{"id":13288,"date":"2020-01-29T09:41:56","date_gmt":"2020-01-29T08:41:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/evaluation-der-extremismuspraevention-zur-gestaltung-von-qualitaetssicherung-und-erhoehung-der-wirksamkeit\/"},"modified":"2020-01-29T09:41:56","modified_gmt":"2020-01-29T08:41:56","slug":"evaluation-der-extremismuspraevention-zur-gestaltung-von-qualitaetssicherung-und-erhoehung-der-wirksamkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2020\/01\/29\/evaluation-der-extremismuspraevention-zur-gestaltung-von-qualitaetssicherung-und-erhoehung-der-wirksamkeit\/","title":{"rendered":"Evaluation der Extremismuspr\u00e4vention \u2013 Zur Gestaltung von Qualit\u00e4tssicherung und Erh\u00f6hung der Wirksamkeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 30. Oktober 2019 beschloss das Bundeskabinett ein Ma\u00dfnahmenpaket zur Bek\u00e4mpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalit\u00e4t \u2013 nicht zuletzt in Reaktion auf den rechtsextremen Anschlag auf eine Synagoge in Halle (Saale) drei Wochen zuvor. Ein wesentlicher Aspekt darin ist die langfristige St\u00e4rkung der Qualit\u00e4t und Wirksamkeit der Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen \u2013 von einschl\u00e4gigen Ans\u00e4tzen der politischen Bildung bis zur sicherheitsbeh\u00f6rdlichen Arbeit. St\u00e4rker als bisher soll also die Evaluation mit Hilfe unterschiedlicher Ans\u00e4tze und Ma\u00dfnahmen systematisch mitgedacht werden. Es mangelt jedoch bislang an einer konkreten Strategie, wie diese Ziele erreicht werden k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Forderung der Bundesregierung, Evaluation im Bereich der Extremismuspr\u00e4vention stets mitzudenken und institutionell zu st\u00e4rken, ist nicht neu \u2013 und deckt sich mit einem generellen Trend, Wirksamkeitsnachweise in verschiedenen Politikfeldern zu erbringen. Schon die \u201eStrategie der Bundesregierung zur Extremismuspr\u00e4vention und Demokratief\u00f6rderung\u201c aus dem Jahr 2016 und das \u201eNationale Pr\u00e4ventionsprogramm gegen islamistischen Extremismus\u201c aus dem Jahr 2017 haben in dieser Hinsicht wichtige Impulse gesetzt. Mittlerweile erstreckt sich die Forderung der Bundesregierung richtigerweise auf alle Pr\u00e4ventionsfelder und ist ph\u00e4nomen\u00fcbergreifend (vom Ph\u00e4nomenfeld islamistischer Extremismus bis hin zum Rechtsextremismus) gestellt worden.<\/p>\n<p>Diese Impulse und die daraus resultierenden Dialogformate\u00b9 haben bereits dazu gef\u00fchrt, dass die Reflexion \u00fcber Ma\u00dfnahmen der Qualit\u00e4tssicherung und Wirkungserh\u00f6hung in einzelnen Programmen und bei den Pr\u00e4ventionstr\u00e4gern schon erhebliche Fortschritte erzielt hat. Kein leichtes Unterfangen, haben sich doch einerseits unter der Vielzahl von Akteuren, Zug\u00e4ngen, Ans\u00e4tzen und Ma\u00dfnahmen \u00fcber Jahre viele methodische Gr\u00e4ben aufgetan und lassen sich andererseits viele der Projekte nur mit sehr unterschiedlichen Methoden und Zielsetzungen evaluieren. Die Forderung nach besserer und umfassenderer Evaluation in der Breite der Extremismuspr\u00e4vention muss deshalb zwangsl\u00e4ufig eine Forderung nach der Organisation von mehr Methodenpluralismus sein. Wissenschaft und Fachpraxis sollten hier gemeinsam schon jetzt die Grundlagen legen:<\/p>\n<p>Erstens m\u00fcssen die Wissensbest\u00e4nde zu Evaluierungsmethoden \u00fcber das gesamte Spektrum an methodischen und praktischen Zug\u00e4ngen zusammengef\u00fchrt werden. Es ist zumeist nicht ein Mangel an Wissen, sondern die Fragmentierung dieser Wissensbest\u00e4nde, die der Entwicklung von angemessenen Designs entgegensteht. Zwar gibt es Evaluationsberichte vieler Projekte und auch die Bundesprogramme wurden bereits evaluiert (so beispielsweise \u201eDemokratie Leben!