Stoppschild | Photo: Flickr | CC BY 2.0

Wenn das „Feld“ geschlossen ist: (Feld-)Forschung als Krisenpraxis in Zeiten von Corona

Die weltweite Ausbreitung der Corona-Pandemie und die damit verbundenen restriktiven Maßnahmen gefährden all jene Forschung, für die menschliche Interaktion und Präsenz ein wichtiger Bestandteil der Wissensproduktion ist. Anhand unserer eigenen Erfahrungen mit einer abgebrochenen Feldforschung in Burkina Faso diskutieren wir, wie in der aktuellen Krise das Forschen selbst zur Krisenpraxis wird und welche Konsequenzen geschlossene „Felder“ und Unplanbarkeiten in Zeiten von Corona für die (Feld-)Forschungspraxis der Friedens- und Konfliktforschung haben.

Die Ausbreitung des Coronavirus und die daraus entstehenden sozialen, ökonomischen und politischen Folgen verschärfen weltweit bereits existierende Krisen, von kaputtgesparten Gesundheitssystemen bis hin zu bewaffneten (Gewalt-)Konflikten. Doch die sogenannte „Corona-Krise“ macht nicht nur die Krisenanfälligkeit politischer Systeme und einige ihrer Teilbereiche deutlich. Sie führt auch einmal mehr die Abhängigkeit der empirischen Forschung von sozialen Voraussetzungen vor Augen. Das gilt auch für die Friedens- und Konfliktforschung. Zwar mag die Corona-Krise selbst als Gegenstand der Friedens- und Konfliktforschung ein reichhaltiger Pool für neue Erkenntnisse sein, wie es nicht zuletzt auch diese HSFK-Blogserie vielfach bestätigt hat. In vielen etablierten Bereichen der Friedens- und Konfliktforschung gefährden allerdings Kontaktsperren, Reiseverbote, Existenzängste und allgemeine Unsicherheit zentrale Forschungspraxen und damit den Fortschritt wissenschaftlicher Erkenntnis.

Dies ist besonders gravierend dort, wo direkte menschliche Interaktion und persönliche Präsenz notwendige Bestandteile des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns sind: So etwa in Forschungsprojekten, die auf Forschung „vor Ort“ oder interaktive Wissensproduktion mit Betroffenen oder anderen Wissenschaftler*innen bauen. Für die Friedens- und Konfliktforschung ist diese Art der Forschung besonders wichtig, weil sie in besonderem Maße die gelebten Erfahrungen mit und die multiplen Realitäten von Konfliktgeschehen weltweit sichtbar machen kann.

Zweifelsohne ist die Corona-Krise nicht die erste Herausforderung für die Praxis einer feldforschungsbasierten Friedens- und Konfliktforschung. Wer Ursachen, Formen und Folgen gewaltvoller Konflikte untersucht – oder solche, die noch gewaltvoll werden könnten – ist permanent damit konfrontiert, dass Gewalt oder gravierende politische Krisen Adaption, Kreativität und neue Strategien verlangen oder das Forschen vor Ort sogar gänzlich unmöglich machen. Im Gegensatz zu lokal ausbrechender Gewalt an Feldforschungsorten, oder auch der Ebola-Pandemie 2014-2016 in Westafrika, ist die gegenwärtige Corona-Krise entgrenzter, omnipräsenter und betrifft potenziell einen viel größeren Teil empirisch geleiteter Friedens- und Konfliktforschung. Sie ist in den meisten Fällen auch nicht Teil eines zuvor definierten Forschungsgegenstands, sondern verändert als plötzlich auftretender äußerer Faktor den Forschungsgegenstand und die Forschungspraxis grundlegend.

Von Corona überrascht und eingeholt

Im Januar diesen Jahres startete das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsprojekt “Lokale Wahrnehmungen regionaler Interventionen”, in dem wir lokale Perspektiven auf afrikanische Regionalorganisationen und deren Interventionen erforschen. Anhand von zwei Fallstudien, Burkina Faso (2014/15) und Gambia (2016/17), untersuchen wir, wie Bürger*innen in beiden Ländern die von der Afrikanischen Union (AU) und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) geführten Interventionen erfahren und wahrgenommen haben. Zudem erforschen wir die konkreten Erwartungen, die Bürger*innen beider Länder an diese Organisationen und ihre Interventionspolitiken formulieren. Zum Projektteam gehören neben uns als Projektleiterin beziehungsweise Doktorandin an der HSFK auch (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen aus beiden Ländern, mit denen wir gemeinsam die Feldforschungen durchführen und Projektergebnisse veröffentlichen.

