{"id":13312,"date":"2019-08-29T13:50:30","date_gmt":"2019-08-29T11:50:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/zur-erinnerung-vor-den-wahlen-in-brandenburg-und-sachsen-das-problem-afd-heisst-nicht-ostdeutschland\/"},"modified":"2019-08-29T13:50:30","modified_gmt":"2019-08-29T11:50:30","slug":"zur-erinnerung-vor-den-wahlen-in-brandenburg-und-sachsen-das-problem-afd-heisst-nicht-ostdeutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2019\/08\/29\/zur-erinnerung-vor-den-wahlen-in-brandenburg-und-sachsen-das-problem-afd-heisst-nicht-ostdeutschland\/","title":{"rendered":"Zur Erinnerung vor den Wahlen in Brandenburg und Sachsen: Das Problem AfD hei\u00dft nicht Ostdeutschland"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am Wochenende wird in Sachsen und Brandenburg ein neues Parlament gew\u00e4hlt. Wahlumfragen prognostizieren der autorit\u00e4r-nationalradikalen Partei <em>Alternative f\u00fcr Deutschland<\/em> (AfD) starke Zugewinne \u2013 nicht ausgeschlossen, dass sie in einem der beiden L\u00e4nder gar st\u00e4rkste Kraft wird. Die Republik blickt drei\u00dfig Jahre nach dem Mauerfall mit eher d\u00fcsteren Gef\u00fchlen gen Osten. Es scheint eindeutig: Rechte Erfolge sind ein Problem des Ostens. Vor den Wahlen m\u00f6chte ich daran erinnern, dass diese Sicht der Dinge den Entwicklungen nicht gerecht wird. Es gibt Spezifika der ostdeutschen Transformationsgesellschaft, aber ein Sonderfall ist Ostdeutschland nicht. Es braucht eine sachliche Debatte \u00fcber das je lokale Zusammenspiel von Demokratieverdruss, Abstiegserfahrungen, sozialer Lage sowie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus \u2013 und dies in beiden Teilen des Landes. Verallgemeinernde Schl\u00fcsse \u00fcber den Osten Deutschlands sind Teil des Problems. <\/strong><\/p>\n<h2>Sonderfall Ost<\/h2>\n<p>Rechtsextremismus und folglich auch der Aufstieg der AfD sind \u201eFolgeerscheinung der DDR\u201c und damit ein origin\u00e4r ostdeutsches Problem. Folgt man <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/chapter\/10.1007\/978-3-658-09997-8_2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Matthias Quent<\/a>, ist das die dominante Erz\u00e4hlung in der auch drei\u00dfig Jahre nach dem Fall der Mauer noch immer westdeutsch gepr\u00e4gten Republik. Etabliert hat sich diese Sicht der Dinge nicht zuletzt als Reaktion auf die Pogrome von <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/programmkalender\/ausstrahlung-1344076.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hoyerswerda 1991<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QabZsnkYORA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rostock-Lichtenhagen 1992<\/a>. Tagelang w\u00fcteten militante Neonazis Seite an Seite mit vermeintlich besorgten B\u00fcrger_innen vor Asylunterk\u00fcnften und Wohnheimen ehemaliger Vertragsarbeiter_innen. \u201eEs gibt diese Ostdeutschland-Bilder, die in Klischees gefangen sind: Plattenbauten, Arbeitslose, Neonazis\u201c, so <a href=\"https:\/\/taz.de\/Soziologe-ueber-den-AfD-Ost-Wahlkampf\/!5614479\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">David Begrich<\/a>. Heute sind es Pegida, der NSU mit seinen Wurzeln im \u201eTh\u00fcringer Heimatschutz\u201c, die Ereignisse von Chemnitz 2018 sowie die Wahlerfolge der AfD in den neuen Bundesl\u00e4ndern seit 2016, die das Bild des blau-braunen <em>Ostens<\/em> scheinbar best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Angesichts der anstehenden Wahlen wird, so Begrich, in westdeutschen Medien intensiver als sonst \u00fcber den Osten des Landes berichtet, viele Beitr\u00e4ge w\u00fcrden sich jedoch lesen wie Erz\u00e4hlungen aus \u201eeinem sehr fernen Land\u201c. F\u00fcr Quent ist klar: Ostdeutschland gilt als Sonderfall, als Abweichung vom Normalfall Westdeutschland. Auf der einen Seite eine immer noch in autorit\u00e4rer Sozialisierung gefangene Gesellschaft, die sich nie wirklich mit der NS-Diktatur auseinandergesetzt habe und die ausl\u00e4nderfeindliche Gewalt tabuisiere; auf der anderen die Gesellschaft des Grundgesetzes, der demokratischen Rechtschaffenheit, wo der Nationalsozialismus gesellschaftlich bearbeitet und ge\u00e4chtet sei. <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buecher\/luetten_klein-steffen_mau_42894.