{"id":14366,"date":"2025-10-30T10:49:55","date_gmt":"2025-10-30T09:49:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/?p=14366"},"modified":"2025-10-30T10:51:11","modified_gmt":"2025-10-30T09:51:11","slug":"zwischen-diffusen-motivlagen-und-mentaler-gesundheit-die-debatten-nach-den-juengsten-anschlagsereignissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2025\/10\/30\/zwischen-diffusen-motivlagen-und-mentaler-gesundheit-die-debatten-nach-den-juengsten-anschlagsereignissen\/","title":{"rendered":"Zwischen diffusen Motivlagen und mentaler Gesundheit \u2013 Die Debatten nach den j\u00fcngsten Anschlagsereignissen"},"content":{"rendered":"<p><b><span data-contrast=\"auto\">Nach den Gewalttaten in Aschaffenburg (2025), Mannheim (2025) und Magdeburg (2024) kreiste die \u00f6ffentliche Debatte vermehrt um die unklare Motivlage und die mentale Gesundheit der T\u00e4ter. In allen drei F\u00e4llen war kein eindeutiges Motiv, wohl aber eine psychische Erkrankung von den ermittelnden Sicherheitsbeh\u00f6rden festgestellt worden. Aus der Politik gab es daraufhin mehrere Vorst\u00f6\u00dfe zur sicherheitsbeh\u00f6rdlichen Erfassung von Menschen in psychiatrischer Behandlung und einer Erweiterung der \u201eGef\u00e4hrder\u201c-Kategorien. In der Forschung werden schwer kategorisierbare Erscheinungsformen extremistischer Gewalt und die Rolle mentaler Gesundheit schon seit einigen Jahren diskutiert. Die j\u00fcngsten Verschr\u00e4nkungen von mentaler Gesundheit und Gefahr greifen jedoch zu kurz.<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">In den letzten drei Jahren kam es zu einer H\u00e4ufung \u00f6ffentlicher Gewalttaten in Deutschland \u2013 inwiefern sie extremistisch motiviert waren, war nicht immer eindeutig. W\u00e4hrend einige Taten, wie der Anschlag auf ein Stadtfest in Solingen 2023, einem Ph\u00e4nomenbereich (hier: islamistischer Terrorismus) zugeordnet werden konnten, lie\u00dfen sich andere, wie etwa die Tat von Magdeburg 2024, schwieriger in bekannte Schemata einordnen. Hinzu kam, dass unklar war, welche Rolle die mentale Gesundheit der T\u00e4ter*innen spielte.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:200,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 aria-level=\"2\">Unklare Motivlagen, mentale Gesundheit und die Rolle der Sicherheitsbeh\u00f6rden<\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Die Politik reagierte darauf mit unterschiedlichen Vorst\u00f6\u00dfen, in denen die Faktoren Motivlage und psychische Gesundheit in Zusammenhang gebracht und ein repressives Vorgehen gefordert wurde. So wurde etwa aus der Unionsfraktion nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg die <\/span><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/debatte-um-ausweisungsrecht-interview-carsten-linnemann-cdu-generalsekretaer-dlf-7b43985c-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">sicherheitsbeh\u00f6rdliche Erfassung psychisch erkrankter Gewaltt\u00e4ter und in diesem Zuge eine neue \u201eGef\u00e4hrder\u201c-Kategorie gefordert<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">. Auch die Innenministerkonferenz forderte in diesem Jahr ein <\/span><a href=\"https:\/\/www.innenministerkonferenz.de\/IMK\/DE\/termine\/to-beschluesse\/2025-06-13_DOK\/beschl%C3%BCsse.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">\u201eIntegriertes Risikomanagement bei Menschen mit psychischen Erkrankungen\u201c<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">. Die hessische Landesregierung geriet zuletzt unter <\/span><a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/politik\/menschenverachtend-cdu-video-ueber-psychisch-kranke-erntet-entsetzte-reaktionen-v1,cdu-shitstorm-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Druck<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">, nachdem sie einen umstrittenen <\/span><a href=\"https:\/\/starweb.hessen.de\/cache\/DRS\/21\/2\/02392.