{"id":13166,"date":"2020-11-30T16:06:50","date_gmt":"2020-11-30T15:06:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/toedliche-polizeigewalt-in-den-usa-rassismus-armut-ungleichheit-gewaltkriminalitaet\/"},"modified":"2020-11-30T16:06:50","modified_gmt":"2020-11-30T15:06:50","slug":"toedliche-polizeigewalt-in-den-usa-rassismus-armut-ungleichheit-gewaltkriminalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2020\/11\/30\/toedliche-polizeigewalt-in-den-usa-rassismus-armut-ungleichheit-gewaltkriminalitaet\/","title":{"rendered":"T\u00f6dliche Polizeigewalt in den USA. Rassismus, Armut, Ungleichheit, Gewaltkriminalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ist t\u00f6dliche Polizeigewalt in den USA rassistisch gepr\u00e4gt oder verdeckt die Brille des individuellen und institutionellen Rassismus andere wichtige Bedingungsfaktoren wie das hohe Ma\u00df gesellschaftlicher Gewalt und die f\u00fcr ein Land des wohlhabenden Nordens extrem hohe Armutsrate und ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands? Ist Polizeigewalt mithin ein Spiegel gesellschaftlicher Verh\u00e4ltnisse? Dieses Spotlight zeigt, dass es keine einfachen Antworten gibt. Der gegenw\u00e4rtige Fokus auf \u201erace\u201c (\u201eRasse\u201c)<sup>1<\/sup> f\u00fchrt aber nicht nur zu verzerrenden Feindbildern, sondern steht auch einer umfassenden Bearbeitung der Gewaltdynamiken entgegen.<\/strong><\/p>\n<p>Spricht man \u00fcber Polizeigewalt, dann ist es hilfreich, einen Ma\u00dfstab zu haben. In Deutschland wurden in den letzten Jahrzehnten selten mehr, zumeist weniger als zehn Menschen pro Jahr durch Polizist*innen erschossen, in Australien waren es knapp unter f\u00fcnf. In England und Wales liegt das langj\u00e4hrige Mittel bei unter drei, in \u00d6sterreich bei ca. eins, in Finnland unter 0,5. Demgegen\u00fcber starben in den USA in den letzten Jahren ca. 1.000 Menschen pro Jahr durch polizeiliche Gewaltanwendung. Selbst wenn man Unterschiede in der Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6\u00dfe der L\u00e4nder ber\u00fccksichtigt, sind die T\u00f6tungsraten in den USA deutlich h\u00f6her als in Europa. Zwischen 25 und 30% der Opfer sind schwarz, doppelt so viele, wie es nach dem Anteil der Schwarzen an der US-amerikanischen Bev\u00f6lkerung zu erwarten w\u00e4re.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re naiv, die Rolle von individuellem und systemischem Rassismus in der Polizeiarbeit zu bestreiten, doch \u00fcbersieht das prominente Rassismus-Argument das schiere Ausma\u00df der Gewalt, die von der Polizei ausgeht und neben Schwarzen auch Latinos und Wei\u00dfe trifft. Egal ob Schwarz, Latino oder Wei\u00df, die Gewalt trifft \u00fcberproportional Arme. Ebenfalls nicht vertreten im Erkl\u00e4rungsmuster des Rassismus f\u00fcr die \u00fcberproportionalen Einsatz t\u00f6dlicher Polizeigewalt gegen Schwarze ist die subjektive Erfahrungswelt der Polizisten, die in einer im Globalen Norden einzigartig gewalthaltigen Gesellschaft ihrer Arbeit nachgehen. Diese und eine Reihe anderer Faktoren spielen zusammen in der seit Jahrzehnten durchg\u00e4ngig extrem hohen Anwendung t\u00f6dlicher Gewalt durch Polizist*innen in den USA. Nur wenn man sie im Zusammenspiel betrachtet, hat man eine Chance der Komplexit\u00e4t der Dynamiken gerecht zu werden. Das wiederum ist Voraussetzung daf\u00fcr, ad\u00e4quate Strategien des Umgangs mit und Wege aus der Gewalt zu finden.