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Steffen Mau<\/a> argumentiert differenzierter: unterschiedliche kollektive Erfahrungen sind nicht von der Hand zu weisen und die ostdeutsche Gesellschaft ist auf spezifische Weise \u201efrakturiert\u201c, womit sie \u201eRobustheit und Flexibilit\u00e4t\u201c verliert. Gleichzeitig ist Ostdeutschland kein Sonderfall, sondern als ein \u201eVerdichtungsraum f\u00fcr auch andernorts zu beobachtende Verwerfungen\u201c zu verstehen.<\/p>\n<h2>Risse in der Normalit\u00e4t<\/h2>\n<p>Sicherlich, in der BRD wurde angefacht durch die Revolte der 1960er Jahre offener \u00fcber die NS-Vergangenheit gerungen als in der DDR, dies sollte jedoch nicht mit der \u00dcberwindung extrem rechter Einstellungen verwechselt werden. Im Gegenteil: Erste <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjjy6vgwIfkAhXHCOwKHbDGBDYQFjAAegQICBAC&amp;url=http%3A%2F%2Flibrary.fes.de%2Fpdf-files%2Fostdeutschland%2F00887.pdf&amp;usg=AOvVaw30eYfDee9NSIYU3aViYX37\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studien zu politischen Einstellungen<\/a> im vereinigten Deutschland 1994 f\u00fchren zu Tage, dass \u201erechtsextremistische Einstellungspotenzial im Westen mehr als doppelt so gro\u00df\u201c waren wie im Osten. Ergebnisse der <a href=\"https:\/\/www.boell.de\/sites\/default\/files\/leipziger_autoritarismus-studie_2018_-_flucht_ins_autoritaere_.pdf?dimension1=ds_leipziger_studie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Leipziger Autoritarismus-Studien<\/a> verweisen analog darauf, dass noch 2002, in Ostdeutschland Menschen mit einem \u201egeschlossenen rechtsextremen Weltbild\u201c (8,1%) deutlich seltener anzutreffen waren als im Westen (11,3%). Dies \u00e4nderte sich erst Mitte der 2000ern vor allem auf Grund der Abnahme der Zustimmung im Westen (vgl. Abb. 1).<\/p>\n<div class=\"flourish-embed\" data-src=\"visualisation\/628565\"><\/div>\n<p><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><br \/>\nIn der BRD wurden alleine zwischen 1979 und 1988 27 Menschen von Rechtsterrorist_innen get\u00f6tet. Die Opfer rassistischer Brandanschl\u00e4ge von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Moelln-1992-Neonazis-ermorden-drei-Menschen,moelln157.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">M\u00f6lln 1992<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/brandanschlag-von-solingen-1993-rechtsextremismus-1.1683458\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Solingen 1993<\/a> zeigen, dass t\u00f6dliche Gewalt auch von der extremen Rechten im Westen als probates Mittel erachtet wurde, um die damalige \u201eAsyldebatte\u201c zu beeinflussen. Die Tragik liegt nicht zuletzt darin, dass sich f\u00fcr die T\u00e4ter_innen dieses Vorgehen letztlich als erfolgreich erwies, denn das <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/politik\/hintergrund-aktuell\/160780\/asylkompromiss-24-05-2013\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Asylrecht<\/a> wurde 1993 stark eingeschr\u00e4nkt. Auch war der NSU keine rein Ostdeutsche Terrorgruppe. Fast alle Morde geschahen im Westen und <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/netzwerk-nsu-terroristen-11189957.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Recherchen<\/a> belegen, dass wichtige Unterst\u00fctzer_innen-Strukturen bundesweit aktiv waren und wom\u00f6glich nach wie vor sind \u2013 wie dies der Mord am Kasseler Regierungspr\u00e4sidenten <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/was-der-mord-an-luebcke-mit-dem-nsu-zu-tun-hat-16257706.