{"id":14218,"date":"2025-09-01T12:00:22","date_gmt":"2025-09-01T10:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/?p=14218"},"modified":"2025-11-24T15:39:28","modified_gmt":"2025-11-24T14:39:28","slug":"zwischen-friedensarbeit-und-gewalt-zur-verleihung-des-hessischen-friedenspreises-an-jani-silva","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2025\/09\/01\/zwischen-friedensarbeit-und-gewalt-zur-verleihung-des-hessischen-friedenspreises-an-jani-silva\/","title":{"rendered":"Zwischen Friedensarbeit und Gewalt \u2013 Zur Verleihung des Hessischen Friedenspreises an Jani Silva"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><b>Der Hessische Friedenspreis 2024 geht an die kolumbianische Land-, Umwelt- und Friedensaktivistin Jani Sil<\/b><b>va, Pr\u00e4sidentin der <\/b><b><i>Asociaci\u00f3n para el Desarrollo Integral Sostenible de la Perla Amaz\u00f3nica<\/i><\/b><b> (ADISPA). Seit Jahr<\/b><b>zehnten setzt sie sich unter widrigsten Bedingungen f\u00fcr die Rechte einer Gemeinschaft von rund 700 klein<\/b><b>b\u00e4uerlichen Familien in Puerto As\u00eds, Putumayo, ein. Diese ist st\u00e4ndig bedroht, insbesondere durch bewaffnete <\/b><b>Gruppen, die an der Grenze zu Ecuador illegale Gesch\u00e4fte betreiben. Seit Jahren erh\u00e4lt Silva Morddrohungen. <\/b><b>Das PRIF Spotlight beleuchtet die Hintergr\u00fcnde und Formen des Engagements der Preistr\u00e4gerin.<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Laut <i>Human Rights Defenders Memorial<\/i> wurden im Jahr 2024 weltweit 324 Menschen umgebracht, die sich in ihren L\u00e4ndern friedlich f\u00fcr die Menschenrechte einsetzten.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">1<\/span><\/sup><\/a> Fast die H\u00e4lfte der Opfer \u2013 157 \u2013 entfielen dabei auf Kolumbien. Das s\u00fcdamerikanische Land geh\u00f6rt seit Jahren zu den gef\u00e4hrlichsten Orten f\u00fcr zivilgesellschaftliche Aktivist*innen. Besonders betroffen sind Menschen, die sich in ihren lokalen Gemeinschaften f\u00fcr Umwelt und Landrechte engagieren.<a href=\"https:\/\/globalwitness.org\/en\/campaigns\/land-and-environmental-defenders\/missing-voices\/?gad_source=1&amp;gad_campaignid=240157824&amp;gbraid=0AAAAADm6LOC5VQzii12iNH9hi2zQWfV4K&amp;gclid=Cj0KCQjwn8XFBhCxARIsAMyH8BvZuM-JuQWu8lQTcHYKeksmt5hHCTg5tPOYEuSYWPhK1YJTrpZBfBQaAj-zEALw_wcB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">2<\/span><\/sup><\/a> Diese Problematik hat sich seit dem Friedensabkommen zwischen dem kolumbianischen Staat und der Guerrillaorganisation <i>Fuerzas Armadas <\/i><i>Revolucionarias de Colombia \u2013 Ej\u00e9rcito del Pueblo <\/i>(FARC-EP) Ende 2016 noch zugespitzt. Nach Angaben der kolumbianischen Nichtregierungsorganisation <i>Indepaz<\/i> wurden in den acht Jahren zwischen 2017 und 2024 j\u00e4hrlich im Schnitt 200 soziale F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten (<i>l\u00edderes y lideresas sociales<\/i>) get\u00f6tet, insbesondere Repr\u00e4sentant*innen indigener, afrokolumbianischer und mestizisch-kleinb\u00e4uerlicher Gemeinschaften in den l\u00e4ndlichen Regionen Kolumbiens.