Die für drei Monate geplante erste Feldforschungsphase in Burkina Faso verlief zunächst nach Plan: Gemeinsam mit einem kleinen Forschungsteam vor Ort wurden erste  Fokusgruppendiskussionen und Interviews geführt. Doch nach nur wenigen Wochen wurde der Feldforschungsalltag von der Pandemie eingeholt: Am 9. März 2020 bestätigte die Regierung von Burkina Faso die ersten beiden Infektionsfälle im Land und ergriff rasch Maßnahmen wie die Schließung von Schulen, Kindergärten und Universitäten in der Hauptstadt Ouagadougou, das Verbot größerer Treffen und Veranstaltungen sowie verstärkte Gesundheitskontrollen am Flughafen. Dem Versammlungsverbot schlossen sich auch die größten Religionsgemeinschaften an, und so gelang es, die Ausbreitung des Corona-Virus bereits in den Anfängen zu verlangsamen.

Just in dem Moment, als das Forschungsteam erste Kontakte ins Parlament geknüpft hatte, verstarb Rose Marie Compaoré, Vizepräsidentin des Parlaments – der erste Todesfall aufgrund von SARS-Covid-19 in Burkina Faso. In Reaktion darauf suspendierte die Regierung alle Sitzungen der Nationalversammlung bis Anfang April. Innerhalb der darauf folgenden Tage gaben mehrere Minister bekannt, ebenfalls positiv auf Covid-19 getestet worden zu sein. Für viele Burkinabe überraschend, stand Burkina Faso bald weit oben auf der Liste der vom Corona-Virus am meisten betroffenen afrikanischen Staaten. Mit steigenden Fallzahlen wurde eine nächtliche Ausgangssperre in betroffenen Städten verhängt, die Mobilität zwischen diesen auf den Transport lebenswichtiger Güter beschränkt sowie die Landesgrenzen geschlossen. Der für drei Wochen geschlossene größte und wichtigste Markt in Ouagadougou durfte unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen am 20. April 2020 wieder öffnen. In einem Land, in dem circa 90% der Bevölkerung im informellen Sektor arbeitet, war diese Öffnung für viele eine notwendige Überlebensmaßnahme.

Wenn Feldforschung nicht mehr möglich ist

Noch sensibilisiert durch die letzte Epidemie – den Ebola-Ausbruch 2014 in Westafrika –reagierte die Regierung in Burkina Faso ebenso wie viele andere afrikanische Staaten vergleichsweise schnell auf die Ausbreitung des neuartigen Virus. Diese kollektive Erfahrung und Sensibilisierung konnte man auch bei unseren Forschungsteilnehmer*innen bemerken. Um einer Ansteckung vorzubeugen, begrüßte man sich nach Bekanntwerden der ersten Fälle untereinander per Ellbogen statt Händeschütteln oder anderen sonst üblichen Begrüßungsformen. Eine Fokusgruppendiskussion fand wenige Tage nach Bekanntgabe der ersten beiden Fälle im Land statt. Vorsorglich stellten wir Hygienegel bereit. Doch das wäre gar nicht nötig gewesen, denn ein Teilnehmer brachte selbst eine große Flasche Desinfektionsgel für alle an der Diskussion Teilnehmenden mit.

Mit steigenden Fallzahlen und dem Blick auf die Ausmaße der Pandemie in Europa wuchsen auch in Burkina Faso die Sorgen und Ängste unserer Forschungsteilnehmer*innen: Interviewanfragen wurden verschoben, statt sie unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen anzunehmen. Im Forschungsteam diskutierten wir, wie die begonnene Feldforschung unter diesen besonderen Umständen weitergehen könne. Im Kontext einer solch angespannten, beängstigenden und ungewissen Situation über eine vergangene politische „Ausnahmesituation“ zu sprechen – die Intervention von AU und ECOWAS während der politischen Krise von 2014/15 in Burkina Faso – hätte nicht nur die Forschungsergebnisse maßgeblich beeinflusst, sondern auch in krassem Widerspruch zu den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Forschungsteilnehmer*innen selbst gestanden.