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Walter L\u00fcbcke<\/a> im Juni diesen Jahres vermuten l\u00e4sst. Der Blick auf die Kartierung <a href=\"https:\/\/www.rechtesland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">rassistischer Gewalttaten<\/a> im Jahr 2016 verbildlicht (vgl. Abb. 2) die Kontinuit\u00e4t in der ganzen Republik. Und auch heute erweist sich das Vorgehen f\u00fcr die T\u00e4ter_innen als Erfolgsgeschichte \u2013 erneut jagt eine <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/thema\/asylrechtsverschaerfung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Asylrechtsversch\u00e4rfung<\/a> die n\u00e4chste und Teile des konservativen Establishments bedienen sich offen extrem rechten Gesellschaftsbildern, so etwa Alexander Dobrindt (CSU), wenn er die \u201e<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/csu-landesgruppenchef-dobrindt-will-konservative-revolution-unterstuetzen\/20812904.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">konservative Revolution<\/a>\u201c propagiert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3234\" aria-describedby=\"caption-attachment-3234\" style=\"width: 618px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.rechtesland.de\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3234 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/abb2_RechtesLand_Rassistische-Gewalt-2016.jpg\" alt=\"Rassistische Angriffe 2016, Rechtes Land\" width=\"618\" height=\"639\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/abb2_RechtesLand_Rassistische-Gewalt-2016.jpg 618w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/abb2_RechtesLand_Rassistische-Gewalt-2016-290x300.jpg 290w\" sizes=\"(max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3234\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Rassistische Angriffe 2016, Quelle: Rechtes Land<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Verwerfungen und Ausl\u00e4nderfeindlichkeit<\/h2>\n<p>Der soziale, politische und \u00f6konomische Umbruch in Ostdeutschland wurde \u00fcber ein umfassendes Transfersystem im vereinten Deutschland abgefedert und damit die enormen sozialen Verheerungen, wie sie andere Staaten des Ostblocks durchliefen, abgewendet. Die Freiheitsgewinne im Osten der Republik seit 1989 sind enorm, so betont Mau, und heute geht es vielen materiell besser als noch zu Zeiten der DDR. Dennoch teilen Ostdeutsche spezifische Erfahrung des Verlustes kollektivier Identit\u00e4t, der Dem\u00fctigung und der Integration in die Bundesgesellschaft als \u201eB\u00fcrger zweiter Klasse\u201c.<\/p>\n<p>Dabei spielen die Erfahrung mit der Treuhandgesellschaft eine zentrale Rolle. Die Privatisierung der Volkseigenen Betriebe f\u00fchrte dazu, dass rund 85% des ehemals staatlich kollektivierten Verm\u00f6gens an westdeutsche, rund 10% an ausl\u00e4ndische und gerade mal zu 5% an ostdeutsche Investor_innen ging. Alles in Allem eine gigantische Umverteilung von Verm\u00f6genswerten. Hinzu kam: Betriebe wurden massenhaft geschlossen oder grundlegend umstrukturiert, was die <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/geschichte\/deutsche-einheit\/lange-wege-der-deutschen-einheit\/47242\/arbeitslosigkeit?p=all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Arbeitslosigkeit<\/a> im Osten stark anwachsen lie\u00df: 1991 waren in Ostdeutschland 10,2% arbeitslos. 2006 waren es 20,6%. Im gleichen Zeitraum stieg die Arbeitslosenquote im Westen von 6,2% auf 11%.<\/p>\n<p>Die \u201eaktivierende\u201c Sozialpolitik seit der Einf\u00fchrung von Harzt IV traf also im Osten rund ein F\u00fcnftel der Bev\u00f6lkerung und verst\u00e4rkte das Potenzial sozialer Deklassierung \u2013 was mitunter ein Grund daf\u00fcr ist, dass im Osten die Proteste gegen die Reformen weit st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt waren als im Westen. Seit 2006 <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/zahlen-und-fakten\/soziale-situation-in-deutschland\/61718\/arbeitslose-und-arbeitslosenquote\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">sinkt die Quote<\/a> der Arbeitslosen in beiden Teilen des Landes. 