{"id":13180,"date":"2020-10-30T14:18:35","date_gmt":"2020-10-30T13:18:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/frieden-braucht-erinnerung-gewalt-im-staedtischen-mosambik\/"},"modified":"2020-10-30T14:18:35","modified_gmt":"2020-10-30T13:18:35","slug":"frieden-braucht-erinnerung-gewalt-im-staedtischen-mosambik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2020\/10\/30\/frieden-braucht-erinnerung-gewalt-im-staedtischen-mosambik\/","title":{"rendered":"Frieden braucht Erinnerung. Gewalt im st\u00e4dtischen Mosambik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Durch gewaltt\u00e4tige Auseinandersetzungen erfahren R\u00e4ume Bedeutungszuschreibungen, die auch bei der Schaffung von Frieden ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. In urbanen R\u00e4umen verdichten sich oftmals Gewalterfahrungen und entsprechende \u2013 auch konkurrierende \u2013 Erinnerungen. F\u00fcr viele St\u00e4dte des globalen S\u00fcdens gilt dies auch jenseits von B\u00fcrgerkriegssituationen, denn Formen krimineller oder sozialer Gewalt sind h\u00e4ufig Teile des Alltags, wie hier am L\u00e4nderbeispiel Mosambik aufgezeigt wird. Das Spotlight pl\u00e4diert daher f\u00fcr eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung der spezifischen Gewaltgeschichte in Alltag und Erinnerung bei Bem\u00fchungen um nachhaltigen Frieden \u2013 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit k\u00f6nnen das unterst\u00fctzen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Viele der schnell wachsenden St\u00e4dte, die wir heute im globalen S\u00fcden in gro\u00dfer Zahl finden, weisen eine gewaltvolle Vergangenheit und ein hohes soziales Konfliktpotenzial auf, das zum Teil damit in Verbindung steht. Auch wenn Gewaltph\u00e4nomene nicht auf den st\u00e4dtischen Raum beschr\u00e4nkt sind, ist vor allem die konkrete st\u00e4dtische Infrastruktur oft ein Erbe kolonialer Geschichte und macht diese mitunter ungebrochen pr\u00e4sent: Monumente, Statuen und Bauten aus der Kolonialzeit dominieren viele St\u00e4dte des globalen S\u00fcdens, gelten als bauliche Zier und locken als Sehensw\u00fcrdigkeiten Touristen an. Gleichzeitig stehen sie f\u00fcr eine blutige, Indigene diskriminierende Vergangenheit, die das soziale Ged\u00e4chtnis bis in die Gegenwart beeinflusst. Willem Frijhoffs Satz \u201ecities are communities of memories\u201c bringt diese Akkumulation historischer Erfahrung in St\u00e4dten auf den Punkt. Eine st\u00e4rkere Aufarbeitung jener historisch verankerten traumatischen Erfahrungen und Erinnerungen kann dazu beitragen, st\u00e4dtische Gesellschaften in Friedensprozessen zu unterst\u00fctzen.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p>Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass viele Siedlungen innerhalb derselben St\u00e4dte auch im heutigen gesellschaftlichen Leben gebrandmarkt sind. Sie sind als Schaupl\u00e4tze von B\u00fcrgerkriegen oder \u2013 in der Debatte um Erinnerung und Vergangenheitsarbeit weit weniger diskutiert \u2013 als Horte von Kriminalit\u00e4t und sozialer Gewalt ber\u00fcchtigt. H\u00e4ufig sind in St\u00e4dten des globalen S\u00fcdens einige konkrete Stadtteile so stark von krimineller und sozialer Gewalt gepr\u00e4gt, dass sich besser Gestellte in <em>gated communities<\/em> zur\u00fcckziehen und der gesellschaftliche Austausch im urbanen Raum systemisch beschr\u00e4nkt ist. Diese Bedeutungszuschreibungen sowie die realen Verdichtungen von Marginalisierung in einigen st\u00e4dtischen Quartieren verlangen nach ma\u00dfgeschneiderten politischen Interventionen.