{"id":13282,"date":"2020-02-26T11:02:44","date_gmt":"2020-02-26T10:02:44","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/von-thueringen-nach-hanau-und-zurueck\/"},"modified":"2020-02-26T11:02:44","modified_gmt":"2020-02-26T10:02:44","slug":"von-thueringen-nach-hanau-und-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2020\/02\/26\/von-thueringen-nach-hanau-und-zurueck\/","title":{"rendered":"Von Th\u00fcringen nach Hanau, und zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 5. Februar 2020 wurde in Th\u00fcringen der FDP-Politiker Thomas Kemmerich mit den Stimmen von CDU und AfD zum Ministerpr\u00e4sidenten des Landes gew\u00e4hlt. Ein Novum, das viele als Dammbruch bewerteten. Am Abend des 19. Februar 2020 ermordet ein von rassistischen Motiven getriebener T\u00e4ter 9 Menschen. Kein Novum. Seit 1990 kamen in Deutschland \u00fcber 200 Menschen durch rechtsextreme Gewalt ums Leben \u2013 12 Mordopfer sind alleine seit Juni 2019 zu beklagen. Die beiden Ereignisse liegen nicht auf derselben Ebene, stehen aber in einem Zusammenhang: Sie verdeutlichen die Gefahr, die von extrem rechten und rassistischen Einstellungen ausgeht. Die Ereignisse stehen aber auch f\u00fcr eine Zivilgesellschaft, die aufsteht, B\u00fcndnisse mit der AfD zur\u00fcckweist, sich mit den Opfern der Gewalt und deren Familien solidarisiert. Dies war nicht immer der Fall. Die Sensibilit\u00e4t hat zugenommen, und dies birgt Potential: Es bedarf eines Antirassismus-Mainstreamings.<\/strong><\/p>\n<p>Rechtsterrorismus kennt viele Erscheinungsformen: Terrorzellen wie der <a href=\"https:\/\/www.belltower.news\/lexikon\/nationalsozialistischer-untergrund\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nationalsozialistische Untergrund<\/a> (NSU), <a href=\"https:\/\/www.belltower.news\/lexikon\/gruppe-freital\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gruppe Freital<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.belltower.news\/lexikon\/revolution-chemnitz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Revolution Chemnitz<\/a> oder j\u00fcngst die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2020-02\/gruppe-s-rechtsextremismus-terrorzelle-anschlagsplaene-razzien-buergerwehr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gruppe S<\/a>, aber auch \u201aEinzelt\u00e4ter\u2018 wie Stefan E. oder Franco A., die in lokalisierten extrem rechten Netzwerken verankert sind. Es gibt T\u00e4ter wie die von Oslo und Ut\u00f8ya, Christchurch oder Halle, die zwar einzeln agieren, aber im Internet Gemeinschaft finden. Das Internet bietet ihnen ein <a href=\"https:\/\/www.transcript-verlag.de\/media\/pdf\/a4\/50\/a1\/oa9783839446706HMCYocu9BgGJN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Forum zur ideologischen Radikalisierung sowie einen Resonanzraum<\/a> f\u00fcr ihre Taten und Manifeste. Wie der T\u00e4ter von Hanau genau einzuordnen ist, f\u00e4llt <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fpanorama%2Fjustiz%2Fhanau-tobias-rathjen-wie-ein-bankkaufmann-zum-rechtsterroristen-wurde-a-7f673ad0-4437-42de-9c2b-af22288d7071\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dem aktuellen Wissensstand folgend<\/a> noch schwer. Einzelt\u00e4ter sind sie aber allesamt nicht. Sie teilen eine Ideologie, die auf Rassismus und Antisemitismus beruht. Sie teilen den Glauben an die Vorherrschaft der wei\u00dfen \u201aRasse\u2018, und es ist nicht unerheblich zu pr\u00e4zisieren, der Vorherrschaft des wei\u00dfen Mannes. Sie eint die Vorstellung einer \u201eethnischen Bedrohung\u201c, so arbeitet der Historiker <a href=\"https:\/\/www.klett-cotta.de\/buch\/Gesellschaft_\/_Politik\/Die_autoritaere_Revolte\/79925\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Volker