{"id":14564,"date":"2025-12-02T12:25:15","date_gmt":"2025-12-02T11:25:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.prif.org\/?p=14564"},"modified":"2025-12-09T09:04:05","modified_gmt":"2025-12-09T08:04:05","slug":"cop30-in-belem-zwischen-zivilgesellschaftlicher-erwartung-und-diplomatischer-stagnation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.prif.org\/en\/2025\/12\/02\/cop30-in-belem-zwischen-zivilgesellschaftlicher-erwartung-und-diplomatischer-stagnation\/","title":{"rendered":"COP30 in Bel\u00e9m: Zwischen zivilgesellschaftlicher Erwartung und diplomatischer Stagnation"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vorab bestanden hohe Erwartungen an die COP30: Bel\u00e9m sollte Raum f\u00fcr st\u00e4rkere zivilgesellschaftliche Teilhabe schaffen und den Druck auf die Entscheidungstr\u00e4ger:innen zugunsten einer ambitionierteren Klimapolitik erh\u00f6hen. In der Tat waren Indigene, Afrodeszendente und weitere soziale Bewegungen so sichtbar wie selten zuvor. Konkrete politische Fortschritte blieben jedoch aus: Stagnation bei fossilen Energien, kaum neue Finanzzusagen, wachsende geopolitische Blockaden. Die Pr\u00e4senz derjenigen Gemeinschaften, die die Folgen der Klimakrise und Landkonflikte besonders tragen, schien sich kaum auf die Verhandlungen auszuwirken. <\/strong><strong>Es wurde deutlich: Ohne St\u00e4rkung von Rechten und Beteiligung von Gruppen und Menschen, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, ohne die Zur\u00fcckdr\u00e4ngung fossiler Lobby-Interessen und ohne demokratischere COP-Prozesse bleibt Klimapolitik unvollst\u00e4ndig.<\/strong><\/p>\n<h2>Aufgeladenes Erbe: Warum Bel\u00e9m unter besonderem Erwartungsdruck stand<\/h2>\n<p>Seit der COP27 l\u00e4sst sich eine Entwicklung erkennen, die weniger kontinuierlichen Fortschritt als vielmehr eine Abfolge unvollst\u00e4ndig eingel\u00f6ster klimapolitischer Schritte darstellt: In Sharm El Sheikh wurde der <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/reel.12521\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Loss-and-Damage-Mechanismus<\/a> beschlossen, der Staaten unterst\u00fctzt, die aufgrund historisch ungleicher Verantwortlichkeiten und struktureller Benachteiligungen besonders stark von den Folgen der Klimakrise betroffen sind. Auf der COP28 in Dubai folgte \u2013 neben dem Global Stocktake, der die deutliche Entfernung vom 1,5-Grad-Pfad best\u00e4tigte \u2013 erstmals ein globales Bekenntnis zur Abkehr von fossilen Energien. Dies wurde in der Klima- und Politikanalyse sowie im Bereich des internationalen Klimarechts h\u00e4ufig als symbolischer, aber richtungsweisender Schritt, von diplomatischen Beobachter:innen als relevantes Verhandlungssignal, und in Teilen der Klimabewegung als hart erk\u00e4mpfter, aber unzureichender Fortschritt bewertet. Die COP29 in Baku best\u00e4tigte schlie\u00dflich erste <a href=\"https:\/\/wupperinst.org\/en\/a\/wi\/a\/s\/ad\/8913\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Finanzzusagen f\u00fcr Loss and Damage<\/a>, die jedoch weit hinter dem tats\u00e4chlichen Bedarf zur\u00fcckblieben.<\/p>\n<p>Mit diesen Entscheidungen verschob sich die Konfliktlinie der internationalen Klimapolitik zunehmend auf die Frage von Verantwortung und Finanzierung \u2013 besonders zwischen industrialisierten Staaten und jenen L\u00e4ndern, die die Folgen der Klimakrise st\u00e4rker tragen, als sie zu den Emissionen beigetragen haben. Damit wuchs nicht nur die Hoffnung auf verbindlichere Zusagen, sondern auch der Druck auf Brasilien, als Gastgeber im Amazonasraum ein politisches Signal jenseits symbolischer Fortschritte zu setzen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14544\" aria-describedby=\"caption-attachment-14544\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14544 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-2_Verena-Eingangsbereich-COP30-300x187.jpg\" alt=\"Selfie von Autorin Verena Lasso Mena am Eingangstor zur COP30. \" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-2_Verena-Eingangsbereich-COP30-300x187.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-2_Verena-Eingangsbereich-COP30.jpg 653w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14544\" class=\"wp-caption-text\">Verena Lasso Mena am Eingangsbereich zur COP30, Blue Zone.