\u201c und \u201eZusammenhalt durch Teilhabe\u201c). Dennoch sind multimethodische Designs, die die Sensibilit\u00e4ten an unterschiedlichen Schnittstellen zwischen p\u00e4dagogischer und sicherheitsbeh\u00f6rdlicher Arbeit ernst nehmen und der Diversit\u00e4t von Projektdesigns Rechnung tragen, nach wie vor rar. Zudem sind die Wissensbest\u00e4nde \u00fcber Ph\u00e4nomenfelder, methodische Schulen und verschiedene Pr\u00e4ventionsformen (siehe Box \u201eZum Begriff der Pr\u00e4vention\u201c) nicht systematisch ausgewertet und zusammengef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#cccccc;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#e6e6e6;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">\n<h2>Zum Begriff der Pr\u00e4vention<\/h2>\n<p>Im hier relevanten Themenfeld handelt es sich um einen Oberbegriff f\u00fcr Strategien und Ans\u00e4tze, die darauf abzielen, gesellschaftlich problematische Radikalisierung und Extremismen zu verhindern oder abzumildern. Ans\u00e4tze der Pr\u00e4vention unterscheiden sich hinsichtlich ihrer zeitlichen Vorverlagerung (prim\u00e4re, sekund\u00e4re und terti\u00e4re (Caplan 1964) und ihrem Adressatenkreis (universelle, selektive und indizierte Pr\u00e4vention (Gordon 1983)).<\/p>\n<p>Im Bereich der Extremismuspr\u00e4vention bezieht sich prim\u00e4re und universelle Pr\u00e4vention auf eine fru\u0308hzeitige Vorbeugung von Radikalisierung durch Ma\u00dfnahmen, die sich an die Allgemeinheit oder bestimmte gro\u0308\u00dfere gesellschaftliche Gruppen, bspw. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, richten. Prim\u00e4re und universelle Pr\u00e4vention weisen Schnittstellen zu politischer Bildung auf. Sekund\u00e4re wie selektive Pr\u00e4vention zielen auf Individuen und Gruppen, die Anzeichen zu beobachtender Radikalisierungstendenzen zeigen, ohne dass sie bislang gesellschaftlich problematisch oder gar juristisch straff\u00e4llig geworden sind. Ma\u00dfnahmen der terti\u00e4ren und indizierten Pr\u00e4vention beziehen sich auf Personen, die bereits in Bezug auf Extremismus aktenkundig straff\u00e4llig geworden sind. Interventionen nehmen beispielsweise die Form von Deradikalisierungsma\u00dfnahmen oder Ausstiegsangeboten an, die weitere Straftaten verhindern sollen.<\/p>\n<p>Einen \u00dcberblick \u00fcber die Ans\u00e4tze und Kontroversen \u00fcber Evaluation in der Extremismuspr\u00e4vention bietet der PRIF Report 11\/2018 von Andreas Armborst, Janusz Biene, Marc Coester, Frank Greuel, Bj\u00f6rn Milbradt und Inga Nehlsen.\u00b2<\/div><\/div>\n<p>Zweitens steht eine systematische Erhebung der Evaluationsbedarfe und -kapazit\u00e4ten der Pr\u00e4ventionsakteure in ihrer Breite noch aus. Dies ist aber notwendig, um L\u00fccken zu erkennen, Evaluationsf\u00e4higkeiten zu identifizieren und unn\u00f6tige Mehrfachstrukturen zu vermeiden.<\/p>\n<p>Drittens m\u00fcssen konkrete multimethodische Evaluierungsdesigns im Dialog von Evaluierenden und Evaluierten entworfen und erprobt werden. Zu oft verbleibt die Diskussion auf der Appellebene, ohne anhand von konkreten Pr\u00e4ventionsprojekten an der Operationalisierung zu arbeiten.