Wei\u00df<\/a> heraus, und sie sind wahnhaft besorgt vor dem gro\u00dfen ,Austausch&#8217; der Bev\u00f6lkerung. Behauptet wird eine Notlage, in der sich die wei\u00dfe \u201aRasse\u2018 befinde, zu deren Schutz Widerstand, wenn nicht gar der Umsturz der <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/lexika\/pocket-politik\/16414\/freiheitliche-demokratische-grundordnung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">freiheitlich demokratischen Grundordnung<\/a> gerechtfertigt sei. Es geht ihnen darum \u201e<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/terrorzelle-gruppe-s-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde<\/a>\u201c herbeizuf\u00fchren und dar\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nach-anschlag-in-hanau-trauer-und-wut-praegen-das-gedenken.2897.de.html?dram:article_id=470715\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gesellschaft zu spalten und Konflikte zu sch\u00fcren<\/a>.<\/p>\n<h2>Narrative der Rechtsterroristen \u2013 Narrative der AfD<\/h2>\n<p>Die Namen der Toten von Hanau waren noch nicht bekannt, da wurde aus dem Umfeld der AfD ein politischer Gehalt der Morde schon negiert und das Attentat als \u201e<a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/schuesse-hanau-kampf-gegen-rechtsextremismus-sind-alle-gefragt-13551314.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tat eines Wahnsinnigen<\/a>\u201c abgetan. Wissenschaftliche Befunde verdeutlichen, wie unhaltbar diese Trennung ist. So streicht <a href=\"https:\/\/www.sv.uio.no\/c-rex\/english\/news-and-events\/right-now\/2020\/2020-02-far-right-lone-actor-terror-attack-in-hanau.html\">Francis O&#8217;Connor<\/a> heraus, dass psychische Erkrankungen bei T\u00e4tern zwar immer wieder zu beobachten sind, aber weder die Taten noch die Auswahl der Opfer durch die Krankheitsgeschichte begr\u00fcndet werden kann. Dessen ungeachtet schrieb J\u00f6rg Meuthen zu den Verbrechen von Hanau auf Twitter: \u201eDas ist die wahnhafte Tat eines Irren.\u201c Alice Weidel sprach von \u201eirrem Gewaltt\u00e4ter mit Wahnvorstellungen\u201c, und Bj\u00f6rn H\u00f6cke verurteilte das Attentat mit den Worten, \u201eDer Wahnsinn scheint sich in diesem Land immer mehr auszubreiten.\u201c Zwei Tage zuvor noch hatte H\u00f6cke bei der <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/pegida-demo-dresden-bjoern-hoecke-ruft-zum-umsturz-auf-li.76258\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">200. Pegida-Kundgebung in Dresden<\/a> selbst ziemlich unverhohlen zum Umsturz der politischen Ordnung aufgerufen und politische Gegner_innen als \u201everwirrte Geister\u201c verunglimpft, die Teil einer Zivilgesellschaft seien, die es trockenzulegen gelte.<\/p>\n<p>Seit 2015, so <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/fileadmin\/HSFK\/hsfk_downloads\/PRIF0519.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">belegt die Forschung<\/a> zur AfD, hat die Partei ihr antifeministisches, rassistisches, bisweilen v\u00f6lkisches und antisemitisches bis hin zu einem faschistischen Profil deutlich nach au\u00dfen gekehrt. Dabei wurde auch die Vorstellung des \u201eAustausches\u201c und der \u201eUmvolkung\u201c mehr und mehr von AfD-Funktion\u00e4rinnen und -Funktion\u00e4ren propagiert. <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/zum-nachlesen-gaulands-rede-im-wortlaut-14269861.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alexander Gauland<\/a> sagte in einer Rede von 2016 zur Aufnahme von Gefl\u00fcchteten im Vorjahr: \u201eEs ist [\u2026] eine Politik der menschlichen \u00dcberflutung. [\u2026] Es ist der Versuch, das deutsche Volk allm\u00e4hlich zu ersetzen durch eine aus allen Teilen dieser Erde herbeigekommene Bev\u00f6lkerung.