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">3<\/span><\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">Das Department Putumayo im S\u00fcdwesten Kolumbiens ist von dieser Gewaltform in besonderer Weise betroffen. Als Hochburg des Kokaanbaus und Region an der Grenze zu Ecuador besitzt es strategische Bedeutung f\u00fcr Drogenproduktion und transnationalen Drogenhandel. Zugleich wird \u00d6l gef\u00f6rdert, und der (illegale) Goldabbau boomt. Mit der Demobilisierung der FARC-EP hat zwar die kriegerische Gewalt sp\u00fcrbar abgenommen. An die Stelle der FARC-EP traten allerdings konkurrierende bewaffnete Gruppen, die um die Kontrolle von Bev\u00f6lkerung, Territorium und illegalen Gesch\u00e4ften ringen. Ergebnis ist ein diffuser Gewaltzusammenhang, in dem sich lokale Gemeinschaften und ihre exponierten Vertreter*innen neben gezielten Morden u.a. Einsch\u00fcchterungen, Drohungen und Erpressungen, Ausgangssperren, Blockaden und Versuchen der \u00dcbernahme von Selbstverwaltungsstrukturen durch illegale Gruppen ausgesetzt sehen.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">4<\/span><\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">In diesem PRIF Spotlight werfen wir einen Blick auf die Situation zwischen Friedensbem\u00fchungen und andauernder Gewalt in Puerto As\u00eds, Putumayo. Neben dem Blick auf die Gewaltdynamiken beleuchten wir insbesondere das Engagement der <i>Asocia<\/i><i>ci\u00f3n para el Desarrollo Integral Sostenible de la Per<\/i><i>la Amaz\u00f3nica<\/i> (ADISPA), die ein kleinb\u00e4uerliches Schutzgebiet gleichen Namens verwaltet. Zugleich w\u00fcrdigen wir den beharrlichen Einsatz von F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten wie Jani Silva, die trotz widriger Bedingungen die gemeinschaftliche Arbeit zum Aufbau eines territorialen und nachhaltigen Friedens vorantreiben.<\/p>\n<div class=\"su-box su-box-style-default\" id=\"\" style=\"border-color:#196563;border-radius:3px;\"><div class=\"su-box-title\" style=\"background-color:#4c9896;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px\">ZRCPA \u2013 ADISPA<\/div><div class=\"su-box-content su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px\">Seit 1994 sind kleinb\u00e4uerliche Schutzgebiete (Zonas de Reserva Campesina, ZRC) in Kolumbien offiziell anerkannte Instrumente zur St\u00e4rkung einer nachhaltigen, b\u00e4uerlichen Wirtschaft, der autonomen Selbstorganisation kleinb\u00e4uerlicher Gemeinschaften und des Friedens. Insgesamt gibt es 21 ZRC, darunter die Zona de Reserva Campesina Perla Amaz\u00f3nica (ZRCPA) in Puerto As\u00eds mit 23 l\u00e4ndlichen Gemeindeteilen (veredas). Die ZRCPA entstand im Jahr 2000. Zur Verwaltung der Schutzzone wurde 2008 ADISPA gegr\u00fcndet, 2011 offiziell registriert.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">5<\/span><\/sup><\/a><\/div><\/div>\n<h2 class=\"p1\"><b>Putumayo \u2013 Puerto As\u00ed<\/b><b>s \u2013 La Perla Amaz\u00f3nica<\/b><\/h2>\n<p class=\"p2\">Putumayo liegt im S\u00fcdwesten Kolumbiens und erstreckt sich entlang der Grenze zu Ecuador und Peru von den Ausl\u00e4ufern der Anden bis in die Tiefe des Amazonasgebietes (siehe Karte). Das biodiverse Department hat knapp 400.000 Einwohner*innen, darunter etwa 18,3 % Indigene und 3,8 % Afrokolumbianer*innen. Die legale Wirtschaft basiert neben der Landwirtschaft und Viehzucht vor allem auf dem Erd\u00f6l.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">6 <\/span><\/sup><\/a>In den 1980er Jahren breitete sich in Putumayo der Kokaanbau aus, und bis Ende der 1990er Jahre etablierte sich das Department als eine der wichtigsten Anbauregionen Kolumbiens, mit der Gemeinde Puerto As\u00eds als Hochburg. Neben dem Zuzug kleinb\u00e4uerlicher Siedler*innen ging der Kokaboom mit einer steigenden Pr\u00e4senz bewaffneter Gruppen einher, darunter paramilit\u00e4rische Gruppen und die FARC-EP. Im Rahmen des <i>Plan Colombia<\/i>, der von den USA unterst\u00fctzten Milit\u00e4roffensive gegen Drogenproduktion und FARC-EP, wurde der Kokaanbau ab 2000 deutlich zur\u00fcckgedr\u00e4ngt \u2013 gleichzeitig stieg die Gewalt an. Zudem expandierte die \u00d6lindustrie, was zwar Geld und Arbeitspl\u00e4tze brachte, aber auch Umweltverschmutzung, Landkonflikte und eine verst\u00e4rkte Milit\u00e4rpr\u00e4senz.