{"id":13122,"date":"2021-05-25T11:53:22","date_gmt":"2021-05-25T09:53:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/die-nato-in-afghanistan-geschichte-eines-versagens-oder-scheiterns\/"},"modified":"2021-05-25T11:53:22","modified_gmt":"2021-05-25T09:53:22","slug":"die-nato-in-afghanistan-geschichte-eines-versagens-oder-scheiterns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2021\/05\/25\/die-nato-in-afghanistan-geschichte-eines-versagens-oder-scheiterns\/","title":{"rendered":"Die NATO in Afghanistan: Geschichte eines Versagens oder Scheiterns?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Abzug der NATO aus Afghanistan hat begonnen. Trotz aller Bem\u00fchungen und bester Vors\u00e4tze der intervenierenden Staaten, trotz eines riesigen Einsatzes milit\u00e4rischer und ziviler Ressourcen, hinterl\u00e4sst die Mission nach 20 Jahren einen Scherbenhaufen. Im unwahrscheinlichen best-case Szenario f\u00fchrt der inner-afghanische Friedensprozess zu einer Einheitsregierung oder territorialen Machtteilung. Den wahrscheinlicheren Szenarien zufolge \u00fcbernehmen die Taliban nach Abzug der NATO-Truppen die Macht oder es eskaliert der B\u00fcrgerkrieg. In beiden F\u00e4llen d\u00fcrften die mageren Aufbauleistungen schnell verloren gehen. <\/strong><\/p>\n<h2><strong>Niederschmetternde Bilanz<\/strong><\/h2>\n<p>Die blanken Zahlen des zwanzig Jahre dauernden Einsatzes der NATO in Afghanistan lassen den Atem stocken. Auf dem H\u00f6hepunkt des Truppenaufbaus im Juli 2011 waren 132.457 Soldatinnen und Soldaten aus fast 40 L\u00e4ndern im Rahmen der International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan stationiert. Hinzu kamen die im Rahmen der US-gef\u00fchrten Anti-Terror Operation Enduring Freedom (OEF) eingesetzten Spezialkr\u00e4fte sowie sogenannte <em>Contractor<\/em>. Die Anzahl dieser von den jeweiligen Verteidigungsministerien eingestellten Dienstleister \u00fcberstieg phasenweise die Anzahl der Truppen und <a href=\"https:\/\/fas.org\/sgp\/crs\/natsec\/R44116.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">umfasste in der Spitze auch bis zu 25.000 Personen von privaten Sicherheitsfirmen<\/a>. Mit dem Ende von OEF 2014 und dem \u00dcbergang von ISAF zur NATO-Ausbildungsmission Operation Resolute Support im selben Jahr nahm die Anzahl der Truppen sukzessive auf 16.600 im Jahr 2019 ab.<\/p>\n<p>Bis 2020 verloren 3.584 NATO Soldaten und Soldatinnen ihr Leben. Sehr viel h\u00f6her waren mit ca. <a href=\"https:\/\/www.brookings.edu\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/FP_20200825_afganistan_index.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">59.000 Get\u00f6teten bis einschlie\u00dflich 2020<\/a> die Verluste der afghanischen Armee und Polizei. Auch die zivilen Opfer waren gewaltig. In den <a href=\"https:\/\/unama.unmissions.org\/sites\/default\/files\/executive_summary_afghanistan_protection_of_civilians_annual_report_2020_eng_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">letzten zehn Jahren wurden durchschnittlich \u00fcber 3.000<\/a> zivile Personen pro Jahr durch Kampfhandlungen get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Gewaltig waren nicht nur der milit\u00e4rische Einsatz und die Verluste. Gewaltig waren auch die zivilen Wiederaufbaumittel, das Engagement von internationalen Nichtregierungsorganisationen und anderen Hilfsorganisationen und die staatliche Entwicklungshilfe. Nach Angaben des Development Assistance Committee der OECD flossen erreichte die <a href=\"https:\/\/data.worldbank.org\/indicator\/DT.ODA.ALLD.CD?end=2019&amp;locations=AF&amp;start=1960&amp;view=chart\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwicklungshilfe 2011 einen H\u00f6chststand von 6,746 Mrd. US-Dollar<\/a>. Damit erhielt Afghanistan mit seinen 38 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern im genannten Jahr deutlich mehr Mittel als bev\u00f6lkerungsreichere L\u00e4nder wie Bangladesch oder die Demokratische Republik Kongo.