<\/p>\n<p>Das erfordert viertens jedoch auch eine evaluierende Begleitung fr\u00fchzeitig und langfristig in die Projektdesigns einzuplanen. Eine solche Integration von Evaluationsdesigns vertr\u00e4gt sich aber oftmals nicht mit kurzen Antragsfristen, begrenzten F\u00f6rderlaufzeiten und der Kleinteiligkeit der in vielen Bundesprogrammen gef\u00f6rderten Projekte. Auch wenn sich gerade in den Bundesprogrammen der m\u00f6gliche F\u00f6rderzeitraum erheblich verl\u00e4ngert hat, sto\u00dfen manche zivilgesellschaftliche Strukturen an Umsetzungsgrenzen, die zumeist budget\u00e4re und personelle Ursachen haben. Selten ist eine Reserviertheit der Pr\u00e4ventionsakteure gegen\u00fcber einer Evaluation als grunds\u00e4tzliches Unbehagen der Evaluation selbst gegen\u00fcber zu verstehen. Vielmehr ist es eine Frage der Integration von Evaluationsdesigns in die Projektdesigns.<\/p>\n<p>Diese Herausforderungen sind durch die Bundesregierung, Pr\u00e4ventionsakteure und Fachpraxis zu bew\u00e4ltigen; allerdings gilt es hierzu zwei grunds\u00e4tzliche Entscheidungen zu treffen und vor allem f\u00fcr diese zu werben: zum einen betrifft dies den Gegenstandsbereich der Extremismuspr\u00e4vention, der Schnittstellen zu den Ans\u00e4tzen der politischen Bildung aufweist, und zum anderen die prim\u00e4re Zielsetzung von systematischer Evaluation.<\/p>\n<h2>Zum Gegenstandbereich<\/h2>\n<p>Der Pluralismus von Ans\u00e4tzen und Methoden und die diversen Kooperationsnetzwerke zwischen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren sind zentrale St\u00e4rken der Extremismuspr\u00e4vention in Deutschland. Je mehr sich jedoch der \u00f6ffentliche und politische Diskurs um Extremismuspr\u00e4vention in Richtung eines sicherheitspolitischen Diskurses um Terrorismus und Gewalt verengt, desto st\u00e4rker distanzieren sich Akteure der politischen Bildung von dieser sicherheitspolitischen Logik.<\/p>\n<p>Zudem gibt es auch ganz grunds\u00e4tzliche konzeptionelle Vorbehalte gegen den Pr\u00e4ventionsbegriff. P\u00e4dagogische Ans\u00e4tze sind in allen Pr\u00e4ventionsformaten pr\u00e4sent und notwendig (siehe Box zum Pr\u00e4ventionsbegriff). Ans\u00e4tze der politischen Bildung werden dabei vorwiegend in den prim\u00e4ren und universellen Varianten verortet. Viele Akteure der politischen Bildung machen jedoch geltend, dass f\u00fcr die tats\u00e4chliche bildnerische Arbeit ein schwer zu l\u00f6sendes Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen der Defizitorientierung, die der Pr\u00e4vention zugeschrieben wird, und der Kompetenz- oder Ressourcenorientierung, die dem Selbstverst\u00e4ndnis der politischen Bildung zugrunde liege, existiert. Dies ist jedoch nicht notwendigerweise ein Verh\u00e4ltnis der Spannung, sondern eines der Komplementarit\u00e4t \u2013 zumindest dann, wenn man politische Bildung st\u00e4rkt (Ziel), um unter anderem Extremismus zu vermeiden (Zweck).<\/p>\n<p>Die Debatte um das Verh\u00e4ltnis von (Extremismus-)Pr\u00e4vention und politischer Bildung ist vor allem sp\u00e4testens dann nicht mehr eine rein definitorische, sondern vielmehr eine praxisbezogene Fragestellung, wenn es um die Wirkung von Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen geht. Viele Projekte sind in ihrem Selbstverst\u00e4ndnis nicht rein pr\u00e4ventiv angelegt. Evaluationsmethoden, die im Bereich der prim\u00e4ren und universellen Pr\u00e4vention angewandt werden, sollten deshalb bei Bedarf auf verschiedene Zielsetzungen innerhalb eines Projekts abgestimmt werden und