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14204 size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-10.27.37-e1756456115219-300x239.png\" alt=\"Karte von Kolumbien. Rechts davon sind die L\u00e4ndern Venezuela und Brasilien zu sehen. Unter dem Land Kolumbien, das t\u00fcrkis eingef\u00e4rbt ist, sind Peru und Ecuador abgebildet.\" width=\"300\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-10.27.37-e1756456115219-300x239.png 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-10.27.37-e1756456115219-1024x815.png 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-10.27.37-e1756456115219-768x611.png 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-10.27.37-e1756456115219.png 1055w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p class=\"p1\">Aus der Mobilisierung von Kokab\u00e4uer*innen, die sich gegen die breitfl\u00e4chige Bespr\u00fchung von Kokaplantagen mit Glyphosat wendete, gingen Prozesse der Selbstorganisation l\u00e4ndlicher Gemeinschaften hervor. In Puerto As\u00eds m\u00fcndeten diese im Jahr 2000 in der Gr\u00fcndung eines kleinb\u00e4uerlichen Schutzgebiets (siehe Box). Mit dem sich zuspitzenden bewaffneten Konflikt zwischen FARC-EP, paramilit\u00e4rischen Gruppen und Staat geriet die Schutzzone allerdings schnell ins Fadenkreuz der bewaffneten Akteure. Nach einer Phase der faktischen Suspendierung und der Vertreibung zahlreicher Familien gelang 2011 die Reaktivierung der Schutzzone, nun repr\u00e4sentiert und verwaltet durch ADISPA.<\/p>\n<h2 class=\"p1\"><b>Puerto As\u00ed<\/b><b>s z<\/b><b>wischen Friedensprozess und andauernder Gewalt<\/b><\/h2>\n<p class=\"p1\">Die Folgen des Friedensabkommens von 2016 in Putumayo und Puerto As\u00eds sind widerspr\u00fcchlich.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">7<\/span><\/sup><\/a> Zwar brachte der Friedensprozess der Region einen deutlichen R\u00fcckgang bewaffneter Auseinandersetzungen. Auch der Einsatz von Landminen und das Ausma\u00df gewaltsamer Vertreibungen gingen sp\u00fcrbar zur\u00fcck. An die Stelle der FARC-EP traten aber neue bewaffnete Gruppen, die um die Kontrolle dieser f\u00fcr Drogenproduktion und -handel strategischen Region konkurrierten. Um 2020 verb\u00fcndeten sich Abspaltungen der ehemaligen FARC-EP mit der kriminellen Organisation <i>La Constru<\/i>, die aus der Demobilisierung der Paramilit\u00e4rs in den fr\u00fchen 2000er Jahren hervorgegangen war. Die so entstandenen <i>Comandos de la Fronte<\/i><i>ra <\/i>setzten sich als neuer hegemonialer Akteur in Putumayo durch. Seit 2020 hat sich der Kokaanbau in Putumayo wieder deutlich ausgeweitet. Auch Abholzung, illegale Landnahme und gewaltsame Vertreibungen stiegen erneut an.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">8<\/span><\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">Zwischen 2017 und 2024 wurden in Putumayo 90 soziale F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten get\u00f6tet, davon allein 19 in Puerto As\u00eds.<a href=\"https:\/\/indepaz.org.co\/visor-de-asesinato-a-personas-lideres-sociales-y-defensores-de-derechos-humanos-en-colombia\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">9 <\/span><\/sup><\/a>Mit 18,2 Morden pro 100.000 Einwohner*innen ist Putumayo das Department Kolumbiens, das am st\u00e4rksten von dieser Gewaltform betroffen ist.