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Mehr Stimme, wenig Einfluss: Zivilgesellschaft zwischen Pr\u00e4senz und Grenzen<\/h2>\n<p>Vor diesem Hintergrund galt die COP30 als Chance, nach drei Konferenzen in autorit\u00e4ren Kontexten die Sichtbarkeit und Wirkung zivilgesellschaftlicher Akteur:innen zu st\u00e4rken. Viele Beobachter:innen verbanden mit Brasilien die Erwartung, dass eine offenere politische Umgebung sowie die starke Pr\u00e4senz indigener, afrodeszendenter und anderer sozialer Bewegungen zus\u00e4tzlichen Druck erzeugen k\u00f6nnten. Diese Hoffnungen erf\u00fcllten sich jedoch nur teilweise: Zwar waren gerade die Stimmen dieser Gemeinschaften und anderer zivilgesellschaftlicher Gruppen deutlich pr\u00e4senter und artikulierter als in den Vorjahren, doch die erh\u00f6hte Sichtbarkeit schlug sich kaum in Einfluss auf die Verhandlungsprozesse und &#8211; ergebnisse nieder.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14546\" aria-describedby=\"caption-attachment-14546\" style=\"width: 1055px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14546 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-3_Aktivisti.jpg\" alt=\"Stra\u00dfenprotest von Aktivist*innen: Menschen halten gelbe Protestschilder in die H\u00f6he.\" width=\"1055\" height=\"593\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-3_Aktivisti.jpg 1055w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-3_Aktivisti-300x169.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-3_Aktivisti-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-3_Aktivisti-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1055px) 100vw, 1055px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14546\" class=\"wp-caption-text\">Protestierende Aktivist:innen auf den Weg zum COP Gel\u00e4nde am 11.11.2025<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die sicherheitspolitische Reaktion auf einen friedlichen Protest von Aktivist:innen, der durch das Betreten des COP-Gel\u00e4ndes als Form zivilen Ungehorsams eingeordnet werden kann, zeigte zudem, dass die strukturellen Grenzen politischer Teilhabe fortbestehen. Aufmerksamkeit ist eine knappe und umk\u00e4mpfte Ressource, und ziviler Ungehorsam l\u00e4sst sich als Strategie verstehen, Sichtbarkeit f\u00fcr unsichtbare Formen von Gewalt zu erzeugen, die international kaum wahrgenommen werden. Mehrere Umweltaktivist:innen und Landverteidiger:innen berichteten, vor Ort mit eben jenen Kontrollpraktiken konfrontiert gewesen zu sein, die sie aus ihren Territorien kennen \u2013 etwa wiederholte Ausweis- und Zugangskontrollen, das genaue Beobachten ihrer Wege oder offen ausge\u00fcbte \u00dcberwachungspraktiken durch Sicherheitskr\u00e4fte, die in extraktiven Regionen h\u00e4ufig auch mit der Kriminalisierung von Protest einhergehen. In Gebieten, in denen extraktive Projekte abgesichert werden, geh\u00f6ren solche Formen der \u00dcberwachung, Militarisierung und Einsch\u00fcchterung f\u00fcr viele Gemeinschaften zum Alltag; sie markieren jene oft unsichtbare Gewalt, die im Zusammenhang mit Landkonflikten und Ressourcenextraktion seit Jahren besteht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14548\" aria-describedby=\"caption-attachment-14548\" style=\"width: 271px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14548\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-4_Eingangsbereich-Blue-Zone.png\" alt=\"Das Bild zeigt eine Reihe Polizist*innen, die in einer Reihe vor dem Hauptgeb\u00e4ude der COP30 aufgestellt sind.\" width=\"271\" height=\"223\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14548\" class=\"wp-caption-text\">Eingangsbereich zur Blue Zone<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_14550\" aria-describedby=\"caption-attachment-14550\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14550\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-5_Zwischenbereich-Blue-Green-Zone-300x223.jpg\" alt=\"Bild zeigt eine Gr\u00fcne Wiese mit Palmen darauf, die mit einem Zaun von einem wei\u00df \u00fcberdachten Gang abgegrenzt ist. Im Gang steht eine Gruppe schwarz gekleideter Menschen am Zaun.\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-5_Zwischenbereich-Blue-Green-Zone-300x223.