„Einschnitt“, Entwurf für Denkmal von Heiko Hünnerkopf (Wertheim) | Foto: Stadt Hanau via presse-service.de

Drei Jahre nach Hanau: Wie inklusiv ist die deutsche Erinnerungskultur?

Der rechtsterroristische Anschlag von Hanau, bei dem 2020 neun Menschen mit Migrationsgeschichte aus rassistischen Motiven ermordet wurden, reiht sich in eine Historie rechtsextremer Gewalttaten in Deutschland. Welchen Stellenwert hat diese rassistische Gewalt im kollektiven Gedächtnis? Debatten zur Öffnung deutscher Erinnerungskultur haben vor allem der Frage gegolten, wie die NS-Vergangenheit und deutsche historische Verantwortung in der Migrationsgesellschaft vermittelt werden können. Im Gedenken an die Opfer von Hanau gerät die Chance einer inklusiven Erinnerungskultur stärker in den Blick: Wie können die Kontinuitäten rechtsextremer Gewalt, die Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland erfahren, für die deutsche Gesellschaft insgesamt zugänglich gemacht und erinnerungskulturell bearbeitet werden?

Deutsche Erinnerungskultur — Ziele und Anfechtungen

Erinnerungskultur beschreibt die öffentlichen Formen des Erinnerns einer Gesellschaft an die eigene kollektive Geschichte. Sie umfasst Erzählungen, Symbole, Gedenkorte und -praktiken und stellt historische Narrationen in einen gemeinschafts- oder identitätsstiftenden Zusammenhang. Für die deutsche Erinnerungskultur fasste die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann zusammen, dass es nach der NS-Geschichte darum ginge „sich als Kollektiv zu erinnern und sich dabei auch auf die Verfehlungen und die Verbrechen der eigenen Geschichte zu beziehen“. Dieses erinnerungspolitische Ziel einer „historisch-moralischen Bildung“ kann in vielfältigen Formaten zum Ausdruck kommen, die unterschiedliche Akzente setzen: Denkmäler oder Gedenkveranstaltungen können beispielsweise spezifischen Ereignissen oder Opfergruppen gelten und unterschiedlichen Zwecke dienen, wie etwa Versöhnung oder Wiedergutmachung. An dieser in Deutschland dominierenden Intention setzt die Kritik des Publizisten Max Czollek an. Er kritisiert die bisherige deutsche Erinnerungskultur dafür, eine „Wiedergutwerdung“ vornehmen zu wollen, wo dies nicht möglich sei: „Erinnerungskultur bedeutet, die Gesellschaft so einzurichten, dass die Geschichte sich nicht wiederholt. Sie bedeutet auch, dass es Räume der Untröstlichkeit braucht, in denen gilt, was selbstverständlich sein sollte: es wird nie wieder alles gut.“

In Deutschland bezieht sich Erinnerungskultur vor allem auf das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Damit Erinnern nicht nur in Denkmälern eingehegt und auf Rituale reduziert wird, bedarf es jedoch einer fortwährenden Aktualisierung und Bewusstmachung. Der Auftrag, der aus dem Vergangenen an Gegenwart und Zukunft abgeleitet wurde – „nie wieder“ – muss gesellschaftliche Realitäten reflektieren. Diese Notwendigkeit wurde immer wieder besonders deutlich, wenn Forderungen nach einem „Schlussstrich“ unter das Wachhalten der Erinnerung an die NS-Verbrechen erhoben wurden; sei es im Historikerstreit der 1980er Jahre oder in der jüngeren Zeit durch Vertreter:innen der AFD. Dabei gilt es nicht nur, angesichts von Versuchen des Geschichtsrevisionismus die Bedeutung der Erinnerung an die Shoah immer wieder zu vermitteln. Durch Deutschlands Wandel zum Einwanderungsland wurden gesellschaftliche Fragen der Erinnerungskultur auch dahingehend diskutiert, wie beispielsweise Schulunterricht, der sich auch an Menschen mit Migrationsgeschichte richtet, die keinen familiären Bezug zum Holocaust haben, die nationalsozialistische Judenvernichtung als Verankerungspunkt der deutschen Demokratiegeschichte nach 1945 plausibel machen kann. In öffentlichen Debatten wurde im migrationsgesellschaftlichen Kontext zudem immer wieder Antisemitismus unter Muslim:innen als ein besonderes Problem für die historisch-politische Bildung thematisiert.