<a href=\"https:\/\/ecologyandsociety.org\/vol30\/iss1\/art21\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">10<\/span><\/sup><\/a> Einschr\u00e4nkungen, Drohungen und Gewalt richten sich insbesondere gegen l\u00e4ndliche Gemeinschaften, die sich wie ADISPA an Initiativen zur freiwilligen Substitution des Kokaanbaus beteiligen, an alternativen Entwicklungsstrategien arbeiten und sich der Kooptation durch bewaffnete Akteure widersetzen.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">11<\/span><\/sup><\/a> Drohungen gegen ADISPA und ihre Repr\u00e4sentant*innen wurden zuletzt vor allem den <i>Comandos de la Frontera<\/i> zugeschrieben.<a href=\"https:\/\/www.justiciaypazcolombia.com\/ante-plan-de-asesinato-jani-silva-obligada-a-salir-del-putumayo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">12<\/span><\/sup><\/a><\/p>\n<h2 class=\"p2\"><b>Gemeinschaftliche Friedensarbeit: Das Beispiel ADISPA<\/b><\/h2>\n<p class=\"p1\">ADISPA verwaltet die kleinb\u00e4uerliche Schutzzone La Perla Amaz\u00f3nica und koordiniert die Arbeit der kleinb\u00e4uerlichen Gemeinschaften, die ihr angeh\u00f6ren.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">13<\/span><\/sup><\/a> Ihre Arbeit zielt darauf, eine gerechtere Landverteilung und lokale Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten, das Gebiet vor Bedrohungen durch \u00d6lf\u00f6rderung, Bergbau, Kokaanbau, Abholzung und nicht-staatlichen Gewaltakteuren zu sch\u00fctzen und ein nach- haltiges Modell l\u00e4ndlicher Entwicklung zu f\u00f6rdern, das \u00f6kologische, soziale und produktive Aspekte verbindet. Dabei geht es zugleich um die Erhaltung der kleinb\u00e4uerlichen Kultur und, damit eng verbunden, um den Schutz des hochgradig biodiversen, tropischen Feuchtgebiets. Die Bew\u00e4ltigung der Folgen des bewaffneten Konflikts und geschlechtsspezifische Gewalt sind weitere Arbeitsfelder.<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Organisation hat vier Arbeitsaussch\u00fcsse. Der Frauenausschuss zielt auf das Empowerment von Kleinb\u00e4uerinnen. Der Jugendausschuss st\u00e4rkt \u00fcber Tanz und Kultur die kleinb\u00e4uerliche Kultur und bindet den Nachwuchs in die Organisationsstrukturen ein. Der Kommunikationsausschuss ist f\u00fcr Veranstaltungen und \u00d6ffentlichkeitsarbeit zust\u00e4ndig, der Ausschuss f\u00fcr Agrarumweltfragen k\u00fcmmert sich um die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsplanung des Schutzgebiets.<a href=\"https:\/\/documents1.worldbank.org\/curated\/en\/099300106282274044\/pdf\/P159233-4e346d63-3d7f-46d3-bf84-ce32655ee8af.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">14<\/span><\/sup><\/a> Besonders hervorzuheben ist die Rolle von Frauen, die als Treiberinnen von Zukunftsvisionen gemeinsam mit ihren Familien Strategien entwickeln, um der Ausbreitung des Kokaanbaus entgegenzuwirken, die Kooperation innerhalb der Gemeinschaft zu st\u00e4rken und die Zwangsrekrutierung von Jugendlichen durch bewaffnete Gruppen zu verhindern. Zugleich spielen Frauen, wie der Einsatz der langj\u00e4hrigen ADISPA-Pr\u00e4sidentin Jani Silva zeigt, in der Organisation auch zentrale politische Rollen (siehe Box).<a href=\"https:\/\/documents1.worldbank.org\/curated\/en\/099300106282274044\/pdf\/P159233-4e346d63-3d7f-46d3-bf84-ce32655ee8af.