{"id":13289,"date":"2020-01-15T11:34:55","date_gmt":"2020-01-15T10:34:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/friedensstifter-und-hoffnungstraeger-die-verleihung-des-hessischen-friedenspreises-2019-an-abiy-ahmed\/"},"modified":"2020-01-15T11:34:55","modified_gmt":"2020-01-15T10:34:55","slug":"friedensstifter-und-hoffnungstraeger-die-verleihung-des-hessischen-friedenspreises-2019-an-abiy-ahmed","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2020\/01\/15\/friedensstifter-und-hoffnungstraeger-die-verleihung-des-hessischen-friedenspreises-2019-an-abiy-ahmed\/","title":{"rendered":"Friedensstifter und Hoffnungstr\u00e4ger \u2013 Die Verleihung des Hessischen Friedenspreises 2019 an Abiy Ahmed"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 23. September 2019 wurde der Hessische Friedenspreis der Albert-Osswald-Stiftung zum 25. Mal verliehen. Ausgezeichnet wurde der \u00e4thiopische Ministerpr\u00e4sident Abiy Ahmed. Der Preis w\u00fcrdigt den Mut und die Weitsicht des j\u00fcngsten Staatschefs Afrikas. Kurz nach seinem Amtsantritt am 2. April 2018 beendete er den seit 20 Jahren schwelenden blutigen Konflikt mit dem Nachbarstaat Eritrea. Entschlossen ging er au\u00dfen- und innenpolitische Reformen an und es gelang ihm eine weitgehende Liberalisierung seines Landes. Der Preis soll ihm Unterst\u00fctzung sein und Abiy Ahmed darin best\u00e4rken, diesen schwierigen Weg weiterzuverfolgen. Wir pr\u00e4sentieren Ausz\u00fcge aus den Reden bei der Preisverleihung im hessischen Landtag in Wiesbaden am 23. September 2019.<\/strong><\/p>\n<h2>Boris Rhein, Pr\u00e4sident des Hessischen Landtags:<\/h2>\n[&#8230;]\n<p>Verehrte Frau Ministerin, Sie waren [\u2026] die erste Parlamentspr\u00e4sidentin Ihres Landes. Ihnen als Friedensministerin unterstehen die Bundespolizei, der Geheimdienst und der Grenzschutz. Sie haben, wie die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c schrieb, nach der Kabinettsumbildung \u201eden wohl schwierigsten Posten\u201c in der Regierung \u00fcbernommen. Heute sind Sie hier bei uns in Hessen, und wir w\u00fcnschen Ihnen bei Ihren schwierigen Aufgaben in \u00c4thiopien von Herzen Erfolg, alles Gute und auch Gottes Segen.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, unsere Urteile \u00fcber ferne L\u00e4nder sind oftmals gepr\u00e4gt von einer, ich m\u00f6chte sagen, diffusen Gewissheit. Wir meinen, Bescheid zu wissen. Gelegentlich steigt mit der Ungenauigkeit unseres Wissens auch noch die Festigkeit unseres Urteils.<\/p>\n<p>Aber schon beim Gebrauch des Begriffes \u201eferne L\u00e4nder\u201c halte ich inne. Gibt es eigentlich noch ferne L\u00e4nder \u2013 in einer immer st\u00e4rker zusammenwachsenden Welt, auf einer Erde, auf der \u00fcber das Internet und allgegenw\u00e4rtige Medien fast alles erfahrbar, zu jeder Zeit erlernbar und verstehbar geworden ist? Wahrscheinlich kann man sagen, dass beides stimmt: dass es im globalen Dorf keine Wissensschranken gibt und dass unser Blick aus Deutschland noch immer auf die sogenannte Erste Welt zentriert ist. Schon der Begriff \u201eErste Welt\u201c stellt ja eine solche Zentrierung dar.<\/p>\n<p>Wir wissen viel zu wenig \u00fcber die Welt um uns herum, beispielsweise, verehrte Frau Ministerin, dar\u00fcber, dass in \u00c4thiopien mehr als 90 verschiedene Volksgruppen leben oder dass 43,2 % der Bev\u00f6lkerung in \u00c4thiopien unter 15 Jahre alt sind. 43,2 %! Man muss sagen: Die \u00e4thiopische Alterspyramide sieht aus wie die Spitze eines gesunden Tannenbaums, und die deutsche erinnert dagegen an die Umrisse \u2013 ich will es mal so formulieren \u2013 eines Brummkreisels. Was wir allerdings \u00fcber \u00c4thiopien wissen, und zwar gesichert wissen, das macht uns Mut, Frau Ministerin, und das stimmt uns sehr hoffnungsfroh. Ihr Land befindet sich mitten in einem positiven Aufbruch. Der \u00e4thiopische Ministerpr\u00e4sident Abiy Ahmed, der 25. Preistr\u00e4ger des Hessischen Friedenspreises. \u00c4thiopien hat die Chance, das Vorbild f\u00fcr den ganzen afrikanischen Kontinent zu werden. Diese Chance, diese riesengro\u00dfe Hoffnung, die dies ja auch ist, ist mit einem Namen verbunden: Abiy Ahmed, den wir heute hier mit dem Hessischen Friedenspreis ehren.<\/p>\n<p>Ich will dem Laudator nicht vorgreifen; ich will nur eines sagen: ein Mann mit einem muslimischen Vater und einer christlichen Mutter, ein Moslem, der mit einer Christin verheiratet ist, ein Friedensstifter, der in seiner Heimat einen 20-j\u00e4hrigen blutigen Konflikt beendet hat, ein Reformer, der auf die Bildung als gro\u00dfen Hoffnungstr\u00e4ger setzt.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Friede, Freiheit und Demokratie sind kein Geschenk.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Er selbst ist der Hoffnungstr\u00e4ger eines ganzen Kontinents und hat geschafft, was niemand mehr f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hat: Er hat Frieden zwischen \u00c4thiopien und Eritrea geschaffen. Er hat einen 20 Jahre langen Konflikt, der mehr als 100.000 Menschenleben gekostet hat, beendet.