<\/p>\n<h2><strong>Gewalterfahrungen und Hierarchien der Erinnerungen <\/strong><\/h2>\n<p>Auf politischer Ebene werden historische und aktuelle Gewalterfahrungen mit Blick auf ihre soziale Bedeutung selektiert: Was und wie thematisiert und erinnert wird, wird vor allem in L\u00e4ndern ohne demokratische \u00d6ffentlichkeit selbst dann oftmals von Regierungsinstitutionen oder einschl\u00e4gig t\u00e4tigen Gremien vorgegeben, wenn Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft mitwirken. Politische Interessen f\u00fchren so h\u00e4ufig dazu, dass gravierende Gewaltereignisse ausgelassen werden. In vielen Staaten des globalen S\u00fcdens wird au\u00dferdem bei der Thematisierung von postkolonialer B\u00fcrgerkriegsgewalt das strukturelle Erbe von Kolonialismus und Sklaverei ebenso ausgeblendet wie die allt\u00e4gliche kriminelle und soziale Gewalt. Dies gilt insbesondere f\u00fcr den st\u00e4dtischen Raum. Die erinnerungskulturelle Aufarbeitung konkreter Ereignisse kann demnach nicht ausschlie\u00dflich als Sache der politischen Klasse funktionieren, sondern muss die Stadtgesellschaft involvieren, deren Alltag weiterhin von Gewalt gepr\u00e4gt und durchzogen ist.<\/p>\n<p>Erinnerungskultur ist dabei als kollektiv geteiltes Wissen zu verstehen, das sich in Texten, Bildern und Denkm\u00e4lern ausdr\u00fccken kann und sich so in der urbanen \u00d6ffentlichkeit wiederfindet. Historische Gewalt wird im allt\u00e4glichen Leben meist nicht verhandelt, obwohl sie als gesellschaftliche Erfahrung nachwirkt. Im Folgenden wird das L\u00e4nderbeispiel Mosambik im Fokus stehen, da hier die Konfliktlinien im urbanen Raum in besonderer Weise sichtbar sind. Seit der Unabh\u00e4ngigkeit des Landes im Jahr 1975 sind die zwei alten Rivalen FRELIMO (die aktuelle Regierungspartei) und RENAMO (Opposition) noch nicht zu einem Ausgleich gelangt. Der Zusammenhang zwischen den innerstaatlichen Konflikten und den Bedeutungszuschreibungen konkreter R\u00e4ume ist in der Hauptstadt Maputo unmittelbar pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>In Mosambiks Hauptstadt Maputo dominiert ein bestimmter historischer Moment den \u00f6ffentlichen Raum: der Unabh\u00e4ngigkeitskampf. Die Innenstadt ist mit Statuen von Helden dieses Kampfes gegen die einstige Kolonialmacht Portugal gestaltet. Dagegen wird der verheerende sechzehnj\u00e4hrige B\u00fcrgerkrieg (1976\u20131992), bei dem \u00fcber eine Million Menschen ums Leben kamen, in keiner vergleichbaren Weise symbolisch erinnert. Dies f\u00fchrt zur Abstinenz eines historischen Moments, der erinnerungskulturell unterdr\u00fcckt wird und somit das historische Selbstbild verzerrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Infobox: Krieg und Konflikt in Mosambik<\/strong><\/p>\n<p>Mosambik erlangte seine Unabh\u00e4ngigkeit von Portugal am 25. Juni 1975. In vier Jahrzehnten hat das Land wichtige politische und wirtschaftliche Ver\u00e4nderungen erfahren. Diese Entwicklungen vollzogen sich parallel zum \u00dcbergang von einem verheerenden B\u00fcrgerkrieg (1976\u20131992) zum Frieden und dabei von einem Einparteienstaat (1975\u20131992) zu einer Mehrparteiendemokratie. Einfl\u00fcsse externer Akteure f\u00fchrten bereits nach der Unabh\u00e4ngigkeit zur Spaltung des Landes in ein Nord-, Zentral- und S\u00fcd Mosambik. Diese Spaltung wird durch die politischen Handlungen der Akteure bis heute fortgef\u00fchrt.Die seit 2013 andauernde milit\u00e4rische und politische Krise \u2013 der Konflikt zwischen FRELIMO und der gr\u00f6\u00dften Oppositionspartei RENAMO, den fr\u00fcheren Gegnern im B\u00fcrgerkrieg \u2013 einschlie\u00dflich der Wiederaufnahme von Waffen stellt die politische Stabilit\u00e4t Mosambiks weiterhin in Frage.<\/p>\n<hr \/>\n<h2><strong>Deutungsmacht im \u00f6ffentlichen Raum: Beispiel Mosambik<\/strong><\/h2>\n<p>Nach der Unabh\u00e4ngigkeit Mosambiks im Jahr 1975 kam es zu Destabilisierungsversuchen durch die wei\u00dfen Minderheitsgesellschaften des angrenzenden Rhodesiens und des Apartheid-Regimes S\u00fcdafrikas. Die Rekrutierung von Bewohnerinnen und Bewohnern aus Nord- und Zentralmosambik, die sich von der sozialistischen Regierung abgeh\u00e4ngt f\u00fchlten, f\u00fchrte zur Gr\u00fcndung der heutigen Opposition RENAMO. Grund f\u00fcr den Unmut auf lokaler Ebene waren r\u00e4umlich in und um Maputo herum konzentrierte