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-5_Zwischenbereich-Blue-Green-Zone.jpg 671w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14550\" class=\"wp-caption-text\">Zwischenbereich Blue und Green Zone<\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese Begrenzungen der Teilhabe wurden nicht nur im Umgang mit Protest sichtbar, sondern auch in den allt\u00e4glichen Strukturen der Verhandlungen selbst. Mehrere Landverteidiger:innen wiesen darauf hin, dass die COP-Prozesse stark technokratisch gepr\u00e4gt sind und mit Begriffen operieren, die f\u00fcr viele Gemeinschaften weder zug\u00e4nglich noch anschlussf\u00e4hig sind. F\u00fcr sie verst\u00e4rkte sich damit der Eindruck, dass zentrale Entscheidungen in einem sprachlichen und prozeduralen Raum stattfinden, der sie zwar betrifft, aber nicht f\u00fcr sie gestaltet ist. Auch das macht deutlich: Teilhabe scheitert nicht nur an fehlenden Rechten, sondern auch an den epistemischen H\u00fcrden der Klimadiplomatie. Eine Aktivistin brachte dies in einem Satz auf den Punkt: \u201aNada de nosotras, sin nosotras\u2018 \u2013 nichts \u00fcber uns, ohne uns. F\u00fcr viele ist dies weniger ein Slogan als eine politische Grundforderung an Klimapolitik.<\/p>\n<h2>Gewalt, Landraub, Unsicherheit: Klimaschutz als Sicherheitsfrage<\/h2>\n<p>Die Ereignisse in Bel\u00e9m machen sichtbar, was viele Gemeinschaften bereits lange erleben: Klimapolitik ist f\u00fcr sie eng mit Fragen von Sicherheit, Landrechten und k\u00f6rperlicher Unversehrtheit verkn\u00fcpft. In Gespr\u00e4chen mit zivilgesellschaftlichen Vertreter:innen wurde deutlich, dass Landraub, Vertreibungen und Gewalt gegen Umweltaktivist:innen und Landverteidiger:innen weltweit fortbestehen, besonders dort, wo Territorien sowohl durch illegale als auch durch staatlich legitimierte, extraktivistische Projekte in Anspruch genommen werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14552\" aria-describedby=\"caption-attachment-14552\" style=\"width: 930px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14552 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-6_COP-DO-POVO.jpg\" alt=\"Bild des Hauses 'COP DO POVO' (&quot;COP des Volkes&quot;): Zu erkennen ist das Obergeschoss eines wei\u00dfen Geb\u00e4udes, das sich hinter einem \u00fcberdachten Holzzaun befindet. Am Zaun h\u00e4ngen Protestbanner zivilgesellschaftlicher Gruppen mit portugiesischer Aufschrift.\" width=\"930\" height=\"492\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-6_COP-DO-POVO.jpg 930w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-6_COP-DO-POVO-300x159.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-6_COP-DO-POVO-768x406.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 930px) 100vw, 930px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14552\" class=\"wp-caption-text\">Geb\u00e4ude COP DO POVO, \u00fcbersetzt \u201eCOP des Volkes\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<p>Viele Anwesende beschrieben diese Gewalt nicht als Ausnahme, sondern als strukturelle Gefahr f\u00fcr diejenigen, die W\u00e4lder, Fl\u00fcsse und Territorien verteidigen. Sie leben h\u00e4ufig in Situationen permanenter Unsicherheit. Die Wandmalerei in den R\u00e4umen der COP do Povo, die auf mindestens 2.253 get\u00f6tete oder verschwundene Verteidiger:innen seit 2012 verweist, verdeutlichte diese Dimension eindr\u00fccklich. Entsprechend war eine Botschaft zentral: Ohne die Sicherung ihrer Rechte bleibt wirksame Klima- und Waldpolitik kaum m\u00f6glich.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14554\" aria-describedby=\"caption-attachment-14554\" style=\"width: 937px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14554 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-7_Wandmalerei-COP-DO-POVO.jpg\" alt=\"Wandmalerei im Haus 'COP DO POVO'. Gemalt wurden protestierende Menschen, im Mittelpunkt des Bilds ein Banner mit Aufschrift 'Pelo Menos 2.253 Defensores Mortos ou Despaparecidos desde 2012'.\" width=\"937\" height=\"516\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-7_Wandmalerei-COP-DO-POVO.jpg 937w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-7_Wandmalerei-COP-DO-POVO-300x165.jpg 300w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-7_Wandmalerei-COP-DO-POVO-768x423.