Kurze Zeit später kamen wir zu dem Schluss, dass es forschungsethisch nicht mehr vertretbar sei, im Kontext einer sich ausbreitenden tödlichen Pandemie weiterhin Interviews zu führen oder gar Diskussionen in Gruppen zu organisieren – und damit andere Menschen zu gefährden. Da das Virus nachweislich durch zwei Frankreich-Reisende nach Burkina Faso eingeschleppt wurde und darüber hinaus die ersten Infizierten vor allem innerhalb der politischen Elite zu verzeichnen waren, war allseits offensichtlich, dass sich – zumindest zu Beginn – das Virus vor allem über einige wenige privilegierte Menschen ausgebreitet hatte, die über die notwendigen Mittel für interkontinentale Flugreisen verfügten. Aus der Perspektive vieler weniger privilegierter Menschen konnten somit auch wir – als Forschende aus Europa – leicht mit dem Virus in Verbindung gebracht werden und stellten aufgrund unserer Mobilität eine Gefahr für die Menschen vor Ort dar. Vor diesem Hintergrund, aber auch im Kontext weiter steigender Fallzahlen, war es als (internationales) Forschungsteam umso wichtiger, proaktiv Verantwortung zu zeigen und die Feldforschung kurzfristig und um mehrere Wochen früher als geplant zu beenden.

Zusätzlich zur Lage vor Ort machte das angekündigte Flugverbot in Europa und die damit verbundene Ungewissheit einer Rückkehr nach Deutschland die Entscheidung zum vorzeitigen Abbruch der Feldforschung unausweichlich. Zwar steigen auch in Burkina Faso die Fallzahlen kontinuierlich an, dennoch hat sich die Lage – bis jetzt – noch nicht so dramatisch entwickelt wie in Europa. Die Regierung des Landes hat mittlerweile einige der kurzfristig ergriffenen restriktiven Maßnahmen wieder zurückgenommen. Und auch unsere Projektmitarbeiter*innen berichten, dass sich die Stimmung in der Bevölkerung etwas entspannt hat. Aus China, Europa oder den USA wissen wir aber, wie schnell sich eine solche Lage unter Corona verändern kann. Für unser Forschungsprojekt ist deshalb aktuell jegliche Planung für eine Fortsetzung der Feldforschung im Ungewissen.

Vom Ende der Planbarkeit

Ungewissheiten wie die von uns in der Forschungspraxis erlebten, machen vor allem eines sichtbar: die Zentralität von (scheinbarer) Planbarkeit in der Logik, mit der moderne Wissenschaft und die sie tragenden und fördernden Strukturen funktionieren. Die Unsicherheit einer plötzlich auftretenden Krisensituation wie der aktuellen globalen Corona-Pandemie stellt die Parameter planbarer Projektverläufe, individueller Karrierewege und Forschungskooperationen fundamental in Frage.

Sofern Forschungsprojekte auf Finanzierung durch Dritte angewiesen sind, sind sie auch an eine Projektlogik gebunden, die Planbarkeit annimmt und Projektverantwortliche an Versprechen der Durchführbarkeit bindet. Viele Drittmittelgeber, darunter auch die DFG, haben in der aktuellen Krise sehr schnell für die von ihnen geförderten Projekte eine größere Flexibilität etwa hinsichtlich der Laufzeit von Projekten oder den Möglichkeiten, zusätzliche Mittel zu beantragen, angekündigt. Das sind sehr begrüßenswerte Schritte, welche allen Geförderten früh ein positives Signal gegeben haben. Doch eine durch äußere Umstände erzwungene Forschungsauszeit in Projekten bringt nicht nur zeitliche Verzögerungen und finanziellen Mehraufwand mit sich. Für zeitkritische Forschung, die etwa auf Teilnahme durch Forschende an bestimmten Ereignissen baut, kann eine solche Auszeit wichtiges empirisches Material für immer unzugänglich machen. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Sozialforschung: auch manche Geowissenschaftler*innen und Physiker*innen stehen aktuell vor den selben Herausforderungen unwiederbringlich geschlossener „Felder“.

Auch individuelle Karrierewege, vor allem für den sogenannten wissenschaftlichen Nachwuchs, sind in Deutschland in besonderem Maße von der Logik der Planbarkeit abhängig. Feste Vertragslaufzeiten, Vorgaben über die Maximaldauer von Promotionen und die Befristungsregeln nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz bedeuten, dass wissenschaftliche Arbeit immer zeitlich begrenzt gedacht und geplant werden muss. Unterbrechungen sind in dieser Logik ebenso wenig eingeplant wie erzwungene Neuanfänge, etwa weil geplante Feldzugänge nicht mehr möglich sind. In einer Situation wie der aktuellen steigert dies nicht nur existentielle Sorgen junger Wissenschaftler*innen. Es birgt auch die Gefahr, den Druck auf Wissenschaftler*innen zu erhöhen, die den schnellsten Ertrag – und nicht den größten wissenschaftlichen Mehrwert – verheißende Antwort auf die Krise zu wählen.