\u201c Damit nicht genug. Es sind immer wieder auch direkte Verbindungen zwischen der AfD und Rechtsterroristen erkennbar geworden. <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/politik\/afd-politiker-nolte-umstrittener-mitarbeiter-hat-zugang-zu-sensiblen-unterlagen,nolte-ueber-mitarbeiter-maximilian-t-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">So besch\u00e4ftigt der hessische AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Nolte<\/a> noch 2019 einen Mitarbeiter, der in engem Kontakt zu dem unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehrsoldaten <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/prozess-wegen-terrorverdachts-gegen-soldat-franco-a-16493129.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Franco A.<\/a> stand. Der mutma\u00dfliche M\u00f6rder des Kasseler Regierungspr\u00e4sidenten Walter L\u00fcbcke (CDU) soll <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2020-01\/mord-walter-luebcke-stephan-e-afd-kassel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">die AfD im Wahlkampf unterst\u00fctzt<\/a> und deren Veranstaltungen besucht haben. Und auch zwischen Mitgliedern der \u201eGruppe S\u201c und einzelnen Mitgliedern der AfD sollen <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/mutmasslich-rechtsterroristischen-gruppe-terrorzelle-hatten-verbindungen-afd-13545197.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verbindungen bestanden haben<\/a>.<\/p>\n<h2>Das Problem hei\u00dft nicht alleine AfD<\/h2>\n<p>Entschieden und schnell reagierte die Bundespolitik auf den Terroranschlag von Hanau. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/hanau-reaktionen-105.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Angela Merkel<\/a> benannte die Tat eindeutig: \u201eRassismus ist ein Gift, der Hass ist ein Gift\u201c. Anl\u00e4sslich der zentralen <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/panorama\/gedenkfeiern-nach-gewalttat-in-hanau-wir-lassen-uns-nicht-einschuechtern,hanau-gedenkfeiern-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mahnwache in Hanau am Abend des 20. Februar<\/a> rief Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier zur Solidarit\u00e4t mit den Opfern auf und der hessische Ministerpr\u00e4sident Volker Bouffier versprach, \u201ewir werden keinen Millimeter der freiheitlichen Demokratie preisgeben\u201c. An anderer Stelle betonte <a href=\"https:\/\/twitter.com\/phoenix_de\/status\/1230476623394332673?s=20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Christian Lindner<\/a>, \u201ees gibt ein gesellschaftliches Klima, das rechtsextreme Gewalttaten beg\u00fcnstigt\u201c und verwies auf die AfD. Und auch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/seehofer-hanau-polizeipraesenz-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Horst Seehofer<\/a> benannte die Tat als \u201eeindeutig rassistisch motivierten Terroranschlag\u201c und rief dazu auf, Rassismus zu \u00e4chten. Einerseits sind die schnellen und klaren Worte wohltuend, gerade angesichts des langen Schweigens und Negierens rassistischer Hintergr\u00fcnde bei den Taten des NSU. Schwer wiegt das Vers\u00e4umnis, dass bei der Mahnwache, zum Gedenken der Opfer in Hanau am 20. Februar die Angeh\u00f6rigen selbst nicht zu Wort kamen. Erneut wurde ihnen die Sprache verwehrt, die allt\u00e4gliche rassistische Erfahrung negiert und das so dringend <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2020-02\/rassismus-hanau-anschlag-rechtsextremismus-betroffene\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">n\u00f6tige Zuh\u00f6ren<\/a> versagt.