<\/p>\n<h2>T\u00f6dliche Polizeigewalt als Spiegel einer gewalthaltigen Gesellschaft<\/h2>\n<p>Polizist*innen sind Menschen. Als solche haben sie Angst, und zwar in Relation zu der pers\u00f6nlichen Bedrohung, die sie aus ihrem beruflichen Umfeld wahrnehmen. Diese wird von vielen Faktoren bestimmt. Dazu z\u00e4hlen pers\u00f6nliche Vorurteile, aber auch empirisch untermauerte Daten zur Kriminalit\u00e4tsbelastung einzelner Stadtviertel und zur Gewaltkriminalit\u00e4t. Das lokal von Polizist*innen geteilte Wissen zu tendenziell mehr oder weniger aggressiver Klientel spielt ebenfalls eine Rolle. Zum kritischen Blick auf Polizeigewalt in den USA geh\u00f6rt es zu ber\u00fccksichtigen, dass in den USA jedes Jahr ca. 15.000 bis 17.000 Menschen ermordet werden. Dem stehen in England und Wales im langj\u00e4hrigen Mittel ebenso wie in Deutschland gerade einmal gut 600 intentionale T\u00f6tungsdelikte gegen\u00fcber. In \u00d6sterreich schwankt die Zahl zwischen 40 und 80. Abbildung 1<sup>2<\/sup> zeigt, dass generell niedrige gesellschaftliche Gewalt mit niedriger Polizeigewalt und hohe mit hoher einhergeht. Genau das ist zu erwarten, wenn man davon ausgeht, dass die Polizei in Hochgewaltl\u00e4ndern weitaus h\u00e4ufiger mit schwer bewaffneten Verd\u00e4chtigen konfrontiert ist als in Niedriggewaltl\u00e4ndern.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5287 aligncenter\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik1-300x167.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik1-300x167.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik1-1024x570.jpg 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik1-768x428.jpg 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik1-1536x855.jpg 1536w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik1.jpg 1959w\" sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/p>\n<p>Neben der Gewaltkriminalit\u00e4t gibt es einen weitaus konkreteren Indikator f\u00fcr die Bedrohung, der Polizist*innen in ihrer T\u00e4tigkeit ausgesetzt sein k\u00f6nnen: die Zahl der Polizist*innen, die in Aus\u00fcbung ihres Berufes eines gewaltsamen Todes sterben. Hier sind die Unterschiede einmal mehr dramatisch. In allen F\u00e4llen mit Ausnahme der USA lag das langj\u00e4hrige Mittel unter eins. In den USA wurden demgegen\u00fcber im letzten Jahrzehnt j\u00e4hrlich 51 Polizist*innen im Dienst get\u00f6tet.<sup>3<\/sup><\/p>\n<p>Diese Beispiele zeigen, dass t\u00f6dliche Polizeigewalt generell durchaus als Spiegel der allgemeinen gesellschaftlichen Gewaltverh\u00e4ltnisse sowie der direkt gegen die Polizei gerichteten Gewalt interpretiert werden kann. Diese grobe Faustregel gilt nicht nur im internationalen Vergleich,<sup>4<\/sup> sondern auch innerhalb von Staaten bis hinunter auf die Ebene von Stadtteilen und einzelnen Stra\u00dfen.<sup>5<\/sup> Freilich erkl\u00e4rt es in keiner Weise, warum Schwarze \u00fcberproportional Opfer werden.<\/p>\n<h2>T\u00f6dliche Polizeigewalt: rassistisch motiviert?<\/h2>\n<p>Vielfach wiederholt worden ist die Tatsache, dass in den USA Schwarze weitaus h\u00e4ufiger von der Polizei erschossen<sup>6<\/sup> werden als es nach ihrem Anteil an der Bev\u00f6lkerung erwartbar w\u00e4re. In einer Reihe von St\u00e4dten liegt die T\u00f6tungsrate von Schwarzen durch die Polizei, gemessen an der Gesamtheit der schwarzen Bev\u00f6lkerung, sogar h\u00f6her als die nationale Rate f\u00fcr T\u00f6tungsdelikte.<sup>7<\/sup> Daraus abzuleiten, dass die Ursache dieser \u00fcberschie\u00dfenden Gewalt nur oder vor allem im individuellen Rassismus von Polizist*innen zu suchen sei, ist jedoch voreilig.<\/p>\n<p>F\u00fcr US-amerikanische Polizist*innen ist es eine einfache Wahrheit: Schwarze sind sowohl die h\u00e4ufigsten T\u00e4ter als auch Opfer von t\u00f6dlicher Gewaltkriminalit\u00e4t. W\u00e4hrend Schwarze ca. 13% der Bev\u00f6lkerung ausmachen, stellen sie ca. 50% der Opfer von T\u00f6tungsdelikten. Sie stellen aber auch ca. 50% der T\u00e4ter*innen t\u00f6dlicher Gewalt und \u00fcber 50% der Verhafteten (f\u00fcr Details hierzu und den nachfolgenden Aussagen siehe: Endnote 8)<sup>8<\/sup>.