<\/p>\n<h2><strong>Gescheitert ist nicht nur eine milit\u00e4rische Intervention<\/strong><\/h2>\n<p>Schon diese Zahlen weisen darauf hin, dass in Afghanistan nicht nur ein milit\u00e4rischer Einsatz scheiterte, der nach 2006 von einer Stabilisierungsmission zunehmend zu einer Counterinsurgency-Operation , also einer Mission der proaktiven Aufstandsbek\u00e4mpfung mutierte. In Afghanistan scheiterte die breiter angelegte Strategie, ein von Staatsversagen, sozialer, politischer und ethnischer Zerkl\u00fcftung, Unterentwicklung und weitgehender Rechtslosigkeit gekennzeichnetes Land wiederaufzubauen, zu modernisieren und in ein demokratisches Gemeinwesen zu transformieren. Als Ziel des ISAF-Einsatzes formulierte die NATO die <a href=\"https:\/\/www.nato.int\/cps\/en\/natohq\/official_texts_21023.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eemergence of a secure and stable Afghanistan, with a broad-based, gender-sensitive, multi-ethnic and fully representative government\u201c<\/a>. Mit dieser weitreichenden Zielsetzung folgte die NATO nicht zuletzt auch Berliner Vorstellungen. Deutschland, das sich mit bis zu <a href=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/einsaetze-bundeswehr\/abgeschlossene-einsaetze-der-bundeswehr\/afghanistan-isaf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">5.300 Soldatinnen und Soldaten an der ISAF-Mission beteiligte<\/a> hatte sich von Beginn an daf\u00fcr eingesetzt, in Afghanistan nicht nur Al Qaida und die Taliban milit\u00e4risch zu bek\u00e4mpfen, sondern die sozialen und politischen Ursachen von Gewalt und Terrorismus durch umfassende Reformen anzugehen. Den deutschen Beitrag verstand Volker Stanzel, damals Abteilungsleiter im Ausw\u00e4rtigen Amt, als \u201eExperiment f\u00fcr eine neue Form von (\u2026) nation building\u201c<sup>.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/sup> Unter Schlagworten wie \u201ewhole of government\u201c und \u201evernetzter Ansatz\u201c wollten Deutschland und die anderen beteiligten L\u00e4nder das ganze B\u00fcndel ziviler und milit\u00e4rischer Instrumente zur Krisenstabilisierung und Staatsbildung in gut koordinierter Form zum Einsatz bringen. Sicherlich gab es anfangs eine Reihe von Abstimmungsproblemen. Insgesamt aber gelang die Koordinierung der verschiedenen Instrumente.<\/p>\n<p>Gebracht hat dies alles dennoch nicht viel. Erreicht haben USA und NATO lediglich ihr milit\u00e4risches Minimalziel: zu verhindern, dass von Afghanistan aus terroristische Operationen gegen den Westen gesteuert werden. Dar\u00fcber hinaus verfehlte die Mission ihre ambitionierten Ziele. Der islamische Terrorismus erwies sich als Hydra. Die Sicherheitslage in Afghanistan blieb fragil; die Regierung verlor seit 2015 die Kontrolle \u00fcber immer gr\u00f6\u00dfere Teile des Staatsgebiets. Auch die Korruption blieb endemisch und Afghanistan verharrte im Korruptionsindex von Transparency International auf einem der letzten Pl\u00e4tze. 2005 landete das Land auf Rang 117 (bei 159 untersuchten L\u00e4ndern); <a href=\"https:\/\/www.transparency.org\/en\/cpi\/2020\/index\/af\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2020 auf Rang 165<\/a> von 180 untersuchten L\u00e4ndern. Die wirtschaftliche Entwicklung und Besch\u00e4ftigung stagnieren; die Anzahl der Menschen, die in <a href=\"https:\/\/catalog.ihsn.org\/index.php\/catalog\/8014\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">absoluter Armut leben, nahm wieder zu<\/a>. So stieg beispielsweise die Armutsrate von 38% in den Jahren 2011-12 auf 55% in den Jahren 2016-17. Lediglich das <a href=\"https:\/\/www.brookings.edu\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/FP_20200825_afganistan_index.