<\/p>\n<p>Zynisch sind die Beitr\u00e4ge deshalb, weil die rassismus-kritischen Voten von Personen und aus Parteien kommen, die f\u00fcr das vergiftete gesellschaftliche Klima ebenfalls eine Mitverantwortung tragen. Auch die CDU duldet innerhalb ihrer Partei noch immer <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/3247-hanau-thuringen-halle-und-die-verantwortung-der-cdu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Positionen die weit rechts-au\u00dfen<\/a> stehen und mit der <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Werteunion-nach-Thueringen\/!5660291\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">WerteUnion sogar eine organisierte Struktur<\/a> besitzen. Bis heute besteht Unklarheit dar\u00fcber, welche Rolle Volker Bouffier, als hessischer Innenminister 2006 bei den <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nsu-untersuchungsausschuss-geheimdokumente-belasten-hessens.1769.de.html?dram:article_id=425562\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">NSU-Ermittlungen<\/a> spielte. Auch in der FDP Christian Lindners ist bisweilen \u201e<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-07\/fdp-rassismus-christian-lindner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ein rassistischer Unterton<\/a>\u201c zu h\u00f6ren und die Abgrenzung nach rechts-au\u00dfen wirkt in Teilen fadenscheinig. Notorisch sind die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/samelou\/status\/1231244990489202691?s=20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00c4u\u00dferungen von Horst Seehofer<\/a>: \u201eMultikulti ist tot\u201c (2010), \u201ebis zur letzten Patrone\u201c werde sich die CSU \u201egegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren\u201c (2011), der \u201eIslam geh\u00f6rt nicht zu Deutschland\u201c (2018) bis hin zu Migration ist die \u201eMutter aller Probleme\u201c (2018).<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"de\">&#8220;Wir werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren \u2013 bis zur letzten Patrone.&#8221; Seehofer, 2011<\/p>\n<p>\u2014 Samira El Ouassil (@samelou) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/samelou\/status\/1231244990489202691?ref_src=twsrc%5Etfw\">February 22, 2020<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Politikwissenschaftlerin <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/extremismus-forscherin-analysiert-sprache-rechtsextremen-13553622.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Natascha Strobel<\/a> weist in diesem Kontext darauf hin, dass das die Zuwanderung betreffende \u201eKatastrophen-Narrativ\u201c im Nachgang zur K\u00f6lner Silvesternacht 2015\/16 praktisch verallgemeinert wurde. Aus \u00dcberzeugung oder aus wahltaktischen Gr\u00fcnden wird mit derartigen Einlassungen fahrl\u00e4ssig mit dem Feuer gespielt, das die AfD offen sch\u00fcrt und mit dem die rechtsextremen T\u00e4ter versuchen, die Welt in Brand zu stecken. Der Zusammenhang von Diskursen und Taten wird in Hanau an der Wahl der Anschlagsorte offenkundig. <a href=\"https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/die-dinge-beim-namen-nennen-rassismus-und-terror-54657\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rosa Fava<\/a> <strong>von der <\/strong>Amadeu-Antonio-Stiftung <strong>streicht heraus, dass <\/strong>Shisha-Bars j\u00fcngst im politischen Diskurs und in Medienberichten als gef\u00e4hrliche und kriminelle Orte stigmatisiert wurden, wo \u201aClan-Kriminalit\u00e4t\u2018 \u201at\u00fcrkisch-arabischer Gro\u00dffamilien\u2018 grassiere. In Teilen m\u00f6gen die Vorw\u00fcrfe gar berechtigt sein, in der Pauschalisierung hingegen liegt das Problem.