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Gesetzentwurf<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> in den Landtag einbrachte, der das hessische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes (PsychKHG) um eine Vorschrift zur Weitergabe von Daten aus Psychiatrien an Sicherheitsbeh\u00f6rden erg\u00e4nzen soll. Die Ma\u00dfnahme sei ein notwendiger Beitrag zum <\/span><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/region-und-hessen\/shitstorm-fuer-cdu-hessen-kritik-an-geplantem-psychisch-kranken-hilfe-gesetz-110584667.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">\u201eSchutz der betroffenen Menschen und der Gemeinschaft\u201c<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">. Kritik an derartigen Vorst\u00f6\u00dfen kam sowohl aus der breiten Bev\u00f6lkerung als auch aus der <\/span><a href=\"https:\/\/www.dgppn.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilungen-2025\/das-beste-mittel-der-gewaltpraevention-ist-therapie.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">fachlichen Praxis<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">. Man w\u00fcrde durch solche Ma\u00dfnahmen \u201eerkrankte Menschen stigmatisieren und die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen wirksame Behandlung suchen, reduzieren\u201c, so die Bundes-Psychotherapeuten-Kammer. Auch in der Anh\u00f6rung des gesundheits- und familienpolitischen Ausschusses im hessischen Landtag zur geplanten \u00c4nderung des PsychKHG \u00fcberwog die <\/span><a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2025\/hessisches-psychisch-kranken-hilfegesetz-aus-einem-genesungsschritt-wird-ein-sicherheitsrisiko-gemacht\/#netzpolitik-pw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Kritik an der anvisierten Meldepflicht<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">.\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:200,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Aus wissenschaftlicher Sicht sind diese Vorg\u00e4nge insofern interessant, als dass sich in ihnen bestehende, aber zun\u00e4chst getrennte Debatten aus dem Feld der Extremismusforschung spiegeln. Im Zentrum stehen unter anderem Fragen zur Klassifizierung von Anschlagsmotiven und \u201eGef\u00e4hrdern\u201c, zum Einbezug mentaler Gesundheit sowie zu Zust\u00e4ndigkeiten und den Grenzen (pr\u00e4ventiver) Ma\u00dfnahmen. Besonders zwei Aspekte sollen hier genauer betrachtet werden: Die Verkn\u00fcpfung von psychiatrischer Versorgung und Gefahrenabwehr sowie die Erweiterung des bereits ambivalenten Begriffs \u201eGef\u00e4hrder\u201c.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 aria-level=\"2\">Einerseits: Mentale Gesundheit, Gewalt und sicherheitsbeh\u00f6rdliche Logiken<\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Nach Anschlagsereignissen wird in \u00f6ffentlichen Diskursen neben der Ideologie und der zugeschriebenen Herkunft von T\u00e4ter*innen oft auch deren mentale Gesundheit thematisiert. Daneben spielt das Thema auch f\u00fcr die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden bei der Ermittlung der Motivlage und der Bewertung der Tat eine Rolle \u2013 was zugleich ihre Einordnung erschweren kann. In der Forschung besteht weitgehende Einigkeit dar\u00fcber, dass sich politisch motivierte Gewalt <\/span><a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/full\/10.1002\/cl2.1174\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">nicht durch einen einzelnen Faktor erkl\u00e4ren<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> l\u00e4sst. Wege in die Gewalt verlaufen komplex und vielschichtig, <\/span><a href=\"https:\/\/www.taylorfrancis.com\/chapters\/edit\/10.4324\/9781003035848-14\/radicalisation-psychopathology-emily-corner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">die mentale Gesundheit kann dabei eine von vielen Komponenten<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> sein. Besonders bei \u00f6ffentlichen Gewalttaten wird deutlich, wie eng Gesellschaft, Politik, Weltbilder und Psyche miteinander verflochten sind.