{"id":13091,"date":"2021-06-23T09:58:55","date_gmt":"2021-06-23T07:58:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/praevention-von-rechtsextremismus-erfahrungen-und-herausforderungen-fuer-evaluation-und-wissenschaftliche-begleitung\/"},"modified":"2021-06-23T09:58:55","modified_gmt":"2021-06-23T07:58:55","slug":"praevention-von-rechtsextremismus-erfahrungen-und-herausforderungen-fuer-evaluation-und-wissenschaftliche-begleitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/06\/23\/praevention-von-rechtsextremismus-erfahrungen-und-herausforderungen-fuer-evaluation-und-wissenschaftliche-begleitung\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4vention von Rechtsextremismus: Erfahrungen und Herausforderungen f\u00fcr Evaluation und wissenschaftliche Begleitung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rechtsextremismuspr\u00e4vention hat sich zu einem vielf\u00e4ltigen Arbeits- und Handlungsfeld entwickelt. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich teils eigene Qualit\u00e4tsstandards sowie umfassende Evaluationserfahrungen herausgebildet. Auf Grundlage einer standardisierten Befragung sowie von Hintergrundgespr\u00e4chen und Workshops im Rahmen des PrEval-Projekts fasst dieses Spotlight Erfahrungen und Herausforderungen zusammen, die von Praktiker.innen der Pr\u00e4ventionsarbeit berichtet werden. Die Bedarfe und Anforderungen der Praxis, die sich daraus ergeben, sollten bei der Konzeption von Evaluationen und Ma\u00dfnahmen zur Qualit\u00e4tssicherung ber\u00fccksichtigt werden.<\/strong><\/p>\n<p>Das Handlungsfeld der Rechtsextremismuspr\u00e4vention kann \u2013 trotz ph\u00e4nomenologischer Trends und Konjunkturen \u2013 in Deutschland auf eine langj\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcckblicken. Diese reicht im erweiterten Sinne, beispielsweise im Kontext politischer Bildung, bis in die unmittelbare Nachkriegszeit zur\u00fcck. Im engeren Sinne entwickelte sich vor allem seit den 1990er-Jahren das Arbeitsfeld zun\u00e4chst mit einem starken Bezug zur Jugendarbeit und Gewaltpr\u00e4vention. Ab den 2000er-Jahren gewannen Ans\u00e4tze zur St\u00e4rkung zivilgesellschaftlicher Gegenkr\u00e4fte sowie zur Unterst\u00fctzung von von rechter Gewalt Betroffenen an Bedeutung. Seitdem hat ein Paradigmenwechsel von einem extremismuszentrierten Verst\u00e4ndnis hin zur Fokussierung auf Abwertungen schwacher Gruppen (\u201eGruppenbezogene Menschenfeindlichkeit\u201c, GMF) stattgefunden.<\/p>\n<p>Beispielsweise haben sich Akteure wie die Mobilen Beratungen, Beratungsstellen f\u00fcr Opfer rechter Gewalt und f\u00fcr die Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit in ph\u00e4nomenspezifischen Dachorganisationen auf Bundes- oder Europaebene zusammengeschlossen und bereits seit Jahren tr\u00e4ger\u00fcbergreifende Standards f\u00fcr Aufgabenbeschreibung und Qualit\u00e4tssicherung entwickelt<sup>1<\/sup>. Auch andere zivilgesellschaftliche Tr\u00e4ger, beispielsweise solche zur St\u00e4rkung von Selbstorganisationen, haben, oft unter wissenschaftlicher Beratung, eigene Konzepte und Richtlinien zur Qualit\u00e4tssicherung erarbeitet. F\u00fcr gewinnbringende Evaluationen ist es besonders wichtig, diese Prozesse und ihre Ergebnisse anzuerkennen und die zu evaluierende Praxis im Untersuchungsprozess ma\u00dfgeblich unter Bezugnahme auf vorhandene Standards und Ziele zu verstehen. Ebenso sollten vorhandene Erfahrungen, Praktiken und ph\u00e4nomenspezifische Herausforderungen der jeweiligen Akteure bekannt sein und ber\u00fccksichtigt werden. Um den Status quo der Praxis sowie die Erfahrungen, Herausforderungen und Bedarfe der Praxis zu identifizieren, wurden im Rahmen des PrEval-Projekts Bedarfsabfragen durchgef\u00fchrt. In diesem Spotlight werden einige zentrale Befunde dazu dargestellt.