<\/p>\n<p>Die Sicht amerikanischer Polizist*innen ist auch dadurch gepr\u00e4gt, dass Polizist*innen \u00fcberproportional h\u00e4ufig von Schwarzen get\u00f6tet werden. Zwischen 2008 und 2019 wurden 38% der T\u00f6tungsdelikte an Polizist*innen von Schwarzen ver\u00fcbt.<sup>9<\/sup> Das sind mehr als doppelt so viele, wie nach deren Bev\u00f6lkerungsanteil zu erwarten w\u00e4re (f\u00fcr Details siehe Endnote 5). Eine \u00e4ltere Studie, die Daten zu \u00fcber 20 Jahren analysiert, kommt zu dem Schluss, dass Schwarze zwischen 1976 und 1998 mit 42% unter den Opfern t\u00f6dlicher Polizeigewalt deutlich \u00fcberrepr\u00e4sentiert waren. Allerdings wurden im selben Zeitraum auch 43% aller get\u00f6teten Polizist*innen von Schwarzen get\u00f6tet. Die gleiche Studie zeigt, dass schwarze Polizist*innen gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtzahl der Polizeikr\u00e4fte in diesen mehr als 20 Jahren tendenziell h\u00e4ufiger t\u00f6dliche Gewalt angewendet haben als wei\u00dfe Polizist*innen; ein rassistischer Bias von wei\u00dfen oder schwarzen Polizeikr\u00e4ften war nicht nachweisbar.<sup>10<\/sup><\/p>\n<p>Eine detaillierte Studie zu 370 polizeilichen Schusswaffeneins\u00e4tzen in Philadel\u00adphia wiederum zeigt, dass schwarze und insbesondere Polizist*innen mit lateinamerikanischem Migrationshintergrund bei unbewaffneten schwarzen Verd\u00e4chtigen deutlich h\u00e4ufiger aufgrund einer fehlgeleiteten Bedrohungswahrnehmung (threat perception failure) Schusswaffen eingesetzt haben als wei\u00dfe, obgleich die These des individuellen Rassismus ein gegenteiliges Ergebnis nahelegen w\u00fcrde.<sup>11<\/sup> 2019 zeigte eine Studie, dass Schwarze, insbesondere schwarze junge M\u00e4nner, das mit Abstand h\u00f6chste Risiko trugen von der Polizei erschossen zu werden. Im gleichen Jahr findet sich in der gleichen Zeitschrift ein zwischenzeitlich aus politischen Gr\u00fcnden zur\u00fcckgezogener Beitrag der argumentiert, dass die Hautfarbe von Polizist*innen in keinem Bezug zur Hautfarbe der Opfer t\u00f6dlicher Polizeigewalt steht.<sup>12<\/sup> Verkompliziert wird die Analyse dadurch, dass sich die pro Kopf h\u00f6chsten T\u00f6tungsraten in Staaten mit sehr geringem Anteil an Schwarzen finden. New Mexico, Alaska, Oklahoma Arizona und Colorado f\u00fchren die Liste an mit mehr als 6 T\u00f6tungen pro Jahr und Millionen Einwohner (2015\u20132019, Washington Post Datensatz).<sup>13<\/sup><\/p>\n<p>Diese Zahlen sprechen nicht dagegen, dass es individuellen oder institutionellen Rassismus in der amerikanischen Polizei gibt. Sie sprechen aber auch nicht daf\u00fcr, dass die beobachtbaren Unterschiede im Gewaltverhalten von Wei\u00dfen und Schwarzen etwas mit Hautfarbe zu tun haben und ebenso wenig daf\u00fcr, dass Polizist*innen aus rassistischen Motiven t\u00f6ten. Festzuhalten ist, dass die Wissenschaft trotz mehrerer Jahrzehnte Forschung zum Zusammenhang zwischen Rassismus und Polizeigewalt in den USA zu keinen eindeutigen Ergebnissen gekommen ist.<sup>14<\/sup> Trotz hunderter von Studien bleibt der Zusammenhang unklar. Klar ist, dass Schwarze im Vergleich zu ihrem Anteil an der Bev\u00f6lkerung \u00fcberproportional h\u00e4ufig Opfer von Polizeigewalt werden. Demnach gilt es zu fragen, inwieweit das Gros der gegen Schwarze gerichteten Polizeigewalt durch andere Variablen als Rassismus erkl\u00e4rbar ist.