{"id":13688,"date":"2018-04-16T14:21:02","date_gmt":"2018-04-16T12:21:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/das-zu-weite-feld-der-praevention\/"},"modified":"2018-04-16T14:21:02","modified_gmt":"2018-04-16T12:21:02","slug":"das-zu-weite-feld-der-praevention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2018\/04\/16\/das-zu-weite-feld-der-praevention\/","title":{"rendered":"Das (zu) weite Feld der Pr\u00e4vention oder: Wo Pr\u00e4vention beginnen und enden sollte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unter dem Label \u201eRadikalisierungspr\u00e4vention\u201c wird eine Vielzahl von unterschiedlichsten Ma\u00dfnahmen gef\u00f6rdert. Pr\u00e4vention wird dabei in den verschiedensten Formen umgesetzt. Teilweise l\u00e4sst sich jedoch kaum der pr\u00e4ventive Gehalt mancher Angebote erkennen: in diesen F\u00e4llen w\u00e4re es ratsam, erst gar nicht von Pr\u00e4vention zu sprechen. Geboten ist dies vor allem, weil eine solche begriffliche \u00dcberdehnung die in der Pr\u00e4ventionsrhetorik angelegten Pathologisierungen und Stigmatisierungsproblematiken unn\u00f6tigerweise vervielfacht.<\/strong><\/p>\n<p>Bereits eine kurze Recherche unter dem Stichwort \u201eRadikalisierungspr\u00e4vention\u201c gen\u00fcgt, um zu verdeutlichen, dass momentan eine gro\u00dfe Anzahl von p\u00e4dagogischen Ma\u00dfnahmen unter diesem Label gef\u00f6rdert wird. Auff\u00e4llig ist dabei, dass sich unter dieser Kategorie h\u00f6chst unterschiedliche Angebote verbergen. Nicht nur, dass verschiedene Ph\u00e4nomene wie Rechtsextremismus und islamistischer Extremismus bearbeitet werden sollen. Dar\u00fcber hinaus findet sich eine enorme Vielgestalt an Zielgruppen und Arbeitsweisen. Die Bandbreite reicht dabei von wissensvermittelnden Projekten, die mit Schulklassen arbeiten, bis hin zu Angeboten der Ausstiegsbegleitung f\u00fcr Angeh\u00f6rige rechtsextremer oder islamistisch-extremistischer Szenen. Die wesentliche Gemeinsamkeit dieser h\u00f6chst unterschiedlichen Formate besteht darin, dass sie als Pr\u00e4vention bezeichnet werden bzw. mit pr\u00e4ventiven Anspr\u00fcchen gef\u00f6rdert werden. Die Weite dieser \u201epr\u00e4ventiven\u201c Ma\u00dfnahmen wird durch die Tatsache erzeugt, dass Pr\u00e4ventionsprogramme immer auch reichhaltige F\u00f6rderquellen darstellen. F\u00fcr Praxisakteure ist es daher grunds\u00e4tzlich attraktiv, die pr\u00e4ventiven Anteile der eigenen Arbeit und der eigenen Angebote zu betonen. Den politischen Akteuren, die entsprechende Programme initiieren, dienen diese wiederum auch zur Demonstration von Handlungsmacht (\u201eWir tun etwas gegen \u2026\u201c). Eine \u00dcberdehnung des Pr\u00e4ventionsbegriffs ist insofern schon strukturell angelegt. Aus fachlicher Sicht ist trotzdem oder gerade deswegen eine kritische Perspektive darauf geboten, ob die Bezeichnung \u201ePr\u00e4vention\u201c in allen F\u00e4llen zutreffend ist.<\/p>\n<p>Zu kl\u00e4ren ist nat\u00fcrlich zun\u00e4chst, was \u00fcberhaupt unter Pr\u00e4vention verstanden wird. Allgemein gesprochen ist <a href=\"https:\/\/www.demokratie-leben.de\/wissen\/glossar\/glossary-detail\/praevention.html\">Pr\u00e4vention die gezielte Vorbeugung von unerw\u00fcnschten und zuk\u00fcnftigen Ereignissen oder Zust\u00e4nden<\/a>. Wie weit im Vorfeld pr\u00e4ventiv gehandelt wird, ist klassischerweise ein wesentliches Kriterium, um verschiedene Konzepte pr\u00e4ventiven Agierens voneinander zu unterscheiden und genauer zu bestimmen. Gerald Caplan (1964) unterschied zwischen Formen von prim\u00e4rer, sekund\u00e4rer und terti\u00e4rer Pr\u00e4vention. Prim\u00e4re Pr\u00e4vention setzt bereits im Vorfeld des Auftretens unerw\u00fcnschter Zust\u00e4nde an und will deren Herausbildung grunds\u00e4tzlich unterbinden. Im Unterschied hierzu findet sekund\u00e4re Pr\u00e4vention statt, wenn bereits erste Auspr\u00e4gungen des Unerw\u00fcnschten vorliegen und eine (weitere) Verfestigung verhindert werden soll. In F\u00e4llen terti\u00e4rer Pr\u00e4vention ist das eigentlich zu verhindernde Problem schon vollst\u00e4ndig ausgepr\u00e4gt. Das pr\u00e4ventive Streben richtet sich hier v.a. darauf, ein erneutes Auftreten zu verhindern.