<\/p>\n<p>Ich finde, ein solcher Mann ist es wert, dass wir ihn ehren, dass wir ihn ermutigen auf seinem Weg zu Frieden, zu Vers\u00f6hnung und zu Gerechtigkeit, und zwar auch im Inneren. Denn die Herausforderungen sind nat\u00fcrlich enorm. Deswegen sagen wir hier von Hessen aus, hier von Wiesbaden aus: Halten Sie nicht inne, bleiben Sie nicht stehen auf Ihrem Weg, auf diesem beeindruckenden und bewundernswerten Weg, den Sie eingeschlagen haben! Treiben Sie Ihre Reformen weiter voran, so wie Sie es getan haben: friedlich und integrativ.<\/p>\n<p>Wir ehren mit dem Hessischen Friedenspreis einen herausragenden Politiker Afrikas, aber wir wollen damit auch ein Zeichen setzen, ein deutliches Zeichen f\u00fcr Demokratie und Frieden. Auch wir hier in Deutschland m\u00fcssen wissen: Der \u00dcberfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939, die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges und damit die Entfachung des Weltenbrandes sind kein Menschenalter her.<\/p>\n<p>Frieden, Freiheit und Demokratie sind kein Geschenk. Es sagt sich so leicht: Frieden, Freiheit und Demokratie sind ein Geschenk. \u2013 Sie sind kein Geschenk, denn wir m\u00fcssen uns tagt\u00e4glich daf\u00fcr einsetzen. Wir m\u00fcssen uns t\u00e4glich um Frieden, Freiheit und Demokratie bem\u00fchen, und wir m\u00fcssen sie tagt\u00e4glich erk\u00e4mpfen. Sonst sind Frieden, Freiheit und Demokratie schneller weg, als wir sie genie\u00dfen durften. Unsere, die deutsche Geschichte lehrt uns, wie man es besser machen muss.<br \/>\n[\u2026]\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#cccccc;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#e6e6e6;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">\n<h2>Das Kuratorium Hessischer Friedenspreis<\/h2>\n<p><strong>\u2022 Prof. Dr. Nicole Deitelhoff<\/strong><br \/>\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrendes Vorstandsmitglied des Leibniz- Instituts Hessische Stiftung Friedens und Konfliktforschung (HSFK)<br \/>\n<strong>\u2022 Heike Hofmann<\/strong><br \/>\nVizepr\u00e4sidentin des Hessischen Landtags<br \/>\n<strong>\u2022 Michaela J\u00e4ckel-Osswald<br \/>\n<\/strong><strong>\u2022 Boris Rhein<\/strong><br \/>\nPr\u00e4sident des Hessischen Landtags<br \/>\n<strong>\u2022 Prof. Dr. Conrad Schetter<\/strong><br \/>\nWissenschaftlicher Direktor des Bonn International Center for Conversion (BICC)<br \/>\n<strong>\u2022 Prof. Dr. Ursula Schr\u00f6der<\/strong><br \/>\nWissenschaftliche Direktorin des Instituts f\u00fcr Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH)<br \/>\n<strong>\u2022 Karl Starzacher<\/strong><br \/>\nVorsitzender des Kuratoriums Hessischer Friedenspreis, Staatsminister a. D.<br \/>\n<strong>\u2022 Peter von Unruh<\/strong><br \/>\nDirektor beim Hessischen Landtag<br \/>\n<strong>\u2022 PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner<\/strong><br \/>\nInstitut f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Forschung, Heidelberg<br \/>\n<strong>\u2022 Veronika Winterstein<\/strong><br \/>\nVizepr\u00e4sidentin des Hessischen Landtages a. D.<\/div><\/div>\n<h2>Volker Bouffier, Hessischer Ministerpr\u00e4sident in seiner Laudatio:<\/h2>\n<p>Verehrte Frau Kamil, verehrte Exzellenzen, sehr geehrter Herr Landtagspr\u00e4sident, sehr geehrter Herr Starzacher, sehr verehrte Frau J\u00e4ckel-Osswald, sehr verehrte Abgeordnetenkolleginnen und -kollegen, sehr verehrte Damen und Herren, 1994 stiftete der ehemalige Hessische Ministerpr\u00e4sident Albert Osswald den Hessischen Friedenspreis. Wir verleihen ihn also in diesem Jahr zum 25. Mal. Ein beachtliches Jubil\u00e4um und es ragt insofern schon etwas heraus. Es ragt aber auch heraus, weil wir einen Preistr\u00e4ger haben, der ganz Au\u00dfergew\u00f6hnliches vollbracht hat. Ich habe die Ehre, Ihnen diesen ein bisschen vorzustellen. Das Kuratorium des Hessischen Friedenspreises bem\u00fcht sich seit 25 Jahren, Pers\u00f6nlichkeiten, die sich in besonderer Weise f\u00fcr Frieden und auch f\u00fcr Freiheit eingesetzt haben, zu ehren, zu w\u00fcrdigen und mit diesem Preis auszuzeichnen. Mit der damit verbundenen Anerkennung verbindet sich nat\u00fcrlich auch die Hoffnung, dass diese Arbeit dauerhaft erfolgreich bleibt. Die Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger \u2013 sie verbindet eigentlich immer eines: Sie haben eine Vorstellung, wie sie insbesondere den Menschen, die in ihrem Land leben, mehr Freiheit, mehr Wohlstand, mehr pers\u00f6nliche Sicherheit vermitteln k\u00f6nnen und sie tun dies in aller Regel auch unter Inkaufnahme pers\u00f6nlicher Gefahren oder auch des Scheiterns. Und deshalb ist dieser Friedenspreis f\u00fcr uns alle ein besonderes Ereignis.