{"id":13061,"date":"2021-10-29T12:14:43","date_gmt":"2021-10-29T10:14:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/"},"modified":"2021-10-29T12:14:43","modified_gmt":"2021-10-29T10:14:43","slug":"afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/","title":{"rendered":"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban kam der Ruf nach Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes auf, st\u00e4rker denn je auch aus Bundestag und Bundesregierung. Das sich abzeichnende Profil der Evaluation und prominente Debattenbeitr\u00e4ge lassen aber bef\u00fcrchten, dass die geplanten Vorhaben weniger leisten werden als m\u00f6glich. Eine auf deutsche Aktivit\u00e4ten und Prozessoptimierung beschr\u00e4nkte Evaluation, die schon vorab einige Folgerungen als gegeben setzt und andere tabuisiert, wird nur begrenzt die politisch entscheidende Frage beantworten: Unter welchen Bedingungen und auf welche Weise soll sich Deutschland k\u00fcnftig an Interventionen beteiligen?<\/strong><\/p>\n<p>Nach den Terroranschl\u00e4gen vom 11. September 2001 zog die NATO in den Krieg gegen die Taliban-Regierung. Afghanistan sollte dem internationalen Terrorismus keine Basis mehr bieten, lautete das erkl\u00e4rte Ziel. Nach dem Sturz der Taliban kamen weitere Vorgaben hinzu. Auf ihrem Gipfel 2004 in Istanbul formulierte die NATO folgende Marschrichtung: \u201ea secure and stable Afghanistan; with a broad-based, gender-sensitive, multi-ethnic and fully representative government\u201c.<sup>1<\/sup> Auf ihrem H\u00f6hepunkt umfasste die von der NATO gef\u00fchrte International Security Assistance Force mehr als 130.000 Soldatinnen und Soldaten.<sup>2 <\/sup>Zudem engagierten sich zahlreiche staatliche und nicht-staatliche Organisationen in zivilen Programmen f\u00fcr Frieden, Wiederaufbau und humanit\u00e4re Hilfe. Als der internationale Milit\u00e4reinsatz 2021 endete, \u00fcbernahmen die Taliban schnell und nahezu kampflos die Macht. Der lange, teure und opferreiche Einsatz in Afghanistan wurde in der deutschen Diskussion gerne mit Verweisen auf Erfolge beim Aufbau von Infrastruktur und bei der Bildung und politischen Beteiligung von M\u00e4dchen und Frauen legitimiert. Mit dem Sieg der Taliban droht diesen oft zitierten Erfolgen ein schnelles Ende.<\/p>\n<p>Am 25. August 2021 debattierte der Bundestag die Evakuierungsmission der Bundeswehr am Flughafen Kabul. Dabei forderten viele Beitr\u00e4ge eine Aufarbeitung nicht nur der Ereignisse im Sommer 2021, sondern des gesamten fast zwanzigj\u00e4hrigen Einsatzes. Bundeskanzlerin Merkel mahnte Antworten auf kritische Fragen an: \u201eDenn von den Antworten wird abh\u00e4ngen, welche politischen Ziele wir uns realistischerweise f\u00fcr zuk\u00fcnftige und f\u00fcr aktuelle weitere Eins\u00e4tze im Ausland setzen d\u00fcrfen.\u201c<sup>3<\/sup> Lehren f\u00fcr laufende und k\u00fcnftige Eins\u00e4tze forderten unter anderem auch der SPD-Fraktionschef M\u00fctzenich, der FDP-Vorsitzende Lindner und die Co-Vorsitzende der Gr\u00fcnen Baerbock.<sup>4<\/sup><br \/>\nDie Aufarbeitung wurde bereits eingeleitet. Das Verteidigungsministerium (BMVg) hat Anfang Oktober mit einer Konferenz den Startschuss f\u00fcr seine Bilanzierung gegeben. Das Ausw\u00e4rtige Amt (AA) sowie die Bundesministerien f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und des Innern (BMI) haben Vergabeverfahren f\u00fcr die Evaluierungen ihrer Programme in Afghanistan begonnen. Wie die Beteiligung der vier Ministerien zeigt, steht nicht nur die Milit\u00e4rmission in Afghanistan auf dem Pr\u00fcfstand, sondern auch der sogenannte vernetzte Ansatz, der Ressorts und milit\u00e4rische sowie politisch, wirtschaftlich und sozial ausgerichtete Instrumente zusammenf\u00fchren soll.