2018 lag sie bei 4,8% bzw. 6,9%, ein Allzeittief seit der Wiedervereinigung. Dies sollte aber <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/sachsen-zwischen-mauerfall-und-rechtspopulismus-eine-spurensuche-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen<\/a>, dass die Geh\u00e4lter im Osten noch immer niedriger sind, kein einziges DAX-Unternehmen seinen Sitz im Osten des Landes hat und allgemein F\u00fchrungspositionen weit seltener von Ostdeutschen besetzt sind als von Westdeutschen. Angesichts der Negativbilder scheint es paradox, aber Mittlerweile ist \u201e<a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\/leipziger-autoritarismus-studie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Demokratie als Idee<\/a>\u201c bei B\u00fcrger_innen im Osten akzeptierter als bei jenen im Westen, mit ihrer Funktionsweise sind sie aber umgekehrt deutlich unzufriedener als Menschen in den alten Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Dennoch, f\u00fcr viele sitzt die Entt\u00e4uschung tief. Aus diesem Grund, so argumentiert <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1124060.ostdeutschland-kampf-um-die-ostdeutsche-geschichte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sebastian B\u00e4hr<\/a>, funktioniert auch der Anschluss an die Gef\u00fchle der Wende so gut, die die AfD mit ihren Slogans \u201eVollende die Wende\u201c oder \u201eWir sind das Volk\u201c zu mobilisieren versucht. Die AfD erz\u00e4hlt eine Geschichte der Befreiung aus der Unm\u00fcndigkeit und des Wiederfindens der St\u00e4rke als Volk. Dies auch im Westen, aber auf Grund der spezifischen Erfahrungen der Menschen im Osten des Landes, kommt sie hier damit besonders an. Gleichzeitig, so streicht <a href=\"https:\/\/www.klett-cotta.de\/buch\/Gesellschaft_\/_Politik\/Die_autoritaere_Revolte\/79925\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Volker Wei\u00df<\/a> hervor, ist der Osten f\u00fcr extrem rechte Akteur_innen ein kulturell homogener und antiliberaler Sehnsuchtsort, wo die \u201awei\u00dfe Identit\u00e4t\u2018 \u2013 was auch immer das sein soll \u2013 noch intakt sei. Die Menschen im Osten werden somit auch gezielt von der AfD und anderen extrem rechten Akteur_innen adressiert.<\/p>\n<p>Man sollte aber keinen Hehl daraus machen. Extrem rechte Akteur_innen verm\u00f6gen auch deshalb im Osten so gut Fu\u00df zu fassen, weil Ausl\u00e4nderfeindlichkeit und Rassismus weit st\u00e4rker in der Mitte der Gesellschaft verankert sind als im Westen. J\u00fcngsten Zahlen zufolge weisen im Osten des Landes heute 30,9% und im Westen 22,3% der Bev\u00f6lkerung \u201emanifest ausl\u00e4nderfeindliche\u201c Einstellungen auf (Abb. 3). Deutlich wird dies auch daran, so <a href=\"https:\/\/zeitschrift-suburban.de\/sys\/index.php\/suburban\/article\/view\/468\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dominik Intelmann<\/a>, dass die Ereignisse von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen sowie j\u00fcngst von Chemnitz Massenph\u00e4nomene waren; extrem rechte Gewalt \u2013 auch t\u00f6dliche \u2013 im Westen hingegen meist, aus kleineren Zirkeln entspringt und nicht selten auf dezidierten Widerspruch aus der Zivilgesellschaft trifft<strong>.<\/strong><\/p>\n<p>Heute noch ist in Ostdeutschland der Wunsch nach Homogenit\u00e4t und Abschottung gr\u00f6\u00dfer als im Westen. In diesem Gef\u00fcge spielt sicherlich eine Rolle, dass rechte Gewalt und Fremdenfeindlichkeit zu Zeiten der DDR Tabuthemen waren. Dies schuf ein Klima, in dem T\u00e4ter_innen keine Angst vor Verfolgung haben mussten und <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2017-12\/rassismus-ostdeutschland-ddr-zionskirche\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Opfer<\/a> rassistischer Gewalt alleine gelassen wurden. Es ist aber auch eine Folge der Wendejahre, als die neuen Bundesl\u00e4nder, \u00e4hnlich wie heute die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/report-muenchen\/rechtsextremismus-schweiz-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schweiz<\/a>, zu einem wichtigen R\u00fcckzugs- und Organisationsort der extremen Rechten aus Ost und West wurde.