<\/p>\n[&#8230;]\n<p>Abiy Ahmed Ali ist der j\u00fcngste Staatschef Afrikas: 43 Jahre und ein Hoffnungstr\u00e4ger in seinem Land, aber auch weit \u00fcber das Land hinaus. Der Pr\u00e4sident hat es erw\u00e4hnt: Er hat nach 20 Jahren den Grenzkonflikt, im Grunde genommen die bewaffnete Auseinandersetzung, mit Eritrea beendet, und das drei Monate, nachdem er als Ministerpr\u00e4sident ins Amt kam. Wenn man einen Blick zur\u00fcckwirft: Diese Auseinandersetzung zwischen \u00c4thiopien und Eritrea geht zur\u00fcck in die 50er Jahre. Seinerzeit hat das damalige Kaiserreich \u00c4thiopien Eritrea sozusagen einverleibt. Die Eritreer haben dies immer bek\u00e4mpft und es war eine lange,<br \/>\nlange Zeit, in der diese Auseinandersetzung schwelte, gelegentlich eskalierte und nach Ende der britischen Kolonialzeit, 1970, wurde Eritrea eine Region \u00c4thiopiens. Den Kampf der Eritreer um ihre Unabh\u00e4ngigkeit gab es schon damals. Das zieht sich praktisch durch die letzten 50, 60 Jahre. Nach dem Ende des \u00e4thiopischen B\u00fcrgerkrieges 1991 und im April 1993 haben sich die Vereinten Nationen diesem Konflikt angenommen und einen Schiedsspruch verk\u00fcndet, wie denn in Zukunft diese beiden L\u00e4nder nebeneinander leben k\u00f6nnten. Davor gab es ein Referendum. Dieses Referendum in Eritrea \u2013 ich habe dreimal nachgeguckt \u2013 endete f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit mit 99,8 Prozent, also praktisch jeder stimmte daf\u00fcr. Der Wunsch der Eritreer, selbst\u00e4ndig zu sein, den konnte man nicht ignorieren. Trotzdem blieben die Beziehungen angespannt. Es kam immer wieder zu Konflikten und dieser Konflikt hat sich ganz besonders um eine Stadt gedreht: Badme, ein kleiner Ort im Grunde genommen, der nach diesem Schiedsspruch, der dann durch die UNO kam, zur\u00fcckgehen sollte an Eritrea. \u00c4thiopien hat den Schiedsspruch nie anerkannt. Badme wurde besetzt und es war, wenn man so will, die Keimzelle dieses Dauerkonflikts, der vielf\u00e4ltige Auswirkungen hatte. Und es war, wenn man das so sieht, im Grunde genommen pars pro toto ein Konflikt um Unabh\u00e4ngigkeit, um das Zusammenleben zweier V\u00f6lker, die sich doch sehr verbunden sind. Und man hat in fast 50 Jahren nie einen Weg des friedlichen L\u00f6sens dieses Konfliktes gefunden.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Seit dem Sturz des Kaisers gab es eigentlich nie einen Regierungswechsel in \u00c4thiopien,\u00a0 der ohne Blutvergie\u00dfen und Gewalt lief. Das erste Mal war es diesmal anders.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Umso bemerkenswerter, dass unser heutiger Preistr\u00e4ger, ich sagte es schon, wenige Monate nach Amtsantritt mit seinem Kollegen in Eritrea zusammentraf und erkl\u00e4rte, dass \u00c4thiopien nun den Schiedsspruch ausdr\u00fccklich anerkenne, dass diese Stadt Badme zu Eritrea kommt. Er bot einen Friedens- und Freundschaftsvertrag an, weil er sich dar\u00fcber im Klaren war, dass das Beenden der kriegerischen Auseinandersetzungen \u2013 der Pr\u00e4sident hat es erw\u00e4hnt, weit \u00fcber 100.000 Menschen sind alleine dort gestorben \u2013 nicht reicht. Wenn man ein guter Nachbar sein will, muss man auch versuchen, in anderen Dingen zusammenzukommen, im Handel, in der Nachbarschaft. Und deshalb ist dieser Friedensschluss so au\u00dfergew\u00f6hnlich und so bemerkenswert. Das erfordert gro\u00dfe Tatkraft, das erfordert Mut \u2013 ich komme da noch einmal drauf zur\u00fcck \u2013 und es erfordert eine Vision von der Zukunft des eigenen Landes. Und das eigene Land kann nicht gelingen, wenn nicht auch im eigenen Land Frieden herrscht. Seit dem Sturz des Kaisers gab es eigentlich nie einen Regierungswechsel in \u00c4thiopien, der ohne Blutvergie\u00dfen und Gewalt lief. Das erste Mal war es diesmal anders. Der neue Pr\u00e4sident, Ministerpr\u00e4sident, hat den bisher verbotenen Oppositionsgruppen die Hand gereicht, er hat sie legalisiert, er hat sie eingeladen, an der Entwicklung \u00c4thiopiens teilzunehmen in einer gemeinsamen nationalen Anstrengung. Er hat tausende von Gefangenen befreit und er hat einen beachtlichen Teil des alten Sicherheitsapparates entmachtet, beziehungsweise aus dem Amt entlassen. Das sagt sich so leicht. Aber wenn man \u00fcberlegt, was dahinter steht in diesen eineinhalb Jahren \u2013 wirklich eine im besten Sinne des Wortes Revolution. Nun liegt es auf der Hand, dass eine solche Ver\u00e4nderung Hoffnung begr\u00fcndet, aber auch Bef\u00fcrchtungen. Und dass diejenigen, die bisher sozusagen das Sagen hatten, das nicht gut finden, ist auch klar. Deshalb ist dieser Prozess begleitet durchaus von R\u00fcckschl\u00e4gen, mit Gewalt, mit Entt\u00e4uschung, sowohl der Prozess zur Auss\u00f6hnung mit Eritrea wie auch im Inneren des Landes. Und wie k\u00f6nnte es eigentlich anders sein?<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, der Pr\u00e4sident hat darauf hingewiesen, wir machen uns wahrscheinlich keine rechte Vorstellung davon, welche Herausforderungen dort zu bew\u00e4ltigen sind. Wenn wir hier in den n\u00e4chsten drei Tagen im Hessischen Landtag wieder engagiert \u00fcber die Zukunft unseres Landes debattieren und die Parteien ihre Vorschl\u00e4ge vorlegen werden, scheinen unsere Aufgaben, gemessen an dem, was ein Land wie \u00c4thiopien stemmen muss, \u00fcberschaubar.