<\/p>\n<p>Das Engagement in Afghanistan wird evaluiert werden \u2013 und das ist gut so. Im Folgenden legen wir dar, was einer Evaluation im Weg steht, die das weithin geforderte Orientierungswissen f\u00fcr andere Eins\u00e4tze bereitstellen kann. Dabei beziehen wir uns auf die Anlage der anlaufenden Evaluationsvorhaben sowie auf Redebeitr\u00e4ge verantwortlicher Akteure.<\/p>\n<h2>Die Anlage der Evaluationsvorhaben<\/h2>\n<p>AA, BMZ und BMI setzen auf eine \u201eressortgemeinsame Evaluation\u201c und auf zus\u00e4tzliche \u201ehausspezifische Berichte\u201c.<sup>5<\/sup> Den Auftrag des BMZ \u00fcbernimmt das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit. Das BMI m\u00f6chte die Evaluation seiner Projekte \u201eohne Teilnahmewettbewerb vergeben\u201c.<sup>6<\/sup> Die Evaluation f\u00fcr das AA wurde ausgeschrieben. Hier liegt der Schwerpunkt auf Stabilisierung inklusive \u201eUnterst\u00fctzung einer friedlichen Konfliktl\u00f6sung, Professionalisierung der Polizei, St\u00e4rkung staatlicher und politischer Institutionen, Kleinwaffenkontrolle sowie F\u00f6rderung von Menschenrechten und der Rechte von Frauen, Kindern und Jugendlichen\u201c, humanit\u00e4rer Hilfe sowie der F\u00f6rderung von Bildung und Zivilgesellschaft. Die Evaluierung zielt darauf ab, Erkenntnisse f\u00fcr die Steuerung von Ma\u00dfnahmen zu gewinnen. Ausdr\u00fccklich gew\u00fcnscht sind dar\u00fcber hinaus Einsichten in \u00fcbergeordnete Wirkungen und Nachhaltigkeit.<sup>7<\/sup> Diese Ambitionen halten wir zwar f\u00fcr unterst\u00fctzenswert, doch angesichts der Vielzahl zu bilanzierender Bereiche und des knapp bemessenen Umfangs des Auftrags (ca. 635 Arbeitstage verteilt auf 21 Monate) f\u00fcr kaum erf\u00fcllbar. Tiefgr\u00fcndige Erkenntnisse zur Effektivit\u00e4t scheinen uns in diesem Rahmen unrealistisch. Die Ergebnisse d\u00fcrften daher auf ein anderes in der Ausschreibung genanntes Ziel hinauslaufen \u2013 auf \u201eHandlungsempfehlungen f\u00fcr eine Optimierung (\u2026) einzelner Ma\u00dfnahmen, Strukturen und Prozesse\u201c.<sup>8<\/sup> Diese Ergebnisse werden ihren Wert haben, aber kaum die Antworten liefern, die in der erw\u00e4hnten Bundestagsdebatte von der Kanzlerin und anderen gew\u00fcnscht wurden.<\/p>\n<p>Die Ministerien fordern auch einen haus\u00fcbergreifenden Evaluationsbericht, \u00fcber dessen Details die zitierte Ausschreibung wenig aussagt. Die F\u00fclle an Evaluationsgegenst\u00e4nden und die knapp bemessenen Ressourcen lassen aber daran zweifeln, dass sie das Zusammenwirken der verschiedenen Ma\u00dfnahmen abbilden k\u00f6nnen. Damit deutet sich die Gefahr einer zu sehr nach Ressorts parzellierten Evaluation an.<\/p>\n<p>Das BMVg wird bei seiner Evaluation des Milit\u00e4reinsatzes die Auswertungen der einzelnen deutschen Einsatzkontingente nutzen. Auf der erw\u00e4hnten Auftaktkonferenz gab Generalinspekteur Zorn Einblicke in diese Bilanzierungen: \u201eHierbei ging es immer darum, schnell die notwendigen milit\u00e4rischen Schlussfolgerungen zu ziehen f\u00fcr die Operationsf\u00fchrung, Ausbildung, Ausr\u00fcstung und f\u00fcr die Folgekontingente. Viele dieser Erkenntnisse finden sich daher heute in den Einsatzgrunds\u00e4tzen der Bundeswehr wieder. Die pers\u00f6nliche Ausstattung unserer Soldaten, aber auch ihre Ausbildung basieren ganz wesentlich auf den <em>lessons learnt<\/em> aus Afghanistan.\u201c<sup>9<\/sup> Es spricht f\u00fcr das Verantwortungsbewusstsein der Bundeswehr, dass sie Erfahrungen systematisch auswertet, um Ausbildung, Ausr\u00fcstung und Einsatzbedingungen ihrer Soldatinnen und Soldaten zu verbessern. Doch falls die Politik die Bilanzierung auf solche Aspekte beschr\u00e4nkt, weicht sie der Frage nach Wirkungen des milit\u00e4rischen Einsatzes auf die Lage in Afghanistan aus.