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 937px) 100vw, 937px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14554\" class=\"wp-caption-text\">Wandmalerei in den R\u00e4umlichkeiten der COP Do Povo<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zugleich stellte sich immer wieder die Frage, wer in der internationalen Klimapolitik \u00fcberhaupt gesch\u00fctzt wird \u2013 und wer nicht. Viele der Anwesenden betonten, dass informierte Entscheidungen, transparente Kompensationen und echte Mitsprache marginalisierter Gemeinschaften unverzichtbar sind, gerade weil viele der gr\u00f6\u00dften Biodiversit\u00e4ts- und Ressourcenr\u00e4ume in ihren Territorien liegen. Klimapolitik k\u00f6nne nur dann gerecht und wirksam sein, wenn diese Gemeinschaften nicht nur sichtbar, \u2013 also nicht lediglich symbolisch einbezogen oder repr\u00e4sentativ \u201evorgeschoben\u201c, sondern tats\u00e4chlich strukturell an Entscheidungen beteiligt werden. Eine Umweltsch\u00fctzerin aus El Salvador formulierte diese Spannung in einer zugespitzten Frage: \u201aSicherheit \u2013 aber f\u00fcr wen? Unsere Territorien werden zerst\u00f6rt, und dann reden sie hier von Sicherheit.\u2018 Damit verwies sie darauf, dass Klimapolitik ohne Gerechtigkeits- und Reparationsfragen jene Sicherheit verfehlt, die sie f\u00fcr betroffene Gemeinschaften herstellen m\u00fcsste.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14556\" aria-describedby=\"caption-attachment-14556\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14556\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-9_1-15_Grossdemonstration-225x300.jpg\" alt=\"Das Bild zeigt Demonstrant*innen auf der Stra\u00dfe bei der Gro\u00dfdemonstration am 15.11.25.\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-9_1-15_Grossdemonstration-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-9_1-15_Grossdemonstration.jpg 568w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14556\" class=\"wp-caption-text\">Gro\u00dfdemonstration zur Halbzeit der Klimakonferenz am 15.11.25 mit ca. 60.000 Teilnehmer:innen<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Diplomatische Stagnation: Was die COP30 (nicht) erreicht hat<\/h2>\n<p>Inhaltlich brachte die COP30 kaum Fortschritte: Fossile Energien wurden trotz intensiver Debatten nicht erw\u00e4hnt, finanzielle Zusagen f\u00fcr den Loss-and-Damage-Fonds nicht erh\u00f6ht, und weder in der allgemeinen Klimafinanzierung noch im Emissionshandel gab es substanzielle Weiterentwicklungen. Die Konferenz blieb damit deutlich hinter den Erwartungen zur\u00fcck, die sich aus den <a href=\"https:\/\/unfccc.int\/cop30\/belem-political-package\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beschl\u00fcssen der COP27\u201329<\/a> ergeben hatten. Zugleich wurden die wachsenden Divergenzen \u00fcber zentrale Mechanismen internationaler Klimapolitik sichtbar. Geopolitische Spannungen und die ablehnende Haltung der USA gegen\u00fcber internationalen Klimaabkommen pr\u00e4gten die Verhandlungen ma\u00dfgeblich. Aussagen wie jene des <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/merz-aussagen-belem-kritik-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deutschen Bundeskanzlers<\/a>, er sei \u201efroh\u201c, die Konferenz verlassen zu haben, verst\u00e4rkten vor Ort den Eindruck einer fortbestehenden Distanz politischer Entscheidungstr\u00e4ger:innen aus industrialisierten Staaten gegen\u00fcber den Anliegen besonders betroffener Regionen und Gemeinschaften.<\/p>\n<h2>Macht und Wissen: Die tieferen Konfliktlinien globaler Klimapolitik<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 16px;\">Die Eindr\u00fccke aus Bel\u00e9m verdeutlichen, dass Klimapolitik unweigerlich mit Fragen politischer und epistemischer Gewalt verkn\u00fcpft ist. Die Marginalisierung indigener und afrodeszendenter Wissenssysteme, der unzureichende Schutz von Umweltaktivist:innen und Landverteidiger:innen und die Gewalt in ressourcenintensiven Konfliktzonen zeigen, wie tief sich Machtasymmetrien in globale Klimaverhandlungen einschreiben. Diese Asymmetrien spiegeln sich auch institutionell wider: Mit rund<\/span><span style=\"font-size: 16px;\">\u00a0<\/span><a style=\"font-size: 16px;\" href=\"https:\/\/globalwitness.org\/en\/press-releases\/fossil-fuel-lobbyists-flood-cop30-climate-talks-in-brazil-with-largest-ever-attendance-share\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1.600 Lobbyist:innen aus der \u00d6l-, Kohle- und Gasindustrie<\/a><span style=\"font-size: 16px;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 16px;\">war die COP30 so stark von fossilen Interessen gepr\u00e4gt wie nie zuvor.