Ungeachtet der (empirisch strittigen) Frage, ob unter Muslim:innen mehr oder ein anderer Antisemitismus herrscht, bleibt Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft allgemein ein Problem und speist sich ein Teil des Widerstands gegen die deutsche Erinnerungskultur aus antisemitischen Positionen. Das Erstarken von rechtspopulistischen sowie rechtsextremen Gruppierungen und Narrativen über die letzten Jahre verweist grundsätzlich auf die Dringlichkeit, an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern. Auch die rassistischen Anschläge der vergangenen 30 Jahre sollten dabei stärker zum Gegenstand des kollektiven deutschen Gedächtnisses werden, damit gesamtgesellschaftlich im Bewusstsein verankert wird, dass rechte Gewalt und mangelnder Wille zu deren Aufarbeitung keine historischen Phänomene sind, sondern eine Kontinuität darstellen und nicht als abgeschlossenes Kapitel der Geschichte eingeordnet werden. Zu nennen sind unter anderem rassistische Anschläge in den 1990er Jahren in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen, die rechtsterroristische Mordserie des NSU, sowie die tödlichen rechtsextremistischen Anschläge in den letzten Jahren in München, Kassel, Halle und Hanau. Hier gibt es bereits aktive Erinnerungsarbeit durch Angehörige und zivilgesellschaftliche Vereinigungen, jedoch fehlt die breite Anbindung bzw. Verschränkung mit der kollektiven Erinnerungskultur.

Rassistischer Gewalt gedenken – Ansätze für eine inklusive Erinnerungskultur

Betroffenheit und Furcht vor rechter Gewalt und Rassismus sind vor allem bei Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland hoch. Seit der deutschen Einheit, die unter das Leitmotiv gestellt wurde, dass „jetzt zusammenwachse, was zusammengehöre“, sahen sie sich noch stärker an den Rand gedrängt. Und auch wenn das gesellschaftliche Miteinander vor 1989/90 nicht glorifiziert werden sollte, ist die Hasskriminalität seit den 1990er Jahren auf erschreckend hohem Niveau. Selbst das BKA zählt mit seiner vergleichsweise engen Definition 109 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990. Die Anschläge der letzten Jahre in München, Kassel, Halle und Hanau haben aber auch dazu geführt, dass die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus stärker auf der politischen Agenda steht. Dadurch werden mehr Gelder für den Wissensaufbau zu Rassismus in Deutschland zur Verfügung gestellt. Die Kontinuitäten rassistischer Gewalterfahrungen konnten somit systematischer dokumentiert werden. Beispielsweise versucht der Afrozensus die Diskriminierungserfahrungen von Deutschen mit afrikanischer Migrationsgeschichte zu erfassen. Das Projekt CLAIM erhebt in Umfragen die Diskriminierungserfahrungen von Muslim:innen in Deutschland. In Zivilgesellschaft und Wissenschaft löste die manifeste rechte Gewalt zudem Beiträge zu inklusiver Erinnerungskultur aus. Dabei ist die Frage zentral, wie die Erfahrungen von marginalisierten Gruppen in der deutschen Mehrheitsgesellschaft bewusst gemacht werden können.

Die Inklusion marginalisierter Teile der Gesellschaft in der deutschen Erinnerungskultur kann zur Sensibilisierung für verdrängte Perspektiven und Akteure der Geschichte beitragen. Konkret geht es z.B. darum, das Bewusstsein für die deutsche Kolonialvergangenheit und ihre Opfer, für Erinnerungsmuster ostdeutscher Identität oder auch den Beitrag von einstigen „Gastarbeiter:innen“ für den wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands zu stärken. Insbesondere bietet eine inklusive Erinnerungskultur jedoch die Chance, Kontinuitäten rechtsextremer und rassistischer Gewalt aufzuzeigen. Es sollte gerade nicht eine neue, parallele Erinnerungsstruktur geschaffen werden – die gibt es ohnehin – sondern die Verbindung zwischen Gewaltgeschichten ins allgemeine Bewusstsein rücken. Ein breiter gesellschaftlicher Verständigungsprozess bietet die Möglichkeit, im Dialog mehr Anerkennung für marginalisierte Bevölkerungsgruppen zu schaffen und dadurch Vertrauen zu stärken. Denn, so formuliert es Carolin Emke: „Wer wir als Gesellschaft sein wollen, wird sich auch darin zeigen, ob und wie eine solche zeitoffene, vielstimmige Erzählung gelingt.“

Ansätze einer inklusiven, multi-perspektivischen Erinnerungskultur existieren bereits: In dem Podcast „Trauer und Turnschuh“ spricht Max Czollek mit der Journalistin Hadija Haruna-Oelker darüber, wie Fragen der Zugehörigkeit mit erinnerungskulturellen Themen verknüpft werden. Durch das Format sollen Impulse für eine inklusive Erinnerungskultur in die Mehrheitsgesellschaft getragen werden. Eine Konferenz der Bildungsstätte Anne Frank gemeinsam mit der Frankfurt UAS hat im vergangenen Jahr Beiträge dazu diskutiert, „wie sich vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und postmigrantischer Gegenwartsrealitäten eine inklusive Erinnerungskultur zu Holocaust und Kolonialismus gestalten lässt“. Und Teilnehmer:innen der Jungen Islam Konferenz diskutierten bei den JIK-Talks 2022 darüber, wie ein postmigrantisches Erinnern multiperspektivisch aufgebaut werden kann, so dass Erfahrungen von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland stärker einbezogen werden. Erziehungswissenschaftlich beschäftigt sich jüngst beispielsweise der Sammelband „Geschichten im Wandel“ mit der Frage, wie Bildungsformate postmigrantische Ansätze in der deutschen Erinnerungskultur vermitteln können.