<\/p>\n<p>Die Frage nach den Effekten des zivilen und milit\u00e4rischen Engagements muss beachten, dass Deutschland in Afghanistan neben einer Vielzahl anderer Intervenierender agierte, unter anderem neben dem m\u00e4chtigsten Milit\u00e4r der Welt. Auch in anderen aktuellen Eins\u00e4tzen arbeiten deutsche Milit\u00e4r- und Zivilkr\u00e4fte neben anderen. Gleiches d\u00fcrfte f\u00fcr k\u00fcnftige Missionen gelten. Ein Blick allein auf die deutschen Aktivit\u00e4ten gibt nur begrenzt Aufschluss dar\u00fcber, was zivile und milit\u00e4rische Eins\u00e4tze zu leisten verm\u00f6gen. Wir teilen daher die Ansicht der Bundeskanzlerin, dass die Aufarbeitung \u201egemeinsam mit unseren Verb\u00fcndeten (\u2026) erfolgen muss.\u201c<sup>10<\/sup> Wie sich die skizzierten Evaluationen international einbetten, halten wir f\u00fcr eine offene Frage.<\/p>\n<h2>Prominente Wortmeldungen<\/h2>\n<p>Aus den zahlreichen Aussagen zum Afghanistan-Einsatz greifen wir im Folgenden solche heraus, die unserer Ansicht nach zu problematischen Folgerungen f\u00fcr die anstehenden Evaluationen f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine erste Gefahr sehen wir darin, den Milit\u00e4reinsatz gegen ein kritisches Res\u00fcmee zu immunisieren und so Lehren f\u00fcr weitere Eins\u00e4tze zu erschweren. Bei der W\u00fcrdigung des Bundeswehreinsatzes am 13. Oktober erkl\u00e4rte Bundespr\u00e4sident Steinmeier: \u201eWir haben unser milit\u00e4risches Ziel erreicht, n\u00e4mlich diejenigen zu besiegen, die vor zwanzig Jahren aus Afghanistan heraus furchtbaren Terror \u00fcber unsere Verb\u00fcndeten gebracht haben und auch Bedrohung f\u00fcr uns waren. Aber unser weiter gestecktes Ziel, in Afghanistan stabile staatliche Strukturen aufzubauen, haben wir nicht erreicht. Der milit\u00e4rische Einsatz (\u2026) hat \u00fcber viele Jahre den Raum und die Zeit geschaffen f\u00fcr diesen politischen Transformationsprozess. Gelungen ist er uns und den Afghanen im Ergebnis nicht.\u201c<sup>11<\/sup> \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich beim gleichen Anlass Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer.<sup>12<\/sup> Diese Stellungnahmen legen nahe, den Milit\u00e4reinsatz f\u00fcr erfolgreich zu erkl\u00e4ren und das Scheitern dem zivilen Engagement und den unterst\u00fctzten afghanischen Akteuren zuzuweisen. Die Rede vom milit\u00e4rischen Erfolg schiebt auch beiseite, dass lange Zeit die Aufstandsbek\u00e4mpfung im Zentrum stand. Mit dem vorl\u00e4ufigen Sieg \u00fcber die Taliban war die Gewalt jedoch nicht beendet. Rund 176.000 Menschen sind zwischen Oktober 2001 und August 2021 in Afghanistan durch bewaffnete Gewalt ums Leben gekommen.<sup>13<\/sup> Mit Problemen der Aufstandsbek\u00e4mpfung plagen sich viele der Milit\u00e4rinterventionen weltweit. Es w\u00e4re daher ein gro\u00dfes Vers\u00e4umnis, das Scheitern der Aufstandsbek\u00e4mpfung in Afghanistan nicht aufzuarbeiten.<\/p>\n<p>Eine zweite Gefahr besteht darin, die Evaluationen als Mittel zur Legitimierung des Einsatzes zu verstehen. Laut einem Gesetzentwurf der Gro\u00dfen Koalition 2016 soll Evaluation dazu dienen, \u201eeine nachhaltige politische Unterst\u00fctzung von Eins\u00e4tzen im Bundestag zu erreichen\u201c.<sup>14<\/sup> Die bereits zitierte Rede des Generalinspekteurs weist in eine \u00e4hnliche Richtung: \u201eIch erwarte mir von der Bilanzierung auch klare Hinweise, wie wir unsere eigene Bev\u00f6lkerung besser \u00fcber derartige Eins\u00e4tze informieren k\u00f6nnen, um auch den gesellschaftlichen R\u00fcckhalt zu vergr\u00f6\u00dfern.