insofern in einem Design mit mehreren Evaluationsstr\u00e4ngen geb\u00fcndelt werden. So unerl\u00e4sslich politische Bildung und p\u00e4dagogische Ans\u00e4tze in der Pr\u00e4ventionsarbeit sind, so sehr sollte ihre Arbeit und ihr Selbstverst\u00e4ndnis in einer Weise darin eingebracht werden, die sich zwar dem Dialog auch zu Sicherheitsfragen hin \u00f6ffnet, aber der Furcht vor Versicherheitlichung der eigentlichen Ma\u00dfnahmen entgegenwirkt. Radikalisierungsprozesse sind oftmals lang und fast nie linear, gewaltsam sind sie selten. Prim\u00e4rpr\u00e4vention in den Regelsystemen der fr\u00fchkindlichen, schulischen und beruflichen (Weiter-)Bildung und der Erwachsenenbildung bilden eine wichtige Grundlage f\u00fcr Extremismuspr\u00e4vention. Zurecht werden in vielen Programmen daher politische Bildung und Demokratief\u00f6rderung als pr\u00e4ventive Ans\u00e4tze ebenso betont wie der Stellenwert von guter Arbeit, guter Bildung, gesellschaftlicher Integration und Teilhabe \u2013 und auch von repressiven Ma\u00dfnahmen. Kurz, der Gegenstandsbereich und die ihn umfassenden Akteure und Ans\u00e4tze sind umfangreich und plural.<\/p>\n<h2>Zielsetzung von Evaluation<\/h2>\n<p>Evaluation soll zur Qualit\u00e4tssicherung und Erh\u00f6hung der Wirksamkeit politischer Programme beitragen. Eine gute Evaluation h\u00e4ngt von der Klarheit der vorformulierten Zielsetzung unter allen beteiligten Akteuren, von einem best\u00e4ndig aktualisierten und breiten Instrumentenkasten und von der F\u00e4higkeit und Bereitschaft der Akteure, diese Instrumente auch anzuwenden, ab. So naheliegend das klingt, so schwierig ist dieser Dreiklang in der Umsetzung zu erreichen. Auch das ist nichts Neues: Die wesentlichen Kontroversen entstehen losgel\u00f6st von der Disziplin oder dem Politikfeld entlang von Methoden \u2013 und sind oft sogar konstitutiv f\u00fcr das wissenschaftliche Selbstverst\u00e4ndnis oder Zug\u00e4nge in der Pr\u00e4ventionspraxis. Sie werden am ehesten dann \u00fcberwunden, wenn man die Vorz\u00fcge der Pluralit\u00e4t und eine Probleml\u00f6sungsorientierung betont.<\/p>\n<p>In der Evaluation bedeutet dies, sich der Vielfalt der Zug\u00e4nge und der unterschiedlichen Schwierigkeiten bei der Wirkungsmessung bewusst zu sein: oft wird Evaluation mit Rechenschaftslegung gleichgesetzt. Rechenschaftslegung bleibt bei \u00f6ffentlichen wie privaten Mittelzuwendungen zentral und legitim. Diese enge Auslegung kann allerdings negative Konsequenzen haben: Sie kann dazu f\u00fchren, dass keine Fehlerkultur etabliert wird, bei der man aus M\u00e4ngeln lernen m\u00f6chte. Vielmehr wird dann oft einer Erfolgskultur der Weg bereitet, bei der partielles Scheitern unter den Tisch gekehrt wird, um gef\u00e4llte Entscheidungen nicht zu desavouieren oder um Personalstellen zu sichern.<\/p>\n<p>Dienlicher im Sinne einer Wirksamkeitserh\u00f6hung ist ein zus\u00e4tzlicher und ggf. sogar im Mitteleinsatz gr\u00f6\u00dferer Baustein: eine auf Lernen zielende Evaluation, die weniger summarisch am Ende eines Projektes steht, sondern oft formativ oder partizipativ verl\u00e4uft; je nach Gegenstandsbereich in gesch\u00fctzten R\u00e4umen mit Vertraulichkeit und eingeschr\u00e4nkter Detailtransparenz. Dies ist umso wichtiger in einem Feld, das in den letzten Jahren sehr gewachsen ist und sich auch dank der Bundesprogramme erheblich professionalisiert hat, aber schon seit langem an Absorptionsgrenzen st\u00f6\u00dft. Die Strategie, auf immer neue Projekte zu