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bildungsniveau und die Versorgung mit grundlegenden Dienstleistungen<\/a> wie Wasser und Strom entwickelten sich positiv.<\/p>\n<h2><strong>(Was) l\u00e4sst sich lernen aus Afghanistan?<\/strong><\/h2>\n<p>Wenn das zivil-milit\u00e4rische Engagement in Afghanistan erheblich war und der Einsatz dem Leitbild des vernetzten Ansatzes folgte, was bedeutet das Scheitern in Afghanistan f\u00fcr die Zukunft westlicher Konfliktinterventionen? Die offizielle Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes hat noch nicht begonnen. Es mag verst\u00e4ndlich sein, dass die NATO die aktuelle Diskussion \u00fcber ihre Zukunft und ihr neues strategisches Konzept nicht mit der Bilanzierung ihres Scheiterns belasten will. Aber auch die deutsche Regierung schiebt die Evaluation des Einsatzes auf die lange Bank. Begonnen hat die internationale Debatte dennoch, und verschiedene Akteure ringen um die Bedeutungshoheit. Die vom US-Kongress eingesetzte <a href=\"https:\/\/www.usip.org\/publications\/2021\/02\/afghanistan-study-group-final-report-pathway-peace-afghanistan\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Afghanistan Study Group behauptete noch im Februar 2021<\/a>, die Koalition der intervenierenden Staaten h\u00e4tte es mit ein bisschen mehr Durchhaltewillen schaffen k\u00f6nnen, die urspr\u00fcnglichen Ziele zumindest teilweise zu erreichen und wichtige Fortschritte in Bezug auf Menschenrechte und demokratische Institutionen zu sichern. Andere argumentieren, der NATO-Einsatz w\u00e4re erfolgreich(er) verlaufen, h\u00e4tten die USA nicht 2003 ihre Aufmerksamkeit auf den Irak verlagert, sondern fr\u00fchzeitig f\u00fcr eine hohe Truppendichte in Afghanistan gesorgt und so Sicherheit als Voraussetzung f\u00fcr den zivilen Aufbau garantiert. Wieder andere meinen, ein entschlosseneres ziviles Aufbauprogramm von Anfang an, \u00e4hnlich dem Marshall-Plan, h\u00e4tte den Taliban die Zustimmung entzogen. Und dann gibt es die <a href=\"https:\/\/www.cnas.org\/publications\/commentary\/we-got-afghanistan-wrong-but-theres-still-time-to-learn-something\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">milit\u00e4rischen Stimmen<\/a>, die argumentieren, h\u00e4tte die NATO die afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte anders ausgebildet und ausger\u00fcstet, k\u00f6nnten diese gegen die Taliban bestehen und den Krieg gewinnen.<\/p>\n<p>Kurzum: aus Sicht vieler Beobachterinnen und Beobachter stellt sich Afghanistan als Versagen dar. H\u00e4tten die USA und die NATO hier oder dort eine andere und bessere Entscheidung getroffen, w\u00e4re ISAF von Erfolg gekr\u00f6nt gewesen. Aus dieser Sicht lautet die Lehre, es bei der n\u00e4chsten Intervention besser zu machen. Wom\u00f6glich ist aber Afghanistan ganz und gar als Scheitern zu verstehen. In dieser Perspektive h\u00e4tte die NATO einiges besser machen k\u00f6nnen, am Ausgang ge\u00e4ndert h\u00e4tte dies aber nichts. Neben den bekannten Widerspr\u00fcchen von Counterinsurgency-Strategien (siehe hierzu den <a href=\"https:\/\/blog.prif.org\/2021\/05\/31\/lernen-aus-afghanistan-aufstandsbekaempfung-und-zivile-opfer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">n\u00e4chsten Beitrag von Cornelius Friesendorf in dieser Blogreihe<\/a>) h\u00e4tten inh\u00e4rente Konflikte zwischen den Zielen der Stabilisierung (mit Hilfe alter Eliten), der Modernisierung (mit dem Ziel der Entmachtung dieser Eliten), der Demokratisierung (von au\u00dfen) und der Selbstbestimmung unweigerlich in Sackgassen gef\u00fchrt. Aus dieser Sicht lautet die Lehre, in \u00e4hnlichen Konfliktlagen nicht anders, sondern gar nicht zu intervenieren.