<\/p>\n<div class=\"flourish-embed\" data-src=\"visualisation\/628687\"><\/div>\n<p><script src=\"https:\/\/public.flourish.studio\/resources\/embed.js\"><\/script><\/p>\n<h2>Einen genuinen Ost-Faktor gibt es nicht<\/h2>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.578562.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DIW Berlin<\/a> untersuchte 2018 den Erfolg der AfD anhand von sozio-\u00f6konomischen Strukturvariablen. Sie kommen zum Ergebnis, dass sie mit dem Modell f\u00fcr rund 80% der Wahlkreise die Zustimmung zur AfD ann\u00e4hernd treffend berechnen k\u00f6nnen. Von den Wahlkreisen, deren Resultate sie nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen und untersch\u00e4tzt werden, liegen nicht wenige in Sachsen und Bayern. Untersch\u00e4tzt werden also auf Grund der Strukturvariablen Ergebnisse in Ost und West. Autor_innen einer Studie der <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjYkvejyYfkAhWJCuwKHZenDQgQFjAAegQIABAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.boeckler.de%2Fpdf%2Fp_fofoe_WP_044_2017.pdf&amp;usg=AOvVaw3zLEHcdBA1Z0QUYbBip30L\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hans-B\u00f6ckler-Stiftung<\/a> (HBS) kommen ebenfalls zum Schluss, dass \u201eein genuiner, wom\u00f6glich sogar kulturell bedingter Ost-Faktor\u201c in der Pr\u00e4ferenz f\u00fcr die AfD kaum nachzuweisen ist. Eher ist es die \u201einsgesamt schlechtere sozio\u00f6konomische Lage zwischen Rostock und Suhl\u201c, die das Gef\u00e4lle der AfD-Wahl erkl\u00e4rt. Die Autor_innen der DIW-Studie zeigen aber auch auf, dass die AfD bundesweit insbesondere in d\u00fcnn besiedelten und \u00fcberalterten Regionen \u2013 es sind aber gerade M\u00e4nner mittleren Alters, die die Partei w\u00e4hlen \u2013 Erfolge feiert. In diesem Kontext spricht <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/rechtspopulismus-die-rache-der-doerfer.1008.de.html?dram:article_id=371289\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolfgang Kaschuba<\/a> von der \u201eRache der D\u00f6rfer\u201c.<\/p>\n<p>Studien, die auf Einstellungsmuster abheben, verweisen ebenfalls darauf, dass die Entscheidung f\u00fcr die Wahl der AfD in Ost und West auf \u00e4hnlichen Faktoren basiert. <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=2&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwixv72Dho_kAhXLlosKHcQ7A6MQFjABegQIAhAC&amp;url=https%3A%2F%2Fresearch.hks.harvard.edu%2Fpublications%2FgetFile.aspx%3FId%3D1401&amp;usg=AOvVaw2jrQf66ImrODcwlSAsjp74\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ronald Inglehart und Pippa Norris<\/a> arbeiten europaweit vergleichend heraus, dass der Zuspruch zu rechts-au\u00dfen Parteien wesentlich in der geteilten Ablehnung von kosmopolitischen, pluralistischen und post-materialistischen Lebensentw\u00fcrfen sowie eine grundlegende Skepsis gegen\u00fcber von Zuwanderung zu finden ist. F\u00fcr die <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s11577-018-0522-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">W\u00e4hler_innen der AfD<\/a> gilt, dass sie durchaus von \u00f6konomischen Bedrohungswahrnehmungen geeint werden, jedoch der verbreitete Wunsch nach einer homogenen Welt und die Ablehnung von Ausl\u00e4nder_innen weit st\u00e4rker ins Gewicht fallen. Auch spiele politische Entfremdung eine weit gr\u00f6\u00dfere Rolle als \u00f6konomische Faktoren.<\/p>\n<h2>Paternalismus \u00fcberwinden, Geschichte offen betrachten<\/h2>\n<p>Drei\u00dfig Jahre nach dem Fall der Mauer und angesichts des Erstarkens rechter Ideologien, sozialer Bewegungen und Parteien gerade im Osten des Landes, ist es notwendig die Gr\u00fcnde daf\u00fcr in der interdependenten Geschichte beider Teile Deutschlands zu suchen. Manch Unterschiede werden zu finden sein; die verbindenden Faktoren sind aber weit ausgepr\u00e4gter. Dass dennoch eine Grenze zwischen Ost und West verl\u00e4uft, h\u00e4ngt wesentlich mit einer anhaltenden geteilten sozialen und kulturellen Erfahrung zusammen. Es gilt die spezifischen Erfahrungen der Menschen im Osten anzuerkennen ohne sie als Sonderfall aus der gemeinsamen Geschichte zu externalisieren. Ostdeutschland ist ein \u201eVerdichtungsraum\u201c indem Prozesse und Dynamiken, die im ganzen Land wirken, besonders akzentuiert zutage treten.