<\/p>\n<h2>Datengrundlage und Selbstverortung befragter Tr\u00e4ger<\/h2>\n<p>Die Analysen basieren auf einer Onlinebefragung von hauptberuflich T\u00e4tigen aus den Feldern der Rechtsextremismuspr\u00e4vention und der Demokratief\u00f6rderung (Grafik 1)\u00b2. Im Rahmen der im Herbst 2020 durchgef\u00fchrten Befragung wurden 1.016 Personen aus der Fachpraxis angeschrieben, von denen 323 Personen den Fragebogen ausgef\u00fcllt haben (Responsequote: 31.8%). Gerahmt wurde die Befragung zus\u00e4tzlich von Hintergrundgespr\u00e4chen und Workshops mit Akteur.innen aus Pr\u00e4ventionspraxis und PrEval-Forschungsverbund. Im Mittelpunkt standen Fragen zu Evaluation und Qualit\u00e4tsstandards sowie \u00fcbergreifenden Bedarfen und Wahrnehmungen von Problemen, Heraus- und Anforderungen an die Rahmenbedingungen der Arbeit.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6079\" aria-describedby=\"caption-attachment-6079\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6079 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_1_final.png\" alt=\"Balkendiagramm\" width=\"1500\" height=\"834\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_1_final.png 1500w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_1_final-300x167.png 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_1_final-1024x569.png 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_1_final-768x427.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6079\" class=\"wp-caption-text\">Grafik 1: Onlinebefragung von hauptberuflich T\u00e4tigen aus den Feldern der Rechtsextremismuspr\u00e4vention und der Demokratief\u00f6rderung.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Mehrheit der Befragten (87%) verortet die eigene Arbeit im Schwerpunkt der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, weitere 9% sehen ihre Arbeit zumindest teilweise in diesem Schwerpunkt, nur bei 4% trifft dies nicht zu. Die Befragten verorten ihre Arbeit zu 11 % nicht im Schwerpunkt \u201eRechtsextremismus\u201c, zu 17 % teilweise und zu 72 % eher oder vollst\u00e4ndig. Das einstellungs- bzw. vorurteilsbezogene Konzept der \u201eGruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit\u201c erweist sich damit aus der Sicht der meisten befragten Praktiker.innen als besonders anschlussf\u00e4hig. Dies ist wichtig zu ber\u00fccksichtigen, um nicht andere Paradigmen, beispielsweise der Gewalt- oder Kriminalit\u00e4tspr\u00e4vention, als Ma\u00dfstab f\u00fcr die Pr\u00e4vention in diesem Feld anzulegen.<\/p>\n<h2><strong>Vielf\u00e4ltige Evaluationserfahrungen und -bedarfe<\/strong><\/h2>\n<p>Nur 6% der Befragten (n=20) geben an, dass bisher gar keine Evaluationen bei ihren Tr\u00e4gern stattgefunden h\u00e4tten. H\u00e4ufigste Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind fehlende finanzielle Mittel sowie der Umstand, dass die Tr\u00e4ger erst seit kurzer Zeit existieren. 74% der Befragten berichten \u00fcber interne Selbstevaluationen. 20% Prozent teilen mit, dass in den vergangenen f\u00fcnf Jahren keine externen Evaluationen stattgefunden h\u00e4tten. Dagegen berichten 60% von regelm\u00e4\u00dfigen oder fortlaufenden externen Evaluationen.