\u201c<sup>15<\/sup> Je mehr die Evaluationen der Legitimierung dienen sollen, desto weniger werden sie ergebnisoffen erfolgen und desto weniger k\u00f6nnen sie die von der Bundeskanzlerin geforderten Antworten liefern.<\/p>\n<p>Unzureichende Ergebnisoffenheit auch unabh\u00e4ngig vom Ziel der Legitimierung, das ist eine weitere Gefahr. Es sollten nicht vorab bestimmte Schlussfolgerungen gezogen und andere ausgeschlossen werden. Bei der erw\u00e4hnten W\u00fcrdigung sprach sich Bundespr\u00e4sident Steinmeier gegen schnelle Antworten aus, zeigte sich aber sicher, dass ein R\u00fcckzug aus der deutschen Verantwortung in der Welt die falsche Lehre w\u00e4re. Zudem erkl\u00e4rte er: \u201eWir m\u00fcssen st\u00e4rker werden in unseren M\u00f6glichkeiten, auch im Milit\u00e4rischen.\u201c FDP-Chef Lindner sagte bei der Bundestagsdebatte Ende August, zu einer vorausschauenden Politik geh\u00f6re, die Grenzen des Machbaren zu erkennen.<sup>16<\/sup> K\u00f6nnen aber Evaluationen, die unter der skizzierten inhaltlichen Ma\u00dfgabe des Bundespr\u00e4sidenten stehen, die Grenzen des Machbaren markieren?<\/p>\n<h2>Die Grenzen des Machbaren erkunden<\/h2>\n<p>In den zitierten Reden des Bundespr\u00e4sidenten und der Verteidigungsministerin kommt das ehrenwerte Motiv zum Tragen, Engagement und Opfer der Soldatinnen und Soldaten, aber auch der zivilen Kr\u00e4fte zu w\u00fcrdigen. Vor dieser Folie wird schnell die Rede von einem Scheitern in Afghanistan zur\u00fcckgewiesen. Scheitern ist aber nicht notwendigerweise mit Schuld und Versagen verbunden. Man kann viele Mittel zur Verf\u00fcgung haben, vieles richtig machen und dennoch an einer Aufgabe scheitern, die gar nicht zu bew\u00e4ltigen ist. Eine Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes muss fragen, inwieweit dieser mit unl\u00f6sbaren Aufgaben konfrontiert war und ob entsprechende Aufgaben auch anderswo drohen. Ein Problem in Afghanistan bestand etwa darin, dass die Intervenierenden auf lokale politische Kr\u00e4fte angewiesen waren, die aber andere Interessen verfolgten und eigenen Handlungslogiken unterstanden. Die unterst\u00fctzten Kr\u00e4fte wussten, dass die Intervenierenden sie brauchten und sie daher deren Aufrufe zur guten Regierungsf\u00fchrung ignorieren konnten. Die lokalen Verb\u00fcndeten waren daher nicht willens und nicht f\u00e4hig, eine Politik zu betreiben, die den aufzubauenden Institutionen Legitimit\u00e4t verschafft. W\u00e4re dies anders gekommen mit einem besser ausgestatteten, umfangreicheren und l\u00e4ngeren Einsatz? Solche Fragen sind wichtig, um wie gefordert die Grenzen des Machbaren zu erkunden und auf dieser Grundlage \u00fcber Interventionen in anderen Konfliktgebieten zu entscheiden. Dazu k\u00f6nnen Evaluationen umso besser beitragen, je mehr sie Effekte ergr\u00fcnden und nicht nur die Optimierung von Prozessen anstreben. Hier springen die skizzierten Evaluationsvorhaben zu kurz. Auch der Bundestag ist gefordert, mit Blick auf Afghanistan und dar\u00fcber hinaus eine Debatte \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und Grenzen milit\u00e4rischer und ziviler Interventionen zu initiieren und selbst zu f\u00fchren. In ihrem Sondierungspapier halten SPD, Gr\u00fcne und FDP erfreulicherweise den Wunsch fest, \u201eden Gesamteinsatz [in Afghanistan] in einer Enquete mit wissenschaftlicher Expertise\u201c zu evaluieren.