Video games such as Minecraft have started to become the target of extremist actors. | Photo: Flickr, Lego Photo mureut | CC BY-ND 2.0

Let’s play prevention: Can P/CVE turn the tables on extremists’ use of gamification?

In the wake of the attacks in Christchurch, El Paso and Halle, the so-called ‘gamification of terror’ has made headlines and sparked academic interest in the potential role of gamification in radicalisation processes. Most recently, the Radicalization Awareness Network (RAN) has discussed both videogames and gamification as potential facilitating factors of radicalisation in the EU. This blog article is based on the new RAN Paper “The Gamification of Violent Extremism & Lessons for P/CVE”.

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Why do pro-democracy narratives struggle with responding to the utopian visions propagated by extremist actors? | Photo: Unsplash, Paweł Czerwiński | Free use

Missing an epic story: Why we are struggling to counter extremists’ utopian narratives

Contrary to popular opinion, extremist communication is not simply based on hatred and calls for violence. While beheading videos or livestreamed shootings may generate attention, displays of violence alone are an insufficient basis for an extremist ideology and claims of legitimacy. Utopian narratives – visions for the perfect society – are an indispensable element of propaganda efforts. Without detailing what one is fighting for, an essential part would be missing from the web of extremist ideological communication. While the last years have seen an increase in narrative campaigns designed to delegitimize extremist ideologies and provide alternative worldviews, pro-democracy narratives struggle with responding to the utopian visions propagated by extremist actors.

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Extremists use social media to spread hateful narratives and propaganda - state actors, NGOs, and young activists are trying to fight this by telling counter-narratives. But how effective is this? | Photo: PRIF

Counter-narratives – curse or blessing?

Taking stock of the increased spread of extremist narratives – especially in social media – the search for appropriate counter-measures intensifies. Consequently, the formulation and dissemination of so-called counter-narratives is often discussed as one possible approach to weaken extremist influence. While there are good reasons in favor of counter-narratives, they also come with risks and uncertainties. This article outlines essential pros and cons for their use in social media and provides insights into the current state of research on the effects of counter-narratives. Finally, it makes a proposal for a balanced approach: Counter-narratives may not be the only cure for extremism, but can serve as an effective tool for prevention and de-radicalization.

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To belong to a social group is attractive, esp. to young people
To belong to a social group is attractive, esp. to young people | Photo: markusspiske | Free use

Salafist Groups’ Use of Social Media and its Implications for Prevention

Researchers largely agree that radicalisation processes mostly include both real-world and virtual conditions. However, the interaction of both spheres has so far been understudied. Still, too little is known about how the two environments are mutually dependent and, accordingly, even less about how prevention and deradicalisation approaches can cover both spheres. In the previous article, Manjana Sold highlighted that while studying social media profiles, linkages to the real world are observable. This blog argues that this also occurs the other way around: Based on results from in-depth case studies, the article shows how radical Salafist groups in Germany use the benefits of social media to attract new members and facilitate the maintenance of the group. From these findings, possible starting points for prevention and deradicalisation work will be derived, which, if possible, cover both spheres of life.

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Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Einzelnen wie im Gesamtbild
Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Einzelnen wie im Gesamtbild | Photo: pxhere.com, CC0

Radikalisierung und De-Radikalisierung in Deutschland: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Radikalisierung und Extremismus sowie deren Prävention werden seit einigen Jahren in Deutschland kontrovers diskutiert. Obgleich die Phänomene in diesem Themenfeld sehr unterschiedlich sein können, besteht doch Einigkeit, dass es sich bei Radikalisierung um einen Prozess handelt, der auf vielen verschiedenen Ebenen stattfindet und durch unterschiedlichste Faktoren begünstigt oder verhindert werden kann. Unsere Blogserie „Gesellschaft Extrem“ hat Einblicke in das Themenfeld geboten und sowohl Perspektiven aus der Wissenschaft, als auch aus der Praxis anhand von 21 Beiträgen erläutert. Nicht nur einzeln, sondern auch im Gesamtbild der Serie stellen die Beiträge sehr prägnant die vielseitigen Herausforderungen von individueller und kollektiver Radikalisierung sowie von Radikalisierungsprävention und deren Evaluation dar.

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Erfolgreiche Prävention geht viele an, nicht nur den Staat
Erfolgreiche Prävention geht viele an, nicht nur den Staat | Photo: ysd | Free use

Mehr als nur Dienstleister: Zivilgesellschaftliche Präventionsarbeit in Deutschland

Die Präventionsarbeit ist so vielschichtig wie die Motive, aus denen sich Jugendliche und junge Erwachsene religiös-extremistischen Szenen zuwenden. Gerade deshalb ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure von Bedeutung. Das Engagement der Zivilgesellschaft in Deutschland ist dabei eine besondere Stärke, wie ein Blick nach Frankreich zeigt.