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:200,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Diese Vielschichtigkeit von Radikalisierungsverl\u00e4ufen spielt f\u00fcr die sicherheitsbeh\u00f6rdliche Arbeit wiederum eine nachgeordnete Rolle. Sicherheitsbeh\u00f6rden sind darum bem\u00fcht, Taten einer bekannten Kategorie mit Hinblick auf Tatbestand und Ph\u00e4nomenbereich zuzuordnen. Im Vordergrund steht der Schutz der \u00f6ffentlichen Sicherheit und Ordnung durch Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. Das unterscheidet sich von den Zielsetzungen der psychologischen Versorgung. Dort steht der Aufbau einer tragf\u00e4higen therapeutischen Beziehung im Zentrum, die durch Vertrauen und Wertsch\u00e4tzung gekennzeichnet ist. Psychotherapeut*innen wie auch Psychiater*innen sind zun\u00e4chst der Gesundheit ihres\/ihrer Patient*in verbunden und unterliegen dabei der Schweigepflicht (\u00a7203 StGB, \u00a7\u202f11 Abs. 1 BO-H). Die Verschwiegenheit steht jedoch unter dem Vorbehalt der Sicherheit des\/der Patient*in sowie dritter Personen. Insofern sind Therapeut*innen und Psychiater*innen verpflichtet, geplante Straftaten oder andere Gefahren f\u00fcr h\u00f6herwertige Rechtsg\u00fcter zu offenbaren (\u00a7\u202f138\u202fff. StGB, \u00a711 Abs. 2 BO-H). Dieser Sicherheitsmechanismus ist in der Praxis psychosozialer Versorgung bereits fest verankert.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:200,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Psychiater*innen mit Aufgaben der repressiven Gefahrenabwehr zu betrauen oder Sicherheitsbeh\u00f6rden Zugriff im Bereich der Versorgung zu erteilen, droht die Prinzipien psychiatrischer und psychotherapeutischer Arbeit zu unterlaufen. <\/span><br \/>\n<span data-contrast=\"auto\">Internationale <\/span><a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/19434472.2019.1703782#abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">wissenschaftliche Erkenntnisse<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> zeigen, dass eine solche Versicherheitlichung von psychischer Gesundheit den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen erschweren und Hemmnisse beim Aufsuchen psychotherapeutischer Hilfe hervorrufen kann. In Deutschland fehlen zudem vielerorts bereits jetzt Ressourcen und Kapazit\u00e4ten, um eine umfassende psychotherapeutische Betreuung zu leisten. Statt psychosoziale und psychiatrische Versorgungskapazit\u00e4ten und Zug\u00e4nge im Sinne der Pr\u00e4vention und Intervention auszubauen, w\u00fcrden die angesprochenen Vorst\u00f6\u00dfe jedoch auf sicherheitsbeh\u00f6rdliche Logiken setzen und die Gefahrenabwehr erweitern.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:200,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 aria-level=\"2\">Andererseits: Unklare Motivlagen, \u201eGef\u00e4hrder\u201c und neue Kategorien<\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Der zweite Aspekt, der in den hier betrachteten Debatten zum Tragen kommt, ist die sicherheitsbeh\u00f6rdliche Kategorisierung von Anschlagsereignissen. Im Fall des Magdeburger T\u00e4ters lag den Ermittler*innen zufolge keine klare Motivlage vor, die eine Einordnung der Tat in das etablierte Spektrum politischer Gewalt erm\u00f6glicht h\u00e4tte. Zwar fanden sich extremistische und verschw\u00f6rungstheoretische Bruchst\u00fccke in \u00c4u\u00dferungen des T\u00e4ters; daraus konnten die ermittelnden Sicherheitsbeh\u00f6rden jedoch <\/span><a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-1035426?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">keine eindeutige ideologische Zuordnung<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> treffen. Die Generalbundesanwaltschaft <\/span><a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen-anhalt\/magdeburg\/magdeburg\/anschlag-weihnachtsmarkt-prozess-begruendung-generalbundesanwalt-faq-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">stufte die Tat zudem nicht als terroristisch ein.<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> In Teilen der Wissenschaft wird dem T\u00e4ter unterdessen eine <\/span><a href=\"https:\/\/isdgermany.org\/zusammenhaenge-erkennen-die-rechtsextreme-ideologie-des-mutmasslichen-magdeburg-attentaeters\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">rechtsextreme Ideologie<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> zugeschrieben.