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;In diesem Gemisch etwas Positives und Konstruktives mit einer solchen Schnelligkeit zu erreichen, ist bewundernswert.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Meine Damen und Herren, 105 Millionen Menschen, 120 ethnische Gruppen, 60 Sprachen und eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt. St\u00e4ndig mit den gro\u00dfen Herausforderungen der Naturkatastrophen, der D\u00fcrre, des Wassermangels konfrontiert. Eine junge Generation, die Hoffnung hat, gro\u00dfes Wirtschaftswachstum aber auch gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungsexplosion \u2013 in diesem Gemisch etwas Positives und Konstruktives mit einer solchen Schnelligkeit zu erreichen, ist\u00a0 bewundernswert. Wenn wir gelegentlich bei einzelnen Sachfragen dar\u00fcber streiten, wie lange wir da brauchen, dann bekommt eine solche Leistung erst ihr richtiges Gewicht. Es ist teilweise historisch bedingt, es ist klimatisch bedingt, es ist politisch bedingt \u2013 zum ersten Mal der Versuch, nicht durch Repression und nicht durch Gewalt, sondern durch Vers\u00f6hnung, durch Frieden, durch Gespr\u00e4che ein solches Land in die Zukunft zu f\u00fchren. Und das, denke ich, n\u00f6tigt uns nicht nur Respekt ab und Bewunderung. Das ist auch der Grund, warum wir dieses Jahr den Hessischen Friedenspreis an den Ministerpr\u00e4sidenten \u00c4thiopiens vergeben wollen. Der Pr\u00e4sident hat darauf hingewiesen, wir wollen nat\u00fcrlich mit diesem Friedenspreis auch seine Arbeit unterst\u00fctzen. Wir wollen auch ein bisschen den Blick lenken auf dieses Land und wir wollen auch deutlich machen, dass das, was dort geschieht, gr\u00f6\u00dfte Auswirkungen auf Afrika, auch auf uns und im besten Sinne vielleicht die ganze Welt hat.<\/p>\n<p>Und deshalb, meine Damen und Herren, wenn man sich \u00fcberlegt, wie ein vergleichsweise junger Regierungschef die Dinge angeht, lohnt ein Blick auf seinen eigenen Weg. Er ist Sohn eines muslimischen Omoro und einer christlichen Mutter. Die Omoros sind die gr\u00f6\u00dfte Bev\u00f6lkerungsgruppe und die Amharen waren eigentlich die, die in den letzten Dezennien die politisch herrschende Klasse waren. Wir haben also ein Mixtum. Einer, der schon in seiner Familie zwei Religionen, zwei sehr unterschiedliche Ethnien erlebt hat. Diese Herausforderung muss f\u00fcr ihn ja die Begr\u00fcndung daf\u00fcr gewesen sein, zu sagen: \u201eEs muss eine Chance geben, wie in einer guten Familie, vielleicht auch in einem Land Gegens\u00e4tze zu \u00fcberwinden, Gemeinsamkeiten zum Tragen zu bringen und so, bei Beachtung aller Unterschiede, eine gemeinsame Zukunft f\u00fcr \u00c4thiopien zu finden.\u201c Seine Jugend wurde gepr\u00e4gt \u2013 wie viele dort \u2013 im Widerstand gegen das damalige Regime. Das war das Derg-Regime, eine Milit\u00e4rjunta, wie so oft in dieser Welt. Diese Milit\u00e4rjunta hat auch in der Familie gew\u00fctet. Es war damals das Ziel dieser Junta, einen marxistisch-leninistischen Staat in \u00c4thiopien aufzubauen und wie \u00fcberall haben diejenigen, die die Form der Diktatur nicht ertragen konnten, daf\u00fcr geb\u00fc\u00dft. Sein Vater und sein Bruder wurden inhaftiert und sein Bruder kam dabei zu Tode. Mit fast 15 schloss er sich dann dem Widerstand an.<\/p>\n<p>Das war kurz bevor der Staatschef, den manche noch kennen, Mengitsu Haile Mariam, gest\u00fcrzt wurde. Und Abiy trat dann der Oromo Peoples\u2018 Democratic Organization bei \u2013 das ist eine der vier Parteien, die als Koalition, und ich zitiere jetzt \u201eRevolution\u00e4re Demokratische Front der \u00e4thiopischen V\u00f6lker\u201c, seit dem Sturz von Mengitsu regieren. Diese Kombination verschiedenster Parteien und Ethnien ist, wenn ich das richtig sehe, die politische Grundlage f\u00fcr \u00c4thiopien, und sie ist seit vielen Jahren die bestimmende Kraft. Von daher kann man sagen, er ist seit fr\u00fchester Jugend in der Entwicklung dieses Landes engagiert und dieses Engagement fand seine Fortsetzung beim Eintritt in die Armee 1993. Dort studierte er Computer- und Kommunikationstechnik, Kryptografie und wurde bis zum Oberstleutnant bef\u00f6rdert. Er war aber auch stellvertretender Chef des Geheimdienstes, insbesondere zur \u00dcberpr\u00fcfung oder zur \u00dcberwachung des Internets und des Telefonverkehrs. Also eine ganz au\u00dfergew\u00f6hnliche Kombination. Er wurde dann im Rahmen der UN-Friedensmission in Ruanda eingesetzt. Er hat dann im eritreisch-\u00e4thiopischen Grenzkrieg gedient und ist 2010 Abgeordneter geworden. Dann kam er in das Unterhaus des \u00e4thiopischen Parlaments. Von 2015 bis 2016 war er Wissenschaftsminister \u00c4thiopiens und bekleidete das Amt des Vizepr\u00e4sidenten. Nach dem R\u00fccktritt von Hailemariam Desalegn wurde er neuer Ministerpr\u00e4sident. Das vielleicht als kleinen \u00dcberblick \u00fcber den Lebensweg.