<\/p>\n<p>Mit 68% \u00e4u\u00dfern sich die meisten Befragten zufrieden mit der Qualit\u00e4t bisheriger Evaluationen. Als besonders positiv wird bewertet, wenn es in Evaluationsprozessen gelungen ist, ein Vertrauensverh\u00e4ltnis aufzubauen, die Evaluierenden sich auf das Projekt einlassen, \u00fcber Sachkenntnis verf\u00fcgen und wenn Prozess und Auswertung konkret, partizipativ und mit offener Kommunikation gestaltet werden. Negativ werden im Hinblick auf das Ergebnis unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Arbeitsaufwand, fehlende Transparenz und mangelnde Aussagekraft f\u00fcr die konkrete Arbeit sowie g\u00e4nzlich ausbleibende R\u00fcckmeldungen der Ergebnisse an die Evaluierten bewertet. Viele Befragte w\u00fcnschen sich zudem verst\u00e4rkt qualitative Evaluationskonzepte. Im Allgemeinen sind multimethodische und jeweils auf die konkreten Projektma\u00dfnahmen abgestimmte Evaluationsmethoden empfehlenswert.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Praxis sind unterschiedliche Evaluationsformen notwendig. Die Streuung der Mehrfachantworten (siehe Grafik 2) verweist auf die Vielfalt unterschiedlicher Bedarfe und unterstreicht die Notwendigkeit jeweils auf den Einzelfall zugeschnittener Evaluationsformen. Bei summativen Evaluationen werden nach Abschluss von Ma\u00dfnahmen zusammenfassend ihre Qualit\u00e4t und Wirksamkeit \u00fcberpr\u00fcft. Im Unterschied dazu werden formative Evaluationen parallel zur Durchf\u00fchrung umgesetzt mit dem Ziel, laufende Ma\u00dfnahmen schritt-bzw. teilweise zu optimieren\u00b3.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6080\" aria-describedby=\"caption-attachment-6080\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6080 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_2_final.png\" alt=\"Balkendiagramm\" width=\"1500\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_2_final.png 1500w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_2_final-300x95.png 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_2_final-1024x324.png 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Quent_2_final-768x243.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6080\" class=\"wp-caption-text\">Grafik 2: Befragung zur Notwendigkeit unterschiedlicher Evaluationsformen.<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Spezifika im Pr\u00e4ventionsfeld Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus<\/strong><\/h2>\n<p>Sowohl im Ph\u00e4nomenbereich von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus als auch bei religi\u00f6s motivierten Extremismen spielen Antifeminismus, Antisemitismus und Verschw\u00f6rungsvorstellungen eine Rolle. Allerdings sind gruppenbezogene menschenfeindliche sowie spezifisch rechtsextreme Einstellungen in gr\u00f6\u00dferen Teilen der Bev\u00f6lkerung anzutreffen. Auch die Grenzen zur sogenannten \u201eMitte\u201c der Gesellschaft verschwimmen, beispielsweise, wenn sich die extreme Rechte Narrativen der \u201eMitte\u201c bedient und sie in radikalisierter Form umformuliert. So zeigt etwa die Leipziger Autoritarismus-Studie 2020, dass 27% der Bev\u00f6lkerung der Aussage zustimmen, dass Muslim.innen die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden sollte<sup>4<\/sup>. W\u00e4hrend die Rechtsau\u00dfenpartei \u201eAlternative f\u00fcr Deutschland\u201c (AfD) parlamentarisch fl\u00e4chendeckend vertreten ist, handelt es sich bei religi\u00f6s motivierten Extremismen weiterhin eher um Randerscheinungen. Dieser zentrale Unterschied zwischen den Ph\u00e4nomenbereichen kann sich in vielerlei Hinsicht auf die Pr\u00e4vention auswirken, sowohl hinsichtlich des Pr\u00e4ventionsansatzes und der Adressat.innen als auch bezogen auf den Legitimierungsdruck der Ma\u00dfnahmentr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Im