<sup>17<\/sup><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><strong>Auslandseins\u00e4tze evaluieren<\/strong><\/p>\n<p>Eine wirkungsorientierte Bilanzierung des Afghanistan-Einsatzes kann helfen, in Zukunft \u00fcber milit\u00e4rische Interventionen mit Blick auf Risiken des Scheiterns informierter zu entscheiden. Eine solche Bilanzierung st\u00fcnde vor erheblichen methodischen und empirischen Problemen. Wie sie dennoch Einsichten liefern kann, diskutieren wir im HSFK-Report 8\/2016: \u201eAuslandseins\u00e4tze evaluieren. Wie l\u00e4sst sich Orientierungswissen zu humanit\u00e4ren Interventionen gewinnen?\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/auslandseinsaetze-evaluieren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.hsfk.de\/auslandseinsaetze-evaluieren<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Cover-Spotlight-14_2021.jpg\" width=\"176\" height=\"253\" \/><\/strong><strong>Download (pdf): <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/afghanistan-aufarbeiten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dembinski, Matthias\/<\/a><\/strong><a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/afghanistan-aufarbeiten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Gromes, Thorsten: Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern?, PRIF Spotlight 14\/2021, Frankfurt\/M.<\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hsfk.de\/spotlight1421-lit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Zu den Fu\u00dfnoten.<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban kam der Ruf nach Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes auf, st\u00e4rker denn je auch aus Bundestag und Bundesregierung. Das sich abzeichnende Profil der Evaluation und prominente Debattenbeitr\u00e4ge lassen aber bef\u00fcrchten, dass die geplanten Vorhaben weniger leisten werden als m\u00f6glich. Eine auf deutsche Aktivit\u00e4ten und Prozessoptimierung beschr\u00e4nkte Evaluation, die schon vorab einige Folgerungen als gegeben setzt und andere tabuisiert, wird nur begrenzt die politisch entscheidende Frage beantworten: Unter welchen Bedingungen und auf welche Weise soll sich Deutschland k\u00fcnftig an Interventionen beteiligen?<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":11227,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1141,1112],"tags":[1120,1282,1151,1174,1124,1299],"coauthors":[253,262],"class_list":["post-13061","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutsch-en","category-prif-spotlight","tag-afghanistan-en","tag-evaluation-en","tag-foreign-policy","tag-german-armed-forces","tag-germany","tag-humanitarian-military-interventions"],"acf":[],"views":282,"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern? - PRIF BLOG<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban kam der Ruf nach Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes auf, st\u00e4rker denn je auch aus Bundestag und Bundesregierung. Das sich abzeichnende Profil der Evaluation und prominente Debattenbeitr\u00e4ge lassen aber bef\u00fcrchten, dass die geplanten Vorhaben weniger leisten werden als m\u00f6glich. Eine auf deutsche Aktivit\u00e4ten und Prozessoptimierung beschr\u00e4nkte Evaluation, die schon vorab einige Folgerungen als gegeben setzt und andere tabuisiert, wird nur begrenzt die politisch entscheidende Frage beantworten: Unter welchen Bedingungen und auf welche Weise soll sich Deutschland k\u00fcnftig an Interventionen beteiligen?\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern? - PRIF BLOG\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban kam der Ruf nach Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes auf, st\u00e4rker denn je auch aus Bundestag und Bundesregierung. Das sich abzeichnende Profil der Evaluation und prominente Debattenbeitr\u00e4ge lassen aber bef\u00fcrchten, dass die geplanten Vorhaben weniger leisten werden als m\u00f6glich. Eine auf deutsche Aktivit\u00e4ten und Prozessoptimierung beschr\u00e4nkte Evaluation, die schon vorab einige Folgerungen als gegeben setzt und andere tabuisiert, wird nur begrenzt die politisch entscheidende Frage beantworten: Unter welchen Bedingungen und auf welche Weise soll sich Deutschland k\u00fcnftig an Interventionen beteiligen?