Premises of the International Criminal Court in The Hague, Netherlands
Premises of the International Criminal Court in The Hague, Netherlands | Photo: United Nations Photo

The International Criminal Court in Difficult Times: Challenges for the 16th Assembly of States Parties

On 26 October 2017, Burundi’s withdrawal from the Rome Statute – the founding treaty of the International Criminal Court (ICC) – took effect. This withdrawal is just the tip of the iceberg of a long-lasting confrontation between the ICC and some African states. When the Assembly of States (ASP) Parties to the Rome Statute convenes today for its 16th annual session in New York, the stakes are high as the ICC faces major challenges. The ASP should take on the dwindling support and criticism from the African Union (AU) as well as African states and bolster the ICC: States Parties should defend the integrity of the Statute, back the ICC’s budget, further outreach activities as well as the regional scope of investigations and strengthen the cooperation with the Court.

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Hamady Ould Hamady, Vorsitzender des "High Level Ad Hoc Committee on Libya" der Afrikanischen Union, im UN Sicherheitsrat | Foto: UN Photo

Globales Regieren braucht prozedurale Gerechtigkeit

Worauf beruht die Chance, dass globale Normen und Regelwerke von Staaten und Sicherheitsorganisationen auf regionaler Ebene befolgt werden? Diese Frage steht im Zentrum der Diskussion um globales Regieren. Sie stellt sich jüngst drängender, weil neuere Entwicklungen den Eindruck nahelegen, zentrale Staaten in der nicht-westlichen Welt seien im Begriff, sich von den liberalen Institutionen des globalen Regierens zu verabschieden. Empirische Forschung zum Verhalten Südafrikas und der Afrikanischen Union zeigt, dass sich diese Skepsis in der Wahrnehmung mangelhafter prozeduraler Gerechtigkeit begründet. Für erfolgreiches globales Regieren muss zunächst diese Voraussetzung eingelöst werden.

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Gipfeltreffen Afrikanische Union
Blick in den Konferenzsaal bei einem früheren Gipfeltreffen der Afrikanischen Union | Foto: UN Photo/Eskinder Debebe

Gipfeltreffen ohne Pomp: Die Afrikanische Union auf der Suche nach mehr Unabhängigkeit und Anerkennung

Schwierige Themen gab es eigentlich genug auf der Agenda des 29. Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU), der am 4. Juli in Addis Abeba zu Ende ging. Weitreichende Entscheidungen blieben dennoch aus. Bald werden sich nur noch wenige an diesen Gipfel erinnern – trotzdem verdeutlichte er einmal mehr die umkämpfte Suche nach mehr Unabhängigkeit und Einheit für eine international und innerhalb des afrikanischen Kontinents anerkannte Institution.

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