<\/p>\n<h2>T\u00f6dliche Polizeigewalt als Gewalt gegen Arme<\/h2>\n<p>Der isolierte Blick auf die Hautfarbe verdeckt die Bedeutung von Armut, Ungleichheit und Klasse, und zwar sowohl im Hinblick auf (Gewalt-)Kriminalit\u00e4t wie auf Polizeigewalt. Welche Rolle Armut und andere Formen von Benachteiligungen f\u00fcr Polizeigewalt spielen, z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten Forschungsfragen in der Polizeiforschung. Trotz vieler Widerspr\u00fcche im Detail erbrachte sie insgesamt vergleichsweise eindeutige Ergebnisse. Verk\u00fcrzt gesprochen weisen sozio-\u00f6konomisch benachteiligte Stadtviertel eine h\u00f6here allgemeine Kriminalit\u00e4tsrate wie auch eine h\u00f6here Rate von Gewaltverbrechen auf. Dem korrespondieren in der Regel eine andere Art polizeilichen Vorgehens und eine deutlich h\u00f6here Rate polizeilicher Gewaltanwendung bis hin zur t\u00f6dlichen Gewalt.<sup>15<\/sup> F\u00fcr die USA zentral ist, dass Armut und Hautfarbe ein gro\u00dfes Ma\u00df an Deckung haben. Arme \u2013 und das sind in den USA oft Schwarze (siehe Abbildung 2) \u2013 sind in bestimmten Stadtvierteln deutlich \u00fcberrepr\u00e4sentiert. So entsteht eine fatale Gleichsetzung: arm = schwarz = kriminell\/gef\u00e4hrlich.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5288 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik2-300x188.jpg\" alt=\"\" width=\"444\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik2-300x188.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik2-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik2-768x480.jpg 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Grafik2.jpg 1419w\" sizes=\"(max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><\/p>\n<p>Direkte Angaben \u00fcber den sozio-\u00f6konomischen Status von Opfern von Polizeigewalt gibt es nicht. Feldman (2020) zeigt in einer aktuellen Studie, dass die Wahrscheinlichkeit von der Polizei get\u00f6tet zu werden ungeachtet der Hautfarbe mit der Armut des Zensusgebiets w\u00e4chst. In den jeweils \u00e4rmsten Zensus-Gebieten wohnen aber 37% der Schwarzen, jedoch nur 10% der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung, was einen betr\u00e4chtlichen Teil der Unterschiede erkl\u00e4ren kann.<sup>16<\/sup> Auff\u00e4llig ist auch, dass die prozentuale Verteilung von Schwarzen und Wei\u00dfen bei den T\u00f6tungen durch die Polizei (26% und 50% nach dem Washington Post Datensatz f\u00fcr die Jahre 2015\u20132019) nicht un\u00e4hnlich ist zu deren Anteil an der Bev\u00f6lkerung, die unterhalb der Armutsquote leben (2019: 24% schwarz und 41% wei\u00df). Insbesondere die Mitglieder von sozial und \u00f6konomisch mehrfach benachteiligten Gruppen sind von Polizeigewalt betroffen \u2013 von einfachen Zwangsma\u00dfnahmen bis hin zur t\u00f6dlichen Gewalt.<sup>17<\/sup> T\u00f6dliche Polizeigewalt ist, ungeachtet der Hautfarbe der Opfer, \u201eam weitesten verbreitet in Nachbarschaften konzentrierter Deprivation und vermindert sich in Nachbarschaften konzentrierter Privilegien.\u201c<sup>18<\/sup><\/p>\n<p>Diese empirischen Ergebnisse st\u00fctzen das Argument, wonach Polizeigewalt prim\u00e4r ein Mittel der sozialen Kontrolle der Armen ist.<sup>19<\/sup> Die Hautfarbe spielt insofern eine Rolle, als Polizeikr\u00e4fte in Gemeinden, St\u00e4dten und Stadtvierteln mit einem hohen Minderheitenanteil am h\u00e4ufigsten Gewalt aus\u00fcben. Diese Orte sind allerdings gleichzeitig diejenigen mit dem allgemein h\u00f6chsten Benachteiligungsgrad. Hautfarbe hat einen verst\u00e4rkenden Effekt in Bezug auf die Gewalterfahrung durch Polizei, der jedoch nach ethnischer Gruppe unterschiedlich ist und mit den lokalen sozio-\u00f6konomischen Bestimmungsfaktoren und den Indikatoren lokaler Gewaltkriminalit\u00e4t interagiert.<sup>20<\/sup><\/p>\n<h2>T\u00f6dliche Polizeigewalt: ein Spiegel gesellschaftlicher Verh\u00e4ltnisse<\/h2>\n<p>Rassismus erscheint als eine klare, einfache Antwort auf die Frage, warum die Polizei in den USA so h\u00e4ufig Schwarze t\u00f6tet. Dieses Spotlight zeigt, dass derartig einfache Antworten in der Regel zwar durchaus einen Teil der Erkl\u00e4rung ausmachen k\u00f6nnen, jedoch der Komplexit\u00e4t der Wirklichkeit unangemessen sind.