Modernisierungsprozesse der Regierungspartei FRELIMO. Aufgrund guter Beziehungen zur damaligen Sowjetunion, welche FRELIMO unter anderem w\u00e4hrend des Unabh\u00e4ngigkeitskampfes unterst\u00fctzte, wurden ideologische Konzepte der Modernisierung eingef\u00fchrt. Dies f\u00fchrte zum Ausschluss vor allem der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung Nord- und Zentralmosambiks. Obwohl Mosambik 1992 als Vorzeigebeispiel gehandelt wurde, weil unter den Augen externer Akteure ein Frieden vereinbart werden konnte, blieb der Frieden als Prozess mit Aufarbeitung der Vergangenheit vielen Gesellschaftsgruppen verwehrt. 2013 kam es sogar zu einer Wiederaufnahme bewaffneter Konflikte zwischen den Rivalen FRELIMO und RENAMO. Die Marginalisierung verschiedener Bev\u00f6lkerungsschichten spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Aufgrund hoher wirtschaftlicher Investitionen vor allem im S\u00fcden des Landes, die mit kulturellen bzw. ethnolinguistischen und sozio\u00f6konomischen Verteilungsmustern korrespondieren, spaltet sich das Land bis heute in ein relativ prosperierendes S\u00fcdmosambik, dem ein abgeh\u00e4ngtes Zentral- und Nordmosambik gegen\u00fcber steht. Diese Spaltung spiegelt sich jedoch auch innerhalb der Hauptstadt Maputo wider.<\/p>\n<p>Die Stadtstruktur in Maputo ist aufgrund der kolonialen Geschichte explizit in zwei Bereiche geteilt: <em>Cidade de cemento<\/em> (die Zementstadt) und <em>Cidade de cani\u00e7o<\/em> (die Strohstadt). Die koloniale Differenzierung, die durch das Baumaterial in diesen Gebieten benannt wurde, sowie sozio\u00f6konomische Merkmale der dort lebenden Haushalte trennen eine Sektion mit portugiesischen und asiatischen Wurzeln (Zementstadt) von einer anderen Gesellschaftsschicht, die den Kolonialherren als \u201ewild\u201c und \u201eunzivilisiert\u201c galt (Strohstadt). Diese deutungsm\u00e4chtige Untergliederung der Stadt besteht bis heute fort und marginalisiert die in der \u201eStrohstadt\u201c lebenden Gesellschaftsgruppen nachhaltig<sup>2<\/sup> obwohl 60% der Einwohner Maputos in den dortigen unzul\u00e4nglich ausgestatteten Wohneinheiten leben.<\/p>\n<h2><strong>Sozial segregierter Stadtraum in Maputo<\/strong><\/h2>\n<p>Mosambik verzeichnet insgesamt in den letzten Jahren \u2013 vor allem aber innerhalb der St\u00e4dte \u2013 ein erh\u00f6htes Niveau an Kriminalit\u00e4t. Der Anteil der Gewaltkriminalit\u00e4t ist in diesem Zeitraum ebenfalls gestiegen; es kommt vermehrt zu Entf\u00fchrungen und Schutzgelderpressungen. Auch sind Drogenhandel und -konsum gewachsen. Ein Blick auf die Stadtentwicklung zeigt, warum dies so ist.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Das Viertel <em>Polana Cani\u00e7o<\/em> (Strohstadt) ist ein peri-zentrales Stadtviertel in der N\u00e4he des Indischen Ozeans. W\u00e4hrend des B\u00fcrgerkrieges erfuhr dieses Stadtgebiet ein starkes Wachstum durch eine gro\u00dfe Zahl an Binnenvertriebenen, die Zuflucht suchten und damit einen ungeplanten Prozess der Urbanisierung beschleunigten. Spannungen und physische Grenzen zwischen zwei sehr unterschiedlichen Arten von st\u00e4dtischen Strukturen wuchsen: dem <em>cani\u00e7o<\/em> (Wohnungen mit niedrigem Standard) einerseits und Wohn-, Gesch\u00e4fts- und Dienstleistungsgeb\u00e4uden mit hohem Standard andererseits. Seit den 2000er Jahren sind in dem Gebiet neue Siedlungen entstanden. Immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner haben sich in <em>gated communities<\/em> mit \u00dcberwachungskameras und Wachen niedergelassen und haben trotz des sehr engen Zusammenlebens mit den Bewohnern des <em>cani\u00e7o<\/em> wenig Kontakt zu diesen.<sup>3<\/sup><\/p>\n<p>Im marginalisierten Stadtviertel <em>Polana Cani\u00e7o<\/em> betreten selbst Bewohnerinnen und Bewohner die Stra\u00dfen ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr: Verschiedene kriminelle Gruppierungen kontrollieren dann das Viertel und bedrohen alle, ohne, dass staatliche Sicherheitskr\u00e4fte eingreifen w\u00fcrden. Die Sicherheitslage in diesem Teil der Stadt ger\u00e4t also staatlicherseits zunehmend au\u00dfer Kontrolle.