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Das ist au\u00dfergew\u00f6hnlich, das ist zukunftsweisend und das ist ermutigend, aber es ist auch gef\u00e4hrlich.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Meine Damen, meine Herren, ich hatte es vorhin gesagt: Drei Monate nach Amtsantritt, das ist au\u00dfergew\u00f6hnlich und es zeugt von einer Entschlossenheit, die mich beeindruckt. Ein Milit\u00e4r und ehemaliger Geheimdienstler \u2013 er w\u00e4hlt nicht den Weg, den so viele gehen, der Repression, und wenn es nicht anders geht, der Gewalt, sondern er schl\u00e4gt genau den anderen Weg ein und reicht die Hand. Das ist au\u00dfergew\u00f6hnlich, das ist zukunftsweisend und das ist auch ermutigend, aber es ist auch gef\u00e4hrlich. Denn nat\u00fcrlich werden diese Bem\u00fchungen konterkariert im Inneren wie im \u00c4u\u00dferen. Zwei Umsturzversuche, die er beantwortet hat mit einer Fernsehansprache. Und das zeigt etwas von unserem Preistr\u00e4ger \u2013 indem er zum einen den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zurief, sie sollten keine Angst haben, und denen, die versuchten, ihn mit Gewalt zu vertreiben, das Angebot zum Gespr\u00e4ch und zum Dialog gemacht hat. Das ist so beispielhaft, dass wir allen Grund haben, eine solche Pers\u00f6nlichkeit auszuzeichnen. Es ist aber auch f\u00fcr uns alle von gro\u00dfer Bedeutung, was dort in \u00c4thiopien geschieht. Weil: \u00c4thiopien ist ein Land \u2013 ganz nebenbei \u2013 mit 3000-j\u00e4hriger Geschichte, das eine hohe Kultur hat. Und es ist ein Schl\u00fcsselland \u2013 wenn man so will \u2013 f\u00fcr ganz Ostafrika. \u00c4thiopien ist engagiert, nicht nur mit Eritrea, Somalia, Sudan, S\u00fcdsudan, also eine Ecke der Welt, die au\u00dferordentlich bewegt ist und in der Frieden eine Seltenheit ist. Und das sp\u00fcren auch wir hier. Und wir sp\u00fcren das in Europa, wir sp\u00fcren das in Deutschland, wir sp\u00fcren das in Hessen. Wenn wir schauen: Die Fl\u00fcchtlinge, die zu uns kommen \u2013 Eritrea ist in Europa in der Spitzengruppe aller Fl\u00fcchtlinge. Das hei\u00dft, das, was in \u00c4thiopien gelingt, gelingen m\u00f6ge, das ist auch eine Verhei\u00dfung f\u00fcr andere L\u00e4nder. Und warum ist sie aus meiner Sicht so bedeutsam? Soweit ich das sehe, ist es das erste Mal, dass ein Friedensprozess nicht von au\u00dfen kommt. Das ist nicht das Ergebnis einer milit\u00e4rischen Auseinandersetzung, es ist auch nicht das Ergebnis einer Konferenz internationaler Art, sondern es kommt von innen. Und dieses Von-innen-Kommende gibt der ganzen Sache eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Glaubw\u00fcrdigkeit. Sie ist nicht oktruiert von der Ersten Welt, sie ist nicht belastet mit kolonialen Vergangenheiten, sondern sie ist das Ergebnis einer Entwicklung im eigenen Land durch einen Politiker mit Vision, mit Mut und Weitsicht. Und darin sehe ich eine gro\u00dfe Chance, dass dieses Modell vielleicht auch von anderen aufgegriffen wird. Dabei tun wir gut daran \u2013 ich greife das auf, Herr Pr\u00e4sident, \u2013 wenn wir mit Beurteilungen zur\u00fcckhaltend sind. Wenn wir sagen, was anderswo richtig sein soll, dann m\u00fcssen wir einr\u00e4umen, dass uns h\u00e4ufig die Kenntnisse und die Umst\u00e4nde fehlen, um es wirklich beurteilen zu k\u00f6nnen. Aber eines k\u00f6nnen wir tun: Wir k\u00f6nnen dieses Land in seiner Entwicklung unterst\u00fctzen, wir k\u00f6nnen diesen Ministerpr\u00e4sidenten und seine Ministerinnen und seine Minister unterst\u00fctzen durch die Verleihung dieses Preises, durch \u00f6ffentliche Anerkennung. Und ich finde, wir sollten es auch tun.<\/p>\n[&#8230;]\n<p>Deshalb, sehr verehrte Frau Ministerin Kamil, ist es mir eine Freude, dass Sie und Ihre Delegation heute da sind. Es ist uns eine Ehre. Wir hier in Hessen \u2013\u00a0 gemessen an \u00c4thiopien nur ein kleines Land \u2013 versuchen unseren Beitrag zu leisten mit dem Hessischen Friedenspreis, dass diese Welt ein St\u00fcck friedlicher wird, dass sie ein St\u00fcck sicherer wird. Und nehmen Sie bitte die besten Gr\u00fc\u00dfe und Gl\u00fcckw\u00fcnsche an den Ministerpr\u00e4sidenten mit, nehmen Sie mit unser aller festes Versprechen, dass wir in Zukunft \u00c4thiopien noch intensiver verfolgen werden und schauen werden, wie sich die Dinge dort entwickeln. Und nehmen Sie unsere besten W\u00fcnsche und Gl\u00fcckw\u00fcnsche zur Verleihung des Hessischen Friedenspreises an Sie mit, an Ihre Kolleginnen und Kollegen, an den Ministerpr\u00e4sidenten, aber vor allen Dingen f\u00fcr die Menschen in Ihrem Land. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum Hessischen Friedenspreis!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"su-note\"  style=\"border-color:#cccccc;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\"><div class=\"su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"background-color:#e6e6e6;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;\">\n<h2><strong>Or<\/strong><strong>iginaltext der Urkunde<\/strong><\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3562\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Dokument-spotlight-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"149\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Dokument-spotlight-300x198.