<\/p>\n<p>Im Feld der Radikalisierungspr\u00e4vention ist die gesamte Bandbreite an M\u00f6glichkeiten von Pr\u00e4vention vertreten. Im Bereich prim\u00e4rer Pr\u00e4vention liegen beispielsweise Angebote der politischen Bildung zu Rechtsextremismus oder islamistischem Extremismus, in denen \u00fcber die jeweiligen Ideologien aufgekl\u00e4rt werden. In den Bereich sekund\u00e4rer Pr\u00e4vention lassen sich Ma\u00dfnahmen einordnen, in denen z.B. mit den Mitteln der Sozialen Arbeit pr\u00e4ventiv mit Jugendlichen gearbeitet wird, die bereits deutliche Affinit\u00e4ten zu rechtsextremen oder islamistisch-extremistischen Ideologien und\/oder Gruppen haben. Ma\u00dfnahmen terti\u00e4rer Pr\u00e4vention sind beispielsweise Angebote der Ausstiegsbegleitung, in denen ausstiegswillige Mitglieder von rechtsextremen oder islamistisch-extremistischen Szenen bei ihrer Distanzierung und Deradikalisierung unterst\u00fctzt werden. Aber kann hier wirklich von Pr\u00e4vention gesprochen werden? Oder anders: Wo genau h\u00f6rt Pr\u00e4vention denn auf? Wenn jemand bereits in rechtsextreme oder islamistisch-extremistische Szenen involviert ist, dann ist es faktisch bereits zu sp\u00e4t f\u00fcr ein \u201evorbeugendes\u201c Eingreifen. Der Verweis auf den pr\u00e4ventiven Charakter, der darin liegt, dass die Gefahr des erneuten Auftretens verringert werden soll, tr\u00e4gt hier nur zum Teil. Schlie\u00dflich ist es ein Hauptanliegen f\u00fcr Ausstiegsbegleitungen, den Prozess des Ausstiegs zu forcieren und zu unterst\u00fctzen. Erst wenn dieser Prozess weit vorangeschritten ist, kann es darum gehen, den Ausstieg zu stabilisieren und R\u00fcckfallgefahren zu minimieren. Ein erneutes Auftreten zu verhindern, setzt n\u00e4mlich voraus, dass das problematische Ph\u00e4nomen weitestgehend \u00fcberwunden ist und keinen Dauerzustand darstellt. Insofern sollten Angebote der Ausstiegsbegleitung konsequenterweise nicht \u00fcber die pr\u00e4ventiven Gehalte definiert werden, die sie zweifellos haben, die aber nicht ihren Kern ausmachen. Dieser Kern liegt vielmehr in der Auseinandersetzung und Bearbeitung eines akut vorliegenden unerw\u00fcnschten Zustands, n\u00e4mlich einer Zugeh\u00f6rigkeit zu einer einschl\u00e4gigen Szene und\/oder einer Radikalisierung auf ideologischer Ebene.<\/p>\n<p>Bereits Robert S. Gordon (1983) kritisierte an der Einteilung in prim\u00e4re\/sekund\u00e4re\/terti\u00e4re Pr\u00e4vention v.a. die darin angelegte \u00dcberdehnung des Konzepts \u201ePr\u00e4vention\u201c. Alternativ entwickelte er eine Kategorisierung, die zwischen universellen, selektiven und indizierten Pr\u00e4ventionsans\u00e4tzen unterscheidet und dabei einen engeren Pr\u00e4ventionsbegriff verwendet. Universelle Pr\u00e4vention setzt bereits vor Auftreten eines bestimmten Problems bei Zielgruppen an, die keine Auff\u00e4lligkeiten oder ein erh\u00f6htes Risiko aufweisen. Demgegen\u00fcber greifen Ma\u00dfnahmen gezielter Pr\u00e4vention, wenn bereits Risikofaktoren erkennbar sind (selektive Pr\u00e4vention) bzw. sich erste Problemauspr\u00e4gungen zeigen (indizierte Pr\u00e4vention). Als Pr\u00e4vention gilt hier also nur etwas, an dem es auch noch etwas zu verhindern gibt, n\u00e4mlich die vollst\u00e4ndige Auspr\u00e4gung des unerw\u00fcnschten Ph\u00e4nomens.