\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"PRIF BLOG\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/HSFK.PRIF\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-10-29T10:14:43+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"750\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"410\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Matthias Dembinski, Thorsten Gromes\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@HSFK_PRIF\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@HSFK_PRIF\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Matthias Dembinski, Thorsten Gromes\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"8 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/\"},\"author\":{\"name\":\"Matthias Dembinski\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/person\/3cebe94f5917502e29b11260d2da6c44\"},\"headline\":\"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern?\",\"datePublished\":\"2021-10-29T10:14:43+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/\"},\"wordCount\":1913,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg\",\"keywords\":[\"Afghanistan\",\"Evaluation\",\"Foreign Policy\",\"German Armed Forces\",\"Germany\",\"Humanitarian Military Interventions\"],\"articleSection\":[\"Deutsch\",\"PRIF Spotlight\"],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/\",\"name\":\"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern? - PRIF BLOG\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg\",\"datePublished\":\"2021-10-29T10:14:43+00:00\",\"description\":\"Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban kam der Ruf nach Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes auf, st\u00e4rker denn je auch aus Bundestag und Bundesregierung. Das sich abzeichnende Profil der Evaluation und prominente Debattenbeitr\u00e4ge lassen aber bef\u00fcrchten, dass die geplanten Vorhaben weniger leisten werden als m\u00f6glich. Eine auf deutsche Aktivit\u00e4ten und Prozessoptimierung beschr\u00e4nkte Evaluation, die schon vorab einige Folgerungen als gegeben setzt und andere tabuisiert, wird nur begrenzt die politisch entscheidende Frage beantworten: Unter welchen Bedingungen und auf welche Weise soll sich Deutschland k\u00fcnftig an Interventionen beteiligen?\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg\",\"width\":750,\"height\":410,\"caption\":\"Soldaten der Internationalen Sicherheitsunterst\u00fctzungstruppe (ISAF) und des deutschen Logistikunterst\u00fctzungsbataillons 172 bei einer \u00dcbung am 27. Februar 2009 au\u00dferhalb von Camp Marmal | Photo: flickr, ResoluteSupportMedia. | CC BY 2.0\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#website\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/\",\"name\":\"PRIF BLOG\",\"description\":\"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization\",\"name\":\"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/cropped-blog_rgb.