Myanmar security presence in IDP camps, Rakhine State, Myanmar, 31 July 2012. | Photo: Bernard Jaspers-Fajer EU/ECHO; EU Civil Protection and Humanitarian Aid; Flickr | CC BY-SA 2.0

Hate speech in the context of mass atrocity crimes: How social media platforms help and hinder international criminal investigations

The May 2020 arrest of Félicien Kabuga brought an end to a manhunt spanning 26 years and two continents. The capture of the elusive alleged financier of the infamous RTLM hate speech radio station shows the importance of documenting hate speech for court proceedings if and when fugitives are eventually arrested. Today, extremist hate and atrocity speech in the context of genocide and war crimes takes place and is spread online. However, social media platforms have been slow to respond to and document it, and to cooperate with international authorities in doing so.

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Prozessauftakt gegen mutmaßliche syrische Folterer in Koblenz
Zum ersten Mal stehen ehemalige Mitglieder des Assad-Regimes wegen Folter vor Gericht. | Foto: © picture alliance/Thomas Lohnes/AFP Pool/dpa)

Syrische Folterer vor Gericht: Die partielle Rückkehr des universellen Rechts

Am 23. April 2020 begann in Koblenz ein Prozess, der weltweit Aufmerksamkeit auf sich zieht: Vor dem Oberlandesgericht müssen sich zwei Syrer verantworten, die an der systematischen Folter von Oppositionellen mitgewirkt haben sollen. Der Fall, über den in der Presse ausführlich berichtet wurde, fußt auf dem weltweit immer häufiger angewandten Weltrechtsprinzip. Welche Probleme die Anwendung des Prinzips mit sich bringt, wie berechtigt Kritik daran ist und wie das Koblenzer Verfahren vor diesem Hintergrund einzuordnen ist, beleuchtet dieses Spotlight.

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Discussion, dialogue and negotiation are important aspects of democracy promotion | Photo: EU Non-Proliferation Consortium

Why study democracy promotion negotiation?

Democracy promotion is a fundamentally interactive practice: it involves a complex interplay of external and local actors. In perceiving their goals, democracy promoters interact with various kinds of “local actors” and must increasingly confront the fact that local interests not only have to be taken seriously and integrated, but that a successful democratization process requires more than template models imposed from the outside. It requires discussion, dialogue and negotiation – and here comes the problem: Although most scholars acknowledge the interactive nature of democracy promotion, the interaction process itself is largely treated as a “black box” and negotiation dynamics have been somewhat unexplored. This is about to change.

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Şebnem Korur Fincancı und Norbert Kartmann bei der Preisverleihung (Foto: © Hermann Heibel/Hessischer Landtag, Kanzlei, 2018).

Kein Frieden ohne Menschenrechte. Die Verleihung des Hessischen Friedenspreises 2018 an Şebnem Korur Fincancı

Am 28. November 2018 wurde Şebnem Korur Fincancı mit dem Hessischen Friedenspreis 2018 der Albert-Osswald-Stiftung ausgezeichnet. Der Preis würdigt die türkische Staatsbürgerin und Gerichtsmedizinerin für ihren engagierten Einsatz für die Aufarbeitung von Folter und Menschenrechtsverletzungen in der Türkei. Sie ist Mitverfasserin des „Istanbul-Protokolls“, das weltweit als Standardwerk zur Untersuchung und Dokumentation von Folter anerkannt ist. Wir präsentieren Auszüge aus den Reden des Präsidenten des Hessischen Landtags, Norbert Kartmann, des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, des Laudators Wolfgang Huber sowie der Preisträgerin Şebnem Korur Fincancı.

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Das Testament Alfred Nobels
Das Testament Alfred Nobels | Photo: Prolineserver | Article 49a, PD Art, Schweden

Warum gibt es den Friedensnobelpreis auch für Menschenrechtsarbeit?

Der Friedensnobelpreis wird häufig mit Staatsmännern verbunden, die sich auf dem diplomatischen Parkett bewiesen haben. In diesem Jahr am 10. Dezember geht er jedoch nicht an Politiker oder Diplomaten: Die jesidische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad Basee Taha aus dem Irak und der kongolesische Frauenarzt Dr. Denis Mukwege werden für ihr Engagement für sexuell ausgebeutete und missbrauchte Frauen ausgezeichnet. Doch warum erhalten immer wieder Menschenrechtsaktivisten diese Auszeichnung? Menschenrechte sind doch etwas anderes als Frieden, oder etwa nicht? Im Gegenteil, beides hängt eng zusammen und auch im Nobelpreis kommt ein weitaus breiteres Friedensverständnis zum Ausdruck, als eines das wir mit händeschüttelnden Staatsmännern verbinden.

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Der Hauptsitz der FAO in Rom
Der Hauptsitz der FAO in Rom | Photo: Carolin Anthes, HSFK

Mainstreaming The Human Right To Food Within The Food And Agriculture Organization Of The United Nations: The Rise And Decline Of An Agenda For Change

The international community has committed to achieve zero hunger by 2030. This year’s World Food Day message by the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) rightly reminds us: “Our actions are our future!”-“A #ZeroHunger world by 2030 is possible.” At the same time, the latest assessments on global food and nutrition insecurity point to an aggravated situation for hunger, with currently around 821 million suffering from severe hunger, demonstrating a structural rather than temporary challenge.

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Folter ist ein häufig genutztes Instrument, um den Willen von Menschen zu brechen | Photo: Dean Hochman | CC BY 2.0

Folter als Friedenshindernis – Şebnem Korur Fincancı und ihr Einsatz für Folteropfer

Der diesjährige hessische Friedenspreis geht an die türkische Ärztin Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı. Sie wird insbesondere für Ihr Engagement gegen Folter ausgezeichnet. Damit wird ein wichtiges Zeichen gesetzt. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit und das damit einhergehende Verbot von Folter ist ein zentrales Menschenrecht. Der Einsatz von Folter muss weltweit bekämpft werden, denn Folter steht der Verwirklichung eines nachhaltigen positiven Friedens entgegen. Ohne Anerkennung von Folter und ohne eine Rehabilitation der Opfer werden Versöhnung und Aufarbeitung erschwert.

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