Die genannten Bestrebungen von Zivilgesellschaft und Wissenschaft können, auch vor dem Hintergrund aktueller politischer Bemühungen, Prozesse des Umdenkens in der Gesellschaft anstoßen, doch die Tendenz, Opfer rassistischer Gewalt als „Andere“ zu betrachten, ist häufig noch unübersehbar. Rechtspopulismus stellt in Deutschland eine beharrliche Herausforderung dar, und beim Gedenken an die Opfer von rassistischen Anschlägen ist mit entsprechenden Widerständen zu rechnen.

Gemeinsame Erinnerungsräume? – Das Gedenken an den Anschlag von Hanau

Inklusive Erinnerungskultur kann nur entstehen, wenn unterschiedliche Akteure in einer Gesellschaft sie langfristig etablieren. Bisher ist vor allem ein starkes Engagement aus der Zivilgesellschaft sichtbar, das unentbehrlich ist. Der rechtsterroristische Anschlag in Hanau kann dazu einen Anstoß geben. Am 19. Februar 2023 jährt sich der Mordanschlag zum dritten Mal, der neun Menschen mit Migrationsgeschichte das Leben kostete: Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saraçoğlu. Angehörige der Opfer gründeten die Initiative 19. Februar und engagieren sich für das Erinnern und die Aufarbeitung des Anschlags. Einen digitalen Erinnerungsort stellt die Plattform Hanau steht zusammen dar. Bereits schnell nach dem Anschlag machte sich außerdem Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky für ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer stark. Verschiedene Kontroversen führten allerdings dazu, dass bis heute offen ist, ob und wo ein solches Mahnmal errichtet werden soll. Nachdem der künstlerische Wettbewerb im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, sorgt die Standortfrage weiterhin für Streit. Bisher wurden lediglich kleinere Bausteine des Erinnerns geschaffen: auf dem Hanauer Hauptfriedhof, wo drei der neun Anschlagsopfer bestattet sind, auf dem Kurt-Schumacher-Platz und auf dem Heumarkt wurden Gedenktafeln errichtet.

Zum zweiten Jahrestag des Anschlags 2022 hatten Angehörige der Ermordeten (erneut) vorgetragen, ein Mahnmal gehöre auf den Hanauer Marktplatz. Die Stadtverordnetenversammlung sprach sich hingegen für den Freiheits- oder Kanaltorplatz aus. Dort soll ein Zentrum für Demokratie und Vielfalt (ZDV) entstehen, auch um den Dialog zum Umgang mit dem 19. Februar weiterzuführen. Die Reaktion der Angehörigen war deutlich: Es sei besser, gar kein Mahnmal aufzustellen, wenn der Marktplatz als Standort nicht mehrheitsfähig sei. Diese Absage an die genannten Orte ist aufschlussreich, denn es geht hier erkennbar um den symbolischen Aussagewert in der Stadtgesellschaft und über sie hinaus. Sowohl der Freiheits- als auch der Kanaltorplatz sind zentral in Hanau gelegen, aber eben nicht das „Vorzeigezimmer“ der Stadt, wo stolz auf berühmte Persönlichkeiten verwiesen wird.

Für den Aufbau einer inklusiven Erinnerungskultur hält der Umgang mit dem Anschlag in Hanau wichtige Erkenntnisse sowie das Potenzial eines länger währenden bundesweiten Gedenkens bereit. Klar ist, dass angesichts der öffentlich gegebenen Versprechen des OB, nach dem aufwändigen künstlerischen Wettbewerb und bundesweiter Aufmerksamkeit ein Scheitern der Mahnmal-Initiative großen Schaden anrichten würde. Es werden weitere Schritte nötig sein zum offenen Dialog zwischen Politik, Angehörigen und übrigen Bürger:innen in Hanau, um nicht am Ende ein Mahnmal zu schaffen, das „wir“/„sie“-Konfliktlinien zementiert. Stattdessen sollte die Chance zum inklusiven Erinnern auch bundesweit ergriffen werden. In zivilgesellschaftlichen Initiativen passiert das bereits: In Stuttgart wurden wiederholt Gedenktafeln für die Hanauer Opfer am Rathaus installiert, denn „die getöteten Menschen in Hanau stehen stellvertretend für die Opfer rechter Gewalt überall“, so eine Aktivistin. Unter Hashtags wie #SayTheirNames oder #HanauIstUeberall werden überregional Aktionen organisiert, um die allgemeine Bedeutung des Hanauer Mordanschlag ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Ebenso  bestehen andernorts Bemühungen, der Opfer rechter Gewalt in den 1980er und 90er Jahren, etwa in Rostock-Lichtenhagen, Solingen oder Mölln deutlicher zu gedenken. Die Einführung eines bundesweiten Gedenktags für die Opfer rassistischer Gewalt könnte diese Perspektive ebenso stärken wie ein Verschränken mit der vorhandenen Erinnerungskultur.