<\/p>\n<p>Daher ist eine ergebnisoffene Evaluation geboten, die die Wirkungen des eigenen Handelns zu erfassen versucht. Angesichts der Opfer und Kosten des Afghanistan-Einsatzes ist sie geradezu zwingend. Eine wirkungsorientierte Evaluation hantiert notgedrungen mit kontrafaktischen \u00dcberlegungen. Sie ist deshalb, wie die oben skizzierten Argumentationen nahelegen, \u00e4u\u00dferst schwierig. Um in diesem unsicheren Terrain zumindest ein wenig mehr Gewissheit zu erlangen, sollte eine Evaluation nicht nur auf den Einzelfall blicken, sondern andere F\u00e4lle von Interventionen heranziehen und pr\u00fcfen, ob kontrafaktische Annahmen tats\u00e4chlich Plausibilit\u00e4t beanspruchen k\u00f6nnen. Erste \u00dcberlegungen und eine Datengrundlage f\u00fcr eine solche Evaluation finden sich beispielsweise im <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/auslandseinsaetze-evaluieren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HSFK-Report von 2016<\/a> und im <a href=\"https:\/\/www.humanitarian-military-interventions.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HSFK-Datensatz zu humanit\u00e4ren milit\u00e4rischen Interventionen<\/a>.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5953 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Dataset_PRIF_HMI_klein.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Dataset_PRIF_HMI_klein.jpg 400w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Dataset_PRIF_HMI_klein-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Humanitarian Military Interventions Dataset online abrufbar: <a href=\"https:\/\/www.humanitarian-military-interventions.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.humanitarian-military-interventions.com\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5954 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/HSFK-Report-2016-Auslandseinsaetzeevaluieren-207x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/HSFK-Report-2016-Auslandseinsaetzeevaluieren-207x300.jpg 207w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/HSFK-Report-2016-Auslandseinsaetzeevaluieren.jpg 253w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/auslandseinsaetze-evaluieren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dembinski, Matthias\/Gromes, Thorsten (2016): Auslandseins\u00e4tze evaluieren. Wie l\u00e4sst sich Orientierungswissen zu humanit\u00e4ren Interventionen gewinnen?, HSFK-Report Nr. 8\/2016, Frankfurt\/M.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Volker Stenzel: Deutschlands Verteidigung am Hindukusch. Das Experiment Afghanistan, in: Claudia Gomm-Ernsting, Annett G\u00fcnther Hg.: Unterwegs in die Zukunft: Afghanistan \u2013 drei Jahre nach dem Aufbruch vom Petersberg. Grundlagen und Perspektiven deutsch-afghanischer Sicherheitskooperation. Berliner Wissenschaftsverlag 2005, 27-38 (27).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Abzug der NATO aus Afghanistan hat begonnen. Trotz aller Bem\u00fchungen und bester Vors\u00e4tze der intervenierenden Staaten, trotz eines riesigen Einsatzes milit\u00e4rischer und ziviler Ressourcen, hinterl\u00e4sst die Mission nach 20 Jahren einen Scherbenhaufen. 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