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Kommunale Präventionsarbeit kann der Flucht in exklusive Primaridentitäten vorbeugen
Kommunale Präventionsarbeit kann der Flucht in exklusive Primaridentitäten vorbeugen | Photo: by Rémi Walle on Unsplash | CC BY-SA 2.0

Radikalisierung als Flucht und kommunale Präventionsarbeit als Chance

Es ist zu einem Gemeinplatz geworden festzustellen, dass Radikalisierungsprävention eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ ist. Das liegt an der Unbestimmtheit des Begriffs und daran, dass die damit auf den Begriff gebrachte Idee noch nicht hinreichend eingelöst wurde. So werden Schule, Jugendarbeit oder Moscheegemeinden regelmäßig als Handlungsfelder bzw. Akteure von Präventionsarbeit identifiziert. Andere wichtige gesellschaftliche Institutionen hingegen, wie Kommunen, wurden häufig übersehen. In jüngerer Zeit scheint sich dies zu ändern, Gemeinden, Landkreise und Städte werden zunehmend als Orte von Prävention wahrgenommen, gute Praktiken lokaler Ansätze ausgetauscht. Der Beitrag plädiert für ein stärkeres Engagement von Kommunen in der universellen und selektiven Radikalisierungsprävention, skizziert den zu beobachtenden Trend hin zu kommunaler Radikalisierungsprävention und endet mit Empfehlungen guter Praktiken.

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Das salafistisch-dschihadistisches Online-Magazin „Kybernetiq“
Das salafistisch-dschihadistische Online-Magazin „Kybernetiq“ | Quelle: eigene Darstellung

Online- oder Offline-Radikalisierung – oder doch ein Mix?

Immer häufiger ist bei ExtremistInnen die Rede von einer „Online-Radikalisierung“: Das Internet wird immer wieder als wichtiger Faktor in Radikalisierungsprozessen genannt. Dennoch ist über die Interaktion zwischen virtueller und realer Welt und die Wirkung von Online-Kommunikation in Radikalisierungsprozessen wenig bekannt. Dieser Beitrag beleuchtet kurz wesentliche Erkenntnisse hierzu und stellt auf Basis erster Erkenntnisse aus unserer Forschung drei Thesen zum Stellenwert von Online- und Offline-Faktoren in Radikalisierungsprozessen auf.

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We watch you
We Watch You | Photo: kellerabteil | CC BY NC 2.0

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“? Sicherheitspolitisches vs. pädagogisches Handeln in der Extremismusprävention

Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wird die Praxis der Extremismusprävention und Deradikalisierung in Deutschland von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren gemeinsam umgesetzt. Der Schwerpunkt zivilgesellschaftlicher Aktivitäten liegt dabei überwiegend in der pädagogischen Arbeit. Zivilgesellschaftliche Träger nehmen in Deutschland eine vergleichsweise herausragende Stellung ein und sind fester Bestandteil der Strategie zur Extremismusbekämpfung. Nichtsdestotrotz wird die konkrete Arbeit der Extremismusprävention von den Sicherheitsbehörden zuallererst als Teilaspekt einer breiter angelegten Sicherheitspolitik angesehen. Effektive und nachhaltige pädagogische Arbeit wird meist als zweitrangig betrachtet und dem sicherheitsbehördlichen Blickwinkel untergeordnet. Eine solch kurzsichtige Strategie schürt Misstrauen und kann langfristig die Integrität deutscher Extremismusprävention und Deradikalisierung gefährden.

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La Défense architecture
La Défense architecture | Photo: JOHN TOWNER | Free use

Gemeinsame Elemente in den Ideologien von RechtsextremistInnen und IslamistInnen

Die Phänomene Rechtsextremismus und Islamismus erscheinen zunächst gegensätzlich. Zwar finden sich mit Blick auf Ideologien viele Gemeinsamkeiten. Historisch sowie in der eigenen Rechtfertigung von Gewalt gibt es jedoch auch Grenzen der Vergleichbarkeit; eine Differenzierung der Phänomenbereiche ist notwendig. Während Rechtsextreme mit dem Überleben der Rasse oder der Nation argumentieren, rechtfertigen Islamisten sich mit ihrer Interpretation des „Willen Gottes.“ Die Narrative nehmen auch Bezug aufeinander, verstärken sich reziprok und bestätigen ihre jeweiligen Weltanschauungen. Solche gemeinsamen funktionalen Elemente oder Brückennarrative wie sie David Meiering im vorangegangenen Blogbeitrag bespricht, können für die Präventions- und Deradikalisierungsarbeit relevant sein, da sie Ansätze des Dialogs beeinflussen und als best practices genutzt werden können.

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