<\/p>\n<p>Die gesellschaftliche Stimmung, die Lindner nun zu Recht kritisiert, ist kein Werk der AfD, wenngleich sie sie wesentlich befeuert. Sie entspringt der b\u00fcrgerlichen Mitte, das zeigt die Einstellungsforschung schon lange. Es ist jene Mitte, die das <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/chapter\/10.1007\/978-3-658-03626-3_3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">rassistische Machwerk von Thilo Sarrazin (SPD)<\/a> zum Bestseller machte. Jene Mitte, die den wiederkehrenden Forderungen nach einer <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-04\/thomas-demaiziere-innenminister-leitkultur\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">deutschen Leitkultur<\/a> applaudiert, um sich zu vergewissern, dass es ein Eigenes gibt, dem sich die Anderen unterzuordnen haben. Etabliert hat sich, so <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buecher\/autoritaere_versuchungen-wilhelm_heitmeyer_12717.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wilhelm Heitmeyer<\/a>, eine \u201erohe B\u00fcrgerlichkeit\u201c, ohne die der Erfolg der AfD nicht zu verstehen ist. Fremdenfeindliche, rassistische und antisemitische Vorurteile, Konkurrenzdenken und autorit\u00e4re Einstellungen werden mittlerweile deutlich selbstbewusster vorgetragen. Sie spalten die Gesellschaft und f\u00fchren bei migrantischen Menschen sowie Menschen j\u00fcdischen und muslimischem Glaubens zunehmend zu Angst. Manifest ausl\u00e4nderfeindliche Einstellungen teilen <a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\/leipziger-autoritarismus-studie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">j\u00fcngsten Erhebungen zufolge<\/a> 24,1 Prozent (Ost: 30,9 \/ West: 22,3) der Befragten. Zwischen 2002 und 2014 war dieser Wert tendenziell gesunken, seither ist er wieder gestiegen. Die Studien zur <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/forum-berlin\/gegen-rechtsextremismus\/mitte-studie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit<\/a> belegen auch: Keine Partei kann f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, dass ihre Basis gegen extrem rechte ideologische Versatzst\u00fccke gefeit sei, wenn auch die AfD das rechts-autorit\u00e4re Potential zunehmend auf sich vereint.<\/p>\n<h2>Die Gefahr von rechts au\u00dfen w\u00e4chst, wenn die Brandmauer abgetragen wird<\/h2>\n<p>Die Ministerpr\u00e4sidentenwahl in Th\u00fcringen war nicht die erste Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD in Deutschland, aber in ihrer Qualit\u00e4t ein Novum: CDU und AfD w\u00e4hlten zusammen entgegen der z\u00e4hen Koalitionsverhandlungen, die eine Minderheitsregierung von Linke, SPD und Gr\u00fcne hervorgebracht hatten, im dritten Wahlgang den FDP-Politiker Kemmerich. Die AfD hatte geschlossen ihren eigenen Kandidaten, <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/thueringen\/ministerpraesident-wahl-ablauf-chronologie-kemmerich100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">der im dritten Wahlgang ebenfalls zur Wahl stand<\/a>, zugunsten des FDP-Mannes nicht gew\u00e4hlt. Vieles deutet darauf hin, dass die Pr\u00e4sidien von <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/akk-warnt-die-thueringer-cdu-vor-zusammenarbeit-mit-kemmerich-16619919.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">CDU und FDP in Erfurt bereits im Vorfeld Kenntnis \u00fcber den potentiellen Wahlausgang hatten<\/a>. Nur auf Grund von massivem Druck seitens der Parteif\u00fchrungen in Berlin sowie der Zivilgesellschaft trat Kemmerich wieder zur\u00fcck. R\u00fcckblickend scheint klar: Die Wahl \u201e<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/setzte-die-cdu-auf-afd-stimmen-der-eingefaedelte-tabubruch-von-erfurt\/25524896.