Presidential election campaign flags hang for sale, featuring the faces of both current President Jair Bolsonaro, left, and former President Luiz Inácio Lula da Silva, outside the Supreme Electoral Court in Brasilia, Brazil
Presidential election campaign flags hang for sale outside the Supreme Electoral Court in Brasilia, Brazil. | Photo: © picture alliance/AP | Eraldo Peres

Democracy on the Razor’s Edge: The 2022 Presidential Elections in Brazil

Brazil’s presidential elections are scheduled to take place on October 2, 2022. The confrontation between the extreme-right incumbent president Bolsonaro and the center-left former president Lula Da Silva provides a rare setting. The election places Brazil at a crossroads and will set the stage for either a comprehensive commitment to democracy under Lula or a […]

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Haus mit kolumbianischer Flagge und mehreren Plakaten von Gustavo Petro und Francia Márquez mit den Aufschriften "Petro Presidente" und "Nariño es potencia de vida"
Der Sieg von Gustavo Petro bei den Präsidentschaftswahlen in Kolumbien kann schon jetzt als Zäsur verstanden werden. | Photo: © Leidy Patricia Jojoa via flickr

Kolumbien nach der Präsidentschaftswahl: Fünf Chancen und eine Herausforderung für die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik

Kolumbien hat gewählt: In einem polarisierten Wahlkampf setzte sich bei den Präsidentschaftswahlen vom 19. Juni 2022 der linksgerichtete Kandidat Gustavo Petro knapp gegen den Rechtspopulisten Rodolfo Hernández durch. Dieser hat seine Niederlage öffentlich eingestanden. Ab dem 7. August wird das Land erstmals von einem linksgerichteten Präsidenten geführt und mit der Aktivistin Francia Márquez wird zum ersten Mal in der Geschichte des Landes eine Afrokolumbianerin das Amt der Vizepräsidentin bekleiden. Dieser Blogbeitrag skizziert fünf Chancen und eine Herausforderung für die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik, um die guten Beziehungen zu dem lateinamerikanischen Schwergewicht Kolumbien fortzuführen und weiter auszubauen.

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Protestors in Tyre/Sour, Southern Lebanon, cheering to a female singer during nonsectarian demonstrations against government corruption and austerity measures that started across the country on October 17th, 2019.
European institutions and organizations active in Lebanon should intensify political cooperation with reformist MPs. | Photo: RomanDeckert via wikimedia commons | CC BY-SA 4.0

Reformist MPs Deny Hezbollah Majority in Lebanese Parliament – Prospects for Lebanon after the Elections

The results of the Lebanese parliamentary elections on May 17 showed a decrease in the number of seats claimed by Hezbollah and its supporters, and increases favoring the non-partisan reformist candidates supporting the October 17 protests of 2019. These developments reflect the growing will for change towards a democratic civil society in Lebanon, but they do not come without significant challenges. This blog examines the results of the Lebanese parliamentary elections and discusses the political difficulties in the coming phase; arguing that, given the risks of a power vacuum, the best possibility of democratic states is to support reformist representatives.

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Picture shows Bongbong Marcos on motorcade with supporters
Team Unity leads amongst all groups irrespective of age, education, social or economic status. | Photo: Patrickroque01/wikimedia commons | CC BY-SA 4.0

Elections in the Philippines: A Vote for Continuity?

In a few days, on May 9, 2022, the Philippines will elect the successor of outgoing President Duterte. The most likely candidate to become the new president of the Philippines is Ferdinand “Bongbong” Marcos Jr, the son of former dictator Ferdinand Marcos. The vice-presidency will most probably go the daughter of the current president, Sara Duterte-Carpio, whose father is responsible for the brutal drug war of recent years. How did this happen, and what does it say about the state of democracy in the Philippines?

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Image shows posters in the 2022 French presidential election. Title: "The Poetry of Empty Promises" by Caratello via flickr.
Le Pen and Zemmour have managed to place far-right subjects at the heart of public debate. | Photo: Caratello/Flickr | CC BY NC-ND-2.0

Maghreb policies of Marine Le Pen vs Eric Zemmour: the victory of the „normalized“ far right?

As the first turn of the French presidential election on April 10th comes closer, two far-right candidates have drawn all the attention: Marine Le Pen and Eric Zemmour. This article argues that their approach toward French-speaking Maghreb countries (Algeria, Tunisia, and Morocco) is symptomatic of the difference between a “normalized” and an always more radical far right: while Le Pen seeks to position herself as a serious and pragmatic international partner, Eric Zemmour risks credibility by focusing on resentment about the Algerian war of independence and on the “decline of French” civilization caused by the “migrative invasion” from Muslim North-Africans.