<\/p>\n<p>Erfahrene Zur\u00fccksetzung und Dem\u00fctigung sind keine Entschuldigung f\u00fcr Ausl\u00e4nderfeindlichkeit und autorit\u00e4re Gel\u00fcste, aber die Art und Weise der Integration der beiden deutschen Staaten und der bisweilen paternalistische westdeutsche Blick gen Osten, sind mitverantwortlich f\u00fcr diese Gef\u00fchle \u2013 dies gilt es anzuerkennen. Wird dies negiert, wird die verbreitete \u201eWagenburgmentalit\u00e4t\u201c seitens derer, die sich im Osten degradiert f\u00fchlen, noch verst\u00e4rkt. Die herabsetzende Vorstellung des genuin blau-braunen Ostens verstellt den Blick auf die Arbeit der vielen Menschen, die trotz allem couragiert und engagiert <a href=\"https:\/\/www.unteilbar.org\/aktionen\/unteilbar-sachsen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">f\u00fcr eine andere Gesellschaft<\/a> in Ostdeutschland einstehen. Kurzum: Das Problem des Erstarkens der extremen Rechten hei\u00dft nicht Ostdeutschland.<\/p>\n<p>Ins Zentrum einer kritischen Befragung des Erfolgs der extremen Rechten m\u00fcssen in Ost und West Bedingungen und Ursachen des Demokratieverdrusses und Abstiegserfahrungen gestellt werden. Es gilt soziale Lage und die resultierenden B\u00fcrden und Herausforderungen ernst zu nehmen. Es gilt unterschiedliche Erfahrungen zu w\u00fcrdigen und ernst zu nehmen. Und, wir kommen nicht umhin \u00fcber Rassismus zu reden. \u00dcber den je individuellen Rassismus, der in Einstellungsmustern abgebildet werden kann, aber auch \u00fcber dessen strukturelle Dimension. \u00c9tienne Balibar schreibt im Dialog mit Immanuel Wallerstein: \u201eIm Rassismus geht es darum, Stimmungen und Gef\u00fchle zu organisieren\u201c, es ist ein \u201etotales soziales Ph\u00e4nomen\u201c. Rassistische Ideologien geben jeder und jedem eine Hilfestellung, nicht nur um zu verstehen, \u201ewas die Individuen erleben, sondern auch, was sie innerhalb der gesellschaftlichen Welt sind\u201c.<\/p>\n<p>Auch die oben beschriebene Datenlage spricht daf\u00fcr, dass die im Osten weit verbreitete Fremdenfeindlichkeit erst in den letzten beiden Jahrzehnten wirklich erfolgreich politisch mobilisiert wurde und heute in der massenhaften Wahl extrem rechter Parteien m\u00fcndet. Demgegen\u00fcber bedarf es der Re-etablierung einer gelebten Demokratie, die reale Gestaltungs- und Partizipationsr\u00e4ume schafft und den Menschen und ihren Erfahrungen ebenfalls einen Platz gibt. Sozialer Sicherheit muss garantiert werden. Offensiv muss auch Ausl\u00e4nderfeindlichkeit und Rassismus als solches benannt werden, sie kleinzureden oder als reinen Effekt \u00f6konomischer Faktoren zu betrachten, hilft nicht. All dies wird nicht von allein passieren, es bedarf des engagierten Thematisierens \u2013 und es braucht Zeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende wird in Sachsen und Brandenburg ein neues Parlament gew\u00e4hlt. Wahlumfragen prognostizieren der autorit\u00e4r-nationalradikalen Partei Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) starke Zugewinne \u2013 nicht ausgeschlossen, dass sie in einem der beiden L\u00e4nder gar st\u00e4rkste Kraft wird. Die Republik blickt drei\u00dfig Jahre nach dem Mauerfall mit eher d\u00fcsteren Gef\u00fchlen gen Osten. Es scheint eindeutig: Rechte Erfolge sind ein Problem des Ostens. Vor den Wahlen m\u00f6chte ich daran erinnern, dass diese Sicht der Dinge den Entwicklungen nicht gerecht wird. Es gibt Spezifika der ostdeutschen Transformationsgesellschaft, aber ein Sonderfall ist Ostdeutschland nicht. Es braucht eine sachliche Debatte \u00fcber das je lokale Zusammenspiel von Demokratieverdruss, Abstiegserfahrungen, sozialer Lage sowie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus \u2013 und dies in beiden Teilen des Landes. 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