<sup>4<\/sup><\/p>\n<p>Zwar erf\u00e4hrt Maputo hohe Investitionen in den Wohnungsbau und die Niederlassung von internationalen Firmen und Botschaften. Die Spaltung des Stadtraums bleibt davon aber bislang unber\u00fchrt: Die Bewohnerinnen und Bewohner der marginalisierten Viertel werden in die Planung der Infrastruktur nicht integriert, sodass trotz st\u00e4dtischer Entwicklungsoffensiven die seit der Kolonialzeit bestehende urbane Spaltung fortgesetzt wird. Diese Reproduktion ungleicher Lebensbedingungen spiegelt sich in der st\u00e4dtischen Topographie der hohen Kriminalit\u00e4t und sozialen Gewalt wider.<\/p>\n<h2><strong>Wege zum urbanen Frieden <\/strong><\/h2>\n<p>Die Beobachtungen aus Mosambik weisen auf einen starken Zusammenhang zwischen historischer und allt\u00e4glicher Gewalt hin. Die Alltagsroutinen in den segregierten urbanen R\u00e4umen reproduzieren Stigmata und Ungleichheitsdynamiken, die erinnerungskulturell konflikthaft sind. Thematisiert werden diese nicht. In marginalisierten Vierteln konzentrieren sich h\u00e4ufig Schichten nicht aufgearbeiteter historischer Gewalt\u2013 von der Kolonialzeit \u00fcber den B\u00fcrgerkrieg bis hin zur sozialen und kriminellen Gewalt des gegenw\u00e4rtigen t\u00e4glichen Lebens. Diese Gewaltgeschichte muss im \u00f6ffentlichen Ged\u00e4chtnis f\u00fcr die gesamte Gesellschaft vergegenw\u00e4rtigt und bearbeitet werden, um die (auch erinnerungskulturelle) Spaltung der Gesellschaft \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Entwicklungszusammenarbeit kann diesen Weg zum urbanen Frieden unterst\u00fctzen, indem bei \u201eUrban Upgrading\u201c-Projekten der Dialog innerhalb der Gesellschaft und eine breite B\u00fcrgerbeteiligung forciert werden. Um die herk\u00f6mmlichen Reproduktionseffekte einer letztlich kolonial entstandenen sozialen Hierarchie zu durchbrechen, ist es notwendig, die Perspektiven der Bewohnerinnen und Bewohner marginalisierter Quartiere einzubeziehen. Man muss die Praxen der Gewalt verstehen, um ihnen entgegenwirken zu k\u00f6nnen. Maputo ist ein Beispiel daf\u00fcr, dass im globalen S\u00fcden vor allem St\u00e4dte Brenngl\u00e4ser von gesellschaftlichen Verwerfungen sind, die historische Wurzeln haben. Die F\u00f6rderung von Projekten, die ihren Fokus auf das Aufdecken dieser Geschichte(n) setzen und das Ziel eines Zusammenlebens gespaltener Gesellschaften innerhalb urbaner R\u00e4ume verfolgen, kann in diesem Zusammenhang ein wichtiger Ansto\u00df sein.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Autorin dankt Linda Helfrich (GIZ), Sabine Mannitz (HSFK) und Clara S\u00fc\u00df (HSFK) f\u00fcr die hilfreiche Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Cover-Spotlight-13_20.jpg\" width=\"184\" height=\"259\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><a href=\"http:\/\/hsfk.de\/spotlight1320-fussnoten\">Fu\u00dfnoten und weiterf\u00fchrende Literatur<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/frieden-braucht-erinnerung\/\">Download (pdf): Lopez-Granados, Estefania (2020): Frieden braucht Erinnerung. Gewalt im st\u00e4dtischen Mosambik, PRIF Spotlight 13\/2020, Frankfurt\/M.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch gewaltt\u00e4tige Auseinandersetzungen erfahren R\u00e4ume Bedeutungszuschreibungen, die auch bei der Schaffung von Frieden ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. In urbanen R\u00e4umen verdichten sich oftmals Gewalterfahrungen und entsprechende \u2013 auch konkurrierende \u2013 Erinnerungen. F\u00fcr viele St\u00e4dte des globalen S\u00fcdens gilt dies auch jenseits von B\u00fcrgerkriegssituationen, denn Formen krimineller oder sozialer Gewalt sind h\u00e4ufig Teile des Alltags, wie hier am L\u00e4nderbeispiel Mosambik aufgezeigt wird. 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