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In Gambia voting is done by casting a glass marble in one of the containers that are painted in the respective candidate’s color. | Photo: flickr, Commonwealth Secretariat | CC BY-NC 2.0

#GambiaDecides2021: A Sign of Democratic Hope?

Wherever you go in the Gambia, you will find people in the streets chattering about the presidential election surrounded by an air of excitement. Gambians call this chatter ‘gisgis’ and it is all about politics these days. On 4 December 2021, Gambians went to the polls. The first elections without the former 22 year-long president Yahya Jammeh contesting passed peacefully. His successor Adama Barrow, elected in 2016 quite surprisingly, was confirmed in power. With that, the Gambia passed a litmus test: having decided for continuity in times of change, Gambians send a strong signal of democratic practice to the region.

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Aufbruch in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik? | Photo: Unsplash, Christian Lue | Free use

Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP zur Außen- und Sicherheitspolitik

Der Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP steht. Auch wenn über den Verlauf der Verhandlungen wenig nach außen drang, lässt sich ohne Kühnheit vermuten, dass es zu anderen Themen mehr Streit gab als zur Außen- und Sicherheitspolitik. Das Maß an Kontroverse zeigt aber nicht unbedingt die Wichtigkeit eines Themenfelds. Dieser Beitrag greift auf einige der Themenfelder zurück, die im Rahmen der Blogreihe zu den Wahlprogrammen beleuchtet wurden, und bewertet auf dieser Basis den Koalitionsvertrag, dessen Umsetzungsmöglichkeiten und mögliche Konfliktfelder der neuen Koalition. Es geht um Rüstungsexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr, zivile Krisenprävention und feministische Außenpolitik sowie den Umgang mit China und Afrika.

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„Wir werden der ganzen Welt beweisen, dass in Kirgistan faire Wahlen stattfinden werden.“ – Mit diesem Versprechen wirbt der amtierende Präsident Sadyr Japarov im Vorfeld der Wahlen am 28. November 2021. | Eigenes Foto, Rebecca Wagner.

Die Parlamentswahlen in Kirgistan: Ein weiteres wichtiges Puzzlestück im erneuten Autokratisierungsprozess?

Am 28. November 2021 wird die kirgisische Bevölkerung über ein neues Parlament abstimmen. Seit den letzten politischen Unruhen nach den Parlamentswahlen im Oktober 2020 befindet sich die Republik in einem politischen und sozialen Umbruch. Eine neue Verfassung und ein neues Wahlsystem wurden verabschiedet, mehr als 400 Gesetze werden einer Revision unterzogen und die Zivilgesellschaft und Opposition stehen verstärkt unter Druck.

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Nicht länger auf die lange Bank schieben: Deutschland braucht eine außenpolitische Kontroverse. | Photo: Unsplash, micciamiccia. | Free use.

Mit Außenpolitik kann man keine Wahlen gewinnen, ohne Außenpolitik aber keine Zukunft

Als inhaltsleer wurde der gegenwärtige Wahlkampf schon oft und nicht zu Unrecht geschimpft. Doch auch wenn in den letzten Wochen Sachthemen stärker in den Vordergrund getreten sind, fällt eine eklatante Leerstelle ins Auge: Trotz Klimanotstand und Afghanistandesaster finden außenpolitische Themen keinen Eingang in die öffentlichen Auseinandersetzungen der Kandidat.innen und ihrer Parteien. Wie diese Blogserie zur Bundestagswahl aber zeigt: Es herrscht kein Mangel an außen- und sicherheitspolitischen Handlungsbedarfen und die Wahlprogramme decken diese oft eher pflichtschuldig, selten tiefgründig ab. Dabei kann sich Deutschland eine solche Leerstelle nicht leisten. Außenpolitik ist zu zentral, um öffentlichen Streit darüber zu vermeiden!

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Nach 16 Jahren: Die eine geht, der andere bleibt. Foto von Angela Merkel und Vladimir Putin 2006 in Tomsk. | Photo: Kreml (kremlin.ru)/Wikimedia Commons | CC BY 4.0

Zäsur ohne Konsequenz: Die deutsche Russlandpolitik und das Ende der Ära Merkel

Mit Außenpolitik sind keine Wahlen zu gewinnen. Dennoch kommt man am Thema Russland nicht vorbei – ob es um internationale Konflikte wie Syrien oder Afghanistan, die gemeinsame osteuropäische Nachbarschaft, Energiesicherheit oder politische Einflussnahme in westlichen Staaten geht. Das nie dagewesene Ausmaß der Repressionen und Wahlmanipulation bei der Dumawahl im September oder die Neuauflage des Militärmanövers „Sapad“ mit dem Pariastaat Belarus machen deutlich, dass das Regime in Moskau seinen Geltungsanspruch nach innen wie nach außen in absehbarer Zeit nicht mindern wird. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich die neue Bundesregierung zu Putins Russland verhalten muss.

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