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">war nicht blo\u00df Zufall<\/a>\u201c. Es handelte sich um einen bewussten Versuch, die Stimmungslage auszuloten. W\u00e4re der Widerstand ausgeblieben und der Versuch von Erfolg gekr\u00f6nt gewesen, w\u00e4re die Kooperation von CDU und FDP mit der AfD, um regierungsf\u00e4hig zu sein, unausweichlich gewesen! Dies muss den politischen Entscheidungstr\u00e4gern der CDU und FDP in Erfurt bewusst gewesen sein, als sie Kemmerich zur Wahl gratulierten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.piper.de\/buecher\/deutschland-rechts-aussen-isbn-978-3-492-06170-4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Matthias Quent<\/a> schreibt: \u201eIn den neuen L\u00e4ndern [zeigt] sich im Brennglas, was die Machterfolge der Rechten beg\u00fcnstigt\u201c, und <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buecher\/luetten_klein-steffen_mau_42894.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Steffen Mau<\/a> versteht den Osten als \u201eVerdichtungsraum f\u00fcr auch andernorts zu beobachtende Verwerfungen\u201c. Th\u00fcringen ist demnach nicht isoliert zu betrachten. Dies verdeutlichen auch die Wellen, welche die Wahl Kemmerichs auf Bundesebene schl\u00e4gt. An den Ereignissen manifestieren sich die erheblichen Fl\u00fcgelk\u00e4mpfe um den k\u00fcnftigen Kurs der Parteien, v.a. in der CDU, wo die Frage nach Parteif\u00fchrung sowie Kanzlerkandidatur offen sind. Gesellschaftliche \u00d6ffnung und Pluralisierung oder konservative R\u00fcckbesinnung? Das Problem der CDU ist: Die AfD wird nicht so schnell verschwinden. Sie bespielt ziemlich stabil die W\u00e4hleranteile mit rechtsextremen Einstellungspotenzialen \u201e<a href=\"https:\/\/m.pnn.de\/wissenschaft\/potsdamer-experte-warnt-vor-rechtsterrorismus-wir-haben-einen-neuen-typus-von-taeter\/25559508.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">von 10 bis 15 Prozent, regional und vor allem in Ostdeutschland 20 bis 25 Prozent<\/a>\u201c. Gleichzeitig werden f\u00fcr die CDU, anders als f\u00fcr die SPD, die in Rot-Rot-Gr\u00fcnen Konstellationen ihrer Politik zumindest potentiell treu bleiben kann, konservative Machtoption immer kleiner. Innerhalb der CDU scheinen die Tendenzen zu einer konservativeren R\u00fcckbesinnung zuzunehmen \u2013 zumindest l\u00e4sst dies die aktuell absehbare Auswahl an Kandidaten f\u00fcr das Parteipr\u00e4sidium vermuten. So schwanken die Positionen innerhalb der Partei zwischen Versuchen, Stimmenanteile von der AfD zur\u00fcckzugewinnen, indem deren Themen offensiv bedient werden; und Bestrebungen \u2013 gerade im Osten \u2013 \u201e<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/amp\/politik\/deutschland\/2020-02\/friedrich-merz-cdu-ostdeutschland-rechtsradikalismus-rhetorik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mit ihr gemeinsame Sache zu machen<\/a>\u201c. Beide Wege rei\u00dfen angesichts der gesellschaftlichen Polarisierung L\u00f6cher in die behauptete Brandmauer nach rechts-au\u00dfen. Zudem werden gerade die W\u00e4hlerinnen verprellt, die sich innerhalb des Spektrums der CDU eher christlich-<em>sozialen<\/em> oder gr\u00fcnen Themen verbunden f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich ist der einzige Ausweg f\u00fcr die CDU anzuerkennen, dass ihre Zeit als Volkspartei zu Ende ist \u2013 wie vielleicht die \u00c4ra von Volksparteien \u00fcberhaupt \u2013 und sie sich in den neuen pluralisierten Verh\u00e4ltnissen tunlichst auf festen demokratischen und antirassistischen Boden stellen sollte. Sollen die deutlichen Aussagen vom 20. Februar nicht Lippenbekenntnisse bleiben, bedarf es allerdings radikaler Schritte. Freilich: 2020 ist nicht 1920 und die AfD nicht die NSDAP. Die Geschichte zeigt dennoch, dass jeder Stein, der aus der Brandmauer zur extrem rechten Rechten gerissen wird, das Risiko steigert, dass Menschen zu Opfern von rassistischen und rechtsextremen Gewalttaten werden. Diese Gefahr ist real. Sie bedroht die demokratisch verfasste Gesellschaft insgesamt, und dem muss jetzt entschieden begegnet werden.