Küste mit Lichtspur von Arrow-3-Rakete am Himmel
International sorgt der deutsche Kauf von Arrow 3 für Stirnrunzeln. | Foto: IDF Spokesperson's Unit photographer | Public Domain

Das Raketenabwehrsystem Arrow 3: Eine fragliche Beschaffung

Die Bundesregierung beschafft für rund vier Milliarden Euro das israelisch-amerikanische Raketenabwehrsystem Arrow 3. Im politischen Berlin stößt der Kauf auf breite Zustimmung, doch international sorgt er für Stirnrunzeln. Anders als das bereits vorhandene Patriot- und das kürzlich bestellte Iris-T-Luftverteidigungssystem der Bundeswehr eignet sich Arrow 3 nämlich gar nicht dazu, russische Raketen oder Marschflugkörper abzufangen. Auch andere Erklärungsansätze für die Beschaffung sind wenig überzeugend. Somit bleibt die Bundesregierung der deutschen Öffentlichkeit eine Antwort schuldig, gegen welche Bedrohungen sie das System in Zukunft einsetzen möchte.

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Benjamin Netanjahu and Olaf Scholz attend a memorial event commemorating deportation of Jews
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu and German Chancellor Olaf Scholz attend a memorial event commemorating deportation of Jews during World War II at the Plattform 17 Memorial at Grunewald railway station in Berlin, Germany, 16 March 2023. | Photo: © picture alliance / EPA | Filip Singer.

Outlook on German-Israeli Relations: German Staatsraison and Netanyahu‘s Coalition Contentious ‚Judicial Reform‘

The current Spotlight explores different interpretations of Germany’s Staatsraison – or raison d’état – which emphasize Germany’s commitment to defending Israel’s national security. This component has played a crucial role in German-Israeli relations to date. The recent attempts (January–June 2023) by Benjamin Netanyahu’s right-wing government to overhaul the Supreme Court have left Israeli society facing extreme tension and have shaken the country’s sense of national unity. Since 1965 and especially in the post Cold War period, German Staatsraison has meant defending Israel’s security – but with the assault on Israel’s democracy, can it continue with the same purpose in the future? This Spotlight discusses how this development might impact German-Israeli relations.

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President Ilham Aliyev sitting with Prime Minister Benyamin Netanjahu with flags of Azerbaijan and Israel.
The alliance between Israel and Azerbaijan recently celebrated 30 years of diplomatic ties. | Photo: President.az, wikimedia commons | CC BY 4.0

Why Israel Backs Azerbaijan in Nagorno-Karabakh Conflict: It’s Not About Armenia

Amidst the devastation caused by the recent earthquakes in Turkey on 6 February, Iranian Foreign Minister Hossein Amir Abdollahian made a strong statement warning against the threat posed by the Zionist regime to peace and stability in the region. Specifically, he pointed to Israel’s involvement in the Nagorno-Karabakh conflict, where Azerbaijan emerged victorious with significant support from Israel in the form of technology and arms. But why did Israel get involved in a conflict thousands of miles away, with no direct interests? In this post, we’ll take a closer look at Israel’s strategic partnerships with Azerbaijan and Turkey, and how they tie into its involvement in the Nagorno-Karabakh conflict.

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"Say cheese" - Fototermin der Staatschefs nach der Unterzeichnung der Abraham-Abkommen im Rosengarten des Weißen Hauses. | Photo: Flickr/The White House | Public Domain Mark 1.0

Die Abraham-Abkommen: Ein Baustein auf dem Weg zum Frieden für den Nahen und Mittleren Osten?

War doch nicht alles schlecht an Trumps Amtszeit? Im September 2020 konnte der (noch-) US-Präsident Donald Trump einen außenpolitischen Erfolg für sich verbuchen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu unterzeichnete in Trumps Beisein Friedensverträge mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain. Doch sowohl für den Konflikt zwischen Israel und den Palästinenser*innen als auch für die Region als Ganzes ist mehr als zweifelhaft, ob die Abkommen langfristig dem Frieden dienen.

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Protest against Israel's Gaza Blockade and attack on humanitarian flotilla, 2010
Boycott-Plakat bei einer Demonstration der umstrittenen BDS-Kampagne in Melbourne, 2010 | Photo: Takver | CC BY SA 2.0

Desinvestitionen & die globale BDS-Kampagne gegen Israel – Warum kehren Fonds & Firmen Israel den Rücken?

Von Gegnern als antisemitisch kritisiert, von Unterstützern als wirksames Mittel gegen die israelische Besatzung gepriesen – die palästinensische Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions, kurz BDS, hat sich zu einer der wohl kontroversesten Protestbewegungen unserer Zeit entwickelt. In den vergangenen Jahren zogen jährlich im Schnitt rund sechs ausländische Fonds und Firmen ihre Investitionen aus Israel oder dort tätigen Unternehmen ab. Doch welchen Einfluss haben die Boykottaufrufe der Kampagne auf diese Entscheidungen? Ein Blick auf die Desinvestitionen sowie deren Begründungen lässt Zweifel aufkommen an der Unterstützung, die die BDS-Kampagne für sich reklamiert.

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