Schlagwort: politische Gewalt
PRIF talk #013 // Klimagipfel im Zeichen politischer Gewalt
Die Zeit für Lösungen des menschengemachten Klimawandels drängt. Doch wie geht die Weltgemeinschaft damit um? 2015 haben sich die Staaten der Weltgemeinschaft unter dem Pariser Klimaabkommen auf das globale 1,5-Grad-Ziel im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter geeinigt. Zur Verhandlung und Umsetzung von Klimazielen findet jährlich die UN-Klimakonferenz „Conference of the Parties“ (COP) statt.
Als Politikwissenschaftler beschäftigt sich Markus Lederer mit Fragen der globalen Umweltpolitik. In der Folge erklärt er, warum Umweltveränderungen an sich schon als Gewaltphänomene verstanden werden können. Im Gespräch berichtet er außerdem von seinen Erfahrungen auf den teils kontrovers diskutierten COPs und ordnet deren Wirksamkeit ein. Dabei thematisiert er auch den erneuten Ausstieg der USA unter Präsident Trump aus dem Pariser Klimaabkommen und prognostiziert eine zunehmende Polarisierung auf den Klimakonferenzen.
Markus Lederer ist Professor für Politikwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt und Principal Investigator im Forschungszentrum „Transformations of Political Violence“ (TraCe).
*Shownotes*
- Website von TraCe
- Markus Lederer (2025): Globale Umweltpolitik. UTB. Erscheint am 14.07.2025.
- TraCe-Jahreskonferenz „Beyond the Spectacle: Interdisciplinary Approaches To Slow Violence and Political Harm“
- PRIF talk #012 // Klima und Konflikt im Anthropozän
- PRIF talk #008 // Auf den Spuren politischer Gewalt
- PRIF talk #006 // Die Transformation politischer Gewalt
- IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change
- Umweltbundesamt: Sechster Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC (2023)
- Umweltbundesamt: Kyoto-Protokoll (1997)
- COP29, Baku, Azerbaijan
- COP30, Belém, Brasilien
- BBC: „Amazon forest felled to build road for climate summit“, Ione Wells, 12.03.2025
Social Media:
Gewalteskalation im Kontext der kolumbianischen Bemühungen um Frieden: Ursachen und Auswirkungen der humanitären Krise in Catatumbo
Tödliche Gewalt gegen friedlichen Aktivismus. Was wissen wir über die Ermordung von Menschen, die sich für Menschenrechte, Land- und Umweltschutz engagieren?
Von der Insel des Friedens zum Kriegszustand: Hintergründe der Gewalteskalation in Ecuador
Kein Innehalten und keine Zäsur – es geht einfach weiter
Time for True Stories: Stereotypes Absolve Gendered Violence against Indigenous in Canada
PRIF talk #008 // Auf den Spuren politischer Gewalt
In Brasilien und Kolumbien waren die beiden Wissenschaftlerinnen Kaya de Wolff und Verena Lasso Mena auf Feldforschung. Worum genau es in ihrer Forschung zu sozialen Medien und Umweltaktivismus geht, wie es ihnen in ihrer Rolle ergangen ist und was „Research in Solidarity“ bedeutet, erzählen sie Tina Cramer in der neusten Folge von PRIF talk.
Alle drei arbeiten im April 2022 gegründeten hessischen Forschungszentrum „Transformations of Political Violence“ (TraCe), das von PRIF koordiniert wird. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erforschen dort Wissenschaftler*innen Transformationen politischer Gewalt aus verschiedenen Perspektiven.
Kaya de Wolff ist Postdoktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt und bei TraCe. Erinnerungen an politische Gewalt aus medien- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive, insbesondere in Brasilien, sind ihr aktueller Forschungsschwerpunkt.
Verena Lasso Mena ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Darmstadt und bei TraCe. Im Zentrum ihrer Forschung steht politische Gewalt im Zusammenhang mit Umwelt- und Klimakonflikten rund um den Abbau natürlicher Ressourcen, insbesondere in Kolumbien.
*Shownotes*
- Website von TraCe
- Letzte TraCe-Folge bei PRIF talk, 23. März 2023: „PRIF talk #006 // Die Transformation politischer Gewalt“
- Global Witness Report, 15. September 2023: „Global analysis: the picture for defenders around the world“
- „Marco Temporal“: Weiterführende Informationen zum Gesetzesentwurf in Brasilien von amerika21.de
- TraCe-Ringvorlesung in Darmstadt, erste Veranstaltung am 24. April 2024: „Violence as a Global Challenge“
- Öffentlicher Roundtable, 2. Mai 2024: „Rethinking Cosmopolitan Memory in Postcolonial Contexts“ mit Daniel Levy, Emily Keightley, Jocelyn Martin und Jephta Nguherimo, Moderation: Astrid Erll und Kaya de Wolff
- Studie zu Bolsonaros Anti-Indigenem Diskurs: „Nossos Indíos: A Critical Discourse Analysis of Jair Bolsonaro’s Social Media Discourse Regarding the Indigenous Peoples of Brazil“
Social Media