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_14558\" aria-describedby=\"caption-attachment-14558\" style=\"width: 531px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14558 size-full\" src=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-10_Schild_Grossdemonstration.jpg\" alt=\"Demonstrant mit Schild '16.000+ Fossil Fuel Lobbyists present at COP30'.\" width=\"531\" height=\"550\" srcset=\"https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-10_Schild_Grossdemonstration.jpg 531w, https:\/\/blog.prif.org\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild-10_Schild_Grossdemonstration-290x300.jpg 290w\" sizes=\"(max-width: 531px) 100vw, 531px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-14558\" class=\"wp-caption-text\">Foto auf Gro\u00dfdemonstration am 15.11.2025<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zugleich macht die COP30 deutlich, dass Klimasicherheit und der Schutz vor Gewalt keine nachgelagerten Themen sind, sondern zentrale Voraussetzungen f\u00fcr eine transformative und gerechtere Klimapolitik. Bel\u00e9m zeigt, dass Klimapolitik ohne Menschenrechte, ohne die Zur\u00fcckdr\u00e4ngung fossiler Lobbyinteressen und ohne die echte Mitsprache marginalisierter Gruppen nicht nur ungerecht, sondern politisch blockiert bleibt. Eine Weltklimakonferenz kann ihrem Anspruch nur dann gerecht werden, wenn sie sich konsequent am Schutz des Klimas orientiert \u2013 und nicht an den Interessen derjenigen, die es zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die n\u00e4chste Klimakonferenz 2026 in der T\u00fcrkei wird deutlich: Die Zur\u00fcckdr\u00e4ngung fossiler Lobbyinteressen und eine Demokratisierung der COP-Prozesse bleiben zentrale Zukunftsaufgaben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorab bestanden hohe Erwartungen an die COP30: Bel\u00e9m sollte Raum f\u00fcr st\u00e4rkere zivilgesellschaftliche Teilhabe schaffen und den Druck auf die Entscheidungstr\u00e4gerinnen zugunsten einer ambitionierteren Klimapolitik erh\u00f6hen. In der Tat waren Indigene, Afrodeszendente und weitere Bewegungen so sichtbar wie selten zuvor. Konkrete politische Fortschritte blieben jedoch aus: Stagnation bei fossilen Energien, kaum neue Finanzzusagen, wachsende geopolitische Blockaden. Die Pr\u00e4senz derjenigen Gemeinschaften, die die Folgen der Klimakrise und Landkonflikten besonders tragen, schien sich kaum auf die Verhandlungen auszuwirken.<br \/>\nVorab bestanden hohe Erwartungen an die COP30: Bel\u00e9m sollte Raum f\u00fcr st\u00e4rkere zivilgesellschaftliche Teilhabe schaffen und den Druck auf die Entscheidungstr\u00e4gerinnen zugunsten einer ambitionierteren Klimapolitik erh\u00f6hen. In der Tat waren Indigene, Afrodeszendente und weitere soziale Bewegungen so sichtbar wie selten zuvor. Konkrete politische Fortschritte blieben jedoch aus: Stagnation bei fossilen Energien, kaum neue Finanzzusagen, wachsende geopolitische Blockaden. Es wurde deutlich: Ohne die St\u00e4rkung von Rechten und Beteiligung, insbesondere f\u00fcr indigene Gemeinschaften, afrodeszendente Gruppen und Menschen, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, ohne die Zur\u00fcckdr\u00e4ngung fossiler Lobby-Interessen und ohne demokratischere COP-Prozesse bleibt Klimapolitik unvollst\u00e4ndig.<\/p>\n","protected":false},"author":342,"featured_media":14542,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1141],"tags":[1206,1078,1275,1131,1273,1132],"coauthors":[983],"class_list":["post-14564","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutsch-en","tag-climate-change","tag-environment","tag-indigenes","tag-protest-en","tag-social-justice","tag-social-movements"],"acf":[],"views":326,"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - 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