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Dokument-spotlight-1024x676.jpg 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Dokument-spotlight-768x507.jpg 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Dokument-spotlight-1536x1015.jpg 1536w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Dokument-spotlight.jpg 1800w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/p>\n<p><strong>Da<\/strong><strong>s K<\/strong><strong>uratorium Hessischer Friedenspreis der Albert Osswald-Stiftung w\u00fcrdigt damit die Friedensinitiative von Herrn Abiy Ahmed f\u00fcr die Auss\u00f6<\/strong><strong>hnung mit Eritrea und die damit verbundene Stabilisierung der Region sowie die innenpolitisch erzielten Fortschritte in der politischen und wirtschaftlichen Liberalisierung.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Herr Abiy Ahmed wird mit dem Hessischen Friedenspreis der Albert Osswald-Stiftung f\u00fcr seinen unerm\u00fcdlichen Einsatz zur Auss\u00f6hnung von \u00c4thiopien und Eritrea sowie seine innenpolitischen Reformbem\u00fchungen ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Herr Abiy Ahmed engagiert sich als \u00e4thiopischer Ministerpr\u00e4sident unter schwierigen, von Waffengewalt und Unterdr\u00fcckung zwischen ethnischen Gruppen gepr\u00e4gten Konflikten, f\u00fcr die Liberalisierung des Landes \u00c4thiopien, sowie dessen Auss\u00f6hnung mit dem lange Zeit als verfeindet geltenden Eritrea. Sein Engagement f\u00fchrte schon zu diversen Anschl\u00e4gen und Putschversuchen gegen ihn. Nach einem Attentat im Jahr 2018 lie\u00df er sich nicht einsch\u00fcchtern und rief im Fernsehen zu \u201eFrieden, Vers\u00f6hnung und Einigkeit\u201c auf.<\/p>\n<p>Herr Abiy Ahmed ist bereits seit 2010 Mitglied des \u00e4thiopischen Parlaments, diente vorher unter anderem im eritreisch-\u00e4thiopischen Grenzkrieg und arbeitete als stellvertretender Direktor der Information Network Security Agency (INSA). Im April 2018 wurde er zum Ministerpr\u00e4sidenten \u00c4thiopiens gew\u00e4hlt und ist mit 43 Jahren der j\u00fcngste Regierungschef Afrikas.<\/p>\n<p>In den Mittelpunkt seines Wirkens stellte er das Ziel, sowohl innen- als auch au\u00dfenpolitische Reformen zu erzielen. Durch die Aufhebung des Ausnahmezustands, die Lockerung der Zensur, die Freilassung von \u00fcber 1000 politischen Gefangenen, Verhandlungen mit den bis dahin als terroristisch eingestuften Oppositionsgruppen, dem verst\u00e4rkten Kampf gegen Korruption und weitere innenpolitische und wirtschaftliche Reformen gelang ihm eine weitgehende Liberalisierung des Landes.<\/p>\n<p>Besonders von Bedeutung ist auch die Auss\u00f6hnung mit dem langj\u00e4hrig verfeindeten Nachbarstaat Eritrea. Durch ein vielbeachtetes Treffen mit dessen Pr\u00e4sidenten kurz nach Abiy Ahmeds Amtsantritt konnte die Grenze zwischen beiden L\u00e4ndern wieder ge\u00f6ffnet werden, und die diplomatischen Beziehungen wurden wieder aufgenommen. Nach gut 70 Jahren Feindschaft gelang Herrn Abiy Ahmed die Unterzeichnung einer Erkl\u00e4rung f\u00fcr Frieden und Freundschaft mit dem eritreischen Pr\u00e4sidenten. Diese Errungenschaft stabilisiert die gesamte Region und wirkt sich positiv auf die Sicherheitslage in ganz Ostafrika, insbesondere in Somalia aus.<\/p>\n<p>F\u00fcr sein beharrliches Engagement f\u00fcr Frieden, Freiheit und Demokratie in \u00c4thiopien und f\u00fcr seinen unerschrockenen Einsatz f\u00fcr die Vers\u00f6hnung mit Eritrea hat das Kuratorium Hessischer Friedenspreis der Albert Osswald-Stiftung Herrn Abiy Ahmed den Hessischen Friedenspreis 2019 zuerkannt (Foto der Urkunde: \u00a9 Hermann Heibel, Hessischer Landtag, Kanzlei). <\/div><\/div>\n<h2>Ministerin Muferihat Kamil, \u00c4thiopische Friedensministerin:<\/h2>\n[&#8230;]\n<p>Ich habe heute das Privileg, Ihnen auch die tiefe Dankbarkeit unseres Ministerpr\u00e4sidenten Abiy Ahmed zu \u00fcbermitteln, dem Ministerpr\u00e4sidenten der Republik \u00c4thiopien. Er bedankt sich insbesondere auch f\u00fcr die \u00dcberreichung des Hessischen Friedenspreises der Albert-Osswald-Stiftung im Jahre 2019.<\/p>\n<p>Im Namen meines Ministerpr\u00e4sidenten m\u00f6chte ich einige Anmerkungen machen und Ihnen zusichern, dass es f\u00fcr unseren Ministerpr\u00e4sidenten eine gro\u00dfe Ehre ist, Ihren Preis entgegenzunehmen. Ich bin au\u00dferordentlich ger\u00fchrt heute und nicht nur sehr dankbar, sondern wir erkennen auch an, wie Sie die Leistungen des Ministerpr\u00e4sidenten w\u00fcrdigen und wie Sie auch ganz klar erkannt haben, welche gro\u00dfen Herausforderungen f\u00fcr die Fortentwicklung und den Wohlstand der gesamten Region vor uns liegen.