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:200,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Weltweit fallen immer mehr politische Gewalttaten <\/span><a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/1057610X.2023.2194133\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">aus dem traditionellen Raster extremistischer Ph\u00e4nomenbereiche<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">. Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnete etwa in den j\u00fcngsten Fallzahlen zur politisch motivierten Kriminalit\u00e4t mehr als ein Viertel des Straftatenaufkommens in der Kategorie <\/span><a href=\"https:\/\/www.bka.de\/DE\/UnsereAufgaben\/Deliktsbereiche\/PMK\/PMKZahlen2024\/PMKZahlen2024_node.html#Start\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">\u201esonstige Zuordnung\u201c<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">. Die starren Kategorien rechtsextrem, linksextrem und religi\u00f6s motiviert zur Einordnung politisch motivierter Straftaten werden schon l\u00e4nger kritisiert. Hinzu kommt eine zunehmende <\/span><a href=\"https:\/\/friedensgutachten.de\/user\/pages\/03.archiv\/2024\/02.ausgabe\/09.gesellschaftlicher-frieden\/FGA2024_5.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">\u201eHybridisierung\u201c<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> ideologischer Versatzst\u00fccke. T\u00e4ter*innen beziehungsweise ihre Weltbilder sind nicht dem einen Ph\u00e4nomenbereich zuzuordnen und verbinden unterschiedliche ideologische Fragmente. Eine einheitliche Bezeichnung f\u00fcr derartige Ph\u00e4nomene gibt es (noch) nicht, auch weil ihre Auspr\u00e4gungen so unterschiedlich sind. W\u00e4hrend einige Autor*innen von einem so genannten <\/span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2024-12\/taeter-magdeburg-radikalisierung-rassismus-islamismus-migranten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">\u201eSalatbar-Extremismus\u201c<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> sprechen, stellen andere verbindende Elemente wie <\/span><a href=\"https:\/\/www.justsecurity.org\/120654\/how-misogyny-fuels-violent-extremism\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">anti-feministische und anti-semitische Narrative<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> oder die <\/span><a href=\"https:\/\/pt.icct.nl\/article\/anti-government-extremism-new-threat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Kritik von Staatlichkeit<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> heraus. Wieder andere Beitr\u00e4ge betonen die Rolle von <\/span><a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/27040260?seq=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> oder digitaler <\/span><a href=\"https:\/\/www.justsecurity.org\/115907\/setting-record-straight-nihilistic-violence\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Sub- und Hass-Kulturen<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> in diesen Kontexten. Diese Entwicklungen stellen vielerorts auch die Nachrichtendienste und Sicherheitsbeh\u00f6rden vor neue Herausforderungen. In Gro\u00dfbritannien etwa ist die nationale Anti-Terrorismus-Strategie um die Kategorie <\/span><a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/government\/publications\/user-guide-to-individuals-referred-to-and-supported-through-the-prevent-programme-england-and-wales\/user-guide-to-individuals-referred-to-and-supported-through-the-prevent-programme-england-and-wales\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">\u201emixed, unclear, unstable\u201c<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> erg\u00e4nzt worden und in Deutschland hat der Verfassungsschutz die Klassifizierung <\/span><a href=\"https:\/\/www.verfassungsschutz.de\/DE\/themen\/verfassungsschutzrelevante-delegitimierung-des-staates\/verfassungsschutzrelevante-delegitimierung-des-staates_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">\u201everfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates\u201c<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> in seine Systematik aufgenommen. Da derartige Kategorisierungsversuche allerdings eher diffus sind, gleichzeitig jedoch staatliche Eingriffsm\u00f6glichkeiten erweitern, geraten sie oft in <\/span><a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/nach-wie-vor-unterentwickelt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Kritik<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\">.