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">15<\/span><\/sup><\/a><\/p>\n<div class=\"su-box su-box-style-default\" id=\"\" style=\"border-color:#196563;border-radius:3px;\"><div class=\"su-box-title\" style=\"background-color:#4c9896;color:#ffffff;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px\">Jani Silva<\/div><div class=\"su-box-content su-u-clearfix su-u-trim\" style=\"border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px\">Die Umwelt-, Land- und Friedensaktivistin Jani Silva setzt sich seit \u00fcber 40 Jahren f\u00fcr die Rechte kleinb\u00e4uerlicher Familien, f\u00fcr nachhaltige und sozial gerechte l\u00e4ndliche Entwicklung sowie f\u00fcr den Aufbau eines territorialen Friedens in Puerto As\u00eds, Putumayo, ein. In Leticia, im Department Amazonas, geboren, zog sie mit zw\u00f6lf Jahren mit ihrer Mutter nach Puerto As\u00eds, mit 16 Jahren begann ihr Engagement in der Gemeinschaft. Im Jahr 2000 spielte sie eine zentrale Rolle bei der Gr\u00fcndung der kleinb\u00e4uerlichen Schutzzone La Perla Amaz\u00f3nica. Seit 2011 steht sie ADISPA als Pr\u00e4sidentin vor. Ihr Engagement f\u00fcr Alternativen zum Kokaanbau, f\u00fcr die Rechte und die unabh\u00e4ngige Organisation kleinb\u00e4uerlicher Gemeinschaften sowie gegen die Beeintr\u00e4chtigung der Umwelt durch die Erd\u00f6lf\u00f6rderung f\u00fchrte zu wiederholten Morddrohungen durch bewaffnete Gruppen. Ihr Einsatz steht exemplarisch f\u00fcr den Widerstand der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung, lokales Engagement f\u00fcr den Aufbau eines nachhaltigen, territorialen Friedens \u201evon unten\u201c sowie f\u00fcr die zentrale Rolle von Frauen im gemeinschaftlichen Engagement f\u00fcr Frieden, Leben und Territorium. 2023 wurde Jani Silva von Amnesty International f\u00fcr den Friedensnobelpreis nominiert, 2025 wird sie mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">*<\/span><\/sup><\/a><\/div><\/div>\n<p class=\"p1\">Die Schutzzone und ADISPA sind best\u00e4ndigen Bedrohungen ausgesetzt \u2013 insbesondere durch die Ausweitung extraktiver Wirtschaftsaktivit\u00e4ten und des Kokaanbaus sowie durch nicht-staatliche Gewaltakteure wie die <i>Comandos de <\/i><i>la Frontera<\/i>. In diesem Kontext stehen der Schutz des Territoriums, der kollektiven Identit\u00e4t und der politischen Autonomie im Vordergrund der Gemeinschaftsarbeit.<a href=\"https:\/\/documents1.worldbank.org\/curated\/en\/099300106282274044\/pdf\/P159233-4e346d63-3d7f-46d3-bf84-ce32655ee8af.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">16<\/span><\/sup><\/a> Ihr Konzept lokaler Entwicklung folgt einer kollektiven Vision, die globalisierten Wirtschaftslogiken entgegensteht und sich in <i>Mingas<\/i> (gemeinschaftliche Arbeitsformen indigener und b\u00e4uerlicher Gemeinschaften), symbolischem Widerstand und solidarischen Wirtschaftsmodellen ausdr\u00fcckt.<a href=\"https:\/\/www.instituto-capaz.org\/amenazas-de-actores-armados-y-estrategias-de-defensa-de-organizaciones-comunitarias-fronterizas-en-narino-y-putumayo-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">17<\/span><\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\">ADISPA arbeitet mit staatlichen Institutionen, nichtstaatlichen Organisationen und internationalen Organisationen zusammen. Projekte zielen insbesondere auf die Substitution des illegalen Kokaanbaus durch legale und nachhaltige Alternativen. Durch dieses Engagement steht die Organisation in direktem Konflikt mit den bewaffneten Gruppen, die in der Region Drogenproduktion und -handel kontrollieren.