Umgang damit und \u00fcbertragen auf die Evaluation und wissenschaftliche Begleitung von Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen fallen drei Spezifika ins Auge. Erstens geht mit der Verbreitung von gruppenbezogenen menschenfeindlichen Einstellungen und rechtsextremen politischen Formierungen ein h\u00e4ufig generalpr\u00e4ventiver Ansatz einher. Als Auftrag wird die F\u00f6rderung von demokratischer Kultur formuliert, deren Wirksamkeit in Form von Nettover\u00e4nderungen aufgrund der komplexen multiplen Einflussvariablen allerdings kaum messbar ist. Zweitens schwingt mit dieser Ausgangslage ein politisch erzeugter Legitimierungsdruck mit, da die Pr\u00e4ventionsarbeit im Feld des Rechtsextremismus \u00f6ffentlich von rechtsextremen Akteuren abgelehnt und diskreditiert wird. Die \u2013 regional unterschiedlich verteilte \u2013 gesellschaftliche Anschlussf\u00e4higkeit des Rechtsextremismus f\u00fchrt drittens zu dem Paradox, dass Aktivit\u00e4ten, die aus Sicht der extremen Rechten als besonders st\u00f6rend betrachtet werden, auch besonders stark ins Visier dieser Akteure geraten. Dadurch werden sie politisch und \u00f6ffentlich unter besonderen Rechtfertigungsdruck gesetzt. Dies kann dazu f\u00fchren, dass F\u00f6rdermittelgeber und Politik diesen Druck an (erfolgreiche) Praktiker.innen weitergeben und versucht sind, durch umfassendere Evaluation die Legitimit\u00e4t der Ma\u00dfnahmen zu \u201abelegen\u2018. Dabei ist zu bedenken, dass Rechtsextreme vermutlich jede Ma\u00dfnahme gegen Rechtsextremismus ablehnen und zumindest ihnen gegen\u00fcber eine sachliche Beweisf\u00fchrung durch Evaluationsforschung zum Scheitern verurteilt ist.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass bei den befragten Praktiker.innen kein generalisiertes Misstrauen gegen\u00fcber Evaluationen als Instrumente zur Qualit\u00e4tssteigerung besteht \u2013 im Gegenteil. Trotzdem existieren Sorgen, dass Evaluationen aus anderen Motiven durchgef\u00fchrt werden und zu erh\u00f6hter Arbeitsbelastung und Motivationsverlusten f\u00fchren k\u00f6nnen. In diesem politisierten Kontext sind daher bei der Konzipierung und Durchf\u00fchrung von Evaluationen ein praxisbezogenes Erkenntnisinteresse, Sensibilit\u00e4t und wertsch\u00e4tzende Unterst\u00fctzung besonders wichtig, um nichtintendierte Folgen zu vermeiden. Die Evaluationsforscher Treischl und Wolbring verweisen darauf, dass \u201eEvaluationen auch als \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen empfunden werden [k\u00f6nnen]. Sie signalisieren den evaluierten Personen dann Misstrauen und k\u00f6nnen Widerst\u00e4nde hervorrufen, deren negative Effekte mitunter den angestrebten Nutzen der Evaluation \u00fcberwiegen\u201c<sup>5<\/sup>. Dies gilt f\u00fcr das Feld der Rechtsextremismuspr\u00e4vention in besonderem Ma\u00dfe, da sich viele Praktiker.innen h\u00e4ufig politischen Angriffen ausgesetzt sehen und ebenso h\u00e4ufig mangelnde Unterst\u00fctzung beklagen: 41% der Befragten stimmen der Aussage zu \u201ePolitischer Druck durch rechte politische Parteien bedroht die Finanzierungs- und Realisierungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Projekte.\u201c Besonders h\u00e4ufig berichten ostdeutsche Praktiker.innen \u00fcber politischen Druck: von ihnen f\u00fchlen sich 55 % durch rechte Parteien unter Druck gesetzt, nur 22 % stimmen dem nicht zu. Zudem geben nur 28 % an, sich in ihrer Arbeit ausreichend durch die Politik unterst\u00fctzt zu f\u00fchlen.