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:200,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei dem Begriff \u201eGef\u00e4hrder\u201c, der auch in den Debatten nach dem Anschlag in Magdeburg h\u00e4ufig auftauchte. Er hat im deutschen Anti-Terror-Diskurs und der sicherheitsbeh\u00f6rdlichen Praxis seit Beginn der 2000er Jahre immer mehr Prominenz erlangt, ist jedoch weiterhin nicht gesetzlich definiert. Diese Ambivalenz und die weitreichenden staatlichen Handlungsspielr\u00e4ume, die mit der Einstufung als \u201eGef\u00e4hrder\u201c einhergehen, sorgen daf\u00fcr, dass Begriff in der Wissenschaft <\/span><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/migration-integration\/kurzdossiers\/migration-und-sicherheit\/302982\/gefaehrder\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">umstritten<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> ist. Die <\/span><a href=\"https:\/\/www.bka.de\/DE\/UnsereAufgaben\/Deliktsbereiche\/PMK\/pmk_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span data-contrast=\"none\">Arbeitsdefinition<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> der Sicherheitsbeh\u00f6rden spricht von Personen, bei denen \u201ebestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung\u201c begehen werden. Anders als bei Straft\u00e4ter*innen liegt also noch keine Rechtsgutsverletzung vor, sondern nur die Prognose einer zuk\u00fcnftigen Straftat. Im politischen Diskurs wurde der Begriff jedoch oft wie eine Gewissheit verwendet und insbesondere mit dem Gefahrenbild islamistischer Terrorismus verbunden. Nun eine weitere Gef\u00e4hrder-Kategorie einzuf\u00fchren, die weniger an den extremistischen Verflechtungen, sondern an der psychischen Gesundheit einer Person ansetzt, w\u00fcrde den Begriff zus\u00e4tzlich \u00fcberdehnen und ihn f\u00fcr politische Vereinnahmungen anf\u00e4llig machen.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2 aria-level=\"2\">Notwendige Differenzierungen und Reaktionen mit Weitsicht<\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Nach den j\u00fcngsten Anschlagsereignissen wurden in den politischen Debatten in Deutschland unterschiedliche Problem-Dimensionen vermischt: die Hybridisierung extremistischer Ph\u00e4nomene und die Rolle mentaler Gesundheit im Kontext von Gewalttaten. Werden diese Aspekte verk\u00fcrzend miteinander verkn\u00fcpft, f\u00fchrt dies zu einer problematischen Vereinfachung der Ursachenanalyse und verkennt die Komplexit\u00e4t von Radikalisierungsverl\u00e4ufen einer- und psychischer Gesundheit andererseits. Die Einf\u00fchrung neuer, unscharfer Kategorien tr\u00e4gt dazu bei, dass die Grenzen zwischen psychosozialer Versorgung und sicherheitsbeh\u00f6rdlicher Repression weiter verschwimmen. Der Druck auf die Politik nach Anschlagsereignissen ist gro\u00df und der Wunsch nach \u00f6ffentlicher Sicherheit verst\u00e4ndlich, Erweiterungen sicherheitsbeh\u00f6rdlicher Kompetenzen sind jedoch kein Allheilmittel. Vorschnelle Forderungen nach derartigen Kompetenzerweiterungen unterschlagen die Vielschichtigkeit der Ursachen von politischen Gewalttaten und haben schlimmstenfalls stigmatisierende Effekte. Um Sicherheitsl\u00fccken zu schlie\u00dfen, ist es vielmehr notwendig, die psychosoziale Betreuungssituation zu verbessern und psychotherapeutische Pr\u00e4ventionsans\u00e4tze zu st\u00e4rken. <\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den Gewalttaten in Aschaffenburg (2025), Mannheim (2025) und Magdeburg (2024) kreiste die \u00f6ffentliche Debatte vermehrt um die unklare Motivlage und die mentale Gesundheit der T\u00e4ter. In allen drei F\u00e4llen war kein eindeutiges Motiv, wohl aber eine psychische Erkrankung von den ermittelnden Sicherheitsbeh\u00f6rden festgestellt worden. 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