzogenen Erwartungen anzupassen und <a href=\"https:\/\/nyupress.org\/9780814750704\/stopping-the-killing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zu einer konvergenten Einsch\u00e4tzung des Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses zu kommen<\/a> (s. den Beitrag von Wagner in diesem Band). Das f\u00f6rdere die Beendigung des Krieges. Die Annahme, K\u00e4mpfe beschafften friedensf\u00f6rdernde Informationen, st\u00f6\u00dft aber auf <a href=\"https:\/\/press.princeton.edu\/books\/paperback\/9780691140605\/how-wars-end\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorbehalte<\/a>. So sind Informationen selten eindeutig, und es l\u00e4sst sich kaum nachvollziehen, wie Konfliktparteien Informationen verarbeiten.<\/p>\n<p>Wie dargelegt, k\u00e4mpfen Konfliktparteien oft trotz Verhandlungen weiter, um keine Schw\u00e4che zu zeigen. Aus einem \u00e4hnlichen Beweggrund scheuen sie sich in Verhandlungen davor zur\u00fcck, Zugest\u00e4ndnisse zu machen. Sie erwarten, Konzessionen w\u00fcrden den Gegner nur dazu ermutigen, noch mehr zu fordern. Die angegriffene Seite f\u00fcrchtet, mit eigenen Zugest\u00e4ndnissen den Aggressor zu belohnen und so zu weiterer Gewalt anzustiften. Dieses Problem erschwert viele Verhandlungen. Dass es aber nicht un\u00fcberwindbar ist, zeigen viele Kriege, die nicht bis zur totalen Ersch\u00f6pfung einer Seite fortdauern, sondern in denen Friedensabkommen der Gewalt ein vorzeitiges Ende setzen.<\/p>\n<p>Einen prominenten Platz in der Fachliteratur nimmt das sogenannte <a href=\"https:\/\/press.princeton.edu\/books\/paperback\/9780691089317\/committing-to-peace\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verpflichtungsproblem<\/a> ein. Konfliktparteien schlie\u00dfen kein Friedensabkommen oder setzen es nicht um, weil sie f\u00fcrchten, der Feind werde sich an seine Verpflichtungen aus dem Vertrag nicht halten. Folgt man selbst den Vorgaben des Friedensschlusses, der Gegner aber nicht, drohen der eigenen Seite schwere Nachteile bis hin zur vernichtenden Niederlage. Ein Verpflichtungsproblem besteht, selbst wenn beide Seiten aufrichtig nach einem Ausweg aus dem Krieg suchen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den Ukraine-Krieg wird diskutiert, inwieweit Putins Entscheidungen noch im Rahmen rationalen Handelns liegen. Das l\u00e4sst sich hier nicht beurteilen. Allerdings gehen gro\u00dfe Teile der Fachliteratur von rational kalkulierenden Akteuren aus. Dass dem eine starke Annahme zugrunde liegt, <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/international-organization\/article\/abs\/rationalist-explanations-for-war\/E3B716A4034C11ECF8CE8732BC2F80DD\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">r\u00e4umen sie selbst ein<\/a>. Verhandlungen k\u00f6nnen an Konfliktparteien scheitern, die nicht rational kalkulieren, weshalb alle in Aussicht gestellten Kosten oder Anreize ins Leere laufen. Nicht rationales Entscheiden kann schon die <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/fileadmin\/HSFK\/hsfk_publikationen\/prif1218.pdf\">Aufnahme von Friedensverhandlungen verhindern<\/a>. Wie oft Kriege aufgrund nicht rationaler Akteure fortdauern, dazu liegen keine Daten vor.<\/p>\n<h2>Was darf man von Verhandlungen erwarten?<\/h2>\n<p>Viele Menschen halten es f\u00fcr verlogen oder irrational, wenn Konfliktparteien verhandeln und gleichzeitig aufeinander schie\u00dfen. Doch wie sich zeigt, kann es im Interesse einer Streitpartei liegen, an Verhandlungen teilzunehmen, selbst wenn sie den Krieg fortsetzen m\u00f6chte. Auch k\u00f6nnen Konfliktparteien meinen, es diene der Suche nach einem Ausweg aus dem Krieg, wenn sie vor oder w\u00e4hrend Verhandlungen ihre milit\u00e4rischen Anstrengungen intensivieren. Diese Einsch\u00e4tzungen m\u00f6gen zynisch anmuten, helfen aber, die Erwartungen an Verhandlungen in laufenden Kriegen anzupassen. Hofft eine Konfliktpartei zu sehr auf den Erfolg von Verhandlungen und sieht sich dann entt\u00e4uscht, erschwert das weitere Bem\u00fchungen um ein ausgehandeltes Ende des Krieges. In diesem Sinne kann ein Scheitern heute zu einem weiteren Scheitern in der Zukunft f\u00fchren. Das alles \u00e4ndert aber nichts daran: Den Menschen in der Ukraine ist zu w\u00fcnschen, dass Verhandlungen eine schnelle und gerechte Beendigung des Krieges herbeif\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon kurz nach dem \u00dcberfall auf die Ukraine begannen die Kriegsparteien zu verhandeln. Viele Kommentare kritisierten, es passe nicht zusammen, zu verhandeln und gleichzeitig zu schie\u00dfen. Ein einflussreicher Forschungsstrang in der Politikwissenschaft widerspricht dem. Ihm zufolge fassen viele Konfliktparteien Krieg als Teil des Verhandelns auf. 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Thorsten Gromes ist Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter am PRIF im Programmbereich \u201eInnerstaatliche Konflikte\u201c. Seine Forschung konzentriert sich auf Nachb\u00fcrgerkriegsgesellschaften und sogenannte humanit\u00e4re milit\u00e4rische Interventionen. \/\/ Dr. habil Thorsten Gromes is a Project Leader and Senior Researcher at PRIF in the Research Department \u201cIntrastate Conflict\u201d. His research focuses on post-civil war societies and so-called humanitarian military interventions.\",\"sameAs\":[\"https:\/\/www.hsfk.de\/team\/mitarbeiter\/thorsten-gromes\/\"],\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/author\/tgromes\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Schie\u00dfen und verhandeln \u2013 in vielen Konflikten kein Gegensatz - PRIF BLOG","description":"Schon kurz nach dem \u00dcberfall auf die Ukraine begannen die Kriegsparteien zu verhandeln. 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