<\/p>\n<p>Die amerikanische Polizei ist ein Spiegel der Gesellschaft in dreierlei Hinsicht: sie spiegelt gleicherma\u00dfen den gesellschaftlichen Rassismus,<sup>21<\/sup> eine ausnehmend gewaltt\u00e4tige Gesellschaft und das f\u00fcr ein reiches Land des globalen Nordens extreme Ma\u00df von Ungleichheit, Armut und sozialer Ausgrenzung mit allen seinen destruktiven Folgen.<sup>22<\/sup> Ein Weg aus der Gewalt darf keine der Dimensionen vernachl\u00e4ssigen, ein zunehmend schwierigeres Unterfangen in Zeiten extremer gesellschaftlicher Polarisierung. Hinzu kommt ein Spezifikum der USA: dass jede Stadt und jeder Landkreis eine eigene Polizeibeh\u00f6rde hat (insgesamt \u00fcber 15.000), deren Chefs gew\u00e4hlt oder von Stadtr\u00e4ten und anderen lokalen Institutionen ernannt werden. Das macht die Polizei zu einer eminent politischen Institution, in direkter Abh\u00e4ngigkeit vom <em>lokalen<\/em> politischen Mainstream.<sup>23<\/sup> Gleichzeitig beschr\u00e4nkt es die Eingriffsm\u00f6glichkeiten der nationalen Politik im Guten wie im B\u00f6sen.<\/p>\n<p>Erste Schritte sollten auf Aspekte zielen, \u00fcber die breitestm\u00f6gliche Einigkeit herrscht. Diese sind zwar rar, aber es gibt sie. Obgleich Schwarze und Wei\u00dfe, Republikaner und Demokraten in vielen Umfragen vor allem durch extrem unterschiedliche Beurteilungen der Problematik auffallen, sind sie sich doch in zwei Forderungen in ihrer gro\u00dfen Mehrheit einig: in der verst\u00e4rkten Anwendung von Body-Cams und in der Forderung nach einer (von den Staatsanwaltschaften unabh\u00e4ngigen) Untersuchungsbeh\u00f6rde f\u00fcr polizeiliches Fehlverhalten. W\u00e4hrend ersteres die Transparenz erh\u00f6hen w\u00fcrde, k\u00f6nnte letzteres Vertrauen schaffen und der weitverbreiteten Straffreiheit entgegenwirken.<sup>24<\/sup> Zumindest f\u00fcr die erste Ma\u00dfnahme scheint sich auch in der Polizei selbst eine breite Zustimmung zu finden.<sup>25<\/sup><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5282 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Cover-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Cover-211x300.jpg 211w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Cover-721x1024.jpg 721w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Cover-768x1090.jpg 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Spotlight-172020-Cover.jpg 791w\" sizes=\"(max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/toedliche-polizeigewalt-in-den-usa-rassismus-armut-ungleichheit-gewaltkriminalitaet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Download (pdf): Kreuzer, Peter (2020): T\u00f6dliche Polizeigewalt in den USA. Rassismus &#8211; Armut &#8211; Ungleichheit &#8211; Gewaltkriminalit\u00e4t, PRIF Spotlight 17\/2020, Frankfurt\/M.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/index.php?id=730\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Referenzen und weiterf\u00fchrende Literatur<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist t\u00f6dliche Polizeigewalt in den USA rassistisch gepr\u00e4gt oder verdeckt die Brille des individuellen und institutionellen Rassismus andere wichtige Bedingungsfaktoren wie das hohe Ma\u00df gesellschaftlicher Gewalt und die f\u00fcr ein Land des wohlhabenden Nordens extrem hohe Armutsrate und ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands? Ist Polizeigewalt mithin ein Spiegel gesellschaftlicher Verh\u00e4ltnisse? Dieses Spotlight zeigt, dass es keine einfachen Antworten gibt. 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