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/cropped-blog_rgb.png\",\"width\":750,\"height\":226,\"caption\":\"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/HSFK.PRIF\",\"https:\/\/x.com\/HSFK_PRIF\",\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/8912786\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/person\/3cebe94f5917502e29b11260d2da6c44\",\"name\":\"Matthias Dembinski\",\"description\":\"Dr. Matthias Dembinski ist assoziierter Forscher im Programmbereich Internationale Institutionen am PRIF. Er forscht zu Fragen von Gerechtigkeit in den internationalen Beziehungen, regionalen Sicherheitsorganisationen und humanit\u00e4ren Interventionen. Sein regionaler Schwerpunkt ist Westeuropa. \/\/ Dr. Matthias Dembinski is an Associate Fellow at PRIF\u2019s Research Department International Institutions. His research interests are questions of justice in international relations, regional security organisations and humanitarian interventions. His regional focus is Western Europe.\",\"sameAs\":[\"https:\/\/www.prif.org\/ueber-uns\/person\/matthias-dembinski\"],\"url\":\"https:\/\/blog.prif.org\/en\/author\/mdembinski\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern? - PRIF BLOG","description":"Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban kam der Ruf nach Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes auf, st\u00e4rker denn je auch aus Bundestag und Bundesregierung. Das sich abzeichnende Profil der Evaluation und prominente Debattenbeitr\u00e4ge lassen aber bef\u00fcrchten, dass die geplanten Vorhaben weniger leisten werden als m\u00f6glich. Eine auf deutsche Aktivit\u00e4ten und Prozessoptimierung beschr\u00e4nkte Evaluation, die schon vorab einige Folgerungen als gegeben setzt und andere tabuisiert, wird nur begrenzt die politisch entscheidende Frage beantworten: Unter welchen Bedingungen und auf welche Weise soll sich Deutschland k\u00fcnftig an Interventionen beteiligen?","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern? - PRIF BLOG","og_description":"Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban kam der Ruf nach Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes auf, st\u00e4rker denn je auch aus Bundestag und Bundesregierung. Das sich abzeichnende Profil der Evaluation und prominente Debattenbeitr\u00e4ge lassen aber bef\u00fcrchten, dass die geplanten Vorhaben weniger leisten werden als m\u00f6glich. Eine auf deutsche Aktivit\u00e4ten und Prozessoptimierung beschr\u00e4nkte Evaluation, die schon vorab einige Folgerungen als gegeben setzt und andere tabuisiert, wird nur begrenzt die politisch entscheidende Frage beantworten: Unter welchen Bedingungen und auf welche Weise soll sich Deutschland k\u00fcnftig an Interventionen beteiligen?","og_url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/","og_site_name":"PRIF BLOG","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/HSFK.PRIF","article_published_time":"2021-10-29T10:14:43+00:00","og_image":[{"width":750,"height":410,"url":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Matthias Dembinski, Thorsten Gromes","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@HSFK_PRIF","twitter_site":"@HSFK_PRIF","twitter_misc":{"Written by":"Matthias Dembinski, Thorsten Gromes","Est. reading time":"8 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/"},"author":{"name":"Matthias Dembinski","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/person\/3cebe94f5917502e29b11260d2da6c44"},"headline":"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern?","datePublished":"2021-10-29T10:14:43+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/"},"wordCount":1913,"publisher":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg","keywords":["Afghanistan","Evaluation","Foreign Policy","German Armed Forces","Germany","Humanitarian Military Interventions"],"articleSection":["Deutsch","PRIF Spotlight"],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/","url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/","name":"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern? - PRIF