<\/p>\n<p>Die Frage nach den Grenzen des Konzepts Pr\u00e4vention beschr\u00e4nkt sich aber nicht nur auf eine Art \u201eObergrenze\u201c und die Abw\u00e4gung, ab wann etwas nicht mehr als Pr\u00e4vention gelten kann. Mindestens ebenso strittig ist, wo die \u201eUntergrenze\u201c liegt bzw. ab wann etwas \u00fcberhaupt schon als Pr\u00e4vention gelten kann. Ein enger Pr\u00e4ventionsbegriff k\u00f6nnte auch hier zur kritischen Reflektion \u00fcber pr\u00e4ventive Gehalte beitragen. Die Schwierigkeit liegt n\u00e4mlich v.a. darin, dass pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen, die weit im Vorfeld liegen (also universeller oder prim\u00e4rer Pr\u00e4vention entsprechen) mitunter relativ unspezifisch sind und zudem gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungsteile pr\u00e4ventiv \u201ebehandeln\u201c. Im Feld der Radikalisierungspr\u00e4vention wird im weiten Vorfeld v.a. mit den Mitteln von Aufkl\u00e4rung und Sensibilisierung gearbeitet, ebenso finden sich Ma\u00dfnahmen der Demokratief\u00f6rderung oder auch pers\u00f6nlichkeits- bzw. identit\u00e4tsst\u00e4rkende Angebote.<\/p>\n<p>Schnell einsichtig ist, dass diese Ma\u00dfnahmen positive Effekte haben, die weit \u00fcber die Radikalisierungspr\u00e4vention hinausgehen. Im besten Fall wirken sie also <em>auch<\/em>, aber eben nicht nur, gegen Radikalisierung. So handelt es sich zumindest bei einem Teil dieser Ma\u00dfnahmen z. B. eher um Ma\u00dfnahmen allgemeiner Demokratiep\u00e4dagogik oder zur St\u00e4rkung sozialer Kompetenz, die ohnehin Bestandteil einer gelingenden Sozialisation sind (oder sein sollten). Entsprechende Ma\u00dfnahmen unter pr\u00e4ventiven Vorzeichen zu f\u00f6rdern, ist in zweifacher Hinsicht problematisch. Zum einen liegt hier die Gefahr einer Pathologisierung breiter Bev\u00f6lkerungskreise, denn eine solche \u201eBehandlung\u201c macht nur dann Sinn, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass sich diese Bev\u00f6lkerungskreise radikalisieren. Zum anderen werden die umgesetzten Angebote zu Mitteln degradiert, um einen pr\u00e4ventiven Zweck zu erf\u00fcllen. Zugespitzt formuliert k\u00f6nnte eines Tages au\u00dferschulische Jugendarbeit im Allgemeinen nicht mehr als selbstverst\u00e4ndliches und wertvolles F\u00f6rderinstrument gelten, sondern nur noch f\u00f6rderw\u00fcrdig erscheinen, wenn ihre pr\u00e4ventiven Gehalte betont werden (\u201eOffene Jugendh\u00e4user gegen Rechtsextremismus\u201c). Schon heute finden sich Angebote allgemeiner Integrationsarbeit mit Gefl\u00fcchteten, die gef\u00f6rdert werden, um islamistische Radikalisierungen zu verhindern. Die geleistete Unterst\u00fctzung erfolgt hier nicht mehr als Selbstzweck oder Selbstverst\u00e4ndlichkeit, sondern aus Furcht vor Radikalisierungen. Abgesehen davon bestehen hier Stigmatisierungsgefahren, denn es werden Bilder transportiert, die Gefl\u00fcchtete und islamistische Terroristen allzu leicht in eins setzen. Auch angesichts der hier aufscheinenden Stigmatisierungsproblematik ist es geboten, Pr\u00e4ventionsrethoriken zu hinterfragen und von Pr\u00e4vention nur dann zu sprechen, wenn entsprechende Ma\u00dfnahmen einen pr\u00e4ventiven Kern haben. Und dies gilt f\u00fcr Ausstiegsbegleitungen ebenso wenig wie f\u00fcr integrationsunterst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p><em>Literatur<\/em><\/p>\n<p>Caplan, Gerald 1964: Principles of Preventive Psychiatry, 5. Aufl., New York, NY.<\/p>\n<p>Gordon, Robert S. 1983: An operational classification of disease prevention. Public Health Reports, Jg. 83, Heft 98 (3), 107\u2013109.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Label \u201eRadikalisierungspr\u00e4vention\u201c wird eine Vielzahl von unterschiedlichsten Ma\u00dfnahmen gef\u00f6rdert. Pr\u00e4vention wird dabei in den verschiedensten Formen umgesetzt. 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