<a href=\"https:\/\/www.amnesty.org.uk\/urgent-actions\/protect-human-rights-defender-risk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">18<\/span><\/sup><\/a> Aber auch der Einsatz gegen die Umweltsch\u00e4den, die durch Erd\u00f6lf\u00f6rderung und Bergbau hervorgerufen werden, gilt als Grund f\u00fcr die Bedrohungen, denen sich ADISPA und ihre F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten ausgesetzt sehen. Generell steht der kolumbianische Staat der Selbstorganisation l\u00e4ndlicher Gemeinschaften keineswegs nur unterst\u00fctzend gegen\u00fcber. Nach Angaben von Amnesty International war ADISPA-Pr\u00e4sidentin Jani Silva eine von 130 Menschen, deren Kommunikation im Rahmen einer illegalen Cyber-Spio\u00ad nageoperation des kolumbianischen Milit\u00e4rs \u00fcberwacht wurde.<a href=\"https:\/\/www.amnesty.org\/es\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/05\/AMR2330092020SPANISH.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">19<\/span><\/sup><\/a> Gleichzeitig erh\u00e4lt sie seit 2017 von einer Einheit des kolumbianischen Staats pers\u00f6nlichen Schutz. Von wirksamen, umfassenden Schutzma\u00dfnahmen, die die gemeinschaftliche Arbeit von ADISPA absichern w\u00fcrden, kann dabei keine Rede sein.<a href=\"https:\/\/www.amnesty.org\/es\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/05\/AMR2330092020SPANISH.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">20<\/span><\/sup><\/a><\/p>\n<h2>Schlussbemerkung<\/h2>\n<p class=\"p1\">Die Arbeit von Organisationen wie ADISPA und das Engagement von Graswurzelaktivist*innen wie Jani Silva stehen f\u00fcr eine Praxis des lokalen, gemeinschaftlichen Friedensaufbaus. Die Bedeutung solcher allt\u00e4glicher Friedensarbeit von unten, die etwa Studien \u00fcber \u201eeveryday peace\u201c (Roger Mac Ginty) und \u201eslow peace\u201c (Angela Lederach) betonen,<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">21<\/span><\/sup><\/a> ger\u00e4t in Debatten \u00fcber Krieg und Frieden allzu h\u00e4ufig aus dem Blick. Unter den Bedingungen andauernder Gewalt und vielf\u00e4ltiger Bedrohungen schaffen lokale Gemeinschaften r\u00e4umlich begrenzte Inseln friedlichen Zusammenlebens. Auch wenn von Frieden im negativen Sinne \u2013 verstanden als Abwesenheit kriegerischer Gewalt \u2013 noch keine Rede sein kann, arbeiten sie doch zugleich an Grundlagen eines weiterreichenden, positiven Friedens: am Abbau struktureller Gewaltursachen wie Ungleichheit, Exklusion und Umweltzerst\u00f6rung.<\/p>\n<p class=\"p1\">Unter dem Motto eines \u201eterritorialen Friedens\u201c trug das Friedensabkommen mit den FARC-EP der Bedeutung lokaler Gemeinschaften f\u00fcr den Friedensaufbau offiziell Rechnung.<a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/14650045.2023.2297941\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">22<\/span><\/sup><\/a> In der Praxis wurden die Versprechen von lokaler Partizipation, sozialer Teilhabe und l\u00e4ndlicher Entwicklung allerdings bestenfalls partiell eingel\u00f6st. Zudem kann in Regionen wie Putumayo von Frieden keine Rede sein. Dies hat sich auch unter der gegenw\u00e4rtigen Regierung von Gustavo Petro nicht ge\u00e4ndert. Petro trat 2022 mit einer umfassenden Friedensagenda (<i>Paz <\/i><i>Total<\/i>) an, die Friedensgespr\u00e4che mit allen relevanten bewaffneten Gruppen vorsah.<a href=\"https:\/\/www.prif.org\/fileadmin\/Daten\/Publikationen\/TraCe-Publikationen\/TraCePB2508_Catatumbo_Violence_barrierefrei.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">23<\/span><\/sup><\/a> Im Unterschied zu zahlreichen anderen, bereits gescheiterten, Dialogversuchen dauerten die Gespr\u00e4che der Regierung mit den <i>Comandos de la Frontera<\/i> bis zuletzt an.