Den gesamtgesellschaftlichen Dialog zu rassistischen Anschlägen wie dem in Hanau weiterzuführen, ist für die Schaffung eines gemeinsamen Erinnerungsraums in der deutschen Gesellschaft notwendig, und er muss auf verschiedenen Ebenen geführt werden. Es ist insofern ein gutes Beispiel, dass aktuell und noch bis zum 18.3. Forensis/Forensic Architecture im Hanauer Rathaus Ergebnisse von Recherchen zum Tatverlauf sowie zum polizeilichen Einsatz vor drei Jahren präsentiert. Diese kamen auf Betreiben der Angehörigen zustande und wurden mit einem Gutachten auch im parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags eingebracht. Sie dokumentieren Fehler und Versäumnisse der Polizei, aus denen bis heute nicht hinreichend Konsequenzen gezogen wurden. Der genaue Blick auf diese Defizite zeigt politische, soziale und institutionelle Ansatzpunkte, um Rassismus abzubauen, in diesem Zuge eine Fehlerkultur zu etablieren und Rechtsextremismus sowie Rechtspopulismus präventiv entgegenzuwirken. Das Gedenken der Opfer rechter Gewalt und rassistischer Anschläge als Teil deutscher Erinnerungskultur zu begreifen, verlangt schließlich auch, dass Rassismus- und Antisemitismuskritik nicht bloß Gegenstand der Geschichtsvermittlung sind, sondern als migrationsgesellschaftliche Perspektiven zum Teil des Alltags werden.

Sabine Mannitz
Dr. Sabine Mannitz leitet den Programmbereich „Glokale Verflechtungen“, ist Vorstandsmitglied am PRIF und PI im Forschungszentrum „Transformationen politischer Gewalt“ (TraCe). Sie forscht u. a. über Prozesse des Wandels politischer Kultur, soziale Identität und Erinnerungskultur/-politik. // Dr Sabine Mannitz is head of the research department “Glocal Junctions”, a member of PRIF's executive board and PI in the Research Center “Transformations of Political Violence” (TraCe). Her research fields include processes of change in political culture, social identity and practices of remembrance/remembrance politics.
Lea Deborah Scheu

Lea Deborah Scheu

Lea Deborah Scheu ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Programmbereich „Transnationale Politik“ sowie Mitglied der Forschungsgruppe „Radikalisierung“. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen den Umgang von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren mit Islamismus, insbesondere die Handlung von Sicherheitsbehörden. // Lea Deborah Scheu is a researcher at Research Department “Transnational Politics” and member of the Research Group “Radicalization”. Currently, she conducts research on the dealing of state and non-state actors with Islamism and is especially interested in the action by security authorities.
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Isabelle Stephanblome

Isabelle Stephanblome

Isabelle Stephanblome ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Programmbereich „Transnationale Politik“ und Mitglied der Forschungsgruppe „Radikalisierung“ an der HSFK. Im Rahmen des Projekts KURI forscht sie zu staatlichen Maßnahmen im Umgang mit dem radikalen Islamismus, insbesondere zu dem Verhältnis von Politik und Recht. // Isabelle Stephanblome is a researcher at PRIF's Research Department “Transnational Politics” and member of the Research Group “Radicalization”. Currently working for the KURI project, she conducts research on government measures against radical Islamism and is especially interested in the relation between politics and law. | Twitter: @IStephanblome

Sabine Mannitz

Dr. Sabine Mannitz leitet den Programmbereich „Glokale Verflechtungen“, ist Vorstandsmitglied am PRIF und PI im Forschungszentrum „Transformationen politischer Gewalt“ (TraCe). Sie forscht u. a. über Prozesse des Wandels politischer Kultur, soziale Identität und Erinnerungskultur/-politik. // Dr Sabine Mannitz is head of the research department “Glocal Junctions”, a member of PRIF's executive board and PI in the Research Center “Transformations of Political Violence” (TraCe). Her research fields include processes of change in political culture, social identity and practices of remembrance/remembrance politics.

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