<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte G\u00e4ste, bitte gestatten Sie mir, die Botschaft des Ministerpr\u00e4sidenten wie folgt vorzutragen:<\/p>\n<p>&#8220;Obschon ich nicht pers\u00f6nlich heute unter Ihnen sein kann, akzeptieren Sie doch bitte meine tiefe Dankbarkeit und meine Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Ihre Anerkennung und f\u00fcr Ihren Preis. Ich erachte dies auch als eine Anerkennung des gro\u00dfen Wandlungsprozesses in \u00c4thiopien, mit dem wir den Frieden in der Region sichern wollen und auch die Entwicklung der vielen \u00c4thiopierinnen und \u00c4thiopier weiter f\u00f6rdern wollen. Das gilt nicht nur f\u00fcr \u00c4thiopien, sondern auch f\u00fcr den ganzen afrikanischen Kontinent, und da m\u00fcssen sich alle gleicherma\u00dfen engagieren. Solche Anerkennungen, solche Preise bedeuten f\u00fcr uns alle eine gro\u00dfe Motivation, die Entwicklung weiter zu f\u00f6rdern und weiterzutreiben.<\/p>\n<p>\u00c4thiopien hat ja sehr althergebrachte Beziehungen zu Deutschland. F\u00fcr uns sind die zunehmenden bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und \u00c4thiopien von gro\u00dfer Bedeutung. Wir freuen uns insbesondere auf Ihr Engagement, auf die Investitionen, die berufliche Aus- und Weiterbildung und die F\u00f6rderung der Industriebranchen und der Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Deutschland ist einer der st\u00e4rksten Verb\u00fcndeten in wirtschaftlicher Hinsicht. Sie sind der gr\u00f6\u00dfte Importeur unseres Kaffees und unserer Textilien; daf\u00fcr danke ich Ihnen. Ich wei\u00df, dass wir eine hochrangige Delegation von Parlamentariern und Gesch\u00e4ftsleuten aus Deutschland in naher Zukunft in \u00c4thiopien willkommen hei\u00dfen werden. Wir freuen uns jetzt schon auf den Besuch.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Wir bauen eine neue Gesellschaft auf der Grundlage unserer Vergangenheit auf.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren, Exzellenzen, eine gerechte, friedliche, gleichberechtigte und nachhaltige Gesellschaft begr\u00fcnden und schaffen zu wollen, ist die Absicht unserer Regierung. Wir bauen eine neue Gesellschaft auf der Grundlage unserer Vergangenheit auf. In diesem Zusammenhang freue ich mich au\u00dferordentlich, meine heimische Philosophie \u201emedemer\u201c teilen zu k\u00f6nnen, die sehr stark auf Synergien setzt. Wir wollen einander vervollst\u00e4ndigen und in komplement\u00e4ren Beziehungen miteinander leben, damit wir von der gemeinsamen St\u00e4rke alle gleicherma\u00dfen profitieren k\u00f6nnen. Genau das ist wichtig f\u00fcr unsere Zukunft.<\/p>\n<p>Deshalb ist \u201emedemer\u201c auch die Grundlage f\u00fcr die Einheit und Solidarit\u00e4t in ganz \u00c4thiopien. Dazu geh\u00f6ren nat\u00fcrlich eine umfassende Reformagenda, die wir seit einem Jahr umsetzen. Heute werden Sie in \u00c4thiopien keinen Journalisten mehr in unseren Gef\u00e4ngnissen finden. Die politische Bandbreite, das demokratische Spektrum wird immer gr\u00f6\u00dfer. Wir sorgen f\u00fcr die rechtlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundfesten f\u00fcr den Demokratisierungsprozess, in dem wir uns zurzeit befinden.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt selbstverst\u00e4ndlich auch die Geschlechtergerechtigkeit. In unserer Regierung sind 50 % der Mitglieder weiblich. Wir haben eine Staatspr\u00e4sidentin, und auch dem h\u00f6chsten Gericht des Landes sitzt eine Frau vor. Das ist eine Reform, die nat\u00fcrlich auch die St\u00e4rkung der Menschenrechte beabsichtigt. Wir werden also weiter daran arbeiten und uns bem\u00fchen, auf der H\u00f6he der Erwartungen unseres Volkes zu sein.<\/p>\n<p>Die Meilensteine, die wir erreicht haben, die wir auch weiter erreichen wollen, sind sozusagen die Grundfesten f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung unseres Landes am Horn von Afrika und des gesamten Kontinents. Mit dieser festen \u00dcberzeugung arbeiten wir gemeinsam f\u00fcr den Frieden. Meine Regierung arbeitet unerm\u00fcdlich daran, f\u00fcr \u00c4thiopien einen neuen Horizont der Hoffnung zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;\u00c4thiopien und Eritrea haben ein neues Kapitel in ihren Beziehungen aufgeschlagen.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Nat\u00fcrlich liegen auch Herausforderungen vor uns, mit denen wir klarkommen m\u00fcssen, insbesondere im Hinblick auf die Demokratisierung der Gesellschaft, aber wir bem\u00fchen uns, das Beste daraus zu machen. Meine Regierung tut tats\u00e4chlich ihr Allerm\u00f6glichstes und ihr Bestes, um die notwendigen Reformen zur F\u00f6rderung der Demokratie in unserem Lande und der Rechtsstaatlichkeit auch tats\u00e4chlich umzusetzen.<\/p>\n<p>Exzellenzen, sehr geehrte Damen und Herren, wir haben am Horn von Afrika daf\u00fcr gesorgt, dass sich die Lage normalisiert. In dieser Hinsicht freue ich mich, dass wir genau diesen Frieden zwischen \u00c4thiopien und Eritrea jetzt auch mit Ihnen teilen k\u00f6nnen. \u00c4thiopien und Eritrea haben ein neues Kapitel in ihren Beziehungen aufgeschlagen, das uns aus der Finsternis der vergangenen Konflikte herausf\u00fchrt. Der starke politische Willen und die Entschlossenheit auf beiden Seiten, diesen Konflikten ein Ende zu machen, haben dies m\u00f6glich gemacht. Wir arbeiten heute sehr eng zusammen an den dringlichen Herausforderungen, um auch die Zeit wieder aufzuholen, die wir mit den Konflikten verloren haben.