<\/p>\n<h2>Demokratie verteidigen, f\u00fcr ein Antirassismus-Mainstreaming<\/h2>\n<p>Hoffnung bietet der Umstand, dass die vergangenen Tage in der zivilgesellschaftlichen \u00d6ffentlichkeit von der klaren Absage an die Wahl in Th\u00fcringen sowie von Zeichen der Solidarit\u00e4t mit den Familien der Opfer von Hanau gepr\u00e4gt waren. Am Abend der Wahl von Kemmerich in Th\u00fcringen demonstrierten bundesweit Tausende. Nach der Tat in Hanau waren es am 20. Februar bundesweit ca. 50.000, und am 22. Februar versammelten sich in Hanau rund 6.000 Menschen zu einer Demonstration, bei der vor allem Opfer extrem rechter Gewalt sowie ihre Angeh\u00f6rige zu Wort kamen. Das ist ein Anfang, wird aber nicht reichen. Was in den sozialen Medien nachzulesen ist, \u00fcberrascht nicht: In migrantischen Kreisen geht die Angst um, und die st\u00fctzt sich nicht allein auf die m\u00f6rderische Ereignisgeschichte, sondern ebenso auf die vielen und vielf\u00e4ltigen Erfahrungen von Alltagsrassismus. Deutschland hat ein Problem mit Rechtsextremismus; Deutschland hat aber auch ein Problem mit Rassismus, der den N\u00e4hrboden und R\u00fcckhalt f\u00fcr die Radikalisierung bietet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_3725\" aria-describedby=\"caption-attachment-3725\" style=\"width: 799px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3725 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/49561713303_5a15134b7e_c.jpg\" alt=\"Demonstration in Hamburg.\" width=\"799\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/49561713303_5a15134b7e_c.jpg 799w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/49561713303_5a15134b7e_c-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/49561713303_5a15134b7e_c-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3725\" class=\"wp-caption-text\">In Hamburg demonstrierten am 20. Februar 600 Menschen gegen rechte Gewalt und gedachten der Hanauer Opfer. | Foto: Flickr, Rasande Tyskar, CC BY-NC 2.0, https:\/\/bit.ly\/3a3hHan<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was es braucht, ist ein Antirassismus-Mainstreaming. Dies bedeutet nicht prim\u00e4r, die vermeintlich Anderen zu m\u00f6gen oder interkulturelle Kompetenz zu erwerben, sondern dass die Privilegierten auf ihre Privilegien verzichten. Rassismus ist nicht nur eine individuelle Einstellung, sondern auch ein gesellschaftliches Machtverh\u00e4ltnis, das Menschen an \u201aihrem\u2018 vermeintlich angestammten Platz h\u00e4lt. Die Privilegien, die daf\u00fcr Sorge tragen, dass, wer wei\u00df ist, auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, in der Gesundheitsversorgung, im Bildungswesen etc. Vorteile hat, m\u00fcssen fallen. Dies wird weder konfliktfrei noch ohne Zwang verlaufen. Rassismus zu bek\u00e4mpfen, hei\u00dft Gesellschaft zu ver\u00e4ndern und im Alltag klare Kante gegen rechts zu markieren. Wer andere auf Grund von Herkunft, Geschlecht oder Religion ausgrenzt, kann f\u00fcr sich nicht in Anspruch nehmen, nicht ausgegrenzt zu werden: Hass und Rassismus sind keine vom Grundgesetz gedeckten Meinungen! Rassismus zu bek\u00e4mpfen, hei\u00dft aber auch, sich selbst zu ver\u00e4ndern. Beginnen wir damit, migrantische Herk\u00fcnfte und Positionen als Teil des Eigenen zu verstehen, statt den <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/chapter\/10.1007\/978-3-658-03626-3_3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eMigrationshintergrund\u201c \u00fcber Generationen zu perpetuieren<\/a>. \u201eLernt ihr endlich unsere Namen!