<a href=\"https:\/\/www.consejeriacomisionadadepaz.gov.co\/prensa\/Paginas\/Gobierno-y-la-Coordinadora-Nacional---EB-dan-paso-decisivo-hacia-la-paz-se-acuerda-instalacion-de-zonas-para-la-transformac.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">24<\/span><\/sup><\/a> Selbst wenn sich die Gruppe auf eine Demobilisierung einlassen sollte, sind die Konsequenzen f\u00fcr die lokale Bev\u00f6lkerung in Puerto As\u00eds allerdings ungewiss. W\u00e4hrend die prek\u00e4re Hegemonie der <i>Comandos<\/i> die Intensit\u00e4t bewaffneter Auseinandersetzungen in der Region zuletzt deutlich reduziert hat, stehen f\u00fcr den Fall ihrer Demobilisierung oder Spaltung konkurrierende bewaffnete Gruppen bereit, um ein entsprechendes Machtvakuum zu f\u00fcllen.<a href=\"https:\/\/www.defensoria.gov.co\/documents\/20123\/3079044\/Alerta+Temprana+001-25.pdf\/320fb6fe-83d9-d677-cf0d-941a617bd8ec?t=1737826588789\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">25<\/span><\/sup><\/a> Zugleich f\u00fchrt auch die Erd\u00f6lf\u00f6rderung in der Region fortgesetzt zu Umweltsch\u00e4den im kleinb\u00e4uerlichen Schutzgebiet.<a href=\"https:\/\/www.justiciaypazcolombia.com\/informe-afectaciones-ambientales-en-territorios-de-la-zona-de-reserva-campesina-perla-amazonica\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><sup><span class=\"s1\">26<\/span><\/sup><\/a> Das Engagement von ADISPA bleibt damit so bedeutsam wie best\u00e4ndig bedroht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14209 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-11.00.37-213x300.png\" alt=\"Cover PRIF Spotlight 8\/2025\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-11.00.37-213x300.png 213w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-11.00.37-727x1024.png 727w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-11.00.37-768x1082.png 768w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-11.00.37.png 968w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/p>\n<p>Download (pdf): <a href=\"https:\/\/www.prif.org\/fileadmin\/Daten\/Publikationen\/PRIF_Spotlights\/2025\/Spotlight_8_2025_Friedenspreis_barrierefrei.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span class=\"s_autoren\">Johana <\/span><span class=\"s_autoren\">Calle, Jonas Wolff<\/span>\u00a0(<span class=\"s_publikationsjahr\">2025<\/span>):\u00a0<span class=\"s_titel\">Zwischen Friedensarbeit und Gewalt \u2013 Zur Verleihung des Hessischen Friedenspreises an Jani Silva<\/span>.\u00a0<span class=\"s_untertitel\">Zur Verleihung des Hessischen Friedenspreises an Jani Silva<\/span><\/a>, PRIF Spotlight 8\/2025, Frankfurt\/M.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.prif.org\/spotlight0825-fn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zu den Fu\u00dfnoten<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hessische Friedenspreis 2024 geht an die kolumbianische Land-, Umwelt- und Friedensaktivistin Jani Silva, Pr\u00e4sidentin der Asociaci\u00f3n para el Desarrollo Integral Sostenible de la Perla Amaz\u00f3nica (ADISPA). Seit Jahrzehnten setzt sie sich unter widrigsten Bedingungen f\u00fcr die Rechte einer Gemeinschaft von rund 700 kleinb\u00e4uerlichen Familien in Puerto As\u00eds, Putumayo, ein. Diese ist st\u00e4ndig bedroht, insbesondere durch bewaffnete Gruppen, die an der Grenze zu Ecuador illegale Gesch\u00e4fte betreiben. Seit Jahren erh\u00e4lt Silva Morddrohungen. 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