<\/p>\n<p>Die Politikerinnen und Politiker haben Br\u00fccken gebaut und somit schrittweise ein Umfeld geschaffen, in dem die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der beiden L\u00e4nder von der Friedensdividende tats\u00e4chlich auch profitieren k\u00f6nnen. Dieser Frieden wird sich auf die ganze Region auswirken.<\/p>\n<p>Exzellenzen, sehr geehrte Damen und Herren, auch S\u00fcdsudan bewegt sich derzeit in eine sehr vielversprechende Richtung, trotz der Herausforderungen. Der Waffenstillstand h\u00e4lt, und der Oppositionsf\u00fchrer ist zur\u00fcckgekehrt. Auch hier gilt: Mit F\u00fchrungsst\u00e4rke, politischem Willen und Entschlossenheit besteht eine echte Chance, auch im S\u00fcdsudan die Konflikte zu beenden.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Unsere Grenzen sind f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge also offen, aber nicht nur unsere Grenzen, sondern auch unsere Herzen.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Somalia arbeitet ebenfalls an einer effizienten und guten Regierungsf\u00fchrung, die dann die Sicherheit und den Wohlstand des somalischen Volkes st\u00fctzen kann. AMISOM tut hier das Bestm\u00f6gliche. Das hei\u00dft, in dieser Hinsicht spielt auch die Afrikanische Union unter den gegebenen Umst\u00e4nden eine wesentliche Rolle.<\/p>\n<p>Wir erwarten nur das Allerbeste von dieser Zusammenarbeit, von den guten Beziehungen zwischen \u00c4thiopien und dem Sudan. Wir haben daher die Initiative ergriffen, jetzt zwischen den beiden sudanesischen Konfliktpartnern vermittelnd t\u00e4tig zu werden. Wir sehen deshalb heute, dass der Sudan relativ stabil ist. So weit zu den gro\u00dfen Entwicklungen am Horn von Afrika.<\/p>\n<p>\u00c4thiopiens Beitrag zu den allgemeinen Friedensprozessen der Vereinten Nationen ist der viertgr\u00f6\u00dfte weltweit. Was Frauen in den Friedenstruppen betrifft, liegt \u00c4thiopien an der Spitze. \u00c4thiopien hat dar\u00fcber hinaus derzeit ca. 1 Million Fl\u00fcchtlinge aus etwa 26 L\u00e4ndern aufgenommen. Unsere Grenzen sind f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge also offen, aber nicht nur unsere Grenzen, sondern auch unsere Herzen. Wir haben ein neues, sehr gro\u00dfz\u00fcgiges Willkommenspaket, sodass die Fl\u00fcchtlinge bei uns auch sozial und wirtschaftlich partizipieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend lassen Sie mich, sehr verehrte Damen und Herren, Ihnen noch zusichern, dass \u00c4thiopien immer weiter engagiert bleiben wird f\u00fcr eine friedliche, wohlhabende und nachhaltige Gesellschaft in unserer Region und f\u00fcr ganz Afrika. Wir haben getan, was wir konnten, um diese edle Sache zu verfolgen. Wir werden das auch weiterhin tun, um die Herausforderungen und Bedrohungen, die f\u00fcr unsere Nation ohnegleichen sind, auch bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich noch einmal bedanken f\u00fcr Ihren Preis, der die starken Beziehungen zwischen Deutschland und \u00c4thiopien bekr\u00e4ftigt und auf eine neue Stufe hebt. \u2013 Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p>Abiy Ahmed, Ministerpr\u00e4sident der Demokratischen Bundesrepublik \u00c4thiopien&#8221;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3543 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Spotlight1419_Seite_1-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Download (pdf): <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/publikationen\/publikationssuche\/publikation\/friedensstifter-und-hoffnungstraeger\/\">Dokumentationen, HSFK (2020): Friedensstifter und Hoffnungstr\u00e4ger. Die Verleihung des Hessischen Friedenspreises 2019 an Abiy Ahmed, PRIF Spotlight 14\/2020, Frankfurt\/M.\u00a0<\/a><\/p>\n<p>Mehr Informationen zum <a href=\"https:\/\/www.hsfk.de\/ueber-uns\/preise\/hessischer-friedenspreis\/\">Hessischen Friedenspreis.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. September 2019 wurde der Hessische Friedenspreis der Albert-Osswald-Stiftung zum 25. Mal verliehen. Ausgezeichnet wurde der \u00e4thiopische Ministerpr\u00e4sident Abiy Ahmed. Der Preis w\u00fcrdigt den Mut und die Weitsicht des j\u00fcngsten Staatschefs Afrikas. Kurz nach seinem Amtsantritt am 2. April 2018 beendete er den seit 20 Jahren schwelenden blutigen Konflikt mit dem Nachbarstaat Eritrea. Entschlossen ging er au\u00dfen- und innenpolitische Reformen an und es gelang ihm eine weitgehende Liberalisierung seines Landes. Der Preis soll ihm Unterst\u00fctzung sein und Abiy Ahmed darin best\u00e4rken, diesen schwierigen Weg weiterzuverfolgen. Wir pr\u00e4sentieren Ausz\u00fcge aus den Reden bei der Preisverleihung im hessischen Landtag in Wiesbaden am 23. 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