setzen, ger\u00e4t unter diesen Umst\u00e4nden an ihre Grenzen. Stattdessen sollten auch bestehende Projekte w\u00e4hrend ihrer Umsetzung verbessert und weitergef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Elemente der Lernevaluation k\u00f6nnen hier gerade auf Projektebene helfen, Qualit\u00e4tssicherung und bedarfsorientierte Anpassung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>So sehr erfolgreiche Programme der Extremismuspr\u00e4vention von einer Diversit\u00e4t an Zug\u00e4ngen in der Umsetzung von Ma\u00dfnahmen leben, so sehr h\u00e4ngt deren Weiterentwicklung auch von Erkenntnissen \u00fcber deren Wirksamkeit ab. Ebenso beruhen die daf\u00fcr notwendigen Evaluationsformate wiederum auf einer breiten Kenntnis, Zug\u00e4nglichkeit und Akzeptanz hierauf abgestimmter Methoden und Kapazit\u00e4ten der Qualit\u00e4tssicherung. Soll die Forderung der Bundesregierung nach einer dauerhaften Sicherung und St\u00e4rkung der Qualit\u00e4t und Wirksamkeit der Extremismuspr\u00e4vention mehr sein als eine wohlgemeinte aber leblose H\u00fclle, muss auf der Basis von Methodenpluralismus und einem weiten Pr\u00e4ventionsbegriff eine umfassende Strategie umgesetzt werden. Diese sollte erstens beinhalten, das bestehende Wissen \u00fcber Evaluationsinstrumente, -bedarfe und -f\u00e4higkeiten in ihrer Breite zu haben; zweitens im Dialog zwischen Projekttr\u00e4gern, Bundesprogrammen und Wissenschaft Evaluationsdesigns in allen Bereichen der Extremismuspr\u00e4vention zu entwickeln; und drittens f\u00fcr die Vielzahl an Pr\u00e4ventionsakteuren und -projekten institutionelle Unterst\u00fctzung und Kapazit\u00e4ten zur Durchf\u00fchrung von Evaluationen bereitzustellen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3635 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spotlight1519_Seite_1-1-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spotlight1519_Seite_1-1-212x300.jpg 212w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spotlight1519_Seite_1-1-724x1024.jpg 724w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spotlight1519_Seite_1-1-768x1086.jpg 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spotlight1519_Seite_1-1-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spotlight1519_Seite_1-1-1448x2048.jpg 1448w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spotlight1519_Seite_1-1-scaled.jpg 1811w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/>Download (pdf): <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/evaluation-der-extremismuspraevention\/\">Junk, Julian (2019): Evaluation der Extremismuspr\u00e4vention. Zur Gestaltung von Qualit\u00e4tssicherung und Erh\u00f6hung der Wirksamkeit, PRIF Spotlight 15\/2019, Frankfurt\/M.<\/a><\/p>\n<p>Link: <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/spotlight1519-lit\/\">Fu\u00dfnoten und Literatur<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 30. Oktober 2019 beschloss das Bundeskabinett ein Ma\u00dfnahmenpaket zur Bek\u00e4mpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalit\u00e4t \u2013 nicht zuletzt in Reaktion auf den rechtsextremen Anschlag auf eine Synagoge in Halle (Saale) drei Wochen zuvor. Ein wesentlicher Aspekt darin ist die langfristige St\u00e4rkung der Qualit\u00e4t und Wirksamkeit der Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen \u2013 von einschl\u00e4gigen Ans\u00e4tzen der politischen Bildung bis zur sicherheitsbeh\u00f6rdlichen Arbeit. 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