BLOG","isPartOf":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg","datePublished":"2021-10-29T10:14:43+00:00","description":"Nach der Macht\u00fcbernahme der Taliban kam der Ruf nach Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes auf, st\u00e4rker denn je auch aus Bundestag und Bundesregierung. Das sich abzeichnende Profil der Evaluation und prominente Debattenbeitr\u00e4ge lassen aber bef\u00fcrchten, dass die geplanten Vorhaben weniger leisten werden als m\u00f6glich. Eine auf deutsche Aktivit\u00e4ten und Prozessoptimierung beschr\u00e4nkte Evaluation, die schon vorab einige Folgerungen als gegeben setzt und andere tabuisiert, wird nur begrenzt die politisch entscheidende Frage beantworten: Unter welchen Bedingungen und auf welche Weise soll sich Deutschland k\u00fcnftig an Interventionen beteiligen?","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#primaryimage","url":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg","contentUrl":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Blog_Spotlight_14_2021.jpg","width":750,"height":410,"caption":"Soldaten der Internationalen Sicherheitsunterst\u00fctzungstruppe (ISAF) und des deutschen Logistikunterst\u00fctzungsbataillons 172 bei einer \u00dcbung am 27. Februar 2009 au\u00dferhalb von Camp Marmal | Photo: flickr, ResoluteSupportMedia. | CC BY 2.0"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/10\/29\/afghanistan-aufarbeiten-den-einsatz-nachtraeglich-legitimieren-oder-entscheidungshilfen-fuer-die-zukunft-liefern\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Afghanistan aufarbeiten. Den Einsatz nachtr\u00e4glich legitimieren oder Entscheidungshilfen f\u00fcr die Zukunft liefern?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#website","url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/","name":"PRIF BLOG","description":"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung","publisher":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#organization","name":"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung","url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/cropped-blog_rgb.png","contentUrl":"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/cropped-blog_rgb.png","width":750,"height":226,"caption":"Peace Research Institute Frankfurt \/ Leibniz Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung"},"image":{"@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/HSFK.PRIF","https:\/\/x.com\/HSFK_PRIF","https:\/\/www.linkedin.com\/company\/8912786\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/#\/schema\/person\/3cebe94f5917502e29b11260d2da6c44","name":"Matthias Dembinski","description":"Dr. Matthias Dembinski ist assoziierter Forscher im Programmbereich Internationale Institutionen am PRIF. Er forscht zu Fragen von Gerechtigkeit in den internationalen Beziehungen, regionalen Sicherheitsorganisationen und humanit\u00e4ren Interventionen. Sein regionaler Schwerpunkt ist Westeuropa. \/\/ Dr. Matthias Dembinski is an Associate Fellow at PRIF\u2019s Research Department International Institutions. His research interests are questions of justice in international relations, regional security organisations and humanitarian interventions. His regional focus is Western Europe.","sameAs":["https:\/\/www.prif.org\/ueber-uns\/person\/matthias-dembinski"],"url":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/author\/mdembinski\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13061"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13061\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13061"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=13061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}