Schließlich sind auch Forschungskooperationen von Planbarkeit und gegenseitiger Erwartungssicherheit abhängig, die in Krisensituationen herausgefordert werden. So hat beispielsweise der abrupte Abbruch der Feldforschung in Burkina Faso für unser Projekt in besonderem Maße unsere Projektmitarbeiter*innen aber auch Forschungsassistent*innen vor Ort getroffen, die finanziell vom Fortgang des Projektes abhängig sind. Zwar konnten wir hier mit viel gegenseitigem Vertrauen schnell für alle Beteiligten gute Lösungen finden. Dennoch zeigt eine solche Krisensituation einmal mehr, wie sehr strukturelle Ungleichheiten und Machtgefälle – trotz aller Bemühungen um gleichberechtigte Kooperationspartnerschaften – weiterhin bestehen. So sind manche noch stärker und existentieller als andere vom planmäßigen Verlauf von Projekten abhängig.

Die aktuelle Krise zeigt somit nicht nur, wie sehr die Organisation und Finanzierung von Forschung auf Planbarkeit und stetigen Fortschritt bauen, sondern auch, wie dadurch multiple Abhängigkeiten von diesen geschaffen werden, die in vielen Fällen ohnehin schon strukturell schwächer Gestellte in besonderem Maße treffen.

Krisenpraxis als Moment der Entscheidung

Ungewissheit ist ein zentrales Merkmal von Krisen. Aber ebenso zentral für eine Krise ist das Verlangen nach Entscheidungen. Krisen sind auch Entscheidungsmomente mit kurzfristigen und langfristigen Konsequenzen, manchmal sogar mit großem Innovationspotenzial. Für Forscher*innen gibt es verschiedene Möglichkeiten, auf „geschlossene Felder” zu reagieren. Nicht zuletzt kann in solchen Momenten auch vom Erfahrungsschatz vorheriger Krisenpraxis gelernt werden. Manche Interviewforschung etwa kann auf digitale Austauschformate verlegt werden, wenn das direkte Teilnehmen an und Eintauchen in „fremde“ Kontexte keinen zentralen Stellenwert einnehmen sollen. Wenn Forschung vor Ort dauerhaft unmöglich sein wird, können digitale „Felder“ wie soziale Medien einen alternativen, wenn auch im Charakter deutlich anderen Zugang zu empirischem Material bieten. Auch können Forschungskooperationen weiter ausgebaut werden, wenn zum Beispiel Forscher*innen vor Ort der Zugang leichter oder überhaupt möglich ist. Das hätte zudem den positiven Effekt, dass Forschungspartner*innen vor Ort mehr Verantwortung und Handlungsspielraum gegeben und ihre Positionen strukturell gestärkt werden könnten. Und natürlich bleibt auch das Abwarten und Aufschieben eine Option, wenn es Hoffnung gibt, dass die Krise – anders als ein ausgebrochener Gewaltkonflikt – in einigen Monaten vielleicht schon überwunden sein könnte.

Neben dem unmittelbaren Zwang zur Entscheidung für jedes einzelne Forschungsvorhaben könnte die aktuelle Krise aber auch Anstoß für ein sehr viel grundlegenderes Umdenken geben. Ein Umdenken, welches die Zentralität der Planbarkeit in den Strukturen gegenwärtiger Forschungsorganisation und -finanzierung und die dadurch entstehenden Abhängigkeiten zu unterlaufen beginnt und die zeitliche und finanzielle Flexibilität als Voraussetzung von Forschung stärker anerkennt. Die Friedens- und Konfliktforschung, die in besonderem Maße auf menschliche Erfahrung und Interaktion gestützte Forschung braucht, könnte die aktuellen Krisenerfahrungen dazu nutzen, entsprechende Impulse zu setzen. Damit Corona nicht bloß eine Krise bleibt.

Antonia Witt
Dr Antonia Witt is a Senior Researcher and Project Leader at PRIF’s Research Department Glocal Junctions where she is working on African regional organizations and the African Peace and Security Architecture.
Simone Schnabel
Simone Schnabel is a Doctoral Researcher at PRIF’s Research Department Glocal Junctions where she is working on African regional organizations and the African Peace and Security Architecture, as well as on International Development Cooperation.

Antonia Witt

Dr Antonia Witt is a Senior Researcher and Project Leader at PRIF’s Research Department Glocal Junctions where she is working on African regional organizations and the African Peace and Security Architecture.

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