<\/p>\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\n<p>Die Bedarfserhebung unterstreicht, dass partizipative, multimethodische und passgenaue Evaluationen die Qualit\u00e4t und Wirksamkeit von Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen steigern und einen Beitrag zur Anerkennung der Praxis in einem schwierigen Arbeitsfeld leisten k\u00f6nnen. Dabei sollten interne und externe Evaluationen nicht in Konkurrenz, sondern erg\u00e4nzend zueinander verstanden werden. Evaluationsformate, die auf Wirkungsnachweise abzielen, gestalten sich aufwendig \u2013 nicht nur auf Seiten der Evaluator.innen, sondern auch f\u00fcr die zu evaluierende Praxis, die sich aufgrund von Ressourcen- und Zeitmangel sowie B\u00fcrokratie und Projektbefristungen ohnehin in einer schwierigen Situation befinden und mit vielf\u00e4ltigen Anspr\u00fcchen konfrontiert sind. Aufgrund politisch motivierter Angriffe auf Projekte und Tr\u00e4ger in diesem Feld sind wertsch\u00e4tzende Sensibilit\u00e4t und praxisnahe Begleitungsans\u00e4tze bei Prozessen der Qualit\u00e4tssicherung von besonderer Wichtigkeit.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4508 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PrEval_Logo.jpg\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"145\" \/>Das <a href=\"https:\/\/preval.hsfk.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PrEval-Projekt<\/a> besch\u00e4ftigt sich mit Evaluationsbedarfen, -kapazit\u00e4ten und -designs in der deutschen Extremismuspr\u00e4vention. In enger Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen und staatlichen Vertreter.innen der Fachpraxis werden beispielhafte, auf den jeweiligen Kontext angepasste Evaluationsdesigns entwickelt, unter anderem in den Bereichen Sekund\u00e4r- und Terti\u00e4rpr\u00e4vention sowie an der Schnittstelle zur Gewaltpr\u00e4vention. Dabei werden auch Kooperationsformate zwischen Zivilgesellschaft und Sicherheitsbeh\u00f6rden in den Blick genommen. F\u00fcr 2021 sind im Rahmen des PrEval-Projekts vertiefende Ver\u00f6ffentlichungen zu dieser Schnittstelle geplant. <a href=\"https:\/\/preval.hsfk.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr zum PrEval-Projekt.<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6066\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/PRIFspotlight_7_21_Cover-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/PRIFspotlight_7_21_Cover-211x300.jpg 211w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/PRIFspotlight_7_21_Cover.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Download (pdf): <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/praevention-von-rechtsextremismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quent, Matthias (2021): Pr\u00e4vention von Rechtsextremismus: Erfahrungen und Herausforderungen f\u00fcr Evaluation und wissenschaftliche Begleitung, PRIF Spotlight 7\/2021, Frankfurt\/M.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/anhang-zum-prif-spotlight-7\/2021\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zu den Fu\u00dfnoten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rechtsextremismuspr\u00e4vention hat sich zu einem vielf\u00e4ltigen Arbeits- und Handlungsfeld entwickelt. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich teils eigene Qualit\u00e4tsstandards sowie umfassende Evaluationserfahrungen herausgebildet. Auf Grundlage einer standardisierten Befragung sowie von Hintergrundgespr\u00e4chen und Workshops im Rahmen des PrEval-Projekts fasst dieses Spotlight Erfahrungen und Herausforderungen zusammen, die von Praktiker.innen der Pr\u00e4ventionsarbeit berichtet werden. 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