\u201c, rief eine Rednerin am 22. Februar in Hanau der Menge entgegen. Beginnen wir mit den Namen derer, denen am 19. Februar das Leben genommen wurde \u2013 Namen von Menschen, die hier zuhause waren: Ferhat Unvar, G\u00f6khan G\u00fcltekin, Hamza Kurtovi\u0107, Said Nessar El Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat G\u00fcrb\u00fcz, Kaloyan Velkov, Fatih Sara\u00e7o\u011flu und Vili Viorel P\u0103un.<\/p>\n<p>Ein <strong>\u00a0<\/strong>Antirassismus-Mainstreaming bedarf der institutionellen Rahmung und staatlicher Reorientierung. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-02\/verfassungsschutz-masterplan-rechtsextremismus-nationalismus\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Farhad Dilmaghani, Stephan J. Kramer und Matthias Quent<\/a> haben, unter anderem aufbauend auf <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/fileadmin\/HSFK\/hsfk_downloads\/PRIF0519.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Befunde von Paul Zschocke und mir<\/a>, in Die Zeit einen Vorschlag formuliert. Sie fordern, dass Antirassismus und Demokratief\u00f6rderung zum Staatsauftrag wird und ein Demokratief\u00f6rdergesetz Demokratie fl\u00e4chendeckend st\u00e4rkt. Denn sie konstatieren: \u201eRechtsextremismus [ist] zwar medial und politisch allgegenw\u00e4rtig: Doch vor Ort, in Beh\u00f6rden, Schulen, Kommunalparlamenten, Vereinen und Verb\u00e4nden gibt es oft keine angemessene Auseinandersetzung damit.\u201c Sie pl\u00e4dieren f\u00fcr die Ausweitung von Forschung, wof\u00fcr dauerhaft Mittel bereitzustellen sind, sowie die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Der Schutz \u201ef\u00fcr Opfer von Rechtsextremismus\u201c m\u00fcssen sichergestellt werden. Verfassungsschutz und Polizei m\u00fcssen klaren Kontrollen unterzogen werden und die demokratische Gesinnung der Mitarbeitenden konsequent \u00fcberpr\u00fcft und gef\u00f6rdert werden. Es gelte aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und demokratische Beteiligung zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Mit schnellen Erfolgen ist nicht zu rechnen. Gesellschaftliche Stimmungslagen lassen sich nur mit viel Elan und \u00fcber Zeit ver\u00e4ndern. Mit Sicherheit ist es aber jetzt der Moment Rassismus und Rechtsextremismus nicht nur als Probleme zu benennen, sondern sie auch radikal anzugehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3721 size-medium alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PRIF-2019-5--223x300.jpg\" alt=\"Cover des PRIF Reports 5\/2019\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PRIF-2019-5--223x300.jpg 223w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PRIF-2019-5--760x1024.jpg 760w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PRIF-2019-5--768x1035.jpg 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PRIF-2019-5--1139x1536.jpg 1139w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PRIF-2019-5--1519x2048.jpg 1519w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/PRIF-2019-5--scaled.jpg 1899w\" sizes=\"(max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Weiterlesen:<\/p>\n<p>Download (pdf): <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/fileadmin\/HSFK\/hsfk_downloads\/PRIF0519.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mullis, Daniel, Paul Zschocke: Regressive Politiken und der Aufstieg der AfD \u2013 Ursachensuche im Dickicht einer kontroversen Debatte, PRIF Report 5\/2019, Frankfurt\/M.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5. 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